Erfahrungsberichte zu IT-Projekten aus Wirtschaftsinformatik bei Dr. Schiffer

 

Die folgenden Texte sind Erfahrungsberichte zu IT-Projekten bei Dr. Stefan Schiffer im Studium der Wirtschaftsinformatik an der Johannes Kepler Universität Linz. Die Namen der Studierenden und einige Firmen- und Produktnamen wurden anonymisiert.

 

 

25 Mängelmelder, Patz für Teams, Zimmerbuchung, Ferienspielaktion (WS 2016)

24 CMS-Framework, Text Adventure Game und HR-Software-Evaluierung (WS 2015)

23 CRM und virtuelle Anatomie (WS 2014)

22 LINZFEST Apps (SS 2013)

21 Moviemento App (WS 2012)

20 Open Government Data und Mashups (WS 2011)

19 Open Commons in der Praxis (SS 2011)

18 Open Commons in der Praxis (WS 2010)

17 Sichere Schulwege mit OpenStreetMap (SS 2010)

16 Sichere Schulwege mit OpenStreetMap (WS 2009)

15 Open Source Region Großraum Linz (SS 2009)

14 Enterprise Wikis als Kooperationsplattformen (WS 2008)

13 Enterprise Wikis als Kooperationsplattformen (SS 2008)

12 MediaWiki & Co im Praxiseinsatz (WS 2007)

11 Die Zilner Trote und andere Web-Geschöpfe (SS 2007)

10 MediaWiki & Co im Praxiseinsatz (WS 2006)

09 Wikipedia & Knowledge Management (SS 2006)

08 Software Project Hosting (WS 2005) 2

07 Website Rating (SS 2005)

06 Software Project Hosting (WS 2004) 2

05 Software Project Hosting (SS 2004) 2

04 E-Government in Österreich (SS 2004) 7

03 Inside Open Source Software (WS 2003) 20

02 Open Source Software (WS 2002) 34

01 .NET und J2EE im Praxiseinsatz (SS 2002) 37

 

 

Mängelmelder, Patz für Teams, Zimmerbuchung, Ferienspielaktion (WS 2016)

Entwickelt wurden ein Mängelmelder für die Stadtgemeinde Leonding, Platz für Teams, ein Tischreservierungssystem für Lernzonen an der JKU und BookingNote für die Zimmerbuchung eines Gästehauses. Zudem wurde eine Online-Plattform für die Abwicklung von Ferienspielaktionen der Stadtgemeinde Leonding konzipiert und als Prototyp implementiert.

Teilnehmer/in A:

Diese Lehrveranstaltung konnte das gelernte Wissen, dass man während des Wirtschaftsinformatikstudiums aufgebaut hat, vollständig wiedergeben. Wir konnten ebenfalls erste Erfahrungen in der Kundenbetreuung als auch im Projektmanagement sammeln, die meines Erachtens, eine wesentliche persönliche Bereicherung darstellt. Vom Projektgründungsprozess bis hin zur Projektabschließung wurden wir ständig mit neuen Aufgaben und Problemstellungen konfrontiert, die wir durch gemeinsame und effiziente Zusammenarbeit lösen konnten. Dieser Praxistest konnte mir persönlich meine Sichtweise erweitern, da man Begriffe wie Kundenkommunikation, Anforderungsanalysen, Problembehandlung etc. meistens nur aus der Theorie kennt und ein relevanter Praxisbezug fehlt.

Teilnehmer/in B:

Das IT-Projekt war für mich eine sehr interessante Lehrveranstaltung. Es ist toll, dass man hier auch mal mit „realen“ Projektpartnern arbeiten musste und nicht im „geschützten“ Umfeld einer Lehrveranstaltung, wo der LVA-Leiter der Auftraggeber ist. Dies führt dazu, dass man auf Dinge draufkommt, auf die man sonst nie gekommen wäre. Die Realität ist doch etwas anders als man es auf der Uni gelehrt bekommt. Was mich selbst etwas überrascht hat war, dass wir für das Lastenheft viel mehr Zeit gebraucht haben als geplant. Für die Implantierung hingegen haben wir weniger als die Hälfte der geplanten Stunden verbraucht. Ich finde es auch Toll, dass die Auftraggeber vom Ergebnis begeistert sind.

Teilnehmer/in C:

Ich habe beim IT-Projekt sehr viel gelernt und einige Erfahrungen sammeln können. Es war sehr gut, dass wir einen Projektplan geführt haben, da mit diesem alles schön geplant worden ist und alles überschaubarer war. Ich fand auch sehr gut, dass wir auf uns alleine gestellt waren und alles mit dem Auftraggeber selbst abklären mussten. Dieses Projekt war sehr praxisnahe und ich konnte somit das gelernte Wissen in der Praxis anwenden. Alles in allem war es für mich ein sehr interessantes Projekt, bei dem ich viele Erfahrungen im Bereich der Implementierung, Koordinierung und dem Projektmanagement sammeln durfte. Außerdem war es mal interessant mit einem richtigen Auftraggeber von „draußen“ zu kooperieren, da hier sehr gut veranschaulicht wurde, dass die Theorie doch nicht ganz die Realität ist.

Teilnehmer/in D:

Ich persönlich finde, dass diese LVA sehr gelungen gestaltet worden ist. Im ersten Meeting wurden reale Projekte vorgestellt, man konnte jedoch auch eigene Vorschläge einbringen. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Projektorganisation vollständig den Studenten überlassen. Lediglich bei kleinen Meetings gab uns Dr. Schiffer immer wieder Feedback zum Prototypen oder zum Lastenheft. Das Verfolgen des Projektfortschritts mittels Projektplan half uns, zeittechnisch die Arbeiten besser aufzuteilen und Stress zu vermeiden. Der vorab geschätzte Aufwand verglichen mit den tatsächlichen Aufwänden variierte teilweise sehr stark und gab uns für die Zukunft wichtige Tipps.  Alles in allem eine sehr umfangreiche LVA die neben Implementierung oder Erstellung eines Lastenheftes auch Einblicke in das Projektmanagement vermittelt.

Teilnehmer/in E:

Sehr hilfreich war das Lastenheft, welches besonders am Ende des Projekts die Anforderungen an die Software eingeschränkt und abgegrenzt hat. Da wir ohnehin unter dem uns selbst gemachten Druck standen ein fertiges Produkt zu liefern, war dies für das Team, welches das Frontend implementiert hat, eine gute Hilfe um Abstriche neuer Anforderungen des Auftraggebers zu machen.

Für die Planung des Frontends wäre, was für das IT-Projekt den Rahmen gesprengt hätte, eine Systemspezifikation/Pflichtenheft hilfreich gewesen, welche ursprünglich von uns fälschlicherweise gemacht und als Lastenheft ausgegeben wurde. Die Anforderungen des Lastenhefts sind ein grober Fahrplan für das Projekt, aber Anforderungen, welche man leichtfertig in das Lastenheft schreibt ziehen sehr viele zusätzliche Anforderungen nach sich, um die Software bedienbar zu machen. Hier hätte mit einer genauen Beschreibung der Funktionen entgegengewirkt werden können, bzw. hätten wir schon früher gewusst, dass wir das Burn-Down-Diagramm sprengen werden.

Es war auch sehr hilfreich, dass wir ein zweites Mal mit Herrn Schiffer zum Auftraggeber gefahren sind, um die Anforderungen zu erheben. Man hat hier sehr gut gesehen, dass es Erfahrung braucht die richtigen Fragen zu stellen, um die gewünschten Informationen vollständig zu erhalten, da hier dem Auftraggeber einige weitere Punkte und Anforderungen eingefallen sind. Für den Erfolg des Projekts war dieses Treffen elementar.

Der Projektplan ist sehr ausgeklügelt und durch viele grafische Aspekte kann man sehr viel ablesen. Jedoch war er dadurch, dass wir so viel mehr Stunden gebraucht haben, welche nicht direkt verbucht werden konnten, da wir in einem gewissen Maß an die Semesterwochenstunden gebunden waren, für uns insofern nur eine Unterstützung, als das wir gesehen haben, wie viele Stunden bereits geleistet wurden. Es war auch schwierig die verbleibenden Stunden zu schätzen, da wir mit dieser Technologie zum ersten Mal gearbeitet haben, somit war es schier unmöglich eine halbwegs genaue Schätzung durchzuführen, da manche Probleme ungleich länger dauerten zu lösen, als andere Probleme.

Die Technologiewahl finde ich rückblickend als sehr passend und modern, gegen Ende des Projekts sahen wir, dass die Komplexität immer mehr gestiegen ist. Daher würden wir nun einen Großteil der Logik ins Backend verlagern, um das Frontend hauptsächlich zum Darstellen zu verwenden. Somit wären auch mehr Teile leichter wiederzuverwenden.

Das Arbeiten in diesem Team war sehr angenehm. Wir hatten ständig, vor allem bei der Implementierung, Kontakt und stimmten uns laufend ab. Zu einem großen Teil lief während der Implementierung auch im Hintergrund TeamViewer um sich unmittelbar auszutauschen und Probleme zu besprechen und gemeinsam zu lösen.

Teilnehmer/in F:

Ich bin froh darüber, dass sich unser Team dafür entschieden hat ein Projekt zu wählen, welches danach auch wirklich zum Einsatz kommt, da diese Entscheidung eine ganz andere Dynamik im Team erzeugte, als man es von anderen LVAs kennt. Es wurde bewusst darauf gesetzt alles so modular und generisch zu halten wie nur möglich, bzw. war es uns ein Anliegen ein funktionierendes und ansprechendes Produkt zu liefern. Das Lastenheft war uns bei diesem Anliegen eine willkommene Stütze, da wir ansonsten nicht mehr fertig geworden wären bis zur Deadline. Das Lastenheft zeigte nicht nur dem Auftraggeber seine Grenzen auf, sondern uns auch, da wir uns dadurch auf keine kosmetischen Verbesserungen eingelassen haben.

Der Projektplan war mehr ein Lagebericht als eine unterstützende Maßnahme, da wir von Beginn an nicht mehr Stunden einplanen konnten und somit logischerweise weit über dem Ziel hinausgeschossen sind. Jedoch konnten wir feststellen wie sehr man sich verschätzen kann, wenn man keine Erfahrung hat mit neuen Technologien. Nichts desto trotz ist der Projektplan eine gute Maßnahme zur Dokumentation des Projekterfolges, da man sehr viel daraus lernen kann für nachfolgende Projekte.

Zum Projektteam ist zu sagen, dass die Aufteilung der Arbeit perfekt funktioniert hat, wir ergänzten uns gegenseitig wie Zahnräder. Zu Beginn wurde unser Team in 2 Gruppen aufgeteilt, 2 Personen für das Backend und 2 für das Frontend, somit konnten wir gleichzeitig am Projekt arbeiten ohne sich gegenzeitig zu stören. Als das Backend fertig war, ist eine Person für Datenbankzugriffe bzw. Verbindung Frontend und Backend, eine für Javascript -und Angularangelegenheiten, eine für das Design und eine für projektspezifische bzw. Tests und Einhaltung von Anforderungen, eingesetzt worden.

Da die Projektleitung einen guten Job machte wusste immer jeder, wann er was zu tun hatte und somit wurden Konflikte hinsichtlich des Codes großteils vermieden. Git war uns im ganzen Projekt eine große Hilfe, unser Team setzte darauf bei den Commits klar zu dokumentieren welche Änderungen vorgenommen wurden. Weiters war die Issuefunktion von Gitlab eine sehr gute Hilfe, da man so Bugs bzw. Verbesserungen gut an die verantwortlichen Personen verteilen konnte.

Unsere Hauptkommunikation verlief über Teamviewer, da dieser leichtgewichtig ist und viele Features besitzt die wir für unser Projekt nutzten, wie z.B. Bildschirmübertragungen und fremde Zugriffe.

Zu Beginn war ich skeptisch, ob wir mit AngularJS zurechtkommen werden, da eigentlich keiner von uns Erfahrung mit Webprogrammierung hatte. Mittels Learning by Doing und viel Kopf zerbrechen, gewöhnte man sich mit der Zeit an die neue Technologie, welche ich in Zukunft sich wieder aufgreifen werde.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir das Projekt sehr viel Spaß machte und ich auf jeden Fall gerne wieder mit diesem Team arbeiten möchte.

Teilnehmer/in G:

Die Möglichkeit das Thema bzw. das Projekt selbst vorschlagen zu dürfen habe ich sehr gut gefunden. Das hat uns erst die Möglichkeit gegeben unsere Aufgabenstellung quasi selbst zu wählen. Die Verwendung des vorgegebenen Projektplans und die regelmäßigen Blogs haben uns förmlich gezwungen uns ständig mit dem Projekt zu beschäftigen. Anfangs war das natürlich noch etwas schleppend, und diente nur der Architektur- und Technologiefindung. Während dieser Planungsphase war das Feedback von Herrn Schiffer zwar ab und an ein gewaltiger Dämpfer für unsere hochgeschossenen Ideen, halfen uns aber schlussendlich Fehler zu vermeiden. Auch die von ihm vorgeschlagene Reduzierung der Aufgabenstellung hat uns zum Schluss das Leben und die Nerven gerettet. Als dann die eigentliche Entwicklungsarbeit begann, kristallisierte sich schnell eine klare Aufgabenteilung heraus, welche bis zum Schluss sehr gut funktionierte. Bei der Implementierung tasteten wir uns langsam voran, da dies unser erstes Projekt mit dieser Technologie Konstellation war. Während der Arbeit erkannten wir das viele Funktionen welche wir im Frontend lösten, eigentlich in den Aufgabenbereich des Backend fallen und dort umgesetzt werden sollten. Wir entschieden uns jedoch bei der aktuellen variante zu bleiben da eine Änderung zu diesem Zeitpunkt den Rahmen des Projektes gesprengt hätte. Auf jeden Fall haben wir bereits eine Idee wie wir den Code bzw. das Projekt verbessern können. Dabei ist es sehr hilfreich, dass der grafische Aufbau der Seite hiervon nicht betroffen ist und nur die Datenverarbeitung im Hintergrund geändert werden muss. Wir alle haben denke ich in diesem Projekt viel Neues gelernt und einige Erfahrungen gesammelt die uns später bestimmt nützen werden. Die Arbeit hat Spaß gemacht, die Stimmung war gut. Unsere Kommunikation im Team, hat zu jeder Zeit funktioniert. Regelmäßige Teamviewer-Meetings halfen uns dabei uns abzustimmen. Müsste ich noch einmal ein Projekt wie dieses erarbeiten, würde ich mich sofort wieder für meine Teamkollegen entscheiden.

Teilnehmer/in H:

Das Projekt selbst auszusuchen empfand ich als sehr erfrischend. Dadurch waren wir selbst für unser Projekt von Anfang an komplett verantwortlich. Wir erhielten auch einen guten Einblick in das Kunde Softwareanbieter Problem mit den unterschiedlichen Spezifikationen. Wenn man hier kein Lastenheft anfertigt ist man klar im Nachteil. Auch hier hat sich die Wichtigkeit dieses Prozessschrittes bewehrt. Des Weiteren muss ich sagen das dieses Projekt mit anderen Teammitgliedern vermutlich nicht in dieser Weise realisierbar gewesen wäre. Wir hatten durch die Bahn eine sehr gute Teamkommunikation und es hat von Anfang an alles gepasst. Auch als uns gegen Ende die Zeit ausging haben alle im Team mit 150% angepackt, was ich so in dieser Weise nicht gewohnt bin. Unser Projekt brauchte seine Zeit bis wir richtig loslegen konnten. Diese Zeit war aber auch bitterlich nötig. Dies erleichterte uns den Programmieraufwand immens. Dort stellte ich fest wie wichtig es ist, dass Projekt gut zu planen. Die Arbeitsaufteilung im Team ging eigentlich von selbst. Jeder wusste wo seine Stärken liegen und jeder hat seine Aufgaben gewissenhaft erfüllt. Dies kann man zweifelsfrei an unserem Endprodukt erkennen. Als der Programmierteil begann hatten wir immer Teamviewer Meetings bis spät in die Nacht. In Summe hat es aber sehr viel Spaß gemacht so ein Projekt zu entwickeln und meiner Meinung nach können wir stolz auf das sein, was wir in einem Semester mit wenigen Vorkenntnissen auf die Beine gestellt haben.

Teilnehmer/in I:

Meine Aufgaben im IT-Projekt WIN habe ich als spannend und herausfordernd empfunden. Als positiv möchte ich herausheben, dass Dr. Schiffer dazu bereit war, dass die Gruppe ein selbst gewähltes Projektthema bearbeitet. Dadurch stieg die Motivation und (meinem Empfindens nach) die Leistung in der Gruppe an sich. Des Weiteren möchte ich betonen, dass es sinnvoll ist, die Meilenstein-Gespräche für jede Gruppe unabhängig von den anderen Gruppen durchzuführen. Dies lässt zu, dass sich Dr. Schiffer auf das betreffende Projekt konzentrieren und konstruktive Kritik ausüben kann. Diese Meetings fanden in größeren Abständen (meist 2 Wochen) statt, wodurch jedes Mal ein Projektfortschritt zu sehen war. Durch die selbst bestimmten, im Projektplan gesetzten Deadlines, konnte das Projekt auf die Gruppe und die Kenntnisse der Mitglieder abgestimmt werden. Ein Vorteil war natürlich auch die Kompetenz und Hilfsbereitschaft der Teammitglieder, da im Falle von Problemen stets sofort Hilfe gefunden werden konnte. Als negativen Punkt möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass der Projektplan als sehr komplex empfunden wurde. Abschließend möchte ich betonen, dass mir das Projekt gut gefallen hat und ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.

Teilnehmer/in J:

Grundlegend konnte ich im IT-Projekt viele Erfahrungen sammeln und es war ein spannendes Projekt. Vor allem, dass ein eigener Projektvorschlag eingebracht werden konnte, ist als positiv hervorzuheben und förderte die Motivation. Auch das gruppenindividuelle Termine mit dem LVA-Leiter stattfanden und sich nicht im großen Rahmen des gesamten Kurses getroffen wurde, ist als positiv zu bewerten,  dadurch konnte individuell auf das Projekt eingegangen werden.

Auch dass sich die Teammitglieder schon vor der LVA kannten, trug meines Erachtens zum Projekterfolg bei, da dadurch keine Hemmungen bestanden andere Teammitglieder um Hilfe zu fragen. Auch fand ich die Kooperation mit unseren zwei Hauptwissensträgern des Projektteams als sehr angenehm und einfach. Diese waren stets bereit einem unterstützend zur Seite zu stehen.

Als nicht so positiv wurde der doch sehr umständliche und aufwendige Projektplan empfunden. Im Besonderen denke ich, dass einfachere und übersichtlichere Projektmanagementtools als Excel zur Verfügung gestanden wären.

Alles in allem war es ein gelungenes Projekt, indem ich viele Erfahrungen sammeln konnte.

Teilnehmer/in K:

Im Rückblick auf dieses Projekt habe ich einige neue Erfahrungen erworben. Eine dieser Erfahrungen war es ein Projekt zu erstellen, welches meines Erachtens sehr nahe an einem reellen Projektablauf liegt.

Positiv an dieser LVA empfand ich, dass nicht jede Woche ein Treffen im Beisein von den anderen Gruppen abgehalten wurde, da nicht jede Woche ein Projektfortschritt vorzuweisen ist. Die Einbringung von einer eigenen Projektidee war ein weiterer positiver Punkt dieser LVA.

Während der gesamten Projektzeit konnte ich mich auf meine Teammitglieder verlassen. Benötigte jemand Hilfe, so wurde dieser unterstützt. Somit konnte das Projekt positiv abgeschlossen werden.

Der einzige Schwachpunkt dieses Projektes war der Projektplan, welcher durch die gesamte Projektphase Probleme bereitete. Meines Erachtens eignet sich Excel für eine Mehrbenutzer-Verwendung nicht.

Zusammenfassend habe ich in diesem Projekt einiges gelernt und einige nützliche Erfahrungen gesammelt.

Teilnehmer/in L:

Zu Beginn möchte ich gleich einmal anmerken, dass der Gesamteindruck der LVA bei mir einen überwiegend positiven Eindruck hinterlassen wird, trotzdem mir einige wenige Aspekte eher negativ in Erscheinung getreten sind.

Absolut positiv empfunden habe ich die Möglichkeit eine eigene Idee einzubringen, sowie diese auch Mithilfe eines Prototyps umsetzen zu können. Solch eine Entwicklung macht automatisch viel mehr Spaß (wenn auch zugleich mehr Arbeit) als eine reine Konzepterstellung. Auch die sichtbare Begeisterung des LVA-Leiters und dessen, vor allem am Anfang, wertvoll eingebrachten Ideen erhöhte die Motivation bei diesem Projekt enorm. Neben dieser angenehmen Auftraggeber bzw. -nehmer Atmosphäre (eben nicht Lehrer und Schüler) möchte ich auch ganz stark das restliche Projektteam hervorheben. Ein Team auf das man sich verlassen kann denke ich, ist sowieso der Grundpfeiler eines jeden positiv abgeschlossenen Projektes. Auch das Entgegenkommen des LVA-Leiters, ein eher größeres Feature zu streichen, um die anderen nicht zu gefährden empfand ich als sehr positiv.

Neben all diesen positiven Punkten gibt es aber meiner Meinung nach auch einen gravierenden negativen Punkt und der betrifft die mit Excel durchgeführte Projektplanung. Laut dem LVA-Leiter wurde diese schon des Öfteren kritisiert und ich denke da sollte es doch eine machbare Lösung geben um diese vielleicht doch einmal zu begraben. Es gibt unzählige Projektmanagement-Tools die sich für diese LVA hervorragend eignen würden. Auch in Kooperation mit dem Anwendungen SE Kurs könnte so eine Applikation doch ohne weiteres erstellt werden, mit genau der Funktionalität die derzeit das Excel-Sheet besitzt, nur eben auf eine angenehmere Weise für die noch kommenden Studenten. Weiters anzumerken habe ich, dass die Dokumentation meiner Meinung nach einen zu großen Umfang besitzt. Und selbst wenn es wirklich nötig ist diese zu erstellen (dient natülich auch der Übung für einen eventuell späteren Beruf in diesem Umfeld), dann hätte ich es gut gefunden wenn auf diese Dokumente Feedback gegeben werden würde um sich auch in diesem Bereich verbessern zu können.

Alles in allem war diese LVA aber, wie schon zu Beginn erwähnt, absolut positiv auch wenn es nach der Menge des Textes der negativen Punkte nicht so aussehen mag (sind ja in Wahrheit nur 2 Punkte, das Projektplanungstool und die Dokumente).

Teilnehmer/in M:

Mein Eindruck von der LVA war durchgängig sehr positiv. Mit einer großen Begeisterung habe ich das Projekt in unserem Team umgesetzt.

Sehr gut an der LVA hat mir die Möglichkeit gefallen eine eigene Idee einzubringen, die vom LVA-Leiter durchgängig mit Begeisterung und vielen wertvollen Beiträgen unterstützt wurde. Weiters habe ich die flexible Terminabstimmung als sehr gut empfunden, da es uns gegenüber Vertrauen zeigt und uns die Möglichkeit gab die Zeitplanung flexibler an die übrigen LVAs anzupassen. Die freundliche, wertschätzende und fachlich kompetente Unterstützung durch den LVA Leiter war das ganze Projekt über spürbar, was meine Motivation in Summe stark erhöht hat.

Das Projektmanagement Tool war zwar durchaus ganz gut verwendbar und übersichtlich, ich würde es aber als besser empfinden eine praxisrelevantere Software dafür einzusetzen, um auch den Umgang mit Software zu erlernen welche im Berufsleben meist eingesetzt werden.

In Summe würde ich die LVA jederzeit ohne Bedenken weiterempfehlen.

Teilnehmer/in N:

Der Kurs war im Allgemeinen sehr interessant, ebenso die zur Verfügung stehenden Projekte seitens der Universität waren gut. Ich fand es ebenfalls gut, dass man auch eigene Projektideen einbringen und umsetzen konnte. Unser Projektbetreuer konnte uns mit seiner Erfahrung sehr weiterhelfen. Er war stets bemüht, uns sein Wissen und seine Erfahrungen weiterzugeben.

Zu Beginn gab es noch ein paar Schwierigkeiten mit den wöchentlichen Blogs, die aber nach kurzer Zeit beseitigt werden konnten. Alles in allem war diese LVA eine der interessantesten, praxisrelevantesten und lehrreichsten, da unser Prototyp früher oder später in der Praxis tatsächlich angewendet wird.

Leider hat sich unser Projektbetreuer bei den gemeinsamen Treffen und der Durchsicht der Dokumente oft bei kleinen Fehlern oder falschen Begrifflichkeiten zu sehr vertieft. Hier ist, meiner Meinung nach, zu viel Zeit verloren gegangen uns über nicht allzu wichtige Dinge aufzuklären anstatt eine kurze, konstruktive Kritik zu geben. Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber war bei den persönlichen Gesprächen immer sehr gut und konstruktiv. Leider hat die Kommunikation per E-Mail oder Telefon nicht wirklich funktioniert. Oft mussten wir wochenlang auf Antworten warten.

Teilnehmer/in O:

Das IT-Projekt an sich war sehr spannend, da man erstmals selbstständig ohne exakte Vorgabe eine Lösung für den Auftraggeber finden musste. Wir haben uns für eine von uns noch nicht verwendete Technologie entschieden und mussten uns daher auch viel mit Recherche beschäftigen. Das war aber okay, da wir die Zeitgestaltung selber bestimmen konnten. So trifft man sich immer wieder mit dem Auftraggeber und verfeinert das Projekt und bekommt in gewissen Zeitabständen immer wieder Feedback vom Lehrveranstaltungsleiter. Das IT-Projekt ist im Großen und Ganzen sehr lehrreich, da man auch sieht wie Projekte wirklich ablaufen können.

Teilnehmer/in P:

Die LVA IT-Projekt war in vielerlei Hinsicht sehr hilfreich. Zum einen mussten wir uns selbstständig für eine Technologie entscheiden mit der wir das Projekt umsetzen, bzw. wo wir der Meinung waren das es sich gut mit dieser Technologie umsetzen lässt. Diese Technologie mussten wir uns selbstständig anlernen. Die Kritik von Dr. Schiffer war hart aber sehr hilfreich für zukünftige Projekte.

 

CMS-Framework, Text Adventure Game und HR-Software-Evaluierung (WS 2015)

Entwickelt wurden Acolyte, ein CMS-Framework auf Basis von AngularJS und JaneDie, ein Prototyp eines Text-Adventure-Spiels für Android. Zudem wurde für ein bekanntes oberösterreichisches Personalberatungsunternehmen am Markt verfügbare HR-Software evaluiert.

Teilnehmer/in A:

Das IT-Projekt WIN war für mich bis jetzt einer der spannendsten Kurse. Der Hauptgrund dafür war, dass man sich selbst ein Projekt auswählen durfte, wodurch man mit viel mehr Motivation an der Umsetzung arbeitete. Auch die Meilensteine und Deadlines konnten vom Team frei gewählt werden. Der Output von dieser Lehrveranstaltung war ein Content Management System - Framework namens “Acolyte”, das gleich nach Projektabschluss in Websites eingebaut wurde und auch zukünftig weiterentwickelt wird. Man kann also sagen, dass in diesem Kurs die Grundbasis für ein großes Projekt gelegt wurde, das auch tatsächlichen Einsatz in der Praxis findet. Anfangs gab es noch Probleme mit den wöchentlichen Blogs der Gruppenmitglieder und dem Projektplan, da diesen Dingen anfangs nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Im Laufe des Projekts wurden diese aber zur Routine. Alles in allem hat man bei dieser Lehrveranstaltung sehr viele Freiheiten und hat mir persönlich durch den Projektplan, den Blogs, etc. ein besseres Verständnis für Projektmanagement gegeben.

Teilnehmer/in B:

Das IT-Projekt an sich empfand ich als sehr angenehm. Durch die selbst bestimmten Deadlines, die durch den Projektplan fixiert wurden, war ein freies Arbeiten möglich. Des Weiteren wurde ein Projekt durchgeführt, dass von der Gruppe, gewählt worden ist. Dies war Motivations- und Leistungssteigernd zugleich. Das Projekt, ein CMS-Framework namens “Acolyte”, wird auch in Zukunft unter Verwendung sein. Zu Beginn des Projektes hatte unser Team noch einige Probleme mit dem Umgang des Projektplanes und die einheitliche Formatierung der Blogs lies auch zu wünschen übrig. Nach Bereinigung dieser Probleme, aufgrund Nachdrucks von Herr Dr. Schiffer, stellte auch dies kein Problem mehr da. Der tatsächliche Entwicklungsprozess war fordernd jedoch bewältigter. Durch klare Rolleneinteilung unter den Projektmitglieder und ständigen Gruppentreffen, um die Projektziele zusammenzuführen, wurde auch die Entwicklung zu keinem Hindernis. Ein großer Pluspunkt waren die Meetings mit Herr Dr. Schiffer. Zum einen waren diese “unregelmäßig” (d.h.: tatsächliche Projektfortschritte konnten auch erzielt bzw. präsentiert werden) zum anderen wurden die Meetings nur mit den Gruppenmitgliedern gehalten abseits der anderen Gruppen. Im Großen und Ganzen bin ich mit der Umsetzung voll zufrieden.

Teilnehmer/in C:

Unsere Aufgaben im Kurs IT-Projekt WIN hab ich als spannend und herausfordernd empfunden, da die Aufgaben einen hohen Praxisbezug hatten. Auch die CMS Thematik war interessant und das gesammelte Wissen in diesem Bereich kann sicher auch außerhalb des Kurses angewendet werden. Am Anfang hatten wir einige Probleme mit dem Excel Projektplan da der Plan komplex ist und wir in diesem Bereich keine Erfahrung hatten. Im Laufe des Projektes kamen wir jedoch immer besser mit dem Projektplan zurecht und konnten letztendlich sogar einige Zusatzfunktionen implementieren. Bei den Meetings mit Dr. Schiffer konnten wir offene Fragen diskutieren und unsere weitere Vorgehensweise abstimmen. Auch abseits von den Meetings funktionierten die Zusammenarbeit und die Koordination innerhalb unserer Gruppe ausgezeichnet. Letztendlich konnten wir das CMS-Tool „Acolyte“ erfolgreich mit allen gewünschten Funktionen umsetzen.

Teilnehmer/in D:

Ich empfand, dass dieser Kurs eine erfrischende Lehrveranstaltung ist. Das doch etwas theoretische Curriculum wird dadurch aufgelockert und man kann praktische und nützliche Erfahrungen sammeln in den Gebieten IT Project und auch Software Engineering. Unser Team hatte ein großes Glück bei den Auftraggebern, da sie uns die Möglichkeit gaben, in ihren Räumlichkeiten unser Projekt zu formen. Ein Vorteil war natürlich auch die fachliche Kompetenz im Unternehmen und die Hilfsbereitschaft von allen. Man stand nie länger als ein paar Minuten vor einem Problem, was die Implementierung natürlich um einiges vereinfachte. Auch wenn es uns am Anfang etwas anstrengend und langwierig vorkam, immer wieder diesen Projektplan auszufüllen und die Blogs zu schreiben, konnte man sich, nach den anfänglichen Schwierigkeiten, relativ gut damit anfreunden. Nach den Verbesserungen im Projektplan, konnte der einwandfrei verwendet werden und man konnte somit wirklich gut ablesen, wann welcher Teil erledigt wurde. Es war natürlich etwas schwer, die Aufwände richtig zu schätzen, da man mit solch einer Schätzung noch keinen Kontakt bis dahin hatte. Es ist auch schwer für ein relativ kleines Projekt, einen so detaillierten Projektplan zu gestalten, da es oft nicht allzu viele Teilschritte gab. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es eine tolle Lehrveranstaltung ist, die dem ECTS Aufwand vollkommen entspricht. Ich kann sagen, dass ich viel mitnehmen konnte in den zuvor erwähnten Bereichen.

Teilnehmer/in E:

Grundsätzlich empfand ich „IT-Projekt“ als eine sehr gelungene Lehrveranstaltung. Sowohl die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber als auch innerhalb des Projektteams hat einwandfrei funktioniert. Das Projekt an sich motivierte zur gewissenhaften Umsetzung, da es inhaltlich sehr interessant war und es sich um ein Produkt handelt, welches später tatsächlich im Playstore zum Download zur Verfügung stehen wird. Das aus meiner Sicht einzig Negative an der LVA war der Projektplan, da dieser meiner Meinung nach viel zu komplex war für ein Projekt in dieser Größenordnung. Im Endeffekt hat er mehr Aufwand verursacht als er letztendlich von Nutzen war.

Teilnehmer/in F:

Das IT-Projekt war eine sehr lehrreiche Erfahrung, da das Projekt komplett eigenständig vom Team abgewickelt wurde und die Treffen mit dem LVA-Leiter lediglich der Kontrolle dienten. Nicht so gut gefallen hat mir das Projektverwaltungstool, da jenes sehr komplex und meiner Meinung nach für das Team selbst eher unübersichtlich ist. Sehr positiv hingegen war die Erfahrung eigenständig im Team, sowie mit dem Praxispartner zusammen zu arbeiten. Wir hatten die Möglichkeit einen gemeinsamen Tag festzulegen, an dem wir die Projekttätigkeiten im Bürogebäude vom Auftraggeber absolvieren konnten, dadurch hatten wir stetig sehr engen Kontakt mit dem Auftraggeber und konnten ständig Feedback einholen, sowie das Projekt nach den Vorstellungen des Auftraggebers durch die intensive Kommunikation implementieren. Des Weiteren war der Inhalt des Projektes meiner Meinung nach äußerst spannend, da es sich um ein Spiel handelte, welches tatsächlich später auf mobilen Endgeräten verfügbar sein wird. Hier ein großes Lob an den LVA-Leiter, dass er es ermöglicht hat eigene Projektideen mit Praxispartnern einzubringen. Zu guter Letzt möchte ich noch anmerken, dass die Blogs im Nachhinein sehr informativ waren, da man kontinuierlich reflektieren konnte, was in jener Kalenderwoche erreicht wurde, sowie Probleme und Entscheidungen dokumentiert hat, die das Projekt nachvollziehbar machen. Meiner Meinung nach würde die Projektdokumentation ausreichen, indem man einen stark vereinfachten Projektplan benutzen würde und dafür mehr Fokus auf die Blogs legen würde, da hier besser nachvollziehbar ist was, wie gemacht wurde. Eventuell könnten man auf den Projektplan gänzlich verzichten und dafür die Blogs um ein Zeitkonto mit den entsprechenden Projektaufgaben (Aufbau ähnlich wie im bisherigen Projektplan jedoch weniger automatisiert) erweitern.

Teilnehmer/in G:

Grundsätzlich hat mir das IT-Projekt sehr gut gefallen, wobei es für mich eine sehr große zeitliche Herausforderung darstellte. Ich habe mich von Anfang an mit dem Evaluierungsprojekt der Firma A* identifizieren können und habe den Verlauf des Projektes als sehr spannend und abwechslungsreich empfunden. Die Zusammenarbeit mit der Firma A* (im speziellen Frau B*) war sehr angenehm, wobei ich es als etwas hinderlich empfand, dass so viel vorgegeben wurde und wir wenig Möglichkeit hatten den Projektverlauf selbst zu gestalten (aus Sicht der Firma allerdings auch verständlich). Die Kommunikation mit dem Auftraggeber und die Unterstützung seitens des LVA Leiters habe ich als äußerst gut empfunden. Wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte die Projektschritte bzw. die Methodik der Vorgehensweise selbst zu wählen, wäre ich vermutlich anders vorgegangen und hätte mehr Zeit eingeplant. Der Lerneffekt war durch die enge Zusammenarbeit mit der Firma A* und dem LVA Leiter sehr hoch und ich denke, jeder Student kann aus solchen praxisnahen LVAs viel für die spätere berufliche Praxis mitnehmen.

Teilnehmer/in H:

Ich fand das IT-Projekt sehr interessant, da es im Gegensatz zu den meisten anderen Lehrveranstaltungen durch die Zusammenarbeit mit einem externen Auftraggeber sehr praxisnah ausgelegt ist. Wir haben für die Firma A* ein Evaluierungsprojekt für eine neue HR- Software durchgeführt. Die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe und mit dem Unternehmen A* funktionierte sehr gut. Ebenfalls konnten durch die Meetings mit Dr. Schiffer immer die wichtigsten Punkte abgeklärt werden. Das Vorgehen und die einzelnen Schritte bei der Projektumsetzung waren von A* schon ziemlich genau geplant, was eine eigene Kreativität bei der Umsetzung des Projektes schwer möglich machte. Jedoch konnte man so in einen realen Arbeitsprozess eingebunden werden, welcher die Abstimmung und Abwicklung bei so einem Projekt im Berufsleben wiederspiegelt. Ebenfalls war für mich sehr lehrreich zu sehen wie wichtig eine methodische Vorgehensweise bei der Evaluierung von einer Software ist, um bei der Anschaffung eines neuen Systems keine Fehler zu machen.

Teilnehmer/in I:

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass mir die Lehrveranstaltung gut gefallen hat und ich viel gelernt habe. Vor allem der Bezug zur Praxis durch Projekte in der Wirtschaft ist für mich positiv hervorzuheben. Ebenfalls finde ich äußerst positiv, dass sowohl für Programmierer als auch für Nicht-Programmierer passende Projekte angeboten werden und es die Möglichkeit gibt, selbst Projekte zu finden und diese im Rahmen der Lehrveranstaltung zu absolvieren. Nun zu den meinen Erfahrungen in unserem Projekt. Ich persönlich hatte am Anfang ein paar Probleme, mich in die Arbeitsweise einzufinden und ich hatte zu Beginn des Projekts Zweifel, ob wir es schaffen, dieses zur Zufriedenheit durchzuführen. Mit der Zeit wurden wir mit Blog, Projektplan und den Wünschen von Dr. Schiffer und der Firma A* vertraut, und es fiel uns leichter zu verstehen, was von uns erwartet wurde und wie wir unsere Arbeit so erledigen können, dass alle damit zufrieden sind. Mit der Zeit merkte ich auch, dass Dr. Schiffer uns mehr vertraute, uns sozusagen von der »kurzen Leine« ließ und uns mehr Verantwortung sowohl in Bezug auf die terminliche Gestaltung als auch die inhaltliche Ausarbeitung übertrug. Sehr spannend war es, die verschiedenen Herangehensweisen – vor allem von Dr. Schiffer und Dr. C* – zu sehen und Möglichkeiten zu finden, diese »unter einen Hut« zu bringen. Ich selbst habe ja bereits knappe zehn Jahre bei Siemens, Siemens VAI und PSI in der Softwareentwicklung gearbeitet und dort auch kleine Projekte gemanagt. Meine persönliche Arbeitsweise und mein Ansatz entspricht mehr dem sehr pragmatischen von Dr. C*. Deshalb konnte ich von Dr. Schiffer besonders viel lernen und werde in Zukunft auf jeden Fall mehr Wert auf methodisch korrektes Vorgehen legen, da mir im Laufe des Projekts die Vorteile davon ganz deutlich wurden. Die Zusammenarbeit mit der Firma gestaltete sich als problemlos und äußerst positiv. Vor allem Fr. A* und Hr. Dr. C* schienen mit unserer Arbeit sehr zufrieden zu sein und hatte immer ein offenes Ohr für unsere Fragen und Probleme. [...] Die Zusammenarbeit im Team mit meinen beiden Kollegen war äußerst positiv. Es gab keinerlei Streitigkeiten oder negative Gefühle. D* hat als Teamleiter einen großartigen Job gemacht und ich habe es genossen, einmal einfach »nur« Projektmitarbeiterin zu sein. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich die Lehrveranstaltung auf jeden Fall weiterempfehle. Ich habe viel gelernt, sowohl fachlich als auch organisatorisch und es war sehr spannend für mich, die aus eine komplett anderen Welt kommt (Softwaretestmanagement, Stahlwerke und Stromversorger) einen Einblick in die Personalberatung zu bekommen.

 

CRM und virtuelle Anatomie (WS 2014)

Entwickelt wurden ein CRM-System für gfk - Gesellschaft für Kulturpolitik und eine App für virtuelle Anatomie zusammen mit dem AKh Linz (seit 2016 Kepler Universitätsklinikum).

Teilnehmer/in A:

Das IT-Projekt war eine sehr spannende Aufgabe für unsere Gruppe, da das von uns ausgewählte und konfigurierte CRM-System nun täglich im Einsatz ist. Die Abwicklung des Projekts funktionierte gut, da wir mit unserer Auftraggeberin sehr gut kommunizierten, bei den Meetings mit Dr. Stefan Schiffer immer unseren aktuellen Status präsentierten und wir kritische Fragen sofort klären konnten. Die Planung des Projektes stellte uns Anfangs vor eine schwierige Aufgabe, da wir keine Erfahrung hatten. Durch die zur Verfügung gestellten Projektpläne konnten wir auch diese Schwierigkeit meistern. Das Teamwork in unsere Gruppe funktionierte ausgezeichnet, da wir uns auch abseits der wöchentlichen Meetings mit Dr. Schiffer trafen.

Teilnehmer/in B:

Das IT-Projekt hat mir im Allgemeinen sehr gut gefallen. Wir haben für die GFK ein Customer-Relationship-Management-System eingeführt. Dies war eine sehr nützliche Erfahrung, da viele Unternehmen solche Systeme einsetzen und ich dadurch die gewonnenen Kompetenzen auch in späteren Projekten erneut verwenden kann. Das Arbeiten mit der GFK war auch sehr interessant, da man einen guten Einblick in die wirtschaftliche Realität gewinnen konnte. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass wir der GFK mit unserem Projekt wirklich weiterhelfen konnten. Ein wenig vermisst habe ich die tatsächlichen Codier-Arbeiten, die durch die Verwendung einer Open-Source-Software (V-Tiger) Großteiles weggefallen ist. Mit diesen Arbeiten hätte ich eigentlich zu Beginn des IT-Projektes gerechnet. Das Arbeiten in der Gruppe hat auch sehr gut funktioniert, da wir uns auch außerhalb des Projekts oft sehen. Deshalb hat die Koordination im Projekt einwandfrei funktioniert.

Teilnehmer/in C:

Die LVA war sehr gut aufgebaut. Zunächst galt es sich mit verschiedenen Tools zum Thema CRM Systeme vertraut zu machen. In den wöchentlichen Meetings wurden diese vorgestellt und für die Umsetzung bewertet. Es wurde uns ein Projektplan zur Verfügung gestellt welcher uns half das Projekt in verschiedene Arbeitspakete zu unterteilen. Durch die direkte Kommunikation konnten auftretende Fragen schnell geklärt werden was sich als recht nützlich erwies. In den wöchentlichen Meetings wurde der Projektstand immer besprochen und Probleme welche auf Userseite auftreten könnten behandelt und geklärt. Wir konnten somit auch dem Auftraggeber ein für ihn zufriedenstellendes Projekt liefern. Allgemein war es eine sehr lehrreiche LVA, da sie auch die Abstimmungen im Berufsleben wiederspiegelt.

Teilnehmer/in D:

Ich war anfangs etwas skeptisch bezüglich dem Projektverwaltungstool, bzw. genauer gesagt der Excel Tabelle. Der Excel Projektplan hat sich allerdings im Laufe des Semesters als sehr nützlich herausgestellt. Generell hat mir das IT-Projekt sehr gut gefallen, es war zwar, im Vergleich zu anderen LVAs, ein sehr hoher Aufwand, aber es hat sich meiner Meinung nach ausgezahlt, da man, im Vergleich zu anderen LVAs, sehr viel mitnimmt. Das Thema selbst, „Virtuelle Anatomie“, finde ich hochinteressant. Was ich sehr positiv fand, war das wir in einem eigentlich sehr kleinen Team von 3 Personen arbeiteten, da es in größeren Teams oft schwer ist sich ordentlich zu koordinieren.

Teilnehmer/in E:

Das IT Projekt ist eine LVA, bei der man sehr selbstständig arbeiten muss. Das ist insofern super, weil man hier gemeinsam mit dem Team einen Weg bestimmen kann. Von der Ideenfindung bis zur Implementierung muss man sich selber Gedanken machen, bekommt aber von Herrn Schiffer immer wieder hilfreiche Inputs und Anregungen. Durch ständige Kommunikation im Team und dem Vorhandensein eines Burndowns, konnte man sich die Arbeit von Anfang bis Ende schön in Arbeitspakete aufteilen. Einzig was mich störte, war der Austausch über proprietäre Microsoft Office Formate (docx, xlsx, etc). Für Studenten ohne Office Lizenz ungünstig. Alles in allem war es aber eine sehr lehrreiche und interessante LVA.

 

LINZFEST Apps (SS 2013)

Entwickelt wurden die Apps Linz Pflückt und Freiraum Linz für das LINZFEST 2013.

Teilnehmer/in A:

Für mich war das IT-Projekt eine tolle Erfahrung. Es war das erste Mal, dass ich etwas Sinnvolles mit den in meinem Studium erworbenen IT-Kenntnissen (Programmier- und Skriptsprachen, Web-Design, Datenbanken etc.) produzieren konnte. Ich habe viel dazu gelernt und würde an so einem Projekt jederzeit gerne wieder mitarbeiten.

Teilnehmer/in B:

Durch das IT-Projekt Wirtschaftsinformatik bei Herrn Dr. Schiffer konnte ich sehr viele Erfahrungen im Bereich Projektmanagement sammeln. Es handelt sich dabei um ein sehr interessantes und auch abwechslungsreiches Aufgabengebiet. Das Koordinieren zwischen dem Projektteam, dem Auftraggeber und dem LVA-Leiter steht dabei im Vordergrund. Laufend wurden wir durch den Auftraggeber und dem LVA Leiter unterstützt. Das Burn-Down-Diagramm gab klare Schlüsse darüber, ob das Projekt zeitlich korrekt erfüllt werden kann da dort der Restaufwand sowie der Ist-Aufwand in einer Grafik übersichtlich dargestellt werden. Sehr motivierend war, dass es sich dabei um ein echtes Projekt mit einem realen Auftraggeber gehandelt hat. Dies wirkt sich positiv auf das Ergebnis aus, da man sehr bemüht ist etwas Hochwertiges in Gang zu setzen. Ein Vorteil an der Teamarbeit ist, dass man sich die Verantwortungsbereiche innerhalb der Teammitglieder je nach Interessen und Fähigkeiten aufteilen kann. Außerdem steht bei dem IT-Projekt von Herrn Dr. Schiffer auch die Selbstständigkeit der Teammitglieder im Mittelpunkt. Es wurde uns nur wenig vorgegeben (z.B. Verwendung von OMS und nicht Google Maps). Unter anderem waren die Auswahl der verwendeten Werkzeuge und das Design der App dem Team überlassen. Alles in allem konnte ich für mein späteres Berufsleben definitiv einige wesentliche Erfahrungen machen.

Teilnehmer/in C:

Es war spannend ein agiles Projektmanagement an einem Softwareprojekt erfahren zu dürfen, da ich diese Form nur aus Theorie kannte. Die Atmosphäre war dabei immer sehr angenehm und die Anleitungen präzise. Außerdem fand ich es toll eine Website zu erzeugen, die für ein großes öffentliches Projekt ist. Bei der Implementierung musste ich mir die Webtechnologien wieder bzw. neu anlernen, dies führte Anfangs zu einem Stagnation im Projektfortschritt, doch im Laufe des Projektes wurde es viel besser. Ein weiterer Punkt den ich feststellen musste, war das Details sehr wichtig sind und man nur so Qualität erreichen kann. Ich durfte mit einem tollen Team zusammenarbeiten und fand es gut, dass der größte Teil am Anfang des Semesters zu erledigen war.

Teilnehmer/in D:

Das IT-Projekt war eine gute Möglichkeit, Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit externen Auftraggebern zu sammeln. Anfänglich war es schwer, sich mit den neuen Technologien vertraut zu machen doch durch das selbstständige Erarbeiten der Themen ging man mit erhöhter Motivation an das Projekt heran. Im Laufe des Projekts kamen immer wieder nützliche Hinweise vom LVA-Leiter, die man sich auf jeden Fall für das spätere Berufsleben mitnehmen kann. Etwas problematisch war meiner Meinung nach die parallele Erstellung des Lastenhefts und des Projektes, was jedoch durch den knappen Terminplan nicht anders möglich gewesen wäre. Gegen Ende des Projekts wurden zwar einige Änderungsvorschläge eingebracht, diese konnten jedoch dank der guten Kommunikation rechtzeitig abgearbeitet werden.

Teilnehmer/in E:

Es war ein sehr agiles Projekt mit gutem Input vom Auftraggeber und brauchbarem Feedback von Seite des Professors. Die Freiheit bei der Organisation wirkte sich sehr positiv auf die Motivation der Gruppe aus und brachte uns wöchentlich dem Projektziel näher. Die größte Motivation war die Realitätsnähe des Projektes, bestimmt durch echte Daten, einem realen Auftraggeber und die Publikmachung am Linzfest mit guter Nutzerbasis. Das Projekt zeigte uns dass das Thema Open Data sehr wichtig ist, vor allem in der Open Commons Region Linz, und die Realisierung praxisrelevanter Anwendungen fördert.

Teilnehmer/in F:

Das IT Projekt, welches wir am Software Engineering Institut unter der Leitung von Herrn Dr. Schiffer absolviert haben, hat uns in vielen Bereichen Erfahrungen sammeln lassen. Es war für uns sehr spannend, mit externen Auftraggebern zu arbeiten, da dies nicht alltäglich für uns ist. Außerdem war es eine Überwindung, mit einer nicht bekannten Technologie zu arbeiten. Nach einem etwas mühevollen Start, lief das Projekt relativ gut und wir konnten uns an die meisten Meilensteine halten. Der Zeitdruck, den wir aufgrund des anstehenden Linzfests hatten, trug wesentlich dazu bei, uns vollkommen auf dieses Projekt zu konzentrieren. Bestand die Gefahr, einen Meilenstein nicht zeitgerecht zu absolvieren, lenkte Herr Schiffer rechtzeitig ein und war somit wesentlich am Projekterfolg beteiligt. In diesem Sinne, vielen Dank für die umfangreiche Unterstützung vor allem bei der Kommunikation mit den Auftraggebern sowie den wöchentlichen Projektstunden.

Teilnehmer/in G:

Mir persönlich hat das Praktikum sehr viel gebracht. Es war mir von Anfang an klar, dass ich als Hauptaufgabe nicht im Programmierbereich eingesetzt werde, da ich in diesem Bereich noch nicht so viel Erfahrung habe. Doch zu einem Projekt gehört ja mehr als nur das Programmieren und deshalb hat die Rollenaufteilung für alle sehr gut gepasst. Generell haben mir die wöchentlichen LVAs sehr viel gebracht, da Herr Schiffer immer genau mitteilte, was er wollte. Er hat uns stets in die richtige Richtung gelenkt und wöchentlich Feedback gegeben. Generell ist das Projekt ein Erfolg geworden und ich möchte mich für die tadellose Unterstützung bedanken.

Teilnehmer/in H:

Mir hat die LVA gut gefallen, da man meiner Ansicht nach sehr viel gelernt hat. Es ist nicht wie in anderen LVAs, dass nur die Theorie durchgenommen wird, sondern man lernt auch einiges aus der Praxis. In dieser LVA hat man sicher einiges für die das zukünftige Berufsleben gelernt, besonders im Rahmen der Teamzusammenarbeit. Außerdem war für mich sehr interessant mit externen Auftraggebern zusammen zu arbeiten, da wir sonst in unserem Studium noch nie damit konfrontiert wurden. Gut gefallen hat mir noch, dass die Aufgabe in einem Team erarbeitet wurde, und dass jeder einen Teil dazu beitragen konnte. Die Unterstützung von Herr Dr. Schiffer hat meiner Meinung nach auch sehr zum Projekterfolg beigetragen, da er immer mit hilfreichen Informationen bzw. Lösungswegen uns weitergeholfen hat.

Teilnehmer/in I:

Das IT-Projekt hat mir sehr gut gefallen, da ich mit neuen Technologien in Berührung kam und vieles über die App-Entwicklung gelernt habe. Der Anfang gestaltete sich etwas schwierig, da wir so gut wie keine Erfahrungen im Bereich App-Entwicklung hatten. Ebenfalls war der Zeitdruck massiv, da wir nur einen guten Monat zur Entwicklung Zeit hatten. Am Anfang hatten wir auch leichte Zweifel, ob wir es wirklich schaffen können, eine Applikation mit diesen Anforderungen in so kurzer Zeit fertig zu programmieren. Aber der Projektverlauf lief viel besser als anfangs gedacht. Ich bin froh, dass ich die LVA IT-Projekt besucht habe, da es mir wirklich Spaß gemacht hat und es mir viel für mein künftiges Arbeitsleben gebracht hat.

Teilnehmer/in J:

Die Gestaltung der LVA, insbesondere die Tatsache dass während der LVA ein reales Projekt erdacht, konzipiert und durchgeführt wurde, hat mir sehr gut gefallen. Die Inputs des LVA-Leiters zur Entwicklung waren stets zielgerichtet und von großem Nutzen. Weniger gut fand ich den zuerst die Durchführung zuerst nach dem Wasserfallmodell (genaues Konzept, formale Dokumente) um dann in Verlauf des Projekts eine 180°-Wendung hin zu einem agilen Vorgehensmodell (wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass lediglich die für das Projektteam belastenden Aspekte agilen Vorgehens umgesetzt wurden). Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts ist somit allein dem Engagement des Projektteams zu verdanken. Die Idee der Umsetzung eines realistischen Projekts halte ich für gut - allerdings ist das bestehende Autoritätsverhältnis LVA-Leiter--Studenten signifikant anders als das eines realistischen Projekts mit Auftraggeber-Auftragnehmer. Das kann meines Erachtens nach zu Motivationsproblemen führen die dem Verlauf und der Qualität des Projekts bzw. des Projektergebnisses abträglich sein können.

 

Moviemento App (WS 2012)

Teilnehmer/in A:

Der Aufbau der LVA gefiel mir sehr gut. Die Tools zur Selbstorganisation der Gruppe, sowie der Aufgaben waren sehr hilfreich. Durch das wöchentliche Meeting konnte man den Verlauf des Projektes gut mitverfolgen, was bei einem längeren Zeitintervall wohl schwierig geworden wäre. Das Feedback war immer sehr konstruktiv und half einem besonders die Details zu verbessern. Der positive Eindruck lag auch an der Gruppe selbst, da die Zusammenarbeit um einiges besser, als normalerweise im Studium funktionierte.

Teilnehmer/in B:

Die LVA IT-Projekt gab uns die Möglichkeit Software-Entwicklung in der Praxis kennen zu lernen. Im Rahmen dieses Projektes haben wir praxisnahe Erfahrungen gesammelt und ein Produkt erstellt, welches in der Wirtschaft Verwendung finden kann. Dies motivierte uns zusätzlich. Neben den technischen Herausforderungen haben wir gelernt, wie schwierig es sein kann, ein Projekt selbst zu planen und dass Teamwork dabei eine sehr wichtige Rolle spielt. Das Projekt erforderte einiges an Zeit und Arbeit, die ich jedoch gerne investiert habe. Weiteres kann ich diese LVA unter der Leitung von Dr. Stefan Schiffer nur weiterempfehlen.

Teilnehmer/in C:

Das Projektthema, das Projektteam und der LVA Leiter haben gut zusammengepasst. Dadurch, dass jedem Teilnehmer eigene Verantwortungsbereiche zugewiesen wurden, welche auch termingerecht umgesetzt wurden, kam es zu einem positiven Gesamtergebnis. Einen wesentlichen Teil des Erfolges machten auch die wöchentlichen Teammeetings mit Dr. Stefan Schiffer aus. Durch sein besonderes Augenmerk auf die Arbeitspakete und den Burndown-Graphen war ein Scheitern zu keinem Zeitpunkt denkbar. Persönlich empfand ich das Teamklima besonders angenehm und das Teamwork perfekt abgestimmt. Somit die beste Projektgruppe (und dadurch das beste Projekt) in meiner bisherigen Studentenkarriere.

Teilnehmer/in D:

Nach einer interessanten Projektvorstellung eines Moviemento-Mitarbeiters starteten wir ein Projekt zur Kinoverwaltung, das uns von Anfang an motivierte. Zu Beginn des Projektes war unser Team vor allem mit Recherchearbeiten und Lastenhefterstellung beschäftigt. Die Motivation sank während dieser Arbeit, doch als wir endlich zur Implementierung gelangt waren, waren alle wieder voll dabei. Die wöchentlichen Montag-Meetings waren dabei immer ein Ansporn etwas weiter zu bringen. Ohne diese Meetings wäre das Projekt sicher in Verzug geraten. Herr Dr. Schiffer teilte uns dabei immer seine Sicht auf Probleme mit die wir anschließend miteinander diskutierten. Die Arbeitspakete für die nächste Woche wurden immer am Ende dieser Meetings durchgeführt. Zum Schluss des Projektes konnten wir ein erfreuliches Ergebnis präsentieren, das Begeisterung bei unseren Auftraggebern auslöste. Interessant waren vor allem die Teamzusammenarbeit und die Arbeitsteilung, die zugegebenermaßen nicht immer funktionierte. Der einzige negative Aspekt während der gesamten Projektdauer war, dass der Projektplan in Excel erstellt werden musste. Zu guter Letzt kann ich nur sagen, dass dieses Projekt das lehrreichste Projekt, während meiner bisherigen Studienzeit, war.

Teilnehmer/in E:

Das IT-Projekt war eine sehr lehrreiche LVA; dabei wurden wir auf die Probleme vorbereitet, die uns später im Beruf auch begegnen werden. Wir mussten uns im Team gegenseitig unterstützen, motivieren und durften natürlich nicht unseren Zeitplan aus den Augen verlieren. In unserem Team funktionierte das durch die wöchentlichen Meetings und die Fortschrittsbesprechung mit Dr. Schiffer recht gut. Er gab uns Rückmeldungen, die uns besonders in den letzten Projektstunden vor der Präsentation des Projekts weiterhalfen unser erzeugtes Produkt noch zu verfeinern. Das IT-Projekt mit dem Moviemento brachte ein gutes Endprodukt hervor, das sicherlich erst durch die gute Zusammenarbeit im Team entstand, da jeder seinen Teil beisteuerte. Die Vorarbeitsphase empfand ich allerdings als etwas zu lange, was uns auch dazu verleitete zwischenzeitlich etwas an Motivation zu verlieren. Dies legte sich jedoch schnell, sobald wir wöchentlich unsere Fortschritte beobachten und in der Projektstunde präsentieren konnten, in denen wir meist sehr konstruktive Kritik bzw. Lob erhielten - was zu einem angenehmen Arbeitsklima führte. Zusammenfassend ist zu sagen, dass dieses IT-Projekt mit Dr. Schiffer nicht nur auf Grund des interessanten Themas und eines in der Praxis einsetzbaren Ergebnis eine gute Erfahrung im Studium war, sondern auch die Art, wie Dr. Schiffer die Studenten im Projekt unterstützte, zu einer guten LVA beitrugen.

Teilnehmer/in F:

Das IT-Projekt von Dr. Schiffer empfand ich als eine der lehrreichsten LVAs in meinem Studium. Wir hatten die Möglichkeit, ein Projekt für einen realen Auftraggeber umzusetzen und durften dabei die Vor- und Nachteile erleben. Die Zusammenarbeit im Projekt funktionierte hervorragend und war meiner Ansicht nach maßgeblich für den Erfolg unseres Projekts. Außerordentlich hilfreich waren auch die wöchentlichen Meetings, bei denen wir unseren Projektfortschritt präsentierten und konstruktive Kritik von Dr. Schiffer erhielten. Besonderes Augenmerk wurde auf einen korrekt geführten Projektplan gelegt, um jederzeit einen Überblick über die abgeschlossenen, laufenden und noch bevorstehenden Arbeitspakete zu haben. Alles in allem war dieses Projekt eine sehr lehrreiche Erfahrung für mich. Ich kann das IT-Projekt bei Dr. Schiffer nur weiterempfehlen.

 

Open Government Data und Mashups (WS 2011)

Siegerprojekt ("Linz spricht") und 4. Platz ("Linz fährt") beim Wettbewerb Apps4Linz. Die Teilnehmer des IT-Projekts erhielten Smartphones und ein Preisgeld in der Höhe von 3.000 Euro.

Teilnehmer/in A:

Dieses Projekt war sehr aufschlussreich, da einmal ein „größeres“ Projekt umgesetzt werden konnte. Es war sehr interessant zu sehen wie die einzelnen Phasen solch eines Projektes stattfinden, von der Ideenfindung zu den ersten Prototypen bis zum funktionierenden Produkt am Ende. Während des Projekts ist auch klar geworden wie schwierig es ist selbst überschaubare Projekte im Rahmen einer einzigen Lehrveranstaltung richtig zu planen. Einige Tasks wurden unterschätzt und andere überschätzt, was sich bei unserem Projekt am Ende aber ausgeglichen hat. Es zeigte auch was es für ein Koordinationsaufwand nötig ist um ein solches Projekt mit einer kleinen Gruppe an Personen umzusetzen. Gut gefallen hat mir das vom Projektleiter am Anfang nur der grundsätzliche Rahmen vorgegeben wurde, das Projekt aber dann selbst von uns bestimmt wurde. Dadurch konnten wir uns ein Thema suchen, welches die gesamte Gruppe interessiert. Diese Freiheit hat am Anfang aber zu Problemen geführt da es relativ lange gedauert hat bis wir uns auf ein Projekt einigen konnten. Für das nächste Semester würde ich Vorschlagen gewisse Meilensteintermine zu setzen zu denen gewisse Projektphasen(Projektvorschlag, erste Prototypen) umgesetzt werden müssen. Der Umfang des Projekts war sehr gut, es gab immer was zu tun aber (bei richtiger Einteilung) nie zu viel. Zu Dr. Schiffer, er fordert Leistung ist dabei aber stets fair und gibt auch gute Tipps wie man sein Projekt noch verbessern könnte.

Teilnehmer/in B:

Zu Beginn des Projektes war mir nicht ganz klar was mich in dieser LVA erwarten wird. Das einzige was von Anfang an fest stand war das Thema, nämlich „Open Government Data“. Zu Beginn der LVA wurden Referate zum obigen Thema, sowie Referate über nützliche Technologien zur Bearbeitung dieser Daten von jeder Person ausgearbeitet. Dies verschaffte jedem Teilnehmer einen Einblick in welche Richtung das Projekt laufen wird. Nach langer Recherche und eigens vorgeschlagenen Projekten zu diversen Daten der „Open Government Data“, wurden 2 Themenbereiche ausgewählt, die für die 2 Gruppen sehr Interessant klangen. Im Laufe des Semesters wurde an der Idee entwickelt. Dabei wurden in regelmäßigen Abständen beide Projekte Herrn Schiffer präsentiert. So konnte gewährleistet werden, dass schon frühzeitig evtl. Fehlentwicklungen bzw. Fehler vermieden wurden. Durch den detaillierten Projektplan, hatten wir stets einen Überblick über den Fortschritt unseres Projekts und konnten selbst sehen, wie gut wir mit unseren zeitlichen Einschätzungen lagen. Ich persönlich war für das Projekt sehr motiviert, denn durch die anfängliche Skepsis Probleme nicht lösen zu können, war ich stets getrieben zu zeigen, dass es doch möglich ist auch komplexere Probleme mit Hilfe der IT zu bewältigen. Es war toll, dass uns nicht von Anfang an ein Projekt aufgegeben wurde, welches vielleicht bei uns gar kein Interesse geweckt hätte. Wir hatten es selber in der Hand und konnten entscheiden, in welche Richtung wir gehen möchten, natürlich mit Absprache mit Herrn Schiffer. Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich selten so motiviert war für eine LVA und ich würde das IT-Projekt wieder beim Herrn Schiffer machen! Ach ja, auch nach Ende des Semesters wird am Projekt weiter gearbeitet um bei dem Wettbewerb „Apps4Linz“ teilzunehmen.

Teilnehmer/in C:

Im Großen und Ganzen fand ich das IT-Projekt recht interessant; ich hatte es absichtlich wegen des Themas Open Government gewählt. Das Thema hat mich schon länger interessiert und ich hatte die Entwicklung nicht nur in Linz sondern in anderen österreichischen Städten mitverfolgt. Die Daten die veröffentlicht wurden waren teilweise von verschiedener Qualität, teilweise recht brauchbar maschinell zu verarbeiten, teilweise aber auch in recht veralteten bzw. unverbreiteten Datenformaten, daran wird aber merklich gearbeitet, die Daten haben sich seit Beginn der LVA bereits verändert. Die Terminplanung habe ich als sehr effizient empfunden, es wurden nur Termine organisiert wenn sie nötig waren, und die eigentliche Terminvereinbarung ließ auch einiges an Spielraum, sollte es einmal Kollisionen geben.

Teilnehmer/in D:

Das IT-Projekt war für mich vor allem deshalb eine sehr interessante Lehrveranstaltung, da das umzusetzende Projekt relativ frei selbst gewählt werden konnte. Lediglich Linzer OGD-Daten mussten verwendet werden. Allerdings dauerte die unsere Ideensammlungs- und Auswahlphase relativ lange, weil es für uns schwierig war, mit den vorhandenen Daten eine sinnvolle Applikation zu konzipieren. Das führte bei mir zu der Frage, ob ein größeres Projekt in der verbleibenden Zeit überhaupt noch umgesetzt werden konnte. Da die Projektplanung aber sehr genau gemacht werden musste, stellte sich bald heraus, dass bei guter Zeiteinteilung unsere Idee bis zum Semesterende sehr wohl umgesetzt werden kann. Hier lernte ich die Vorteile eines Projektplans kennen, wenngleich ich auch das genaue Eintragen aller Arbeitszeiten und das Schreiben des Blogs als etwas lästig empfunden habe. Besonders positiv fand ich, dass Herr Dr. Schiffer uns die zeitliche Einteilung sehr frei überlassen hat. Was wir bei den einzelnen Terminen vorzeigen wollten, war uns selbst überlassen. Auch wurden uns keine Vorgaben zur genauen Ausgestaltung unserer Applikation gemacht. Bei den Präsentationsterminen erhielten wir jedoch fast immer Verbesserungsvorschläge, auf die wir selbst so nicht gekommen wären. Vor allem gab Herr Dr. Schiffer auch einige hilfreiche Ratschläge zur Projektkoordination und -dokumentation. Fachlich habe ich viel über das für mich doch eher neue Thema "Open Government Data" gelernt. Hierbei war für mich vor allem interessant, wie man durch das Verknüpfen verschiedener bestehender Daten neuartige Anwendungen schaffen kann. Allerdings habe ich auch gelernt, dass eine solche Verknüpfung meistens eine hohe Qualität und Vollständigkeit der Daten erfordert, die bei den Linzer OGD-Daten leider nicht immer gegeben ist. Insgesamt bekommt man im IT-Projekt bei Herrn Dr. Schiffer die Möglichkeit, an einem Projekt von der Planung bis zur Präsentation in einem Team zu arbeiten. Das finde ich sehr positiv, da man dadurch in der Lehrveranstaltung auf Aufgabenstellungen und vor allem auch Problemsituationen stößt, die auch in realen Projekten häufig auftreten. Das reicht von eher technischen Problemen wie schlechte Qualität der zur Verfügung gestellten Daten bis hin zu Problemen bei der Projektkoordination. Daher hatte ich die Möglichkeit, wirkliche "Projekt-Erfahrungen" zu sammeln, was in den meisten anderen Lehrveranstaltungen kaum der Fall ist.

Teilnehmer/in E:

Ich habe mich auf Empfehlung eines Studienkollegen bei der LVA „IT Projekt Wirtschaftsinformatik“ mit Hrn. Schiffer angemeldet. Die Thematik fand ich von an Anfang an sehr interessant! Ich hatte zuvor keinerlei Erfahrung mit OpenStreetMap. Besonders positiv unterstreichen möchte ich die völlige Offenheit, was die Auswahl der Projekte betroffen hat: Jeder Gruppe war es grundsätzlich selbst überlassen, mit welchem Projekt sie starten möchte. Zu Projektstart mussten wir einen sehr umfangreichen Projektplan erstellen (Template wurde bereitgestellt), dieser musst auch sehr genau und präzise eingehalten werden. Der Projektplan wurde wöchentlich durch die LVA-Leitung auch immer genau durchgesehen. Als Verbesserung könnte man hierbei ggf. auf ein SCRUM-Tool umsteigen, da dies vermutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen würde. Die Kommunikation innerhalb der Projektgruppe war sehr gut und auch der Fortschritt des Projektes verlief grundsätzlich nach Plan. Als Fazit sei erwähnt, dass ich sehr viele neue Erfahrungen gewonnen habe und ich die LVA unter Leitung von Hrn. Schiffer auch weiterempfehlen kann!

 

Open Commons in der Praxis (SS 2011)

Teilnehmer/in A:

Das IT-Projekt war eine neue Erfahrung für mich, da hier wirklich ein Projekt von der Ideenfindung über die Spezifikation bis zur Implementierung umgesetzt wurde. Außerdem konnte man hier selber zu einem vorgegebenen Überbegriff praktische Umsetzungen und einen Projektpartner finden, während in anderen Lehrveranstaltungen die Projektthemen und Projektpartner vorgegeben sind. Das wusste ich vorher nicht, finde es aber im Nachhinein betrachtet sehr gut weil man hier auch Selbstorganisation lernt. Weiters hatte ich mir diese LVA bewusst ausgesucht, da mich das Thema Open Commons interessiert und ich denke, dass es in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Deshalb war die LVA für mich sicher eine Bereicherung. Außerdem hat die LVA durch die fertig implementierte Upload-Funktion und die durchgeführte Umfrage handfeste, vorzeigbare Ergebnisse erbracht obwohl wir nur eine sehr kleine Gruppe von drei Personen waren. Andererseits war die Zusammenarbeit in der kleinen Gruppe sehr angenehm und die Betreuung durch Herrn Doktor Schiffer fiel durch die kleine Gruppengröße sicher auch wesentlich persönlicher und engagierter aus. Ein weiterer Punkt der mir neu war, war der Projektplan mit dem Burn-Down Diagramm, der einen sehr großen Platz im Projekt einnahm und entsprechende Zeit für die Wartung benötigte. Bisher kannte ich nur relativ simple Excel-Listen für die Zeitaufzeichnung.

Teilnehmer/in B:

Das Projekt hat mich sehr interessiert und mir gezeigt wie aufwendig allein das Planen eines Projekts ist. Das hilft mir besonders bei meinen weiteren Projekten / Seminaren da ich nun mehr Zeit für Planungen einrechne. Die Kommunikation unter den Projektmitgliedern hat sehr gut funktioniert und auch der wöchentliche Fortschritt des Projektes verlief (fast) nach Plan. Das liegt wohl daran, dass zu Beginn eine klare Aufgabenteilung vorgenommen wurde und somit jeder wusste, was er bis wann zu erledigen hat. Besonders interessant war das Thema Open Commons / Creative Commons und die Vorträge die zu Beginn des Projektes gehalten wurden. Alles in allem habe ich vor allem in den Bereichen Projektplanung und Koordination zwischen den Projektmitarbeitern viel Erfahrung mitgenommen.

Teilnehmer/in C:

Das Thema des IT-Projektes interessierte mich von Anfang an. Wie dies in dieser LVA umgesetzt werden kann, konnte ich mir nicht vorstellen. Positiv zu erwähnen ist, dass hinsichtlich der Ideenfindung bzw. Suche und Finden eines geeignet Themas nicht gedrängt wurde, sondern wirklich konkret darüber nachgedacht wurde. Dies ist, nach meiner Erfahrung, ein Unterschied zu anderen LVAs wo das Thema feststeht, man aber in der Mitte des Semesters noch immer nicht weiß was man machen soll. Diese exakte Vorgangsweise wurde auch fortgeführt. Der zur Verfügung stehende Projektplan war sehr umfangreich. Ob sich dieser Aufwand lohnt, bin ich mir nicht sicher. Feststeht, dass die Zielerreichung recht gut funktioniert hat und vielleicht der Aufwand sehr groß war, da die Gruppe eine solche Planung nicht gewohnt war. Die Thematik und das Erfüllen der Aufgabenstellung hat Spaß gemacht. Auch die wöchentlichen Treffen waren angenehm, da so immer Feedback gegeben werden konnte.

 

Open Commons in der Praxis (WS 2010)

Teilnehmer/in A:

Viel Aufwand und noch mehr Nutzen. Selten habe ich in einer LVA so viel Wissenswertes, Sinnvolles und vor allem Praktisches gelernt. Anfänglich konnte ich mit dem Thema „Open Commons“ nicht wirklich viel anfangen da mir der Begriff völlig unbekannt war. Jedoch war für mich klar, dass ich wenn möglich ein sehr praktisches und realistisches Projekt machen möchte. Als uns in einer der ersten LVAs die Möglichkeit vorgestellt wurde, ein Projekt mit einem externen Partner abzuwickeln war mir sofort bewusst, dass ich in diese Gruppe will. Das hat sich im Nachhinein betrachtet auch als die richtige Entscheidung herausgestellt. Viel häufiger sollten/müssten Seminare und Projekte dieser Art an der Universität angeboten werden. Die Gruppenzusammenarbeit mit den Teammitgliedern war hervorragend. Jeder hat sich gleichermaßen in das Team eingebracht und die Zusammensetzung der Kompetenzen war spitze. Vom „Denker“ bis zum „Techniker“ hatten wir alles was wir brauchten. Mit Sicherheit war dies auch der Grund für einen positiven Projektabschluss. Leider, und zum Glück wäre es bei uns nicht notwendig gewesen, kann man diese Komponente aber als Studierender nicht beeinflussen. (In der Realität würde man vermutlich unmotivierte und inkompetente Mitarbeiter einfach austauschen). Die gelernten Fähigkeiten wie das Präsentieren von Ergebnissen, das Dokumentieren, das Recherchieren, das Arbeiten in der Gruppe und so weiter werden mit Sicherheit im zukünftigen Studienfortlauf sehr hilfreich sein und für mich ist klar, dass wir von Hr. Schiffer Tipps bekommen haben die ich in meine Arbeitsweise aufnehmen und zukünftig umsetzen werde. Da auch in anderen LVAs Leistungen gefordert wurden, war der Arbeitsdruck teilweise sehr hoch. Das hatte zwischenzeitlich einen kurzen Motivationseinbruch in der ganzen Gruppe zur Folge. Aber nach einer erfolgreichen Zwischenpräsentation war die Motivation wieder zurück und die Freude über das Erreichte umso größer. Alles in allem ein sehr erfolgreiches Projekt an das ich auch noch in einigen Jahren zurückdenken werde. Nicht zuletzt auch wegen der Gruppenmitglieder die man durch die teilweise intensive Zusammenarbeit besser kennen und schätzen gelernt hat.

Teilnehmer/in B:

Die Aufgabenstellung war sehr interessant weil: Aufgabenstellung typisch für einen Wirtschaftsinformatiker war; DMS und vor allem WFM wichtige Themen sind, die in jeder Verwaltungseinrichtung viel Zeit sparen können; Praxisbezug; Einblick in eine staatliche Prüfungseinrichtung bekommen - sonst wohl eher selten Möglichkeit dazu. Das Ergebnis war ebenfalls sehr zufrieden stellend weil: Anforderungen weitgehend erfüllt; Auftraggeber zufrieden; Glaube dass Auftraggeber mit unserer Arbeit wirklich geholfen ist (Zieht Open Source in Betracht; Kann deutlich besser einschätzen wie System am Ende aussieht / für was man nichts mehr bezahlen muss); LVA Leiter Arbeit mit 1 benotet; Alfresco und Processmaker kennen gelernt - gut möglich dass man das anderswo empfehlen / implementieren kann. Wunsch: Es ist ein bisschen paradox, dass in jedem Bundesland die Spar-Mahner im Alleingang das Rad neu erfinden - wenn einer gute Lösung hat, sollte das doch in allen Bundesländern anwendbar sein. Hoch zufrieden mit meinen Gruppen-Kollegen: Motiviert / Fleißig; haben uns gegenseitig gut ergänzt. Trainierte Skills: Arbeiten in der Gruppe; Arbeiten mit Virtuellen Rechnern; Arbeiten mit Webserver; Dokumentieren; In Kunden hinein versetzen

Teilnehmer/in C:

Im WS 2010 habe ich am IT-Projekt beim Herrn Dr. Schiffer teilgenommen. Ich habe mich für dies LVA deswegen entschieden, da ich die Beschreibung sehr interessant fand und mehr Open Commons erfahren wollte. Die Aufgabenstellung unserer Gruppe war eine übliche für Wirtschaftsinformatiker. Das IT-Projekt hatte einen sehr guten Praxis-Bezug, weil zum Beispiel auf Formalitäten, wie einen detaillierten Projektplan, große Bedeutung gegeben wurde und man auch immer wieder dem externen Projektbeteiligten zufriedenstellende Ergebnisse hat liefern müssen. Sehr gut fand ich, dass man einen guten Überblick über die am Markt befindlichen DMS-Systeme bekommen hat, was vielleicht auch in Zukunft nützlich sein kann. DMS und WMS sind wichtige Themen die in jeder Organisation zum Einsatz kommen können und ich finde es gut zu wissen, worauf es hier wirklich ankommt. Sehr wichtig für mich war es zu erfahren, worauf es bei einer Präsentation bei einem externen Projektmitglied wirklich ankommt. Man muss vor allem darauf achten, dass die Externen im präsentierten Produkt ihren Arbeitsablauf wiedererkennen. Die Arbeit in der Gruppe war sehr zufriedenstellend, oft konnten wir uns gut ergänzen, es gab überhaupt keine Probleme und es herrschte ein sehr angenehmes Klima. Die Form in der die LVA abgehalten wurde war ideal, weil immer individuelle Gruppentermine vereinbart wurden.

Teilnehmer/in D:

Ich fand dieses Projekt äußerst interessant, da man einen guten Einblick in die Praxis bekommen hat. Normalerweise gibt es immer nur Projekte, die dann dem LVA-Leiter präsentiert werden müssen. Wenn solche Projekte dann scheitern, ist das meist kein großes Problem. Bei diesem Projekt allerdings, hat man auch den Druck des externen Auftraggebers dabei, was zusätzlich anspornt, das Projekt zum Erfolg zu bringen. Ich wollte von Anfang an, also seit ich vom Projekt in Zusammenarbeit mit dem externen Projektpartner gehört habe, dort mitmachen, da man als Student genau bei solchen Projekten viel an neuen Erfahrungen und Erkenntnissen mitnehmen kann. Nur durch solche Projekte wird man wirklich gut in das spätere Berufsleben hinsichtlich Qualitätssicherung bei Dokumenten, Präsentationen vor dem Managementpersonal in einem Unternehmen usw. eingeschult. Der externe Projektpartner war ebenfalls stets freundlich und zuvorkommend und ich empfand es als sehr angenehm mit den Mitgliedern zusammenzuarbeiten. Teils gab es zwar sehr viel Arbeit und in gewissen Zeiten war es mehr als stressig, da oft auch zur selben Zeit noch andere Übungen abzugeben waren. Allerdings war es im Großen und Ganzen ein sehr informatives und lehrreiches Projekt und es hat sehr viel Spaß gemacht, mit den Projektmitgliedern zusammenzuarbeiten und natürlich macht es noch viel mehr Freude, wenn das Projekt dann positiv abgeschlossen ist.

 

Sichere Schulwege mit OpenStreetMap (SS 2010)

Teilnehmer/in A:

Die Zuteilung zur LVA „IT-Projekt Wirtschaftsinformatik“ bei Herrn Dr. Schiffer erfolgte zufällig. Ich hatte vor LVA-Beginn keinerlei Erfahrung mit OpenStreetMap. Erfahrungen mit Projekten im IT Bereich hatte ich vorher nur durch meine Berufserfahrung, wobei die Projekte dabei nie wie hier in einer reinen Projektorganisationsform organisiert waren. In Bezug auf die Anzahl der verschiedenen Plattformen (Projekt Wiki, Linz Wiki, Clocking IT, FTP Server) sollte versucht werden sich auf so viele wie nötig und so wenige wie möglich zu einigen. Für zukünftige Projekte empfehle ich mehr Projektmitglieder an der Weiterentwicklung der Anwendung einzubinden, da dies auch in Zukunft wohl einen großen Teil der Projektarbeit ausmachen dürfte. Generell fand ich es spannend, auf der bestehenden Arbeit unserer Vorgänger aufzubauen und hoffe dass es unseren Nachfolgern ähnlich ergeht. Auch der Praxisbezug der LVA ist für mich positiv hervorzuheben.

Teilnehmer/in B:

Im Sommersemester 2010 habe ich das IT-Projekt Sichere Schulwege 2010 absolviert. Die Entscheidung dafür wurde vom KUSSS für mich getroffen und war eine von drei möglichen Lehrveranstaltungen für die ich mich angemeldet hatte. Der Umfang des Projekts umfasste die Erstellung einer Internetplattform für die Erfassung von Gefahrenstellen am Schulweg und in weiterer Folge ein Promotion-Video. Hervorzuheben ist, dass der Arbeitsaufwand in zwei Gruppen geteilt wurde. Ein Teil der Projektmitarbeiter war für die Programmierung der Internetplattform verantwortlich und der andere Teil gegen Ende des Semesters für das Video. Der Arbeitsaufwand war hier leider ungleich geregelt und ist erst nach Ostern so richtig in Schwung gekommen. Die Programmierer hatten im Vergleich sehr viel Arbeit und die anderen Personen waren teils sehr wenig gefordert. Für zukünftige Arbeiten für das Projekt wäre es sicher von Vorteil, schon im ersten Teil des Semesters eine klare Aufgabenstellung und Aufteilung auszuarbeiten damit die vorhandene Zeit sinnvoll verwendet werden kann und in etwa gleich verteilt ist. Positiv hervorzuheben ist, dass wir eine relativ kleine Gruppe von 6 Personen waren. Dadurch war es einfach, Termine festzulegen und sich im Projekt gegenseitig abzusprechen. Durch die kleine Gruppe konnten zwar nicht alle Anforderungen umgesetzt werden, jedoch finde ich es sinnvoller, weniger mit einer kleinen als einer großen Gruppe zu erreichen, da die Teamarbeit und die Kommunikation mit weniger Personen einfacher und angenehmer ist.

Teilnehmer/in C:

Die LVA bei Dr. Schiffer habe ich aufgrund des Fokus auf OpenStreetMap praktisch dem Wikipedia in Bezug auf Kartendienste ausgewählt, weil mich das Arbeiten mit Kartendiensten wie Google Maps etc. ohnehin interessiert. Auch der Fokus auf Open Source bei der LVA hat mir gut gefallen. Die Aufgabenstellung war interessant und herausfordernd. Zunächst war eine Umsetzung auf Basis von Wiki-Technologie in Kombination mit OpenStreetMap angedacht. Das Projektteam konnte Dr. Schiffer dann aber davon überzeugen eine eigens programmierte Plattform zu erstellen, was ein klarer Unterschied zu den typischen LVAs im Studium ist, in denen einem die Aufgaben vorgegeben werden ohne der Möglichkeit auf Mitsprache. Weniger positiv empfand ich die unglückliche Aufgabenverteilung, sodass die Hauptarbeit der Programmierung nur einem kleinen Teil des Projektteams zugedacht wurde. Zwar liegt beim IT-Projekt der Fokus auf der Selbstorganisation des Teams, trotzdem sollte meines Erachtens der LVA—Leiter zumindest ein Auge darauf haben, dass die Teilnehmer zu etwa gleichen Teilen am Projekt arbeiten. Dass man die LVA als weniger technikaffiner Student der Wirtschaftsinformatik mit machbarem Aufwand positiv abschließen kann ist also auch hervorzuheben. Alles in allem war das IT-Projekt eine positive Erfahrung, in der eine Anwendung erstellt wurde die so auch in der Praxis eingesetzt werden kann.

Teilnehmer/in D:

Ich habe mich für den Kurs bei Herrn Dr. Schiffer angemeldet weil ich sehr an Open Commons interessiert bin. Es ging darum eine Onlineplattform für sichere Schulwege zu machen. Die Aufgabenstellung war interessant wobei die Aufteilung der LVA meiner Meinung mehr schlecht als recht umgesetzt wurde. Einige Teilnehmer kamen schon allein mit programmieren weit über 150 Stunden wobei andere nicht viel mehr zu tun hatten als ein in der Stunde mitzuschreiben. Eventuell wäre es erforderlich gewesen die Gruppe zu teilen, eine Gruppe an dem OpenStreetMap Projekt (mit weniger Aufwand arbeiten zu lassen) und die andere Gruppe an einem Wiki oder ähnlichem um jedem die Chance auf Mitarbeit zu geben (Wer nicht Ruby on Rails programmieren konnte, war großteils zum Nichtstun verurteilt). Um unsere Arbeit zu dokumentieren wurde eine Projektmanagement Tool (Clocking IT), ein Blog und ein Zeitkonto (auf die Viertelstunde genau) geführt, welchen Sinn es hatte dieselbe Arbeit 3mal redundant aufzuschreiben habe ich auch am Ende des Kurses nicht herausgefunden. Gut fand ich, dass das Projekt vermutlich nicht nur in irgendeinem Schrank auf dem Institut bleibt sondern vermutlich auch teilweise in der Realität zur Anwendung kommt.

Teilnehmer/in E:

Die Entscheidung die LVA „IT Projekt Wirtschaftsinformatik“ bei Herrn Dr. Schiffer zu besuchen wurde vor Semesterbeginn zufällig getroffen. Die Aufgabenstellung war sehr interessant und herausfordernd. Die Zusammenarbeit in dem Projektteam funktionierte einwandfrei und war eine angenehme Abwechslung zu anderen Lehrveranstaltungen. Aus dem Projekt können sicher wertvolle Erfahrungen in Sachen Teamwork und Projektbearbeitung für das Berufsleben mitgenommen werden. Die Aufgabenstellung des Projekts befasste sich mit einer Internetplattform für sichere Schulwege auf Basis von freier Software. Da das „Institut für Wirtschaftsinformatik - Software Engineering“ mit der Stadt Linz das OpenSource Gemeingut erweitern möchte ist hervorzuheben, dass die Internetplattform tatsächlich eine Praxisanwendung finden soll. Dies ist ebenfalls eine schöne Abwechslung im Vergleich zu anderen LVAs und Übungen die nur zur Leistungskontrolle dienen. Die Aufteilung der Aufgaben im Projektteam funktionierte aus meiner Sicht sehr gut. Die Treffen des Projektteams waren nie langweilig und es konnten immer entscheidende Fortschritte erzielt werden bzw. neue Aufgaben definiert werden.

Teilnehmer/in F:

Ich hatte mich für das IT-Projekt unter der Leitung von Herrn Schiffer entschieden, da sich die LVA-Beschreibung für mich sehr interessant angehört hatte und es auch das einzige IT-Projekt war, das von einem mir unbekannten Lehrveranstalter angeboten wurde. (Vielleicht der Reiz des Ungewissen ;-)) Das Projekt „Sichere Schulwege mit OSM“ ist meines Erachtens ein sehr sinnvolles Projekt, dem durchaus im Bereich Linz oder sogar Österreich in der Zukunft Beachtung geschenkt werden könnte. Nach dem Start der LVA konnte sich das Projektteam zu einem großen Grad mit eigenen Ideen für das Projekt einbringen und so entstand der Wunsch nach einer Web-Plattform um Gefahrenstellen dokumentieren zu können. Leider war dem Projektteam bzw. dem Projektleiter und Hr. Schiffer nicht klar welchen Aufwand so eine Plattform bedeutet und so wurden nur 2 der 7 Projektteammitglieder für die Programmierung der Plattform abgestellt und diese beiden hatten zu Ende der LVA bei weitem mehr Aufwand als der Rest des Teams. Es war zwar zum Ende hin schon absehbar, dass dieser viel zu hohe Aufwand nicht mehr abzuwenden war – es wäre aber wohl auch schon zu spät gewesen, um noch andere Kollegen in die Programmierung mit einzubinden! Hr. Schiffer beharrte dennoch darauf, dass die noch offenen „Baustellen“ bis zum Semesterende fertig gestellt werden müssen – Ansonsten wäre der Projektabschluss erst im nächsten Semester datiert worden. Ich möchte mich hiermit bei unseren beiden Technikern für den Mehraufwand bedanken!! Weiters wurde der Entschluss gefasst, ein Promotion Video für die Plattform und das Projekt zu drehen. Dreharbeiten und Tonaufnahmen haben einwandfrei funktioniert und ich denke die Qualität des Videos kann sich sehen lassen!

Teilnehmer/in G:

Die Entscheidung für die Anmeldung zum IT-Projekt im Sommersemester 2010 fiel aufgrund der LVA-Beschreibung, da Themen wie “Open Source”, “Open Commons” und “OpenStreetMap” interessant, wichtig und zukunftsweisend sind. Zu Beginn wurde eine Einführung in die Thematik gegeben, jedoch noch keine Richtungsweisung, was in diesem Semester umgesetzt werden soll. Die Impulsreferate am Beginn des Semesters waren hilfreich, um sich mit der Thematik des diesjährigen IT-Projekts vertraut zu machen. Die Zuweisung von Kompetenzen und Aufgabenbereichen erfolgte ebenfalls im ersten Drittel des Semesters. Die Koordination im Team funktionierte reibungslos, Herr Dr. Schiffer fungierte in der Position eines projektaußenstehenden Koordinators, was eine hohe Flexibilität im Team und bei der Aufgabenbearbeitung zum Vorteil hatte. Zu bemängeln war die Größe des Teams, da aufgrund der Teamgröße von sieben Personen die Aufgabenzuweisung etwas schwammig und unzureichend möglich war, nicht immer hatten alle Teammitglieder eine Aufgabe zu erledigen. Auch das Abstecken von in diesem Semester zu erledigenden Aufgaben und wünschenswerten aber nicht dringenden Aufgaben fand meiner Meinung nach zu spät statt. Man hätte sich durch eine zu Beginn erstellte Anforderungsspezifikation eine wesentliche Arbeitserleichterung erhoffen können. Im Großen und Ganzen war die Teilnahme an der LVA aber eine gute Übung für die Kompetenzstärkung zur Arbeit in Teams und um einen Einblick zu bekommen, wie Projekte in der Praxis ablaufen.

 

Sichere Schulwege mit OpenStreetMap (WS 2009)

Teilnehmer/in A:

Unser IT-Projekt war eine interessante und spannende Sache, die wir in einem kollegialen Umfeld durchführten. Die einzelnen Termine habe ich gerne besucht um unser Wissen auszutauschen und in den vielen Gesprächen wurden gute Inhalte transportiert und Themen behandelt. Zudem hat mir die Durchführung mit der gesamten Dokumentation gut gefallen, da wir unsere Fortschritte laufend beobachten konnten und auch unsere Leistung/Beiträge erkennbar wurden.

Teilnehmer/in B:

Positiv hervorheben möchte ich das gute Klima bzw. die lockere Atmosphäre in der LVA. Durch die regelmäßigen Treffen erhielten wir außerdem laufend ein Feedback bzgl. unseres derzeitigen Standes und den noch offenen Punkten. Etwas bemängeln möchte ich jedoch, den etwas schwammigen Auftrag zu Beginn der LVA. Hätten wir von Beginn an eine klare Aufgabenstellung gehabt, hätten wir uns eine Menge Zeit erspart, die wir für die Diskussionen hinsichtlich der Marschroute und der Zielsetzung des Projekts aufgebracht haben und die uns in weiterer Folge für die tatsächliche Umsetzung des Projekts gefehlt hat.

Teilnehmer/in C:

Grundsätzlich ist die entspannte und doch produktive Atmosphäre während der Anwesenheitstermine hervorzuheben. Anregende Gruppengespräche bei denen tatsächlich etwas weiter geht und man nebenbei noch etwas über das Arbeiten in Projekten lernt. Das Problem war nur, dass am Anfang noch völlig unklar war in welche Richtung das Projekt gehen soll, welche Ziele realistisch sind und welche Schritte dafür zweckmäßig sind. Als sich dann endlich herauskristallisierte, was auf welche Art und Weise machbar ist, war das Semester auch schon fast wieder rum. Die Rolle von Herrn Dr. Schiffer schwankte irgendwo zwischen Auftraggeber, Beurteiler und (zweiter und eigentlicher) Projektleiter.

Open Source Region Großraum Linz (SS 2009)

Teilnehmer/in A:

Ich habe mich im Februar für das Software Engineering (SE) Praktikum und für das IT-Projekt angemeldet. Da das SE Praktikum ohnedies bereits vor LVA-Beginn restlos überfüllt war, entschied ich mich bereits vorab für das IT-Projekt, das sich dieses Semester mit dem Thema Open Source beschäftigt hat. Und diese Entscheidung war kein Fehler, denn ich konnte viele wertvolle Erfahrungen aus diesem Projekt mitnehmen. Open Source Software, wie Linux, war jedem von uns auch vor dieser LVA bereits bekannt, dass der Begriff Open Source jedoch auch weiter gefasst werden kann, war mir persönlich vorher nicht bewusst gewesen. Und auch die rechtlichen Aspekte (unterschiedliche Lizenzierungsmodelle, usw.) erweiterten meinen Horizont zum Thema Open Source. Open Source selbst ist ein aktuelles Thema (wie man an vielen Newsbeiträgen sehen kann, sogar in Österreich) und eine nicht zu vernachlässigende Alternative zu Closed Source Softwareprodukten. Im ersten Monat informierten wir uns ausführlich zum Thema Open Source und hielten im Rahmen der wöchentlichen LVA Impulsreferate. Das eigentliche Projekt, welches wir in diesem Kurs bearbeiteten, wurde in Zusammenarbeit mit der IKT Linz durchgeführt und umfasste ein Teilprojekt (AP03 Beispiele für Open Source Regionen) des Projektes „Open Source Region Großraum Linz“. Leider konnten wir mit unserem Arbeitspaket erst nach den Osterferien beginnen, wodurch wir sehr schnell in Zeitnot gerieten, was letztlich jedoch nicht nur auf den späten Projektstart zurückzuführen war, sondern auch 2 weitere Aspekte dazu beigetragen haben: Anfangs waren uns die Ziele bzw. die genauen Ergebnisse unserer Tätigkeiten, die wir zu liefern hatten, nicht völlig klar – erst nach und nach vervollständigte sich dieses Bild. In weiterer Folge konnten wir dann auch gezielter und strukturierter vorgehen. Der zweite Aspekt der ebenfalls zu den Zeitproblemen nicht unwesentlich beigetragen hat, war die anfangs sehr schlechte teaminterne Projektorganisation. Learnings: Projektleiter braucht gute Führungsqualitäten und muss mit vollem Einsatz hinter dem Projekt stehen. Mehr Eigeninitiative der Projektmitarbeiter Selbstorganisation in einem gewissen Rahmen, falls die Projektleitung nicht ausreichend wahrgenommen wird. Schließlich hat sich unsere Kommunikation und interne Organisation eingespielt und wir lieferten ein ganz gutes Ergebnis, verpackt in einem Wiki. Als Zusammenfassung folgt im September ein Endbericht. Dieses Wiki erweiterten wir während unserer Tätigkeiten ständig um neue Inhalte, die wir dann in den meist wöchentlich abgehaltenen Kursstunden diskutierten und verbesserten. Die Erfassung der Zeitkonten und Blogs erschien mir anfangs als lästige Tätigkeit, aber ich habe schnell erkannt, dass es eigentlich eine gute Vorbereitung für das berufliche Leben ist, denn auch dort muss man u. U. die Zeit in der man für ein bestimmtes Projekt gearbeitet hat, erfassen und diesem Projekt zuordnen. Zu Beginn des Sommersemesters 2009 meldete ich mich für das SE-Praktikum an. Aufgrund der hohen Anmeldezahl wurden wir per E-Mail auf das IT-Projekt Wirtschaftsinformatik hingewiesen. Nachdem ich mir die Informationen und das Thema dieser LVA angesehen hatte, entschied ich mich sofort für das IT-Projekt und gegen das SE-Praktikum und bereute diese Entscheidung auch nicht.

Teilnehmer/in B:

Zu Beginn des Sommersemesters 2009 meldete ich mich für das SE-Praktikum an. Aufgrund der hohen Anmeldezahl wurden wir per E-Mail auf das IT-Projekt Wirtschaftsinformatik hingewiesen. Nachdem ich mir die Informationen und das Thema dieser LVA angesehen hatte, entschied ich mich sofort für das IT-Projekt und gegen das SE-Praktikum und bereute diese Entscheidung auch nicht. Das Thema „Open Source“ interessierte mich, da sonst im gesamten Studium nicht darauf eingegangen wird. Vor allem habe ich festgestellt, dass der Begriff „Open Source“ zwar immer wieder verwendet wird, und auch beispielsweise Linux war mir bekannt, doch wusste ich nicht, dass der Begriff so breit gefasst werden kann und so viele Aspekte umfasst. Vor allem durch die Erfassung der News wurde mir erst so richtig bewusst, die präsent das Thema „Open Source“ in den Medien und der Öffentlichkeit ist. Das Semester begann mit vorbereitenden Recherchen und Inputreferaten. Sehr schade fand ich die extrem lange Vorlaufzeit, die teilweise die Lust und Vorfreude auf das Projekt negativ beeinflusste. Bis nach den Osterferien wussten wir nicht, wie es weitergehen würde beziehungsweise ob das Projekt denn überhaupt seitens der Stadt Linz an die JKU und damit an Studierende übergeben werden würde. Das Projekt wurde schlussendlich in Zusammenarbeit mit der IKT Linz durchgeführt und umfasste das Teilprojekt „AP3 Beispiele für Open Source Regionen“ des Projektes „Open Source Region Großraum Linz“. Da wir erst fortgeschritten so richtig loslegen konnten, verzögerte sich natürlich alles extrem und wir hatten immer Probleme, alles Gewünschte umzusetzen und auch den Projektplan einzuhalten. Dies lag meiner Meinung nach vor allem dran, dass wir zu Beginn etwas „im Dunkeln tappten“, also nicht genau wussten, was von uns verlangt wurde, welche Ziele wir haben. Der Projektplan, das nächste Thema. Toll finde ich, dass das IT-Projekt Wirtschaftsinformatik sehr frei gestaltet werden kann, seitens der LVA-Leitung nur sehr wenig vorgegeben wird. Wie in einem Projekt in der Wirtschaft gibt es auch bei dieser LVA eine Projektleitung, obwohl diese in unserem Fall nicht von den Studierenden, sondern vom LVA-Leiter ausgewählt wurde. Ich habe gelernt, dass eine Projektleiterin Führungsqualitäten braucht und vor allem mit Interesse hinter dem Projekt stehen muss. Es reicht außerdem nicht aus, sich auf die Projektleiterin zu verlassen, sondern auch die Gruppe muss notfalls Eigeninitiative ergreifen und sich mit Koordinationstätigkeiten und Projektplänen beschäftigen – leider begriffen wir das erst sehr spät! Im Projekt lernte ich zudem, wie wichtig und auch schwierig es ist, sich an Projektpläne zu halten, Aufwände und ein Fertigstellungsdatum zu definieren und Restaufwände zu schätzen. Vor allem für das spätere Berufsleben ist diese Fähigkeit allerdings von großer Relevanz. Allgemein hat das Projekt relativ viel Zeit in Anspruch genommen und manche Aufgaben waren aufwändiger als zu Beginn angenommen. Doch zumindest ich bin mit den Ergebnissen, die gesammelt in einem Wiki stehen, vor allem in Bezug auf den zur Verfügung stehenden Zeitrahmen sehr zufrieden. Schade finde ich, dass wir nicht sofort zu Beginn des Semesters mit der Arbeit beginnen konnten, denn dann wäre es möglich gewesen, das gesamte Projekt inklusive der Interviews zu 100% abzuschließen. Allerdings denke ich nicht, dass aufgrund des Zeitdrucks die Qualität der Arbeit gelitten hat.

Teilnehmer/in C:

Bei der Anmeldung für die LVAs im Februar meldete ich mich unter anderen für das Software Engineering (SE) Praktikum an. Da dieses aber bald voll war, schrieb Herr Prof. Plösch alle an, welche sich für das SE-PR gemeldet hatten, ob sie sich nicht das IT-Projekt anstatt vom SE-PR besuchen möchten. Daher meldete ich mich auch für diese LVA an. Bei der Zuteilung erhielt ich dann für beide LVAs eine fixe Zuteilung. Aufgrund der Beschreibung der LVA entschied ich mich dann für das IT-Projekt. Beim ersten Treffen fehlte mir eigentlich völlig der Zusammenhang, was hier wirklich zu machen ist. Die Zieldefinition war alles andere wie präzise. So erstellten wir zum Zeitvertreib und eventuell zur Einstimmung auf das Thema in Zweiergruppen Referate. Diese wurden dann im Rahmen der LVA präsentiert. Erst am 3.oder 4. Termin wurde das Ziel etwas präziser abgesteckt. Da ich keine Erfahrung mit Wikis hatte, war mir zu diesem Zeitpunkt auch nicht klar, wie sich das Herr Dr. Schiffer das vorstellt. Es dauerte geraume Zeit, bis ich die gewünschte Form und die Gliederung der Thematik verstand. Diese wurde meiner Meinung nach nicht gut transportiert. Diese wurde ins Wiki gestellt, ohne diese zu erklären – und selbsterklärend war und ist sie leider nicht. Ich hätte das Thema anders gegliedert. Erst als der erste Teilnehmer begann, in das Wiki was einzutragen, wurde mir aus den Inhalten heraus klar, was die einzelnen Punkte bedeuten und was das Ganze soll. Dann war es mir erst möglich, Inhalt zu schaffen. Zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung im Projekt fast am Nullpunkt angelangt. Ich denke, diese Zurückhaltung der Teilnehmer in der Produktion von Inhalt rührte aus dem Nichtverstehen der Aufgabe heraus. Ab diesem Zeitpunkt wurde viel Inhalt geschaffen, viele Aktivitäten erfasst und auch einiges über Geografie gelernt. Nach diesem Hype der Erfassung der Aktivitäten kam wieder eine Talsohle, da keiner recht wusste, was zeichnet nun wirklich eine OS-Region aus. Können wir da einfach irgendwelche Kriterien angeben. Was ist, wenn unsere Kriterien einer wissenschaftlichen Betrachtung nicht standhalten. Es folgten Wochen der Unklarheit. Irgendwann ist der Damm gebrochen und es wurden Kriterien geschaffen. Danach ging es wieder Schlag auf Schlag. Die Kriterien wurden erstellt, an den fiktiven OS-Regionen angewandt und beschrieben. Das Treffen mit Frau Achleitner (Stadt Linz) war durchwegs ein voller Erfolg. Ich denke, Sie wusste selbst nicht, was sie erwartete. Fazit Was habe ich gelernt, wie man es nicht machen sollte: Unklares Ziel – wenn keiner versteht, was rauskommen soll, kann keiner was machen. Es wurde viel Zeit und Kraft vergeudet, weil einfach keiner verstand, was das wirklich werden sollte. Terminplanung – wenn vorher suggeriert wird, dass es zu diesem Projekt nur einen Termin gibt, dann geht man davon aus, dass es höchstes ein bis zwei weitere Termine gibt. Warum kann man nicht einfach einen wöchentlichen Termin im KUSSS schon festsetzen. Einen Termin streiche ist immer leichter als einen wöchentlichen Termin einzufügen. Teambildungsprozess – Aus heutiger Sicht hätte es einen besseren Teamleiter in der Gruppe gegeben Unklares Ziel – wenn keiner versteht, was rauskommen soll, kann keiner was machen. Es wurde viel Zeit und Kraft vergeudet, weil einfach keiner verstand, was das wirklich werden sollte. Terminplanung – wenn vorher suggeriert wird, dass es zu diesem Projekt nur einen Termin gibt, dann geht man davon aus, dass es höchstes ein bis zwei weitere Termine gibt. Warum kann man nicht einfach einen wöchentlichen Termin im KUSSS schon festsetzen. Einen Termin streichen ist immer leichter als einen wöchentlichen Termin einzufügen. Teambildungsprozess – Aus heutiger Sicht hätte es einen besseren Teamleiter in der Gruppe gegeben Was habe ich gelernt, wie man es machen sollte: Interne Teamkommunikation – wenn sich die Teamkollegen gut verstehen, fördert das die interne Kommunikation im Team und bringt ohne viel Aufwand für Koordination ein gutes Ergebnis Wiki – Die Verwendung von einem Wiki bringt große Vorteile in der Strukturierung und in der Möglichkeit der gemeinsamen Bearbeitung eines Themenbereichs Buchführung – Die Buchführung über die Aktivitäten und die Stunden zeigen genau auf, wann welche Ideen bearbeitet wurden und welcher Zeitaufwand investiert wurde. Damit könnte in anderen Projekten verhindert werden, dass Ideen mehrmals aufgegriffen und bearbeitet werden. Druck von außen – Wenn ein Team intern gut kommuniziert, kann es Druck von außen gut abfedern, ohne dass einzelne darunter leiden.

Teilnehmer/in D:

Ich habe mich für das IT-Projekt angemeldet, weil ich das Thema Open Source interessant gefunden habe. Am Beginn der LVA war für mich jedoch lange nicht klar, was genau das Ziel unseres Projektes sein soll und was unsere Aufgaben sein werden. Die lange Phase der Unklarheit hat dann auch zwischenzeitlich dazu geführt, dass die Motivation stark gesunken ist. Im Nachhinein bin ich froh, mich für dieses Projekt entschieden zu haben, da es zwar sehr zeitaufwändig war, aber auch sehr interessant und lehrreich. Mir war nicht bewusst, dass es im Bereich Open Source so viele Aktivitäten und auch Trägerorganisationen gibt. Fazit: Interessantes Thema, wenn auch erst auf den 2. Blick interessantes IT-Projekt Kommunikation in der Gruppe anfangs sehr schleppend, Deadlines wurden oft nicht eingehalten Aufwandsschätzungen sehr schwierig, vor allem, wenn nicht ganz klar ist, was erwartet wird, bzw. wenn sich immer wieder herausstellt, dass Aufgaben viel umfangreicher sind, als angenommen Neue Erfahrung Ergebnisdokumentation Wiki

Teilnehmer/in E:

Im Zuge dieses Semesters und dieses Projektes beschäftigte ich mich sehr intensiv mit dem Thema Open Source. Der zuvor hauptsächlich auf Software begrenzte Begriff gewann dadurch sehr schnell eine neue, erweiterte Bedeutung. Mir war zwar bewusst, dass sich der Begriff Open Source nicht nur auf Software beziehen muss, was genau das bedeutet, war mir jedoch dennoch nicht wirklich klar. Auch über mögliche rechtliche Fragestellungen, die in Folge der Nutzung von Open Source Produkten auftreten, war ich mir vor diesem Projekt nicht im Klaren. Vor Beginn dieses Projektes habe ich mir erwartet, viele neue Aspekte, Themen aber auch Grenzen und die aktuelle Bedeutung im Bereich des Open Source kennen zu lernen und diese näher zu betrachten. Diese Erwartungen wurden erfüllt. Besonders hilfreich waren in diesem Punkt auch die anfänglichen Inputreferate – diese lieferten sehr schnell einen sehr guten Einblick in das Thema und halfen sich etwas besser zurecht zu finden. Zum Ablauf des Projektes lässt sich sagen, dass ich eigentlich hoch motiviert und mit viel Vorfreude in dieses Projekt gegangen bin. Zwar wurde ich erst durch die E-Mail von Herrn Plösch auf dieses Projekt aufmerksam, doch war die Entscheidung, dieses auch zu besuchen kein Notfallplan, da das SE-Praktikum überfüllt war, sondern basierte auf starkem Interesse am Thema. Leider wurde diese Motivation etwas gedämpft, da wir keinerlei Ahnung hatten, was genau unser Aufgabengebiet sein würde, bzw. wie wir dieses angehen sollten. Doch diese anfänglichen Schwierigkeiten konnten behoben werden und wir haben mit dem tatsächlichen Arbeiten am Projekt mit neuem Elan begonnen. Doch auch in dieser Phase sind uns einige Fehler unterlaufen, welche teils viel zu spät erkannt wurden. Dies hat erstens den Zeitplan immer weiter nach hinten verschob und zweitens die Motivation gemeinsam zu arbeiten weiter verringert und zu Frust geführt. Fehler in dieser Phase waren hauptsächlich fehlende Eigeninitiative und fehlende bis nicht vorhandene Führung seitens der Projektleiterin. Letztendlich bin ich aber mit dem Ergebnis der Gruppe dennoch zufrieden. Wir haben es zum Schluss doch geschafft uns zu organisieren und mit einem hohen zeitlichen Aufwand ein tolles und auch umfangreiches Ergebnis zu liefern. Ich freue mich darauf zu erfahren, wie dieses Projekt weiter geführt wird. Fazit: Abschließend lässt sich sagen, dass dieses IT-Projekt eine wertvolle Erfahrung für mich war und ich – auch im Hinblick auf meine weitere berufliche Laufbahn – sehr viel gelernt habe: 1. Der Begriff Open Source ist kein leeres Schlagwort mehr und hat an Bedeutung für mich gewonnen. 2. Es werden (vor allem in D, aber auch in Ö und in Europa allgemein) bereits sehr viele OS-Aktivitäten geplant, realisiert. Es ist also zu erwarten, dass OS in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. 3. Sollte die Projektleitung nicht die gewünschte/nötige Führung geben und die Koordination übernehmen, sollte man als Teammitglied viel schneller die Projektleitung darauf ansprechen und gegebenenfalls selbst die Initiative ergreifen. 4. Nicht nur die Projektleitung, jedes einzelne Gruppenmitglied ist für das Endergebnis maßgeblich verantwortlich.

Teilnehmer/in F:

Das IT-Projekt, als intensives Seminar und kleine Geschmacksfindung in Richtung Diplomarbeit, lässt eine große Kombination vieler Erfahrungen zu. Darüber hinaus ermutigt und nötigt es zu selbständigem Arbeiten auf wissenschaftlichem Niveau, welchem oftmals nur durch mehrmalige Überarbeitungen nachgekommen werden konnte. Die Projekteingangsphase, das Kennen lernen der Kollegen sowie die Aufteilung der Themen startete mit großer Motivation, und in unserem speziellen Fall auch mit dem Wissen, das einige Weichenstellungen bezüglich einer Linzer Open-Source Unterstützung auf Basis dieser Arbeit gefällt werden können. Das Einarbeiten in das Thema stellte schnell klar, dass sich hinter drei Buchstaben (OpenStreetMap – OSM) eine große Community sowie eine Vielzahl an Technologien verstecken – Aufwand, der zu Beginn unterschätzt wurde. Eine vollständige Bearbeitung in einem Wiki, online, brachte auch hier Vor- sowie Nachteile dieser Arbeitsweise hervor. Oftmals verlor man sich zwischen Links, dem einbinden von Neuigkeiten sowie der schwierigen Kontrolle der Fakten, da sich in diesem äußerst lebhaftem Projekt, viele Ideen, Ansätze und technologische Umsetzungen schnell verändern – die Literatur somit ständig hinterherhinkt, und es als Nicht-Aktives Community Mitglied, dementsprechend schwierig war, allen Trends zu folgen. Das nun abgeschlossene Projekt, im Nachhinein betrachtend, stellt sicherlich einen großen Schritt dar – in Arbeitsweise, Zeiteinteilung, Teamwork sowie Literaturrecherche und –analyse. Als wünschenswert, und dem Projektziel sicherlich unterstützend zu empfehlen wäre eine aktivere Weichenstellung den Zielen des Themas gegenüber, sowie eine bessere Planung der jeweiligen Projektmeilensteine der LVA-Leitung. – Möglicherweise ist das Projekt aber genau aufgrund dieser gewährten Freiheiten ein wichtiger Schritt in Richtung Studienabschluss.

Enterprise Wikis als Kooperationsplattformen (WS 2008)

Zusammenfassung des Teams:

Dieses IT-Projekt war für uns das erste echte Praxisprojekt, das in Kooperation mit der Universität abgewickelt wurde. Vorweg möchten wir festhalten, dass die Meetings mit dem LVA-Leiter (Herr Dr. Schiffer) stets individuell vereinbart wurden, wodurch andere Termine der Projektmitglieder nicht beeinträchtigt wurden. Sie verliefen meist sehr produktiv, wobei wir uns in der Anfangsphase der Lehrveranstaltung einen etwas größeren Input des LVA-Leiters gewünscht hätten. In diesem Projekt wurde uns vor allem der Kontrast zwischen den Anforderungen, die seitens der Uni gefordert wurden und den Anforderungen, die von der Firma kamen, bewusst. Die Ansprüche, die von der Uni im Hinblick auf Dokumentationen gestellt wurden, waren weitaus höher als die der Firma. Fairerweise muss man festhalten, dass es sich bei unserer Firma um ein sehr junges, dynamisches, mittelständisches Unternehmen handelte, dass in völligem Kontrast zu großen Konzernen (wie z.B. Siemens) steht, die höchstwahrscheinlich größere Anforderungen an eine strukturierte, aber auch schwerfälligere, Vorgehensweise gestellt hätten. Hervorzuheben ist auch die einzigartige Unterstützung von Seiten der Firma. Die Unterstützung der Geschäftsleitung war vollends gegeben, wodurch wir das Projekt nahezu selbständig abwickeln konnten. Die Freiheit des Vorgehens des Projektteams war jedenfalls zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt. Auch die großzügige finanzielle Unterstützung trug entscheidend zur Leistungsbereitschaft der Projektgruppe bei, wodurch auch der verzögerte Abschluss des Projekts die Motivation nicht beeinträchtigte. Interessant war auch die Erfahrung der Durchführung einer Ausschreibung, die eigentlich nicht geplant war und letztendlich das Projekt verzögerte. Dabei mussten wir feststellen, dass trotz der sich anbahnenden Finanzkrise zahlreiche Firmen offenbar nicht daran interessiert waren einen Auftrag zu bekommen. Dadurch wurde das Projekt durch eine erneute Ausschreibung abermals verzögert. Auch der Kontakt mit der Firma, die schließlich das Wiki "lieferte", erwies sich als sehr interessant: Sie diente letztlich vor allem als Consulter und brachte unkonventionelle Ansichten und Denkweisen ein, die eine große Bereicherung für die Inbetriebnahme des Wikis darstellten. Neu war für uns die Erfahrung der kollaborativen Zusammenarbeit über Google Docs, die sich vor allem bei raschen Mitschriften bei Meetings oder bei Checklisten bewährt hat. Generell war die gleichzeitige Verwendung von Google Docs, Google Groups und dem FTP-Server des Instituts etwas überzogen, wodurch sich bei der Dokumentation des Projekts zum Teil kurzfristige Nachlässigkeiten einstellten. Auch die Verfassung des Blogs und des Zeitkontos in MS Word bzw. Excel erschien uns vor allem in einem Kurs zum Thema Enterprise Wikis, das als eines der Kernthemen im Web 2.0 gilt, nicht mehr zeitgemäß. Diese Aufzeichnungen sollten in zukünftigen Kursen unserer Meinung nach online erfolgen. Abschließend möchten wir festhalten, dass wir auf ein sehr erfolgreiches Praxisprojekt zurückblicken dürfen, das zahlreiche neue Erfahrungen für uns brachte und zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten abgewickelt werden konnte.

Teilnehmer/in A:

Ich habe mich für die Universitätslehrveranstaltung ‚Projektstudium’ entschieden, weil ich die Aufgabe ein Enterprise-Wiki bei einem Unternehmen einzuführen sehr interessant fand, und weil ich mich im Bereich des Wissensmanagement weiter spezialisieren möchte. Beinahe wäre die LVA nicht zustande gekommen, weil es zu wenig Anmeldungen gab, aber mit viel Glück fand sich ein Team von drei Personen (inklusive mir). Jürgen Schachermayer schlug vor für die Firma bei der er arbeitet ein Enterprise Wiki einzuführen, uns so wurde es ein sehr praxisorientiertes und interessantes Projekt. Die Zusammenarbeit im Team hat sehr gut funktioniert. Bei keinem Universitätsprojekt, das ich bisher gemacht habe, wurden so viele Arbeiten und Aufgaben im Team gelöst. Oftmals ist es so, dass die Aufgaben verteilt werden und jeder seinen Teil ausarbeitet und das war bei diesem Projekt nicht so. Ich denke die gemeinsame Ausarbeitung von Aufgaben ist ja gerade der Sinn von Gruppenarbeiten, weil so fließt vom jeden das Wissen ein und man bekommt das beste Ergebnis. Die äußerst gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen, wo wir das Enterprise-Wiki einführten (NTSwincash) trug auch wesentlich zum Erfolg des Projektes teil. Die NTSwincash stand jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Herr Franz Lindorfer Mitarbeiter der NTS half uns sehr bei der Umsetzung des Projektes. Wir konnten einen guten Einblick, wie so ein Projekt in der Praxis abgewickelt wird, gewinnen. Da ich Vollzeit Berufstätig bin ist es nicht immer leicht, solche LVAs zu absolvieren. Hier war das Entgegenkommen des LVA Leiters Dr. Stefan Schiffer, den Kurstermin grundsätzlich auf 17.15 h zu verschieben und die Kursstunden nach Bedarf zu halten eine sehr große Hilfe. Auch meine Teammitglieder nahmen Rücksicht und wir vereinbarten die Termine immer so, dass ich beruflich keine Probleme hatte. Das einzige was ich ändern würde, wenn ich das Projekt noch mal machen müsste, wäre die Kommunikation und die Dokumentenplattform. Da versanken wir teilweise im Mailchaos und waren nicht immer auf dem aktuellsten Stand. Das würde ich vorab genau definieren wie die Kommunikation erfolgen soll und wo die Dokumente abgelegt werden müssen. Im Großen und Ganzen war das Projekt sehr interessant, ich habe sehr viel gelernt und ich würde es jederzeit wieder machen.

Teilnehmer/in B:

Ich habe mich für dieses IT-Projekt entschieden, da die Erfahrungsberichte der ehemaligen Kursteilnehmer großteils positiv ausgefallen sind und weil ich im Rahmen meiner gewählten Schwerpunkte noch nichts mit Wissensmanagementsystemen zu tun hatte. Da unsere Gruppe ein Praxisprojekt mit einem überaus interessanten mittelständischen IT-Unternehmen abwickeln durfte, ermöglichte mir dieser Kurs einen guten Einblick in die Praxis und bot mir die Möglichkeit Kontakte für den späteren Berufseinstieg zu knüpfen. Die Abwicklung des Kurses gefiel mir großteils sehr gut: Da unsere 3-Personengruppe die einzige Gruppe im Kurs war konnten wir die Kurstermine individuell vereinbaren. Der LVA-Leiter fungierte als Projektcoach und ermöglichte uns große Freiheiten für die Bewältigung des Projekts. Etwas ärgerlich war, dass meiner Ansicht nach – für einem Kurs, der den Namen IT-Projekt trägt – zu viel Wert auf korrektes wissenschaftliches Arbeiten gelegt wurde. Dies wird ohnehin in anderen Kursen wie z.B. in Seminaren ausreichend praktiziert. Im Gegensatz zu den Aussagen aus den letzten Semestern haben mich die Aufzeichnungen im Blog und im Zeitkonto nicht gestört, da diese einen guten Überblick über die geleisteten Tätigkeiten boten. Es sollte allerdings eine Umstellung auf Online-Aufzeichnungen (z.B. Google Docs) angedacht werden. Allen in allem kann ich diesen Kurs uneingeschränkt weiterempfehlen, vor allem wenn man schon im Vorfeld eine Idee für ein Projekt (z.B. in der eigenen Firma) hat – der LVA-Leiter lässt hier größte Freiheiten zu.

Teilnehmer/in C:

Durch Zufall entdeckte ich dieses IT Projekt im KUSSS, welches sich intensiv mit Enterprise Wikis beschäftigt. NTSwincash, in der Firma in der ich arbeite, war gerade geplant ein Wiki einzuführen. Somit war das Ziel des Kurses: Die Piloteinführung eines Enterprise Wikis bei NTS. Die große Flexibilität des LVA-Leiters in Sachen Umsetzung des Projektes, ließ den großen Spielraum offen, auf unerwartete Situationen im Projekt schnell und effektiv zu reagieren. Auch die flexible Einteilung der gemeinsamen Treffen ist nicht bei jedem LVA Leiter selbstverständlich. Die gemeinsamen Treffen waren geprägt von offenen Diskussionen rund um das Projekt. Meine Erwartungshaltung war noch etwas mehr in Richtung Praxis gelegt, da der wissenschaftliche Aspekt (gerade bei der Dokumentation) einen durchaus nicht vernachlässigbaren Aufwand verursachte. Wenn sich ein IT Projekt mit Web 2.0 beschäftigt, so war die Zeitaufzeichnung in Excel und Word doch etwas „staubig“. Hier hätte man auf die Möglichkeiten des Webs 2.0 zurückgreifen können, in Form eines Blogs oder Google Spreadsheets für die Zeitaufzeichnung. Jeder der diese LVA besucht, wird für sich mit Sicherheit einen neuen Aspekt mitnehmen können, der in anderen LVAs nie behandelt werden kann. Der Aufwand ist natürlich nicht zu unterschätzen, gerade in Zusammenarbeit mit Firmen ist der Druck noch einmal größer ein erfolgreiches Projekt umzusetzen.

Enterprise Wikis als Kooperationsplattformen (SS 2008)

Teilnehmer/in A:

Die Anwendungsgebiete und Unterschiede von Wikis zu erforschen und durchzudiskutieren ist eine gute Basis für eine Zukunft, wo ich mir sicher bin Wikis zunehmend eingesetzt werden. Da ich diesbezüglich in der Ausbildung keine Erfahrung gesammelt habe war dies inhaltliche Bereicherung. Das Projekt an sich war auch interessant, einmal mit einer Organisation zusammenzuarbeiten. Es war sehr interessant zu sehen ob und welche Einsatzmöglichkeiten es für ein Enterprise Wiki gibt. Das Projekt an sich ist gut gelaufen. Die Zusammenarbeit mit den meisten Teammitgliedern war recht gut. Die Organisation mit dem Team und auch in der Seminargruppe war sehr brauchbar.

Teilnehmer/in B:

Zuerst möchte ich hervorheben, dass diese eine der wenigen Lehrveranstaltungen ist wo nur grob der Rahmen also ein Thema vorgegeben wird und sich die Studierenden innerhalb dieser Rahmens aber frei bewegen können sprich die eigenen Vorstellungen und Vorgehensweisen sehr gut einbringen können. Durch die Lehrveranstaltung hat ich einen sehr guten und teilweise detaillierten Einblick in das Thema Enterprise Wikis bekommen, sowie durch unsere Projekte und Referate mögliche Anwendungsgebiete kennen gelernt. Was ich durchaus anmerken will ist, dass die Erstellung des Referats relativ viel Zeit in Anspruch genommen hat, was aber des Weiteren für die Ausarbeitung unseres Projekts nicht weiter von Bedeutung oder von Vorteil war. Ich würde mir wünschen den Fokus eher auf das auszuarbeitende Projekt zu legen und die Ausarbeitungen der Referate eher einzuschränken. Der Aufbau des Projekts mit beginnender Anforderungsanalyse und festzulegen was genau Ziel des Projekts ist, finde ich eine sehr gute Vorgehensweise, da hier eine gewisse Struktur festgelegt wird an der sich jeder Projektteilnehmer orientieren kann. Auch die grobe Meilensteinplanung im Projekt finde ich wichtig, da somit eine gewisse Kontinuität in der Aufgabenbearbeitung gefordert ist.

Teilnehmer/in C:

Wissensmanagement ist ein sehr wichtiger Bereich geworden und Enterprise Wikis sind dazu hervorragend geeignet. Dies war mit ein Grund dieses Projektstudium zu besuchen und ich wurde nicht enttäuscht. Es war sehr interessant ein Enterprise Wiki auszuwählen und dieses während des Semesters zu einem produktiven Werkzeug umzubauen. Besonders spannend war die Anfangssituation, denn es wurden keinen Themen vorgegeben und jede Gruppe musste sich um ein eigenes Projekt kümmern. Dies war auf der einen Seite sehr mühsam (bzgl Projektspezifikationen), auf der anderen Seite jedoch eine sehr gute Erfahrung. Etwas mühsam war das dauernde führen des Zeitkontos, sowie des Blogs. Da ich öfter nur kurz zwischendurch kurz an dem Projekt arbeitete waren es effektiv mehr Stunden als die wirklich notierten. Aber im Nachhinein ist es trotzdem ganz interessant, wenn man überblicksweise sieht wie viele Stunden man investiert hat.

Zusammen gefasst war dieses Projektstudium sehr interessant und auf alle Fälle weiter zu empfehlen.

Teilnehmer/in D:

Ich habe die Lehrveranstaltung zu Beginn des Semesters gewählt, da ich mit dem Thema Enterprise Wiki noch nicht vertraut war. Ich war daher sehr gespannt wie die LVA aufgebaut ist und welche Themen behandelt werden. Gefallen hat mir sehr gut, dass sich die Lehrveranstaltungsteilnehmer, durch die Erarbeitung eines Referates mit dem Thema Wiki und im speziellen mit Enterprise Wikis auseinandersetzen mussten. Somit wurde erreicht, dass sich die Teilnehmer schon sehr früh mit der Materie befassten. Als negativ habe ich empfunden, dass das Referat doch sehr viel Zeit bereits in Anspruch genommen hat und nur als geringer Teil in die Endnote eingeht. Als etwas schwierig gestaltete sich die Wahl des Projektes. Da es keine konkreten Vorgaben durch den LVA-Leiter gab, konnten wir uns selber ein Thema wählen. In meiner Gruppe konnten wir uns vorerst nicht auf ein Projektthema verständigen, trafen dann aber doch noch eine gute Wahl. Die Führung eines Zeitkontos und Blog war vorerst ungewohnt und eher „lästig“, erwies sich Rückblickend aber durchaus als positive Erfahrung.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass die Lehrveranstaltung sehr informativ und lehrreich gestaltet wurde.

Teilnehmer/in E:

Stelle ich mir die Frage ob der Kurs den Erwartungen beim Einschreiben erfüllt hat oder nicht muss ich sie mit einem klaren NEIN beantworten. Das mag aber zu einem Großteil daran liegen, dass ich nicht genau wusste, was mich bei einem Wiki genau erwartet, denn ich kannte eigentlich nur den Begriff Wikipedia, der dem Ganzen ein wenig näher gekommen wäre. Denke ich darüber nach ob ich, nachdem ich dann gewusst habe was ungefähr auf mich zu-kommt, zufrieden bin mit dem Verlauf des Kurses, bin ich ein wenig hin und hergerissen. Ich hatte mir die Arbeit an dem Projekt an dem ich beteiligt war ein wenig einfacher vorgestellt. Es hat sich als sehr schwierig erwiesen mit dem Projektbetreuer in Kontakt zu bleiben, weil der zurzeit in ganz Österreich unterwegs ist um Umbauten zu delegieren oder den Ein-satz der neuen Kassensysteme zu planen. So lag alles was wir gemacht haben immer eine Zeit lang brach, bis es denn eben weitergehen konnte, weil Informationen oder eine Erlaubnis fehlte. Das war glaube ich der eher mühsame Teil abgesehen von den Blogs und Aufzeichnungen, die wo sie nun fertig sind eigentlich sehr angenehm sind, weil ich einfach genau sehen kann wann ich was gemacht habe. Und mir ist klar, dass sie natürlich auch die Aufsicht über die Gruppen möglich macht. Aber in dem Moment waren sie zugegebener Weise ein wenig lästig. Ich glaube deshalb, weil man sich immer auch ein wenig verantworten musste. Wie ich aber festgestellt habe wird das wohl so bleiben, wenn man mal in ein Angestelltenverhältnis wechselt. Der wirklich gute Teil an dem Kurs ist, dass ich nun weiß was ein Wiki ist und wofür man es brauchen kann. Ferner war die Arbeit in meiner Gruppe stets sehr angenehm – ich muss aber sagen, ich wusste schon bei Eintritt in den Kurs, dass das so sein wird. Ich bin nicht zuletzt wegen den Kollegen verspätet noch dazu gestoßen, da sie mich gefragt hatten ob ich nicht noch mitmachen möchte. Was ich noch in guter Erinnerung habe, war die ernüchternde Kritik an meinem 2er Referat-Vortrag. Die hieß ungefähr: „Da hätten Sie sich aber ruhig noch ein zwei Stunden länger hinsetzen können dafür.“ Ich hatte wirklich vor mit der ganzen Gruppe so eine Site zu bauen und hoffte auf „Ahhs“ und „Ohhs“. Ich bin mir aber nun sicher, dass dieser Ansatz eher schief geht bei einer Präsentation und werde das in Zukunft tunlichst unterlassen. Zum Thema Kritik möchte ich noch sagen: Ich glaube jede Kritik, die geübt wurde machte soweit immer Sinn, auch wenn sie im ersten Moment sehr unangenehm sein konnte. Last but not least: Die Lehrveranstaltungen an sich waren übrigens immer äußerst kurzweilig.

Teilnehmer/in F:

Vor diesem Seminar habe ich noch nicht so recht gewusst, was genau ein Wiki ist und wofür man es gebrauchen kann und wo seine Grenzen liegen. Für mich persönlich hat sich nicht als so tolle Sache herausgefiltert, wie ich es mir erwartet habe. Obwohl es in mancherlei sicherlich Vorteile bringt, wie die synchrone Verarbeitung durch mehrere Anwender, ist meine Erfahrung mit unserem Wiki in Sachen Usability eher negativ, obwohl dieser Faktor zur Nutzung unumgänglich ist. Der WYSIWYG-Editor zur Textformatierung ist noch nicht 100%ig optimal gestaltet. Andrerseits war ich überrascht, dass man eine wunderschöne Struktur und Hierarchie aufbauen kann, bei ausreichender Planung natürlich. Bis ein optimal arbeitendes Wiki zum Laufen kommt, ist einiges an Zeit einzuberechnen. Vom Aufbau des Seminars an sich, hat es mir gut gefallen. Die Kurzreferate haben doch einen kleinen Einblick in die Materie gegeben. Die Zeit, die für das Seminar anberaumt war ausreichend.

Teilnehmer/in G:

Ich bin mit der Meinung in den Kurs gegangen, dass ich mehr über Wiki-Systeme erfahren will. Da ich einiges schon im Vorfeld mit Wikis (vor allem MediaWiki und DokuWiki) zu tun hatte, waren Enterprise Wikis sicherlich noch eine große Wissenslücke in meiner Erfahrung mit Wiki-Systemen. Der Kurs konnte mir im Großen und Ganzen schon vermitteln, welcher Unterschied nun ein Enterprise Wiki zu einem „normalen“ Wiki hat, jedoch ist es meiner Meinung leicht möglich jedes „normale“ Wiki (zB. MediaWiki) mit entsprechenden Plugins zu einem Enterprise Wiki zu machen. Es ist schade, dass man nicht mehr mit verschiedenen Wiki Technologien gearbeitet hat bzw. über diese erfahren hat. Die Kurzpräsentationen zu den Wiki-Systemen haben nur einen oberflächlichen Eindruck hinterlassen. Für eine umfassende Evaluation bzw. einer Entscheidung zwischen mehreren Enterprise Wikis reicht dieses Wissen nicht aus, da nur ein Wiki-System im Detail bekannt ist. Der Unterrichtsstil war für mich zufrieden stellend. Durch den auf Präsentationen und Diskussionen basierenden Unterricht konnten auch andere Meinungen eingebracht werden und auch entsprechend hinterfragt werden. Zusammenfassend bin ich mit dem Kurs zufrieden. Die Ziele und Erwartungen wurden zum Großteil erfüllt.

Teilnehmer/in H:

Ich hatte mich wegen des Themas Enterprise Wiki für dieses PROST angemeldet. Vor dieser Lehrveranstaltung hatte ich ein eher unterdurchschnittliches Wissen über Wikis. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur sehr wenig bis überhaupt nichts mit Wikis zu tun. Die erste Schwierigkeit stellte sich mit dem Finden des Themas für die Projektarbeit. Hier legt Dr. Schiffer besonders großen Wert auf von den Studierenden eingebrachte Themen. Aus diesem Grund würde ich dieses PROST besonders jenen empfehlen die bereits eine konkrete Projektidee haben und für diese Wissen sammeln wollen, da sie dieses Projekt gleich im PROST umsetzen können. Die Arbeit an den Projekten erfolgte in Projektgruppen. Dies sehe ich als Vorteil, da hier sowohl fachspezifische als auch projektmanagementtechnische Kenntnisse erworben werden können. Um für die Projekte ausreichendes Know-How zu haben, gab es so genannte Input-Referate von den Teilnehmern nach vorgegebenen Themen. Diese brachten meiner Meinung nach aber nicht die gewünschte Klarheit, sondern sorgten – auch aufgrund des wissenschaftlich noch nicht definierten Begriffs des Lehrveranstaltungsnamens – eher für Verwirrung. Zusammenfassend kann ich dieses PROST jedem empfehlen, der praktische Erfahrungen im wissenschaftlich noch recht unerforschten Gebiet der Enterprise Wikis sammeln will.

Teilnehmer/in I:

Da ich an Web-Technologien sehr interessiert bin, habe ich mich an diesem Kurs angemeldet. Zum Thema Enterprise Wiki wusste ich vorher nichts, das war für mich schon eine grundlegende Motivation mich an dem Thema zu engagieren. Den Ablauf finde ich sehr in Ordnung, denn wann immer man ein Projekt für ein Thema bearbeiten sollte, so ist klar dass man darüber einen Überblick bekommen muss. Die Referate waren durchaus interessant und anregend, obgleich anfangs viele Lücken offen blieben, da das Thema „Enterprise Wiki“ in der wissenschaftlichen Literatur sehr vernachlässigt wird. Doch die Summe der einzelnen Teile aus den einzelnen Referaten ermöglicht einen umfangreichen Blick auf das „Ganze“. Mit gemischten Gefühlen betrachte ich die selbstständige Suche nach einem Projekt. Obgleich wir in unserer Gruppe kein Problem damit hatten, so ist es im allgemeinen Fall doch schwierig ein Unternehmen für eine Idee zu begeistern, die man nur schwer kommunizieren kann, da das Thema noch zu unbekannt und sehr speziell ist, die Ergebnisse können sich darum durchaus sehen lassen. Das von unserer Gruppe ausgewählte Enterprise Wiki erwies sich als sehr umfangreiches System, dass sehr anpassungsfähig ist. Meine Angst, dass man nur auf einem bestehenden System arbeiten kann wurde widerlegt und so konnte das Enterprise Wiki gleichzeitig auch als CMS-System und als API bestehen. Sehr positiv finde ich, dass in dem PROST in den Anforderungen zwar steht „keine Programmierarbeiten nötig“, diese jedoch nach Präferenz durchgeführt werden können. Man kann also innerhalb der Lehrveranstaltung trotz Vorgaben Erfahrung in einem gewünschten Bereich sammeln und das eigene Vorwissen einsetzen und gezielt weiterbilden. Ich kann die Lehrveranstaltung deshalb sehr weiterempfehlen und würde es jedenfalls wieder besuchen.

Teilnehmer/in J:

Vorab möchte ich anmerken, dass mir dieses PROST sehr gut gefallen hat. Nicht nur der Ablauf/Struktur der LVA war sehr gut, sondern auch die Thematik "Enterprise Wiki als Kooperationsplattform" war wirklich interessant. Mit der Gruppe, in der ich erst nach einer LVA-Stunde hinzugestoßen bin, war ich sehr zufrieden. Die Gruppentreffen bzw. das ganze Projekt mit meiner Gruppe hat mir sehr viel Spaß gemacht und es stand allerdings auch immer der Ernst des Projektes dahinter. Mir persönlich hat unser 2er Referat (Google Sites) wirklich gut gefallen, da ich es bereits für die Praxis anwenden hab können. Ich muss zwar anmerken, dass ich es nicht direkt als Wiki eingesetzt habe, aber als Webseitenerstellung dient das Google Sites auch recht gut. Ich habe für eine gute Freundin, die zwei Ferienhäuser hat, eine Webseite erstellen wollen, da mir aber die Zeit fehlte, kam mir Google Sites recht und ich erstellte die Webseite bzw. die Informationsplattform mittels Google Sites. Falls Sie sich interessieren, wie ich diese Seite gestaltet habe, hier der Link: www.harebengut.at.tt Die Stundenaufzeichnung war meiner Meinung nach sehr praktisch, was mir allerdings erst im Nachhinein klar wurde. Man hat eben besser einschätzen können, wieviel man schon fürs Projekt gemacht hat und wer noch mehr fürs Projekt machen sollte. Nicht nur für die persönliche Einschätzung ist eine solche Führung des Zeitkontos sinnvoll, sondern eben auch um den vorher geschätzten Zeitaufwand vergleichen zu können. Man kann also besser einen Soll-Ist-Vergleich aufstellen. Auch für zukünftige Projekte ist eine genaue Aufzeichnung der Stunden sehr sinnvoll, da man besser abschätzen kann, mit welchem Zeitaufwand das Projekt zu bewältigen war/ist. Den Blog habe ich allerdings eher für störend empfunden, aber für die Beurteilung ist so ein Blog bestimmt sehr sinnvoll, um überprüfen zu können, was wirklich gemacht wurde. Was mir während der Lehrveranstaltungen aufgefallen ist und mir sehr gut gefallen hat, war Ihre direkte bzw. genaue Art. Ich werde mir auf jeden Fall nicht nur für meine zukünftige Studienzeit, sondern auch für meine persönliche Zukunft merken, dass wenn man etwas präsentiert oder über etwas schreibt, immer eine Definition parat haben sollte. Solch eine Genauigkeit bzw. ständige Nachfragen während einer Präsentation wirkt zwar im Moment als unangenehme Kritik, ist aber – insbesondere dann bei dem Schreiben/Präsentieren der Diplomarbeit – eine gute Übung. Zusammenfassend kann ich behaupten, dass ich viel aus der Lehrveranstaltung mitnehmen konnte. Nicht nur, dass ich jetzt weiß, was ein Wiki insbesondere ein Enterprise Wiki ist, sondern auch, dass das Aufzeichnen der Stunden einen guten Überblick, über das was man gemacht hat und insbesondere wie lang man daran gearbeitet hat, bekommt. Was ich noch aus der LVA mitnehmen kann ist die Genauigkeit! und die Art wie man ein Projekt strukturiert bzw leitet.

Teilnehmer/in K:

Durch die LVA erhielt ich einen sehr kompakten Einblick in die Themen Wiki bzw. Enterprise Wiki. Dadurch, dass wir ein Enterprise Wiki direkt für die Praxis implementieren sollten, war es notwendig, mich detaillierter mit den Wikis und deren Implementierung zu befassen, wofür teilweise in anderen LVAs die Zeit fehlt. Dies ist auch für den weiteren Lebensweg sehr interessant, da man nun weiß, was Wikis leisten können. Durch die doch sehr strikt vorgegebenen Deadlines, lernt man sich in der Gruppe zu organisieren, Arbeitspakete zu verteilen und zu kommunizieren. Zusammenfassend war dieses PROST sehr interessant und ich habe die Zeit sehr genossen. Auch der Lehrveranstaltungsleiter wirkt kompetent und ist sehr freundlich. Der Arbeitsaufwand deckt sich mit der vorherigen Schätzung.

Teilnehmer/in L:

Ich hatte mich für dieses PROST nicht wegen des Themas angemeldet, und so wusste ich im Vorfeld auch nichts über das Themengebiet Enterprise Wikis. Während des PROST entstand jedoch immer mehr Interesse auf meiner Seite, dass ich vor allem dem praktischen Bezug unseres Projekts zuschreibe. Überhaupt hat mir der Ablauf des Kurses sehr gut gefallen. Der Start mit den theoretischen Grundlagen (Referate) hat eine gute Basis für das Projekt geschaffen, und mir ein breites Wissen über Enterprise Wikis gegeben. Bei der selbständigen Auswahl des Projekts hatte ich anfangs meine Bedenken. Auf der einen Seite finde ich es positiv, dass man sich ein Projekt aussuchen kann welches einen interessiert. Auf der anderen Seite jedoch muss ein solches erst einmal gefunden werden. Vor allem bei einem solch speziellen Thema wie Enterprise Wikis. Unsere Gruppe hatte dahingehend Glück. Eine andere Gruppe musste aber aufgeteilt werden. Die Dokumentation unseres Zeitkontos war nicht so aufwendig wie ich es mir anfangs vorgestellt hatte. Der Blog hingegen war da schon etwas aufwendiger, aber auch dieser Aufwand hielt sich in Grenzen. Zu Ende hin war die Stundenaufzeichnung dann sehr praktisch, da man genau wusste wie viel Zeit schon investiert wurde, und auch die Planung innerhalb der Gruppe dahingehend optimieren konnte. Alles in allem hat mir das PROST sehr gut gefallen und ich denke, dass das gewonnen Wissen und die Erfahrungen aus diesem Kurs mir sehr wohl von Nutzen sein werden. Ich kann die LVA nur jedem weiterempfehlen.

Teilnehmer/in M:

Ich persönlich hab mich für das Prost angemeldet, weil ich das Thema sehr spannend gefunden habe. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Enterprise Wikis sind etwas Zukunftsträchtiges. Die Referate gaben einen sehr guten Überblick über die Thematik. Man wurde gut auf das auszuarbeitende Projekt vorbereitet. Meiner Meinung nach ist der Aufwand für dieses Prost zu hoch. Schon alleine mit dem Referat hatte man ca. 25 Stunden zusammen. @ Dokumentation: Dies war ein Punkt den ich sehr nervend fand. Das Zeitkonto in Excel war noch Ok, allerdings der Blog sprengte eindeutig den Rahmen einer produktiven Dokumentation. Ich persönlich würde die Dokumentation in die Hände der Studierenden legen, ob sie etwas dokumentieren wollen oder nicht. Im Großen und Ganzen hat mir das PROST gut gefallen und ich denke, dass das gewonnen Wissen und die Erfahrungen aus diesem Kurs mir sehr wohl von Nutzen sein werden.

MediaWiki & Co im Praxiseinsatz (WS 2007)

Teilnehmer/in A:

Ich habe mich für dieses Projektstudium entschieden, weil es sich zeitmäßig am besten mit meinen fixen Arbeitszeiten vereinbaren ließ. Im Verlauf der LVA (zum Schluss hin) stellte sich dann heraus, dass die Wahl für „MediaWiki & Co“ gut gewesen ist. Die Referate waren teilweise interessant und manchmal habe ich schon bekanntes aus anderen LVAs wieder gehört. Für die Gestaltung des Referates wurde uns freie Hand gelassen, was dann aber auch dazu führen konnte, dass für den LVA-Leiter interessante oder relevante Themen nicht behandelt wurden. Wichtig ist es bei den Referaten gut vorbereitet zu sein um auch unerwartete Zwischenfragen beantworten zu können. Für Referat und Erstellung der dazugehörigen Unterlagen benötigten die meisten Teilnehmer länger, als im Zeitkonto ver­anschlagt. Es gab ein großes Projekt und 2 kleinere Projekte. Die Arbeit am Projekt kann ich fast nur positiv beurteilen, weil ich so einige Grundfunktionen eines MediaWiki kennen lernen und auch zu benutzen durfte. Die Zwischenstandspräsentationen waren sehr interessant für mich, da ich mir so auch Anregungen bei den anderen Gruppen holen konnte. Weiters boten sie die Möglichkeit Feedback vom LVA-Leiter zu bekommen. Angenehm war auch, dass wir eine kleine Gruppe von insgesamt 11 Personen gewesen sind. Was mir nicht gefallen hat am PROST war das Verfassen von Blog und Zeitkonto, da dies nur einen zusätzlichen Aufwand darstellte und man zu Beginn Kritik erntete wenn ein Eintrag nicht der Vorlage entsprochen hat. Es gibt sicher gute Gründe, warum diese beiden Dateien erstellt werden mussten, aber es stellt sich die Frage, wie detailliert diese beiden Dateien sein sollen. Obwohl das PROST viel Zeit und manchmal auch ein paar Nerven gekostet hat, bin ich froh, eine Zuteilung erhalten zu haben.

Teilnehmer/in B:

Zu Beginn des Projektstudiums war ich mir nicht so ganz sicher, ob MediaWiki & Co. ein interessantes Thema für mich ist, jedoch wurde ich im Laufe des Semesters eines Besseren belehrt. Die Referate und die Vorgangsweise der gesamten LVA waren durchaus interessant. Doch es gibt auch negative Kritik: Mich hat vor allem der Fokus des PROST gestört, da im Rahmen der Präsenztermine fast nur auf ein Projekt eingegangen wurde. Ich hätte mir hier mehr Unterstützung für mein eigenes Projekt gewünscht. Es sind somit einige Unstimmigkeiten und Probleme hängen geblieben bzw. konnten diese erst nach einer längeren Gruppendiskussion gelöst werden. Des Weiteren würde ich mir bei den Referatsthemen einen kleinen Input von Seiten des Lehrenden wünschen und einige beispielhafte Fragestellungen, um zu wissen in welche Richtung man sich bewegen muss/soll. Ansonsten finde ich, dass die LVA gut gelungen ist und auch der Praxisbezug in ausreichender Form hergestellt wurde

Teilnehmer/in C:

Eigentlich hatte ich nicht viel Ahnung davon was mich in einem Projektstudium so erwarten könnte, aber ich dachte mir, 4 Semesterstunden und dann noch großteils Programmieren, das muss doch wirklich nicht sein. Dann die Erlösung, ich bemerkte, dass es das Projektstudium von Herrn Schiffer gibt, welches sich von der Beschreibung sehr interessant anhörte und ohne Programmiertätigkeit auskommt. Tatsächlich war die Lehrveranstaltung von der ersten bis zur letzten Einheit immer sehr angenehm geführt, natürlich muss man Arbeitsstunden investieren, aber für 4 Semesterstunden würde ich es als gerechten Aufwand einstufen. Die Thematik der Wikis ist wirklich spannend, durch nähere Betrachtung fallen einem viele Eigenheiten dieser Systeme auf. Unangenehm waren an diesem Kurs höchstens das Referat, welches doch sehr theoretisch vorzubereiten ist und sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und die teilweise widersprüchliche Formulierung von Anforderungen durch den LVA-Leiter. Auch entstand eher das Gefühl, dass nicht alle Gruppen gleich ausgelastet waren. Besonders hervorzuheben ist hingegen die sehr lockere Atmosphäre in den Kurseinheiten, der LVA-Leiter behandelt die Gruppen nicht wie Studenten sondern Kollegen. Die ständigen Aufzeichnungen in einem Zeitkonto und Blog waren eine etwas nervige Arbeit, aber dienten sicher ihrem Zweck und man hatte seinen aufsummierten Arbeitsaufwand immer im Blick. Die Projekte bestanden daraus Wikis aufzusetzen, teils selbst umzugestalten und damit eine Plattform für einen bestimmten Zweck zu schaffen. Natürlich war ein derartiges Projekt anfangs Neuland, aber die Dynamik im Team stimmte und auch die Aufteilung der Aufgaben funktionierte hervorragend. Positiv ist ebenfalls hervorzuheben, dass Herr Schiffer terminlich flexibel auf Wünsche der Studenten eingeht und auch im Projekt zielführend aber auch nicht zu dominant als eine Art „externer Ratgeber“ zur Seite steht. Abschließend bleibt noch zu sagen, dass sich diese Lehrveranstaltung wirklich gelohnt hat, der Aufwand hat gestimmt, der Inhalt und die gewonnene Erfahrung ebenfalls.

Teilnehmer/in D:

Den Einsatz von Wikis kannte ich vorher eigentlich nur durch Wikipedia. Für mich war es sehr interessant, selbst eine solche zu erstellen und zu gestalten. Das Aufsetzen einer Wiki war einfacher, als ich mir das vorgestellt habe. Der Aufwand ist meiner Meinung nach für ein Projektstudium gerechtfertigt. Wobei ich jedoch denke, dass die– im Zeitkonto vorgeschlagenen – acht Stunden viel zu wenig sind, um eine gute Ausarbeitung und Präsentation zu ermöglichen. Die Referate waren sehr hilfreich, um einen guten Überblick über die Thematik zu geben. Die Aktualisierung von Zeitkonto und Blog fand ich jedoch eher mühselig, da immer gleich 2 Dateien aktualisiert werden mussten. Ein Vorschlag meinerseits wäre die Kombination von beidem; man könnte stichwortartig die Tätigkeiten im Zeitkonto nennen und auf den Blog verzichten. Gruppenprojekte sind immer von Vorteil, da die unterschiedlichen Qualifikationen der einzelnen Studierenden genutzt werden können. Dabei war es von Vorteil, dass sich die Gruppenmitglieder selbst zusammenschließen konnten, da man sich andernfalls nicht sicher sein kann, ob man sich auf die anderen auch verlassen kann. Weiters waren anfangs die Aufgaben nicht ganz klar festgelegt. Es sollte gleich zu Beginn des Semesters erklärt werden, welche Dokumente abzuliefern sind und welchen Inhalt diese haben sollen.

Teilnehmer/in E:

Durch die LVA konnte ich einen guten Blick in die möglichen Anwendungsbereiche einer Wiki erlangen. Dies wurde weiters unterstützt durch die Seminararbeiten, die am Beginn des Semesters ausgearbeitet und präsentiert wurden. Die Gruppenarbeit hat gut funktioniert – es gab einmal pro Woche einen kurzen Abstimmungstermin, bei der immer annähernd alle da waren. Dadurch ist auch der Arbeitsaufwand/Umfang angemessen. Die Aufgaben konnten so verteilt werden, dass die Interessen und Kompetenzen gut abgedeckt wurden. Vor jeder LVA sind ein Zeitkonto und ein Blog mit Tätigkeitsbericht der seit der letzten LVA per ftp abzugeben. Dies ist relativ mühsam, jedoch gerechtfertigt – man bekommt einen guten Überblick über seine eigenen Arbeitsleistungen.

Die abzugebenden Dokumente bezüglich des Projekts sind nicht von Beginn an klar gewesen. Es kam gelegentlich zu Änderungen.

Teilnehmer/in F:

Mit Hilfe des Projektstudiums konnte ich Erfahrungen im Bereich der Wikis als Wissensmanagement- und Groupware-Systeme erlangen. Das Projekt war sehr interessant und man hatte viele Freiheiten in der Gestaltung der eigenen Projektidee. Es ist gelungen eine gute Mischung aus theoretischem Background und praktischem Einsatz zu vermitteln. Die Theorie wurde durch Referate gedeckt, die Praxis natürlich durch die Durchführung selbstgewählter Projekte. Es ist natürlich von Vorteil, dass man bereits eine eigene Idee hat welche man in diesem Prost umsetzen möchte, da eigentlich keine Themen vorgegeben wurden. Somit ist die eigene Kreativität gefordert, was natürlich auch dazu anregt sich zu überlegen etwas Neues zu schaffen, was es noch nicht gibt. Die Aufteilung der Arbeiten innerhalb der Gruppen erfolgt nach eigenem Ermessen, was zu mehr Selbstständigkeit führt. Bei Problemen steht Herr Dr. Schiffer immer gerne für Fragen bereit, es muss aber auch damit gerechnet werden, dass im Zuge des Projekts Wünsche oder geänderte Anforderungen von Ihm zu berücksichtigen sind. Sehr gut ist jedoch, dass es doch regelmäßige Termine gibt und man so immer wieder Feedback bekommt. Das verhindert, dass z.B.: das Projekt am Ende des Semester überhaupt nicht die Vorstellungen von Herr Dr. Schiffer erfüllt, was ein großer Vorteil sein kann. Das Einzige was ich mir mehr gewünscht hätte wäre, dass auf E-Mails regelmäßig geantwortet wird um eine Bestätigung zu erhalten ob übermittelte Informationen etc. zur Kenntnis genommen wurden bzw. die Wünsche erfüllen konnten.

Teilnehmer/in G:

Was ich zuerst ganz besonders als positiven Punkt hervorheben möchte, ist der Praxisbezug dieser LVA. Gerade an der Universität ist es oft schwierig Einblicke in die Praxis zu bekommen und man wird mit Theorie überschüttet. Somit hat man hier wirklich die Chance bekommen sich selbst ein Unternehmen bzw. ein Projekt zu suchen und dieses praktisch umzusetzen. Weiters fand ich positiv, dass zwar prinzipiell keine Programmierkenntnisse gefordert waren, man aber dennoch, wenn man wollte, seine Programmierleidenschaft ausüben konnte. Es war somit ein guter Mix, und für jeden etwas dabei. Wikis sind außerdem gerade in der momentanen Zeit, Stichwort: Web 2.0, ziemlich populär. Deshalb war ich auch vom Thema sehr angetan und gespannt was mich erwarten wird. Was ich als Lessons Learned mitnehmen kann ist es, dass es außerordentlich wichtig ist, zu Beginn die Anforderungen so genau wie möglich zu erheben, dokumentieren und abzugrenzen. Es war teilweise schwierig, Änderungen, die erst im Laufe der Zeit gefordert wurden, noch in das Projekt einzugliedern.

Teilnehmer/in H:

Das Wiki-Thema hatte mich schon länger interessiert. So gesehen war es eigentlich ein Glück, dass erstens ein Projektstudium zu diesem Thema angeboten wurde und zweitens diese Termine auch mit meinen Job vereinbar waren. Die Lehrveranstaltungsreferate die von den Studenten auszuarbeiten waren, gaben einen guten Überblick über Technik und Einsatzmöglichkeiten von Wikis. Im Kurs wird ein Projektvorschlag (das Thema des Projekts kommt von den Studenten selbst) durchdiskutiert und das Projektthema für die einzelnen Gruppen festgelegt. Offen gesagt, war ich anfangs sehr skeptisch, dass das Projekt bis Semesterende auch tatsächlich zu Ende gebracht werden kann. Freilich spielt es hier eine Rolle, dass auch die einzelnen Gruppenmitglieder engagiert mitarbeiten. In unserem Team war dies der Fall. So war es auch möglich knifflige Themen, die im Zuge des Projektes auftreten zu lösen. Eigentlich hat es genau das auch sehr interessant gemacht. Der LVA-Leiter begleitet das Projekt kritisch, lässt aber meistens den Studenten die Art der Umsetzung völlig offen. Ich denke, dass ich einiges von der Lehrveranstaltung mitnehmen konnte und bin froh mich für dieses PROST entschieden zu haben. Der Aufwand der LVA ist nicht gering aber mit etwa 100h entsprechend. Ich kann diese Lehrveranstaltung auf jeden Fall weiterempfehlen.

Teilnehmer/in I:

War ich anfangs etwas skeptisch bezüglich der Inhalte des Projektstudiums, wo wurde innerhalb weniger Einheiten dieses Gefühl von starkem Interesse abgelöst. Sowohl die theoretische Aufarbeitung von Wikis als Wissensmanagementsystem, als auch in weiterer Folge die Umsetzung jener Themen in einem praxisbezogenen Projekt eröffneten durchaus interessante Perspektiven auf die Thematik von Wikis als KM-System. Vor allem die autonome Projektarbeit in der Kleingruppe ermöglichte innovatives, kreatives dennoch produktives Arbeiten. Als Fazit kann ich definitiv eine Empfehlung zur Wahl dieses PROST aussprechen. Neben dem Erwerb von umfangreichem Wissen zum Thema Wikis, konnte ich meine Skills im Bereich Projektmanagement ebenso erweitern. Programmierkenntnisse waren keine erforderlich. Der Stundenaufwand von mehr als 100 Stunden war zwar im Vergleich zu anderen PROST höher, war aber absolut in Ordnung.

Teilnehmer/in J:

Zu Beginn dieses PROST war ich Wiki gegenüber sehr skeptisch bzw. war eigentlich immer ein Gegner vom „Wiki-Boom“. Über das PROST hinweg bin ich dahingehend eigentlich bestätigt worden. Ein Wiki hat durchaus seine Vorteile, aber die „Eier-legende-Woll-Milch-Sau“, wie oft propagiert, ist es nun mal nicht. Um wirklich eine optimale Usability zu erreichen ist trotzdem ein sehr hoher Aufwand nötig, wie man beim eigenen Projekt teilweise sehen konnte. Was mich positiv in diesem PROST überrascht hat, war die offene Diskussion bzw. generell die offene und gute Atmosphäre in diesem PROST. Weniger gefallen haben mir der Aufbau des PROSTs und vor allem die Referate bzw. Referats-Themen. Meiner Meinung haben diese sehr viel Zeit in Anspruch genommen, und haben zum Verständnis über Wiki sehr wenig beigetragen. Ich persönlich hätte mir eher Referats-Themen bzgl. Projektleitung oder eben Themen die besonders auf die Möglichkeiten von Wikis eingehen (…also eventuell mehr Wiki-Engines vorstellen, und auf diese näher eingehen) gewünscht. So haben die sehr aufwändigen Referats/Seminar-Arbeiten sehr viel Zeit in Anspruch genommen, aber im Prinzip für den Ablauf des Projekts später keinen Beitrag leisten können. Ich hätte mir gewünscht, anstatt der Referate mehr Energie in das Projekt stecken zu können, bzw. Referate abzuhalten, die direkt mit Projekt in Verbindung stehen (also Optimaler Entscheid bezüglich Wiki-Engine, Projekt-Management, etc.)

Teilnehmer/in K

Ich habe mich sicher wegen des Themas der LVA für das Prost angemeldet. Da ich sehr wenig über Wikis wusste, bot das Prost die Möglichkeit mein Wissen zu diesem Thema zu erweitern. Im Nachhinein hat sich die Wahl als gut herausgestellt, wenngleich ich in den ersten Wochen nicht wirklich wusste, was von uns erwartet wird. Hier würde ich mir mehr Input von Seiten des LVA-Leiters wünschen. Die Referate zu Beginn der LVA waren sicher gut um einen Einblick in die Thematik des Wissensmanagement zu bekommen, sie haben aber auch viel Zeit gekostet, die man besser für die eigentlichen Projekte nutzen hätte können. Was ich gut fand war, dass wir bei den Projekten relativ freie Hand hatten. Dies erforderte ein gutes Projektmanagement, was, denke ich, allen relativ gut gelungen ist. Die Ergebnisse aller Gruppen waren äußerst interessant, wenn man bedenkt, dass sich die Mehrheit zuvor nie mit Wikis beschäftigt hatte. Ich würde die Lehrveranstaltung auf jeden Fall weiterempfehlen.

Die Zilner Trote und andere Web-Geschöpfe (SS 2007)

Teilnehmer/in A:

Meine Wahl fiel deshalb auf diese Variante des Projektstudiums, weil ich mir davon einen für die spätere, berufliche Praxis weiteren Horizont erwartet hatte. Meiner Ansicht nach, kann es nie schaden, mehr als „nur“ Standardfächer einer Studienrichtung zu absolvieren, um damit auch vertiefende Einblicke in spezielle Nischen eines Faches zu bekommen. Ich empfand die anfangs der LVA gehaltenen Impulsreferate als Zweck erfüllend, weil damit auch den Kollegen mit weniger Vorwissen die Möglichkeit geboten wurde, einen kompakten, aber dennoch nicht zu oberflächlichen Einstieg in die Materie zu gewährleisten. Außerdem möchte ich als einen besonderen Pluspunkt dieser LVA die rechtlichen Ergänzungen von Hr. Schiffer hervorheben, die aus seiner Tätigkeit als Gerichtsgutachter mit einflossen. Wann sonst, außer beim Jus-Studium hätte ich bei meiner Studienrichtung Einblicke in das Wesen einer Gutachtertätigkeit bekommen. Der formale Aufbau eines Gutachtens und die Mächtigkeit von Sprache können den Teilnehmern dieser LVA nicht mehr unbekannt sein. Die weitere Vorgehensweise des PROST, sich ein Projekt selbst an Land zu ziehen (möglichst praxisnahe), wäre bei einer anderen personellen Besetzung der Mitstudierenden sicher um einiges schwieriger gewesen. Zum Glück fanden sich unter den 6 Mitstudierenden schon 2 erfahrene im Bereich der Websitegestaltung und Suchmaschinenoptimierung, so dass in meinem Fall mein Teamkollege durch das ständige Entwickeln neuer Webauftritte keine Schwierigkeiten hatte, ein für das PROST geeignetes Projekt mit dem Kunden anzubahnen. Als lästig empfand ich die ständigen Eintragungen in einen eigenen Blog bzw. in eine Zeittabelle. Ich sehe jedoch ein, dass nur dadurch die Einschätzung der Zeitaufwände möglich wird und dies deshalb bei Projekten in anderen Organisationen auch so gehandhabt wird. Das mit meinem Teamkollegen und dem Kunden gestartete Projekt hatte jedoch einige Anlaufschwierigkeiten, da auch ein „Web-Designer“ mit der graphischen Gestaltung der zukünftigen Website beauftragt wurde und somit einige Wochen vergingen, in denen wir zwar Meetings abhielten, jedoch kein Fortschritt hinsichtlich der Implementierung zu bewerkstelligen war. Als es jedoch an die Implementierung konzentriert herangegangen werden sollte, stockte der Projektverlauf abermals, da noch vom Kunden zu liefernder Inhalt fehlte. Abschließend muss ich sagen, dass die Vorgehensweise dieses PROST lobenswert ausfiel, da uns Hr. Schiffer sehr viele Freiheiten in Bezug auf die Projektwahl und auch die terminliche Abfolge gewährte, außerdem bei den zahlreichen Zwischenstandsberichten immer ratvoll zur Seite stand und somit eine konstruktive Atmosphäre schuf.

Teilnehmer/in B:

Ich bin auf dieses PROST bei der Anmeldung zwar zufällig gestoßen, jedoch war mein Enthusiasmus dafür bei Betrachtung des Themas „Website-Gestaltung und Suchmaschinenoptimierung in der Praxis“ von Anfang an groß, denn sowohl in der Freizeit als auch beruflich beschäftige ich mich damit seit langer Zeit – insbesondere mit Suchmaschinenoptimierung. Im Projektstudium wurden die drei Themen Accessibility, Usability, Standardkonformität und Suchmaschinenoptimierung behandelt, wobei mein primäres Interesse der Suchmaschinenoptimierung galt. Am Beginn standen die Impulsreferate im Mittelpunkt, bei denen jede Gruppe eines der Themen präsentierte. Die Referate waren genau der richtige Einstieg in das PROST, da dadurch jeder einen informationsreichen Einblick in alle Themen erhalten konnte. Jede Gruppe konnte selbst ein Thema bzw. Projekt wählen, dass sie in weiterer Folge unter den Gesichtspunkten von Accessibility, Usability, Standardkonformität und Suchmaschinenoptimierung zu bearbeiten hatte. Unsere Gruppe entschied sich für den Relaunch von ampullen.tk, eine Website eines Kollegen, was uns auf Grund des großen Spielraums, der uns vom LVA-Leiter gewährt wurde, sehr leicht viel. Ein weiterer Meilenstein in der LVA war die Beurteilung von drei Websites im Rahmen eines Gutachtens – mit Berücksichtigung der Kriterien der Themen. Für Abwechslung und Spannung sorgte das praktische Beispiel im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung, die „Zilner Trote“. Eine genauere Erklärung des Modus wäre zwar wünschenswert gewesen, jedoch war es ein sehr gelungener Versuch und eine willkommene Abwechslung Im Nachhinein kann ich sagen, dass meine Erwartungen im Projektstudium voll erfüllt wurden und die LVA zu den Kursen gehörte, die sich im positiven Sinn von anderen Lehrveranstaltungen abheben konnte. Der Aufwand war nicht zu groß und den Anforderungen eines PROST durchaus angemessen. Erwähnen möchte ich auch noch das ausgesprochen kollegiale und entspannte Klima in der Lehrveranstaltung, das einerseits auf die geringe Teilnehmerzahl (6 Personen) zurückzuführen ist und andererseits auf die interessanten Anekdoten aus der Praxis von Herrn Dr. Schiffer. Die Erfahrungen im PROST haben mich auch dazu bewogen in Erwägung zu ziehen, meine Diplomarbeit bei Herrn Dr. Schiffer zum Thema Suchmaschinenoptimierung zu schreiben.

Teilnehmer/in C:

Da ich mit einem eigenen Webauftritt im Sommer 2007 das Internet erobern wollte, hat dieses PROST mein Interesse geweckt. Ich hatte von Suchmaschinenoptimierung keine Ahnung und hoffte mir von dieser LVA das notwendige Know-How anzueignen. Gleich vorweg möchte ich sagen, dass ich im Kurs viel gelernt habe. Der Kursaufwand war jedoch viel Größer, als ich angenommen habe. Zu Beginn der LVA wurden Impulsreferate von den Kursteilnehmern durchgeführt, damit alle auf dem gleichen Wissensniveau sind. Die bearbeiteten Themen waren für mich größtenteils neu und ich hatte sehr wenig Hintergrundwissen. Diese Tatsache führte dann gleich zu Schwierigkeiten und ich musste mein Referat sogar zwei Mal machen. Herr Schiffer ließ die Gruppen recht selbständig arbeiten. Für mich eine ganz neue Erfahrung war die Tatsache, dass die Studierenden bereits während der Referate und Präsentationen auf die Lücken und Fehler in ihrer Arbeit hingewiesen wurden. Das kann Manchen störend wirken, ich finde aber, dass man auf diese Art und Weise lernen kann, mit der erhaltenen Kritik umzugehen und seinen Standpunkt sachlich zu vertreten. Nach den Impulsreferaten erfolgte eine Einteilung der Gruppen nach Themen/Projekten, die während des Semesters im PROST von den Studierenden durchgeführt werden sollten. Obwohl die Arbeit sinnvoll eingeteilt wurde (eine sinnvolle Kombination und Synergie zwischen den Projekten kam auf jeden Fall zustande), war der zeitliche Aufwand in meiner Gruppe im Vergleich zu anderen doch viel größer. Im letzten Semester hatte ich das Gefühl, nur für PROST etwas zu tun, weil die Bewältigung der Aufgaben sehr zeitrauben gewesen ist. Als störend habe ich die Tatsache empfunden, dass die Vorgehensweise meiner Gruppe fast nie gepasst hat. Wir mussten sehr viel Zeit in die Ausarbeitung verschiedenster Dokumente investieren und am Ende – während der Präsentation – erfahren wir, dass nichts stimmt und wir es nochmal machen müssen, aber eben anders. Wir mussten daher immer wieder unsere Arbeitsvorgehensweise ändern und das nahm sehr viel Zeit in Anspruch. Der LVA-Leiter war aber durchaus fair als uns klar wurde, dass das Projekt in jenem Umfang der geplant war, nicht fertiggestellt werden kann. Der Arbeitsaufwand wurde etwas gekürzt. Somit konnten wir unsere Arbeiten doch noch fertigstellen. Alle Aufgaben und Arbeitsfortschritte mussten in dafür vorgesehenen Formularen dokumentiert werden. Wie bereits erwähnt, waren die Formulare meiner Gruppe doch um einige Zeilen länger, als bei den anderen Gruppen da der Arbeitsaufwand einfach viel größer war. Alles in allem war es ein erfolgreiches PROST, weil ich viel aus dem Kurs mitnehmen konnte. Die Projekte waren sehr interessant. Wünschenswert wäre eine bessere Aufwandseinschätzung gewesen, die jedoch fast immer bei Projekten schwierig ist.

Teilnehmer/in D:

Für mich fiel die Wahl deshalb auf dieses PROST, weil mich das Thema Webentwicklung aus persönlichen Gründen interessiert. Da auf der Universität recht wenig Sinnvolles in diesem Bereich angeboten wird, wollte ich unbedingt in diese LVA. Die strukturierte Herangehensweise an das Thema mit der Aufspaltung in die Themen Accessibility, Usability, Standardkonformität und Suchmaschinen-optimierung erschien mir gerade in der heutigen Landschaft der Webentwicklung sehr sinnvoll. Der Aufbau der Lehrveranstaltung was sehr strukturiert und durchdacht. Zu Beginn wurden Impulsreferate von den Kursteilnehmern gegeben, die alle auf den gleichen Wissensstand und auf die gleichen Begrifflichkeiten bringen sollten. Dabei ließ Herr Schiffer die Gruppen recht autonom arbeiten. Dies verursachte zwar bei manchen Themen Schwierigkeiten, führte sogar dazu, dass ein Referat erneut gestaltet und wiederholt werden musste (ohne aber „böse Kommentare“ zu ernten; vielmehr war die Wiederholung eine Folge konstruktiver Kritik), war aber für das Vorgehen in einem PROST sehr geeignet. Nach Abschluss der Impulsreferate wurden dann Themen gesucht, die in Projektform bearbeitet werden sollten. Hierbei gelang es, eine sehr sinnvolle Kombination und Synergie zwischen den Projekten zu etablieren. Zwischenergebnisse der Projekte wurden immer wieder präsentiert und die Vorgehensweise der Projektteams auf vernünftige und zielgerichtete Art und Weise dokumentiert. Der zeitliche Aufwand, der für die Projekte getätigt werden musste, war von Projekt zu Projekt doch recht unterschiedlich. Hier wäre eine exaktere Einschätzung des Arbeitsaufwandes gut gewesen. Jedoch war diese vor Beginn der Projekte recht schwer. Herr Schiffer ging aber bei seinen Anforderungen an die Projekte, die den Zeitrahmen sprengen würden, auf die Studenten zu, was ich als recht fair empfunden habe. Die Tätigkeiten, die die Projektmitarbeiter durchführten, mussten in Zeittabellen und Blogs beschrieben und dokumentiert werden. Durch diese Dokumentation war es Herrn Schiffer und den Teilnehmern am PROST ständig möglich, den zeitlichen Aufwand einzuschätzen. Alles in allem kann ich von meiner Warte aus die LVA als eine recht gute und wertvolle für mich verbuchen. Die methodisch didaktische Herangehensweise war einem PROST entsprechend, der Aufwand hielt sich in einem vernünftigen Rahmen und die behandelten Projekte waren sehr interessant und für mich auch persönlich wertvoll.

Teilnehmer/in E:

Der Grund für die Absolvierung dieser Lehrveranstaltung war, dass das Erstellen von Homepages heut zu tage von fast jedem durchgeführt werden kann, zumal es eine Reihe von unterstützenden Tools gibt. Für diese Websites ein gutes Ranking zu erzielen, bzw. bestehende besser zu platzieren, wird nur sehr selten erwähnt. Leider wurde diese Erwartung nicht ganz erfüllt, da ich davon ausging, dass anhand einer bestehenden Website die Methoden und Tools gelehrt und gelernt werden. Die Impulsreferate am Anfang der Lehrveranstaltung haben einen guten Überblick über die Materie gegeben, zumal wir das Glück hatten, dass Kollegen aus der Praxis die Lehrveranstaltung mit uns besuchten und wir so im Laufe der LVA immer wieder Tipps aus der Praxis erhalten haben. Bei der Bearbeitung der Themen waren nicht alle Gruppen gleich ausgelastet, zumal meine Gruppe von den beiden anderen abhängig war. Die Führung der Zeitkonten zeigt den Studenten, wie viel Zeit sie bereits in ihre Arbeit investiert haben, allerdings wurde meiner Meinung nach zu penibel darauf geachtet. Die Zeitkonten sollten rein dem Studierenden dazu dienen, den bereits investierten Zeitaufwand zu wissen, bzw. mit dem anderer Gruppen zu vergleichen. Die Präsentationen wurden immer kritisch betrachtet. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich gleich während der Präsentation, falls notwendig „verteidigen“ kann, zieht aber andererseits die Präsentationen (unnötig) in die Länge. Alles in allem muss ich sagen, dass es sicher die zeitaufwendigste LVA war, ich allerdings auch sehr viel daraus mitgenommen habe.

 

Teilnehmer/in F:

Ich entschied mich für das PROST Webentwicklung / Suchmaschinenoptimierung deshalb, weil ich mich bereits seit längerer Zeit mit diesem Thema beruflich befasse und mir dadurch eine weitere Vertiefung des Knowhows erwartete. Und um es gleich vorweg zu nehmen: diese ist auch eingetreten. Die Impulsreferate am Beginn der LVA erwiesen sich als zweckmäßig, weil dadurch alle Teilnehmer denselben Wissensstand erlangten was das Verständnis für das eigene Projekt, aber auch für die präsentierten und diskutierten Ergebnisse der Kollegen erhöhte. Positiv ist auch zu erwähnen, dass jede Gruppe selbst ein Projekt vorschlagen konnte, was meiner Meinung nach den persönlichen Bezug zum Projekt merklich erhöht und damit auch die Motivation steigert. Für mich selbst war es dadurch beispielsweise möglich, ein Webprojekt aus meinem beruflichen Umfeld im Rahmen des PROSTs durchzuführen, was ich als sehr positiven Praxisbezug, den ich ansonsten leider oftmals auf der Uni vermisse, schätze. Probleme, die sich durch ein Projekt aus dem realen Leben ergeben (Verzögerungen beim Auftraggeber, verzögerte Abnahme von Projektabschnitten,...) wirkten sich natürlich etwas störend auf die Umsetzung im Rahmen der LVA aus (die LVA endet ja Ende Juni), durch Absprache mit Hrn. Dr. Schiffer und den Kollegen konnten aber auch hier Lösungen für einen sinnvollen Projektabschluss im Rahmen des PROSTs gefunden werden. Hatte eine Gruppe selbst kein Thema parat, dann wurde vom LVA-Leiter ein Projektthema vorgeschlagen, was bei einer Gruppe aber durch den etwas zu groß gesteckten Rahmen des Projekts zu einem erheblichen Mehraufwand an Arbeit führte. Womit wir auch schon beim Zeitaufwand für das PROST wären, der sich meiner Meinung nach in einem erträglichen Rahmen bewegt, obgleich es sicherlich PROSTs gibt, für die man weniger Zeit aufbringen muss. Die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe und auch mit Hrn. Dr. Schiffer war von einem kollegialen Verhältnis geprägt und hatte eher den Charakter eines Workshops als einer typischen LVA. Auch die Erzählungen von Hrn. Dr. Schiffer aus seiner Praxis als gerichtlicher Sachverständiger fand ich sehr interessant und trugen zur lockeren Arbeitsatmosphäre bei. Die in früheren Bewertungen teilweise bemängelte, übertriebene Genauigkeit von Hrn. Dr. Schiffer war zwar zu spüren, empfand ich aber nicht als störend. Vielmehr trug sie bei, eigene Angaben oder Präsentationen immer wieder kritisch zu hinterfragen und den Blick auf wichtige Details nicht zu vernachlässigen, um damit ein perfektes Ganzes zu schaffen. Das Führen eines Zeitprotokolls und eines Blogs, in dem laufend alle Tätigkeiten kurz eingetragen und beschrieben wurden, wurde zwar manchmal als etwas störend empfunden, half aber, den laufenden Projektfortschritt zu dokumentieren und den Zeitaufwand abzuschätzen. Außerdem werden ja auch Projekte in größeren Organisationen so gehandhabt, um Zeit- und Arbeitsaufwand für zukünftige Projekte besser abschätzen zu können, somit kann auch dieser Praxisbezug als positiv bewertet werden. Abschließend kann ich sagen, dass ich in dem PROST einiges sowohl inhaltlich als auch für die Abwicklung eines Projektes gelernt habe, was ich auch im Beruf umsetzen und nutzen kann.

 

 

MediaWiki & Co im Praxiseinsatz (WS 2006)

Teilnehmer/in A:

Ausschlaggebend für den Besuch dieser Lehrveranstaltung war in erster Linie die für mich günstige terminliche Lage. Zweitrangig war für mich das Thema, wenngleich dies nicht Desinteresse an Wikis begründen soll. Für mich war die Wiki-Technologie neu und deshalb im Laufe der Lehrveranstaltung immer interessanter. Ich hörte anfangs viele Stimmen (abseits der LVA) die Wikis als Allheilmittel für viele Probleme in Unternehmen sahen, jedoch konnte ich deren Meinungen nie teilen, was in der LVA zu guter Letzt auch bestätigt wurde. Der Lehrveranstaltungsablauf war einerseits klar durchorganisiert, jedoch in manchen Punkten war unklar, was seitens der LVA-Leitung gefordert wird. Dies vor allem bei den Referaten, die aber in Summe sehr interessant waren und einen Einblick in diverse Gebiete stattete. Die Präsentationen wurden stets sehr kritisch durchleuchtet, was der Qualität insgesamt zu Gute kam, jedoch wurde auch viel Zeit um Kleinigkeiten vergeudet. Insgesamt war die LVA aber durchaus interessant und erweiterte meinen Horizont sowohl fachlich im Bereich von Wikis und sozial im Bereich der eigenständigen Gruppenarbeit und Organisation.

Teilnehmer/in B:

Pro: Interessante Thematik, sehr aktuell • Horizont zu Teamwork-Plattformen durch Impulsreferate sehr erweitert • Qualifizierte Kritik Contra: Nicht alle Gruppen gleich ausgelastet (eventuell beim nächsten Mal das Wiki vom Institut aufsetzen lassen und alle 3 Gruppen Themen ausarbeiten lassen) • Anforderungen der LVA-Leitung manchmal unklar

Teilnehmer/in C:

Vorweg: Ich würde dieses PROST jederzeit weiterempfehlen, da der Arbeitsumfang nicht übertrieben, und das Thema sehr interessant ist. Doch es gibt auch (hoffentlich konstruktive) Kritik: Den administrative Overhead (Blog, Zeitkonto) empfand ich lange Zeit als „nervig“. Weiters waren die „Ziele“ des Projekts nicht von Anfang an klar gesetzt. Die Begriffe „Konzeptionierung“ und „prototypische Realisierung“ lassen hier scheinbar zu viel Interpretationsspielraum! Die Vorgabe „Wikis als Teamworkplattformen“ um die es in der Konzeptionierung gehen sollte ist schwammig – gewisse Anregungen zur Themenfindung wären wünschenswert. Trotzdem würde ich sagen dass es eine sehr gelungene LVA mit interessanten Inhalten ist.

Teilnehmer/in D:

gut: - Wikis an Sich sehr interessant. - aktuelles Thema weniger gut bis schlecht: - sehr viel Zeit für Eingabe von (Test-)daten aufgewendet worden -> Implementierung bzw. technische Aspekte wären interessanter - sehr oft wird auf Kleinigkeiten herum geritten, die oft nicht so wichtig sind (meiner Ansicht nach). - eventuell hätte zum besseren Vergleich auch eine Gruppe ein ähnliches Projekt mit anderer Software machen sollen. Zb MS Portal Server oder andere Alternativen ... wäre interessant zu sehen was es sonst noch so gibt auf dem Sektor

Teilnehmer/in E:

Das Projektstudium zum Thema „MediaWiki und Co“ war im Grunde eine brauchbare Erfahrung. Zum einen konnte ich interessante Einblicke in die Architektur und den Aufbau von MediaWiki gewinnen und zum anderen war es ganz unterhaltsam diverse Experimente mit Extensions und dem MediaWiki an sich durchzuführen. Weiters möchte ich anmerken, dass ich mir mehr bzw. bessere Unterstützung von seitens des LVA-Leiters erwartet hätte, da dieser vermeintlich mehr Erfahrung im Umgang mit MediaWikis haben sollte, aufgrund vergangener LVAs und beruflichen Aktivitäten. Dem war leider nicht so. Dadurch konnte meiner Meinung nach die LVA-Zeit nicht effektiv und effizient genug genutzt werden, da immer wieder auf unnötige Details eingegangen werden musste. Grundsätzlich bin ich jedoch mit dem Ergebnis unseres Projekts und den eigenen gewonnen Erfahrungen, sowohl im fachlichen, als auch im menschlichen, zufrieden.

Teilnehmer/in F:

Die individuelle Terminvereinbarung zu Beginn der LVA war sehr gut, wodurch die Teilnahme bspw. auch für Berufstätige erleichtert wurde. Es wurde bei den Präsentationen viel auf Details geachtet, was öfters den zeitlichen Rahmen zu stark strapazierte. Die Atmosphäre während den Kursterminen war sehr angenehm und freundschaftlich, wodurch das Arbeiten erleichtert wurde. Der Einstieg in das Projektstudium wirkte etwas unorganisiert. Es hat eine Zeit gedauert bis mir klar wurde, was unsere konkrete Aufgabe ist. Die Aufzeichnungen (Zeitkonto, Blog) waren eine gute Übung und wurden trotzdem nicht überbewertet. Das ist positiv, da man so nicht verleitet wurde diese unter Umständen zu verfälschen.

Teilnehmer/in G:

Pro: Großer Erfahrungsgewinn mit der Erstellung und der Bearbeitung von Wikis • Entspannte Atmosphäre während der Kursstunde • Wöchentliches Feedback zum Wiki immer sehr produktiv • Kennenlernen der Thematik durch Impulsreferate war sehr zielführend • Sehr interessante Thematik, auch in Hinblick auf zukünftige Projekte • Individuelle Terminvereinbarung am Anfang des Semesters war eine sehr gute Idee • Die Führung eines Zeitkontos und eines Blogs im Rahmen des Projekts war eine gute Erfahrung Contra: Arbeitsaufwand nicht bei allen Gruppen gleich (Wiki vielleicht vom Institut aufsetzen lassen, damit alle Gruppen ein Wiki realisieren können) • Vielleicht mehr Einzeltermine mit den Gruppen ausmachen, da das Ansehen der Wikis der anderen oft etwas langatmig war

Teilnehmer/in H:

Die Thematik war äußerst interessant, weil meiner Ansicht nach WIKIS in Zukunft noch viel intensiver eingesetzt werden. -Die Einstiegsreferate waren äußerst hilfreich, um einen Überblick über das Thema zu bekommen - teilweise wurden die Präsentationen zu genau besprochen (auf Kleinigkeiten wurde herumgeritten). Ich bin der Ansicht, dass terminliche Absprachen, wann welche Gruppe zur LVA kommt besser. Ich fand es nicht so interessant, was die anderen Gruppen im Detail machen. Dies wird sowieso bei der Abschlusspräsentation eingängigst erläutert. Insgesamt gesehen war die LVA eine Bereicherung an Erfahrung und Wissen.

Teilnehmer/in I:

Die LVA war insofern interessant, dass wir einen Einblick ins Thema Wikis bekommen haben und vor allem die Grenzen im Einsatz aufgezeigt bekommen haben. - Teilweise zu unklare Anforderungen - Bei den Besprechungen im Kurs wurde zu viel Energie auf einzelne Details und nicht auf das darüber stehende Konzept bzw. die Zusammenhänge geachtet.

Teilnehmer/in J:

Die detaillierte Beschreibung der LVA auf der Homepage war eine große Hilfe, um sich vorweg über das Prost zu informieren. Leider stimmten die Information der Homepage nicht ganz mit dem tatsächlichen Ablauf des Prost zusammen, wodurch die genaue Zielsetzung etwas unklar war. - Das Thema "MediaWiki&Co." war sehr interessant, vor allem deswegen weil Wissensmanagement immer mehr an Bedeutung gewinnt. - Die Impulsreferate zu Beginn des Semesters waren eine gute Vorbereitung für das später zu realisierende Projekt, da begriffliche Unklarheiten geklärt werden konnten. Jedoch wurde dabei auf zu viele Details geachtet, wodurch sehr viel Zeit mit den Referaten verbraucht wurde und mit dem eigentlichen Projekt erst sehr spät begonnen werden konnte. - Das Feedback vom LVA-Leiter war immer sehr ehrlich und produktiv und ermöglichte es der Gruppe schon vorweg Fehler zu erkennen und diese sofort zu korrigieren. - Eventuell wäre es sinnvoll gewesen, mit den Gruppen auch individuelle Termine zu vereinbaren, da doch immer sehr genau auf alles eingegangen wurde. - Das Führen von Blog & Zeitkonto war zwar eine interessante Erfahrung, kostete aber auch viel Zeit, die ev. besser genutzt werden könnte. - Das Projektstudiums gab einen sehr guten Einblick in die Thematik von Wikis allgemein und man konnte praktische Erfahrung im Umgang mit MediaWiki sammeln. Dies ist sowohl privat als auch beruflich ein großer Erfahrungsgewinn, da ich glaube, dass Wikis zukünftig noch großes Potenzial haben werden. - Insgesamt war ich mit dem PROST sehr zufrieden und würde es weiterempfehlen.

Teilnehmer/in K:

Bevor ich mich für das PROST anmeldete wusste ich sehr wenig über Wikis. Deshalb fand ich dieses PROST durchaus interessant. Die LVA wurde attraktiv gestaltet und der Aufwand für unsere Arbeiten war angemessen. Die Impulsreferate haben mir einen Überblick über die Wikis gegeben. Ich habe einiges dazu gelernt wie man Wikis aufsetzt oder was für welche Funktionen es noch geben würde. Als negativen Punkt für mich muss ich die entbehrliche Genauigkeit seitens des LVA Leiters erwähnen. Im Großen und Ganzen war ich mit dem PROST zufrieden.

 

Wikipedia und Knowledge Management (SS 2006)

Teilnehmer/in A

Ich wollte an diesem PROST unbedingt teilnehmen, da ich den Titel „Wikipedia & Knowledge Management “ sehr interessant und ansprechend fand. Positiv herausheben möchte ich, dass bereits im Vorfeld Informationen zu dem PROST zur Verfügung gestellt wurden im Gegensatz zu den anderen LVAs. Die Referate am Beginn des PROST habe ich als sehr sinnvoll und wichtig empfunden da man einen generellen Überblick über Wikis bzw. wo sie eingesetzt werden könnten erhalten hat. Die Referate der Kollegen waren im Großen und Ganzen sehr interessant und lehrreich. Bezüglich des Lerneffektes hat dieses Prost meine Erwartung erfüllt. Ich habe im Projekt gelernt Wikis aufzusetzen und viel über die Wiki Syntax gelernt. Ein weiterer interessanter Punkt waren semantische Wikis leider konnten wir uns in der LVA nicht mehr allzu viel damit beschäftigen da dieses Thema erst am Ende aufgekommen ist. Zu den Zeitkonten kann ich nur sagen, dass diese am Anfang lästig waren aber am Ende des PROST sehr hilfreich waren. Man konnte gut sehen wo man viel Zeit verbraucht hat. Fazit: Das Prost hat meine Erwartungen erfüllt. Der administrative Aufwand hat sich in Grenzen gehalten. Die Zusammenarbeit in der Gruppe war wirklich gut und ich konnte einige wertvolle Erfahrungen in Bezug auf Wikis sammeln.

Teilnehmer/in B

Positiv: Mir hat der Prost sehr gut gefallen. Die Referate haben vorab einen guten Überblick gebracht.

Negativer Punkt: Da ich nicht von Anfang wusste, wann die Termine sind bzw. wusste ich auch nicht, dass die Termine jede Woche stattfinden, hätte ich mich eigentlich zu diesem Zeitpunkt zu einer anderen LVA angemeldet. Bitte die Termine bereits im Vorhinein bekannt geben! Weiterführende Prosts: Semantic Wiki ist sicher ein sehr interessanter Punkt. Dies müsste man dann mit RDF und Topic Maps in Verbindung bringen.

Teilnehmer/in C

Das Thema klang in der Beschreibung des Prost sehr interessant. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Beschreibung informativer war, als die der anderen angebotenen LVAs. Ein sehr positiver Effekt dieses Prosts war, dass sich kein Teilnehmer vor seiner Arbeit drücken und einfach mit seiner Gruppe mitschwimmen konnte, da durch den Einsatz des Prost Wikis mit der erforderlichen Anmeldung eigentlich jeder Arbeitsschritt im zweiten Teil des Prost "kontrolliert" werden könnte. (Zeitkonten sind zwar gut und sinnvoll, aber wie sagt man so schön: "Excel-sheets sind geduldig." - oder so.) Im Gegensatz zu anderen LVAs mit Praktikums-Charakter hatte ich hier den Eindruck, dass wirklich alle Beteiligten der Projektgruppe angehören. Das beinhaltet auch den LVA-Leiter, der nicht, wie anderswo üblich, als reiner Überwacher über den anderen thront. Dadurch lässt sich wirklich gut zusammenarbeiten.

Teilnehmer/in D

Auch ich möchte die ausführliche LVA Beschreibung, die bereits vor Beginn zur Verfügung stand, hervorheben. Nicht zuletzt deshalb habe ich mir für dieses PROST angemeldet und entschieden. Das Thema war sehr interessant, vor allem deshalb weil Wikis zur Zeit in vielen Bereichen eingesetzt werden und das somit erlernte Wissen konnte ich gleich in mehreren anderen LVAs aber auch beruflich sofort umsetzen. Positiv fand ich auch die Offenheit des LVA-Leiters bezüglich des Themas und der Chance auch Projekte anzugehen, die nicht vorgegeben wurden.

Das Ergebnis des Prosts ist nicht nur mehr Wissen und Praxis im Umgang mit Wikis erworben zu haben, sondern die Projekte von zwei Gruppen werden sogar von Firmen verwendet beziehungsweise benutzt und weiterentwickelt. Als Student ist es immer motivierend an etwas mitarbeiten zu können, dass danach nicht in einem Ordner verschwindet, sondern tatsächlich eingesetzt wird.

Teilnehmer/in E

Die detaillierte Lehrveranstaltungsbeschreibung auf der Institutshomepage war für die Anmeldung zu diesem PROST tatsächlich sehr hilfreich, der Inhalt hat dann auch der Beschreibung entsprochen. Besonders positiv fiel mir auf, dass der Arbeitsaufwand für das 6-stündige PROST nicht aus dem Ruder geraten ist, im Gegensatz zu manchen Praktikas ;-) Außerdem hat die Zweiteilung in Referat und Projekt die Aufwände über das Semester gleichmäßig verteilt. Durch vielfältige Aufgaben war das PROST immer interessant und abwechslungsreich. Als Verbesserungsvorschläge möchte ich zum einen anmerken, dass ich eine LIQUIS-Evaluierung dann doch etwas seriöser finde. Zum anderen hat der FTP-Upload für die Referate-Literatur nicht einwandfrei funktioniert, das sollte man sich noch einmal anschauen. Alles in allem war für mich die Wahl dieses PROSTs die richtige Entscheidung.

Teilnehmer/in F

Ich fand das Prost im Großen und Ganzen recht gut. Das Thema "Wikipedia" oder Wikis allgemein war für mich der ausschlaggebende Grund weshalb ich mich für dieses Prost entschieden habe, da ich vorher noch nichts (außer der Wikipedia an sich :-)) damit zu tun gehabt habe. Das Prost wurde jedenfalls interessant gestaltet (mit den Referaten und den Projekten) und ich konnte einiges aus dieser LVA an neues Wissen (über Wikis und über wissenschaftliches bzw. genaues Arbeiten) mitnehmen. Der Arbeitsaufwand hat sich auch in Grenzen gehalten, wobei ich hier der Ansicht bin, dass dieser nicht bei allen Gruppen gleich war. Das Thema "Semantic Wiki" ist sicherlich ein guter Kandidat für ein zukünftiges Prost. Man könnte z.B. ganz im Sinne eines Wikis mal eine gute Zusammenfassung mit allen Möglichkeiten etc. erstellen und dann Online stellen. Dies würde den Studenten als auch der Wikigemeinde was bringen und vielleicht auch die Verbreitung des "Semantic Wiki" fördern.

Teilnehmer/in G

Ich habe mich für dieses PROST entschieden, weil ich Wikipedia oft im Einsatz habe und ich ein wenig hinter die Fassade blicken wollte… und dies ist im Zuge dieses PROSTs sehr gut gelungen - mir wurden die Anwendungsgebiete und Potentiale von Wikis bewusst und ich bin wirklich vom „Wiki-Prinzip“ beeindruckt. Auch der Aufbau dieser LVA war gut durchdacht. Die Arbeitslast war gut auf das ganze Semester verteilt und deshalb wurde es nie wirklich stressig.

Teilnehmer/in H

Ich habe mich für dieses PROST entschieden, weil mich die sehr ausführliche Lehrveranstaltungsbeschreibung beim Lesen neugierig gemacht hat. Das Prinzip Wiki war mir bis dahin nur von Wikipedia bekannt, und den Einsatz eines solchen Systems im Wissensmanagement konnte ich mir Anfangs nicht wirklich vorstellen. Durch die vielen Referate und Zwischenberichte der einzelnen Gruppen war man immer darüber informiert, was die anderen gerade machen, und konnte auch aus ihren Ergebnissen noch einiges lernen. Der Arbeitsaufwand war für eine 6-stündige LVA angemessen, obwohl er meiner Meinung nach nicht bei allen Gruppen gleich war. (auch wenn die Zeitkonten das wohl behaupten) Nicht so gut gefallen hat mir, dass unsere Aufgabe zu Beginn noch völlig unklar war. Keiner wusste, was wirklich gefordert war und die nötigen Informationen wurden uns auch nur sehr spärlich und mit Verzögerung zur Verfügung gestellt. Im Großen und Ganzen war das PROST aber trotzdem eine sehr gute LVA bei der ich viel lernen konnte. Ich bin froh mich dafür entschieden zu haben. Thema für ein weiteres PROST wäre mit Sicherheit das Semantic Wiki, da sehr viel Potential in ihm steckt, und es vom Umfang her sicher ein eigenes PROST füllen könnte.

Teilnehmer/in I

Ich habe mich ursprünglich für dieses Prost entschieden weil ich unbedingt etwas über Wikis in Erfahrung bringen wollte. Da ich vor allem Wikipedia immer als Nachschlagewerk benutze bin ich froh, dass ich nun auch andere Varianten eines Wikis kennengelernt habe und nun einen besseren Überblick über dieses Thema habe. Aufgrund der ausführlichen Referate und Aufgabenstellungen konnte ich viel neues Wissen für mich gewinnen. Zum Kurs selbst fallen mir nur positive Aspekte zum Beispiel die gute und genaue Zeitplanung (wir wussten ständig was zu tun war) und die vorgebenden Referatsthemen welche sehr interessant und aussagekräftig waren. Zusammenfassend bin ich mit dem PROST sehr zufrieden gewesen!

Teilnehmer/in J

Den Ausschlag für den Besuch dieser Lehrveranstaltung gab sicherlich die Themenstellung. Angenehm an der Lehrveranstaltung war unter anderem, dass die Termine genau festgesetzt waren und das es hier auch keine Abweichungen gab. Zum Verlauf der Lehrveranstaltung und der Bearbeitung der Themen ist jedoch anzufügen, dass die Zieldefinition genauer sein könnte. Es ist zwar dadurch ein größerer Handlungsspielraum bei der Bearbeitung gegebenen, jedoch kann der Weg zur Zielerreichung etwas aufwendiger sein. In Bezug auf die Praxis wäre eine exakte Definierung der Ziele sehr willkommen, denn mehr Zeitaufwand ist auch immer mit einem erhöhten Kostenaufwand verbunden. Bei Forschungsprojekten ist dies oft nicht möglich bzw. kann mit den Kosten mehr jongliert werden. Der Themenbereich "Einsatz von Wikis" steckt in Bezug auf Praxistauglichkeit teilweise noch in den Kinderschuhen, daher ist eine Weiterbehandlung dieser Thematik für weitere Lehrveranstaltung sehr empfehlenswert.

Teilnehmer/in K

Die Entscheidung für diese LVA war für mich sicherlich die interessante Themenstellung. Zwar kannte Ich das Prinzip von WIKI schon im Vorhinein, jedoch war es sehr interessant zu wissen wie WIKIS aufgebaut sind bzw. wie sie funktionieren. Der Verlauf der LVA – zuerst einen Überblick verschaffen durch die Referate und dann in die Projekte überzugehen – hat sehr für den Erfolg der Projekte beigetragen. Die wöchentlichen Treffen war aber nicht immer notwendig, da man den Status der Arbeiten auch alle 3 Wochen überprüfen kann.

Teilnehmer/in L

Positiv: Gruppe hat gut zusammengearbeitet, guten Überblick über Wikis erhalten, Aufbau der LVA (zuerst Referate, dann Projekte) Negativ: Zeitkonten (meist nicht ehrlich, man muss viel Zeit aufwenden, sonst schaut es nicht gut aus, aber Zeit hat nichts mit Arbeit zu tun), Referate eher Einzelgespräch zwischen LVA Leiter und Referenten, zu sehr auf die Bedürfnisse des LVA Leiter ausgerichtet und nicht am Stoff für die Studenten

Teilnehmer/in M

Ich war vom Thema "Wikipedia" schon länger fasziniert und habe mich mit dem Gedanken getragen, ein Wiki in dem Unternehmen einzusetzen, in dem ich arbeite. Schon die Referate haben mir einen guten Überblick über das Thema Wikis gegeben und das Gelernte aus der praktischen Aufgabenstellung konnte ich direkt im Betrieb auch nutzen. Weiterführend wären sicher noch einige Spezialanwendungen von Wikis interessant.

 

Software Project Hosting (WS 2005)

Teilnehmer/in A

Ich beschäftige mich sie ca. 8 Jahren mit der Erstellung, der Wartung und des Betriebes von Websites auf Basis vom LAMPs (LinuxApacheMySqlPHP) im produktiven Einsatz und WAMPs (WindowsApacheMySqlPHP) in der Entwicklung, wobei sich meine Tätigkeit auf die Anwendungsentwicklung unter Berücksichtigung der Konfiguration des LAMPs beschränkte. Aus diesem Grund stellte das Praktikum eine ideale Möglichkeit zur Erweiterungen meines Wissens für die Entwicklung von Web-Applikationen dar. Eines unserer Probleme bei der Umsetzung des Portals war, dass sich das vom Provider zur Verfügung gestellte PgSQL-Modul für PHP nicht laden lies und somit nicht funktionierte. Ein funktionierendes PgSQL-Modul war aber Voraussetzung für GForge, welches wir ebenfalls einsetzten wollten. Ich nahm mich diesem Problem an, mit der Absicht, das PgSQL-Modul „schnell mal nach zu installieren“. Sehr bald brachte mich aber der vom Provider vorkonfigurierte (Web-) Server, und hier vor allem Plesk mit seinen auf 12 Files aufgeteilten Konfigurationsdaten zur Verzweiflung: es gab vom Provider keine Dokumentation, wo und wie welche Daten auf dem Server installiert worden sind, Plesk war nicht laut Tutorials installiert worden,……. Sehr bald waren hier meinerseits Stunden investiert worden, wobei allerdings keine Lösung des Problems in Sicht war. (Anmerkung: Plesk selbst halte ich für ein sehr gutes Programm zur Verwaltung von mehreren Webseiten auf einem Server; wenn man allerdings diese Funktion, wie in unserem Fall, nicht benötigt bzw. durch die Installation von zusätzlicher Software manuell auf Konfigurationsdateien zugreifen muss, stellt Plesk ein echtes Hindernis dar.) Daher folgte der Entschluss, den Server neu auf zusetzten: die dabei aufgetretenen Problem (im speziellen das Problem mit dem SAPI-Modul hat sehr viel Zeit gekostet) sind im Kapitel der verwendeten Software kurz beschrieben. Rückblicken kann ich sagen, dass ich durch das Aufsetzten der Servers sehr viel gelernt habe und nun durchaus in der Lage bin, einen eigenen, einfachen LAMP zu betreiben. Nachfolgenden Studenten, welche ein ähnliches Projekt abwickeln möchten und so wie ich nur über beschränkte Erfahrung mit Webservern verfügen, kann ich raten, einen Webserver möglichst selbstständig von Grund auf zu installieren; das mag zwar auf den ersten Blick unlogisch erscheinen, bringt aber Vorteile wie: • man weiß bei Fehlern, wo man zu suchen anfangen muss • man findet die richtigen Verzeichnisse, wo die gesuchte Daten/Dateien liegen • man bekommt in den Foren und Tutorials Unterstützung, da diese ebenfalls auf Referenz-Installationen Bezug nehmen • man weiß, was der Server kann, können sollte bzw. was er nicht kann.

Teilnehmer/in B

Ich habe mich eigentlich ohne mir groß Gedanken zu machen für das PROST angemeldet. Einfach ein weiterer Pflichtschein. Ich war aber dann sehr positiv überrascht. Der Kurs ist einer der wenigen im Wirtschaftsinformatikstudium der sehr praxisorientiert und gleichzeitig auch interessant ist. Mit der Materie des PROST hatte ich mich vorher noch nicht wirklich auseinandergesetzt. Die Serverwelt, aber auch Open Source Software waren beides Bereiche mit denen ich mich bisher in meinem Studium, und auch privat, nur sehr am Rande beschäftigt habe. Vor allem die intensivere Auseinandersetzung mit Linux hat mir sehr gut gefallen und mir eine Anreiz geliefert, mir wieder einmal einen Umstieg zu überlegen. Bisher hatte mich die Einarbeitungszeit in ein neues System abgeschreckt. Da ich nun etwas Erfahrung mit Linux sammeln konnte gilt dieses Argument nicht mehr. Ich werde allerdings nach wie vor bei Windows bleiben, da ich der Ansicht bin, dass Linux bei weitem noch nicht so bedienungsfreundlich ist und dasselbe Ausmaß an Sicherheit, mit etwas gesundem Hausverstand, auch in Windows zu erreichen ist. Sehr positiv überrascht war ich im Allgemeinen von Open Source Software. Diese bietet oft dieselbe, wenn nicht bessere Funktionalität und Qualität als kommerzielle Software und ich setzte seit diesem Kurs vermehrt mehr Open Source Software ein. Das Arbeitsklima in der Gruppe und im Kurs allgemein war sehr gut und ich freue mich darauf, vielleicht mit dem ein oder anderen, in Zukunft wieder einen Kurs gemeinsam zu besuchen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass das PROST einer der interessantesten und lehrreichsten Kurse war, die ich bis jetzt in meinem Studium besucht habe und ich kann ihn nur weiterempfehlen.

Teilnehmer/in C

Für dieses Projektstudium hab ich mich entschieden, weil hier das Thema schon vor LVA-Beginn bekannt war und es sich interessant zu werden schien. Ich wusste, welche verschiedenen Linux-Distributionen es gibt, hatte mich aber bisher nicht praktisch damit beschäftigt. Da war dieses Projektstudium eine gute Gelegenheit, in unserem Falle Suse 9.3 kennen zu lernen. Die Arbeit mit MySQL und den diversen OpenSource-Produkten fand ich sehr interessant und auch sehr brauchbar. Ich denke, man kann fast alle Funktionen, die man so im Allgemeinen braucht mittels OpenSource-Tools umsetzen. Die Zusammenarbeit in unserem Team funktionierte sehr gut, eine tolle Erfahrung im Vergleich zu vielen anderen LVAs. Auch aus diesem Grunde war das Arbeiten am SPH-Projekt für mich auch so lehrreich. Wir hatten zwar einige Probleme bei der Umsetzung, konnten aber letztendlich unsere Basis-Ziele umsetzen. Abschießend muss ich sagen, gut dass ich mich für dieses Projektstudium entschieden habe. Ich kann vieles daraus mitnehmen, unter anderem meine ersten praktischen Erfahrungen mit Linux.

Teilnehmer/in D

Ich entschied mich für dieses Projektstudium, weil ich bereits im Vorfeld Interesse daran hatte, einen eigenen Server aufzusetzen. Daher schien mir dies eine gute Gelegenheit, mich mit dieser Materie zu befassen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mit Linux noch nicht allzu viele Erfahrungen gesammelt. Über eine Standardinstallation von Mandrake (eine auch für Anfänger geeignete Distribution) bin ich nicht hinaus gekommen. Vor allem die Systemkonfiguration stellte für mich komplettes Neuland dar. So war es für mich vor allem von Interesse, mich mit diesem Teilbereich besonders auseinander zu setzen. Dementsprechend motiviert bin ich auch in die Lehrveranstaltung gegangen. Ich habe versucht mich möglichst umfassend in das Thema einzulesen und habe auch eine intensive Recherche im Internet betrieben, um relevante Quellen für unsere Aufgabenstellung zu suchen. Leider traten im Verlauf des Projekts immer wieder Probleme mit unserem Server auf, was mich immer wieder aufs Neue forderte. Aber wie heißt es so schön – „aus Fehlern wird man klug“. Möglicherweise konnte ich auf diese Weise sogar mehr aus der Lehrveranstaltung mitnehmen, als wenn alles ohne Probleme gelaufen wäre. So kann ich zumindest von mir behaupten, dass ich sehr viel über das „Innenleben“ eines Linux-Serversystems gelernt habe und darüber wie man es konfigurieren kann – und darüber wie man es nicht macht… Als sehr gut empfand ich das Arbeitsklima in unserer Gruppe. Sowohl die Kommunikation als auch die Zusammenarbeit klappte mit allen meinen Kollegen einwandfrei. Das merkte man vor allem, als wir auf Probleme gestoßen sind. Hier zeigte sich, dass der Zusammenhalt unserer Gruppe sehr gut war. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die Wahl des Projektstudiums nicht bereue. Ich konnte dabei sehr viel Erfahrung sammeln. Und den Plan, meine eigenen Server aufzusetzen werde ich auch nach diesem ersten, etwas holprigen Anlauf weiterverfolgen. Und eines noch – traue nie einer Standardinstallation…

Teilnehmer/in E

All jenen Studenten die mit geringstmöglichem Aufwand einen Schein bekommen wollen, kann ich dieses Projektstudium keines Falls empfehlen. Für alle jene die in einer LVA neues lernen und Erfahrungen sammeln wollen und bereit sind, dafür 150 bis 200 Stunden zu investieren, die werden sicher Gefallen am Projektstudium Software Project Hosting finden. Am Beginn dieser LVA stehen Impulsreferate die von den Teilnehmern zu verschiedenen Themen rund um die Themen Open Source Software und Software Project Hosting gehalten werden. Grundsätzlich sind diese Referate nicht schlecht, weil sie den Teilnehmern einen Überblick über die später relevanten Themengebiete verschaffen. Ich hatte aber das Gefühl, dass der LVA Leiter bei jedem dieser Referate eine ganz genaue Vorstellung darüber hatte was er hören wollte. Leider entsprachen die Referate dann nicht immer diesen Vorstellungen. Es wäre daher vielleicht sinnvoll, wenn der LVA Leiter zu jedem Referatthema einige Zeilen schreiben würde, welche Inhalte ihm dabei genau vorschweben. Weiters sollte man sich gut auf das Referat vorbereiten und wirklich nur das bringen was man 100%-ig weiß oder verstanden hat, denn mit oberflächlichem Wissen erreicht man nichts außer einem verärgerten LVA Leiter. Ich habe bei diesem PROST sehr viel lernen können und bin dabei auch das erste Mal „richtig“ mit Linux in Berührung gekommen. Wobei ich anmerken möchte, dass mich Linux dabei nicht wirklich überzeugen konnte. Auch über Server und das Arbeiten an der Konsole konnte ich einiges dazulernen. Obwohl man viel Zeit in dieses PROST investieren muss würde ich es wieder machen.

Teilnehmer/in F

Zu Beginn des Prost-Seminars war noch nicht klar, wie das Endprodukt ausschauen sollte. Wir hatten keine direkte Vorstellung, welche Anforderungen an das zukünftige Portal für Rottenmann gestellt werden. Doch kannten wir eine Vorgehensweise aus eigenen Projekten. So konnten wir die wesentlichen Elemente für ein Projektmanagementportal ermitteln. Bei den Impulsreferaten war die Themenstellung bekannt. Es war auch bekannt, welchen Inhalt das Referat haben sollte. Aufgrund der geringen Erfahrung mit Open-Source Portalen war es aber schwierig geeignete Software zu finden. Durch die Referate bekamen wir einen Überblick über das Sachthema. Mit dem Finden eines Providers begann die Entwicklung des Portals. Es gab verschiedene Anbieter. Jeder hatte sein eigenes Produkt. Viele Anbieter hatten eine Mindestvertragszeit von 12 Monaten. So war die endgültige Auswahl durch eine kleine Anzahl beschränkt. Wir entschieden uns für einen vorerst aus technischer Sicht guten Provider. Vor allem gab es ein gut funktionierendes Backup. Ein wichtiges Argument bei Open-Source Software. Das Auswählen der einzelnen Software war durch unterschiedliche Anschauungen geprägt. So wurde einerseits Gforge für die Projektabwicklung als ausreichend angesehen, andererseits sollte zusätzliche Projektmanagementsoftware installiert werden. Wir entschieden uns für die erste Variante. Es wurde statt der Projektmanagementsoftware ein Requirement-Tool installiert. Bei der Installation traten durch den geringen Arbeitsspeicher einige Probleme auf, die erhebliche sinnlose Programmierstunden verursachten. Beim neuen Server gelang die Installation ohne große Mühe. Ich konnte mich an die Installationsanleitung halten. Das einzige Problem war, dass durch das komplizierte System von einzelnen Programmen einzelne Fehler schwer beseitigt werden konnten. Zusammenfassend war Prost für mich eine Bereicherung. Dies nicht nur um meine technischen Kenntnisse aufzubessern, sondern auch um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern.

 

Website Rating (SS 2005)

Teilnehmer/in A

Ich wollte an diesem PROST unbedingt teilnehmen, da ich selber Webseiten erstellen möchte und wissen wollte wie man gute Webseiten gestaltet. Die Impulsreferate am Beginn des PROST habe ich zuerst als überflüssig und danach als sehr sinnvoll und wichtig empfunden. Die Ausarbeitungen der Kollegen waren im Großen und Ganzen sehr interessant und lehrreich. Dabei habe ich auch bei meinem eigenen Impulsreferat einiges dazugelernt, was mir besonders beim Gestalten von Webseiten weiterhelfen wird. Vor allem das von Beginn an klares Ziel, ein Evaluationsschema für den iVent zu erstellen hat mich persönlich sehr angespornt besonders fleißig mitzuhelfen. Leider haben die Probleme mit dem Server für die Zeitkonten und die Unterlagen nicht aufgehört und am Schluss ist der Zugang zum Server komplett gesperrt gewesen. Hier sollte man eine bessere Lösung finden, damit man wirklich bis zum Schluss auf die Unterlagen der Kollegen zugreifen kann. Zu den Zeitkonten kann ich nur sagen, dass diese am Anfang lästig waren und zum Ende des PROST hin eigentlich ebenfalls sehr hilfreich waren. Man konnte gut sehen wo man viel Zeit verbraucht hat und wo man noch Zeit laut Vorgabe investieren sollte. Auf unser Bewertungsschema bin ich besonders stolz. Ich bin der Meinung, dass wir es geschafft haben ein transparentes Schema und ein gut anpassbares Excel-Dokument erstellt zu haben. Dadurch kann der Benutzer intuitiv das Schema benutzen. Fazit: Das Prost hat meine Erwartungen voll erfüllt und sogar noch übertroffen. Der administrative Aufwand (Zeitkonten) hat sich in Grenzen gehalten. Besonders die Zusammenarbeit in der Gruppe war spitze. Ich kann das PROST nur weiterempfehlen.

Teilnehmer/in B

Meine Motivation für dieses PROST war, dass ich noch wenig darüber wusste, was eine gute Webseite ausmacht. Die Aufgabe, ein Bewertungsschema für den iVent zu entwickeln, fand ich sehr spannend. Nachdem ich noch nicht so recht wusste, worauf man Wert legen sollte, fand ich es sehr gut, dass Impulsreferate vorgesehen waren, die uns die Materie näher bringen sollten. Diese Referate fand ich im Großen und Ganzen sehr informativ und hilfreich. Das einzig Negative an diesen Referaten, war der Zeitaufwand. Sie belegten zu viel Zeit im PROST. Für das Evaluationsschema war am Schluss nicht mehr viel Zeit übrig. Meiner Meinung nach sollten die Referate schneller abgehalten werden (eventuell von 2 Personen pro Thema). Die Interviews habe ich sehr interessant gefunden. Vor allem, dass sich so kompetente Leute sich so viel Zeit für uns genommen haben. Es war sehr wichtig zu hören, worauf in der Praxis bei der Webseiten-Gestaltung Wert gelegt wird. Dieses Wissen konnten wir dann gut in unser Evaluationsschema einbauen. Die Gruppenarbeit funktionierte bei uns sehr gut. Alle Gruppenmitglieder arbeiteten sehr engagiert mit. Der negativste Punkt an diesem PROST war der nicht funktionierende Zugang zum Server. Es war am Anfang sehr lästig, jedes Gruppenmitglied durchzurufen, ob vielleicht irgendjemand einen Zugang zum Server geschafft hat, nachdem man es selber mehrere Male erfolglos probiert hat. Dadurch konnte man auch nicht die Arbeiten der Anderen einsehen. Fazit: Für mich hat sich dieses PROST gelohnt. Ich habe einiges dazugelernt, was ich selber bei der Webseiten-Gestaltung umsetzen werde.

Teilnehmer/in C

Der Grund, dass ich mich für das PROST „Website-Rating“ entschieden hab, war die Tatsache, dass mich das Thema rein vom Namen her angesprochen hat. Ich konnte mir noch kein konkretes Bild machen, wie das Tätigkeitsfeld ausschauen wird, wobei sich diese Ungewissheit durch die Einführungs-LVA nur bedingt aufgelöst hat. Es wurde zwar klar, was das Endziel sein sollte, jedoch komplette Klarheit hat sich bei mir (und auch bei Kollegen) noch nicht eingestellt, was wiederum auch den ersten Kritikpunkt darstellen soll. Während des LVA-Verlaufs verschwamm das Endziel „Bewertungsschema für den iVent“ immer mehr, da es schien, dass der Fokus eher auf der Ausarbeitung der Individualreferate als auf dem Erreichen des Endziels lege. Dieser Kritikpunkt betrifft somit den Fokus der LVA bzw. eher die Zeitaufteilung. So wurde von der LVA-Zeit nur der letzte Monat für das Bewertungsschema hergenommen, da die übrige Zeit nur für die Ausarbeitung bzw. Präsentation der Referate verwendet wurde. Die Präsentation der sämtlichen Referate war sicherlich von Vorteil, da so sämtliche Aspekte des Webdesigns betrachtet wurden, wodurch jeder PROST-Teilnehmer eine Übersicht über die Materie (falls noch nicht vorhanden gewesen) erlangt hat, ohne welche die Erstellung eines Bewertungsschemas nicht in der erreichten Qualität möglich gewesen wäre. Meiner Einschätzung nach wäre es besser gewesen, dass alle Referate innerhalb kürzester Zeit präsentiert hätten werden sollen, damit mehr Zeit für die Erstellung des Bewertungsschemas zur Verfügung gestanden wäre. Ein weiterer Vorteil war die Anweisung, dass Interviewtermine durchgeführt werden sollten. Durch diesen Exkurs in die Praxis wurde Wesentliches zur Erstellung unseres Bewertungsschemas beigetragen. Vor den Interview-Durchführungen hatten wir Aspekte erstellt, wie eine Homepage analysiert werden kann. Diese Aspekte haben wir dann gewichtet und eben bezüglich dieser Gewichtungsfaktoren haben wir durch die Interviews erfahren, ob wir mit der Gewichtung bezüglich der Praxisrelevanz richtig lagen. Der nächste Punkt betrifft wieder eine Kritik, nämlich in zweierlei Hinsicht. Bei diesem Punkt werden die Zeitkonten behandelt. Zeitkonten sind zwar für ein persönliches Feedback sicherlich von Vorteil, da man dadurch nachvollziehen kann, wie viel Zeit man schon für das PROST aufgewendet hat. Jedoch gibt es auch wie bei jeder Medaille eine Schattenseite. Durch die Stundenaufzeichnung kann man vergleichen, wie viel Zeit jeder Student schon investiert hat. Jedoch liegt hier die Gefahr sehr nahe, dass Studenten mit wenig aufgezeichneten Stunden schlechter beurteilt werden, als jene, die viele Stunden verzeichnet haben. Jedoch sollte es meiner Meinung nach jedem Studenten selber überlassen sein, wie viele Stunden aufgezeichnet werden, bzw. ob er eine Tätigkeit nicht aufzeichnet. Wenn dann andere Studenten noch zum „Stundenschinden“ neigen, dann entwickelt sich die Spalte zwischen Stunden-Interessierten und den Stunden-Desinteressierten immer weiter, wodurch eine Beurteilung nur unfair durchgeführt werden könnte. Eine aufgezeichnete Stunde sagt nichts über die Produktivität eines Studenten aus und sollte daher nicht für die Beurteilung herangezogen werden. Entscheidend ist das Gruppenergebnis und innerhalb einer Gruppe wird schon dafür gesorgt, dass die Aufgabe auf die Teammitglieder fair aufgeteilt wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Tätigkeiten innerhalb einer Gruppe nicht relevant sein dürfen, da sich die Gruppe darum selbst kümmert. Stundenaufzeichnungen eignen sich nicht für die Beurteilung der Frage, wie produktiv ein Teammitglied gearbeitet hat. Der nächste negative Punkt der Stundenaufzeichnung war die Problematik der Abgabe. Leider konnte das Abgabesystem nie langfristig gesehen funktionsfähig zur Verfügung gestellt werden. Trotz der kurzen Frist, die rein für die Bearbeitung des Bewertungsschemas blieb, wurde ein Schema von unserer Gruppe auf die Beine gestellt, welches bezüglich der Adaptierbarkeit durch einen Moderator als auch von der Usability-Seite für den Benutzer aus betrachtet seinesgleichen sucht. Fazit: Meine Teilnahme am PROST hat sich als weiser Entschluss dargestellt, da ich nicht nur im Bereich des Webdesigns Wissen aneignen konnte, sondern vor allem die Sinnhaftigkeit von einer ausführlichen Aufbereitung verschiedener Themenaspekte. Ohne die Individualreferate wäre unser Bewertungsschema niemals so reich an Kriterien gewesen.

Teilnehmer/in D

Dieses Prost habe ich gewählt, weil ich den Titel „Website Rating“ sehr interessant fand. Ich konnte mir zwar vor der ersten LVA nicht wirklich vorstellen worum es gehen wird, allerdings war das nach dem ersten Termin dann klar. Aufgabe war es also ein Bewertungsschema für einen Web Award zu entwickeln. Klingt erstmal gut und schön, jedoch überkommt einen schnell die Ratlosigkeit, weil man nicht wirklich weiß wie man an diese Aufgabenstellung herangehen soll. Um sich einen Überblick verschaffen zu können, wurde also erstmal gruppenintern ein intensives Brainstorming durchgeführt. Viele der hier gefunden Kriterien, wurden dann auch in das Bewertungsschema eingebaut. Eine weitere Hilfe für die Kriterienfindung waren meiner Meinung nach auch die Impulsreferate, die zumindest die groben Kategorien Vorgaben und neue Ideen brachten. Durch die Entwicklung des Fragebogens und der anschließenden Interviews versuchten wir dann herauszufinden, wie relevant die von uns gefunden Kriterien waren, bzw. ob wir wesentliche Punkte in unseren Überlegungen übersehen hatten. Durch das direkte Gespräch mit einem Praktiker aus der Web-Design-Branche konnte man einen guten Einblick gewinnen, was wirklich wesentlich ist an einer Homepage und was nicht. Außerdem erfuhr man auch so manches interessante Detail was den iVent selbst betrifft. Nach der Auswertung der Interviews ging es nun daran das Schema zu entwickeln, was inhaltlich zu diesem Zeitpunkt relativ einfach war, jedoch lagen hier die Tücken in der technischen Umsetzung. Meiner Meinung nach ist unser Bewertungskonzept letzten Endes sehr gut geworden. Den größten Vorteil im Aufbau sehe ich in der relativ einfachen Erweiterbarkeit und Änderbarkeit des Schemas, so können problemlos Kriterien ausgeblendet oder hinzugefügt werden. Dadurch dass nur „Ja/Nein“ - Fragen zum Einsatz kommen, sollte auch die Verständlichkeit relativ hoch sein. Es wäre am besten unser Schema, wegen der oben genannten Vorteile, mit den Kriterien der anderen beiden Gruppen zu ergänzen, denn alle drei Konzepte haben ihre Stärken und Schwächen. Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch Kritik an der LVA und deren Aufbau üben. Im wesentlich sind dies 4 Punkte: > Die Zeitliche Einteilung: Es sollte nicht Sinn und Zweck einer LVA sein, dass 2/3 vom Semester mit dem Anhören von Referaten verbracht werden. Diese hätte man wesentlich kürzer halten können. Denn so ergab sich das Problem, dass für die tatsächliche Arbeit, die Entwickelung des Bewertungsschemas, fast keine Zeit mehr blieb (ca. 1 Monat) und für alle unnötiger Stress am Ende entstand. > Das Zeitkonto: Mit der Führung eines Zeitkontos habe ich ja an und für sich kein Problem, eher im Gegenteil es zeigt einem selber wie viel Energie man schon in ein Projekt investiert hat. Allerdings sehe ich es nicht ein, dass dieses Konto gegebenenfalls einen negativen Einfluss auf die LVA Bewertung haben sollte. Denn meines Erachtens nach, ist es im Leben nicht so, dass man auch noch Lob kassiert wenn man die vorgegebene Zeit verbraucht hat um ein besonderes Ziel zu erreichen sondern im Gegenteil, es sollte der belohnt werden, der den besten Output mit dem geringsten Zeitverbrauch erbringt, zumindest besagen das die ökonomischen Grundsätze. Denn nur weil viele Stunden in einem Zeitkonto eingetragen sind, sagt das noch nicht aus, dass diese a) auch tatsächlich erbracht wurden und b) während dieser Zeit auch gute Arbeit geleistet wurde. Also sollten diese Zeitaufzeichnung wohl eher zur Orientierung verwendet werden als zur Beurteilung der Leistung. > Feedback: Meiner Meinung nach gab es während der gesamten LVA zu wenig Feedback. Dies trifft vor allem auf das Bewertungsschema zu. Es wurden zwar ab und an Kleinigkeiten hinterfragt, jedoch wurde nie wirkliches Feedback gegeben, ob man sich überhaupt in die richtige Richtung bewegt. Dazu wäre es vielleicht nicht schlecht gewesen, das Schema von jeder Gruppe zum Review einzufordern und ein kurzes Statement zu geben, ob die Erwartungen an das Schema erfüllt wurden oder nicht. > Repository: Vielleicht sollte man sich für die kommenden Lehrveranstaltungen ein besseres System für den Datenaustausch, bzw. die Datenarchivierung überlegen. Denn mit dem bestehen System konnte man nichts anfangen. Ich war bis Ende des Semesters nicht in der Lage dieses System erfolgreich einzurichten. Somit mussten alle Daten umständlich per Mail synchronisiert werden und ein Zugriff auf die Ausarbeitungen der anderen Gruppen war somit auch nicht mehr so leicht möglich. Fazit: Alles in Allem beende ich das Prost mit einem guten Eindruck. Die anfängliche Orientierungslosigkeit hat sich gelegt, es wurde gute Teamarbeit geleistet und ich habe mir sehr viel neues Wissen, was zB die Gestaltung von Webauftritten betrifft, aneignen können.

Teilnehmer/in E

Die Inhalte des Projektstudiums „Website Rating“ haben mir auf Anhieb gefallen. Zum Einem fand ich es toll, sofort eine genaue Themenbeschreibung des Inhalts während der Anmeldung für das PROST im Internet zu finden, zum Anderen hatte ich nicht gewusst, dass auch für die Homepages im Raum Oberösterreich ein Web-Award verliehen wird. Ich stellte mir die Frage, nach welchen Gesichtspunkten bzw. Kriterien die eingereichten Homepages bewertet werden und somit meldete ich mich für das Projektstudium an. Darüber hinaus kann meine Anmeldung am Projektstudium dahingehend begründet werden, dass ich mich in meiner Freizeit sehr gerne mit Web-Design beschäftige, daher galt für mich dieses PROST als mehr als geeignet. In der Vorstellungs-LVA wurde in das Thema meines Erachtens sehr gut eingeführt. Die Impulsreferate wurden zugeteilt und jede Woche referierte ein Projektteilnehmer zu einem Thema. Meines Erachtens waren die Referate oftmals eine Spur zu langatmig - teilweise wurde zu sehr ins Detail gegangen. Auch ist es fraglich ob bei einer Anzahl von drei Referaten pro Treffen die Aufmerksamkeit der Teilnehmer immer Top ist oder doch etwas zu wünschen übrig lässt, das aber aufgrund der vielen Teilnehmer am PROST wahrscheinlich nicht anders zu bewältigen ist. Auch wurden die Referate unbedingt benötigt um in weiterer Folge das Bewertungsschema konzipieren zu können. Wenn diese Impulsreferate nicht gewesen wären, dann wäre sicherlich auf eine Vielzahl von Kriterien vergessen worden. Als Beispiel möchte hierbei das Referat zum Thema Barrierefreiheit anführen. Durch die Entwicklung eines Fragebogens, der Kontaktaufnahme mit Unternehmen und Personen, die in dieser Branche beheimatet sind bzw. sich mit diesem Thema betraut fühlen und der Durchführung der Gespräche konnte ein Praxisbezug hergestellt werden und somit die Wichtigkeit von Kriterien, die unbedingt in das zu entwickelnde Schema gehörten, unterstrichen werden. Ich bin der Meinung, dass Praktika bzw. Projektstudien vielmehr in Verbindung mit Wirtschaftstreibenden durchgeführt werden sollen, daher begrüße ich eine solche Entscheidung einer Verbindung mit der Wirtschaft. Die Entwicklung des Bewertungsschemas war durch eine Vielzahl von Gruppentreffen geprägt. Das Verhalten der Gruppenmitglieder war sehr angenehm. Man hatte immer das Gefühl, dass alle am selben Strang ziehen. Doch Überstieg die Entwicklung des Bewertungsschemas - meiner Meinung nach - den zeitlichen Horizont ein bisschen. Was die Arbeitsatomsphäre in der LVA betrifft kann man ein großes Lob aussprechen. Der Projektverlauf war meines Erachtens immer klar strukturiert, auf das Ziel – ein effizientes und transparentes Bewertungsschema – wurde zeitlich sehr gut hingearbeitet. Auch mit dem veranschlagten Stundenausmaß bin ich voll und ganz zufrieden. Rein technisch ergaben sich etliche Probleme seitens des Servers bzgl. des Uploads der Referate und Zeitkonten. Dies sollte im nächsten Semester besser gelöst werden. Auch zu erwähnen gilt, dass der Projektleiter bzgl. der Zeitkonten meiner Meinung nach ein wenig zu akkurat war. Jedoch kann Genauigkeit von zukünftigen Uni-Absolventen verlangt werden… Fazit: 8 / 10 Prost-Empfehlungspunkte, da meine Erwartungen an das Thema übertroffen wurden und hinsichtlich des Bewertungsschemas sehr gute Arbeit geleistet wurde. Viele neue Aspekte bzgl. Web-Design wurden meinerseits gewonnen und Meinungen aus der Praxis in Erfahrung gezogen. Aber auch von persönlicher Seite habe ich neue Erkenntnisse gewonnen, da ich als Projektleiter der Gruppe das Projekt koordinieren und leiten durfte.

Teilnehmer/in F

Allgemein:

Ich habe mir dieses PROST gewählt da mir von Anfang an das Themengebiet sehr gut gefallen hat. An dieser Stelle sehr positiv anmerken möchte ich auch die Informationen die bereits im Vorfeld des PROST uns Studenten zur Verfügung gestellt wurde. Dies hat für mich das PROST deutlich von anderen abgehoben da man sich gleich viel besser darauf einstellen kann und sich sicher sein kann dass es den Interessen und Erwartungen entspricht. Lerneffekt: Bezüglich des Lerneffektes hat dieses Prost meine Erwartung mehr als nur erfüllt da ich selber mittlerweile erkenne dass ich beim Surfen durch das Internet viel bewusster auf die einzelnen Kriterien achte welche auf eine gute Homepage hinweisen. Auch werde ich die gewonnenen Erkenntnisse sicherlich einsetzen wenn ich meine nächst Homepage erstelle. Die Impulsreferate habe ich diesbezüglich eigentlich sehr gut gefunden da man einen sehr guten Überblick über alle relevanten Teilbereiche erhalten hat jedoch negativ diesbezüglich habe ich empfunden dass sehr viel Zeit für die Präsentationen an sich aufgewendet worden ist und daher erst relativ spät mit der eigentlichen Entwicklung des Schemas begonnen werden konnte. Vielleicht könnte man dem entgegenwirken indem anstatt der Referate von jedem nur eine Arbeit ausgearbeitet werden sollte und diese Arbeiten dann von den Kollegen durchgelesen werden muss. Ebenfalls sehr viel gelernt habe ich im Bereich des Erstellens von Excel Tabellen. Die Interviews waren auch sehr interessant da ich vorher noch nie ein Interview mit jemandem durchgeführt habe. Organisation: Zur Organisation muss ich einen negativen Punkt anmerken. Sehr problematisch hat sich der Zugriff auf den Server gestaltet weshalb unsere Gruppe fast jedes Mal die Zeitkonten bzw. Dokumente per Mail schicken mussten. Auch die Aufteilung der Zeiten innerhalb der Zeitkonten war meiner Meinung nach etwas unflexibel und nicht den wirklichen Zeitaufwänden entsprechend. Ich habe versucht aufgewandte Zeit auf so den Bereichen zuzuordnen dass keine extrem gravierenden Zeitabweichungen der einzelnen Bereiche auftreten. Gut habe ich auch gefunden dass wir uns relativ oft getroffen haben. Teilweise ist es bei anderen PROSTs so dass man sich nur 2-3x trifft was meiner Meinung nach nicht so gut ist da man dann gegen Ende sicherlich viel mehr Stress bezüglich Fertigstellung bekommt.

Teilnehmer/in G

Für dieses PROST habe ich mich bewusst entschieden und habe mich deshalb auch gefreut, dass ich eine Zuteilung bekommen habe, da doch eine erhebliche Anzahl an Anmeldungen war. Das Interesse rührt daher, dass ich im Sommer im Ferialjob eine Homepage verbessern soll und deshalb wissen wollte auf welche Kriterien in den verschiedenen Gruppen wert gelegt wird. Bereits in den letzten Stunden hat sich in den Diskussionen herausgestellt, dass die verschiedenen Gruppen oft sehr unterschiedliche Ansätze haben. So finde ich auch den Ansatz interessant, dass es nach den KO-Kriterien eine Vorausscheidung gibt und dann erst die übrigen Homepages genauer bewertet werden. Wir haben in unserer Gruppe sehr viel damit verbracht über die Kriterien zu diskutieren, wobei um manche Kriterien härter gekämpft wurde von einzelnen wie um andere. In unserer Gruppe war vielleicht auch noch das besondere, dass wir einerseits eine sehr technikbezogene Person dabei hatte, jemand der bereits Erfahrung hat mit dem Erstellen von Homepages, aber wiederum auch wieder andere die noch nie eine Homepage selber erstellt haben. Vor allem war aber wichtig, dass sich jede Person in einen Bereich besonders engagiert hat. Die Gruppenarbeit hat wirklich super funktioniert, wobei sich jeder eingebracht hat. Erleichtert hat die Organisation, dass jeder montags immer Zeit hatte. So trafen wir uns meistens schon montags vormittags und arbeiteten bis zum PROST an unserem Schema. Für Teilbereiche haben wir uns immer wieder in zwei 3er-Gruppen geteilt z.B. wurde nach dem Grobentwurf der Kriterien von der ganzen Gruppe, die endgültigen Kriterien von drei übernommen und die anderen drei haben dann die Gewichtung übernommen. Wir fanden dass teilweise für sinnvoll, da wenn man etwas nicht selber geschrieben hat genügend Abstand hat um Missverständnisse zu finden. Dabei werden oft Dinge aufgedeckt, die von den einen als selbstverständlich angenommen wurden und die anderen aber nicht wissen. Diese Fehler haben wir wiederum in einem Gruppentreffen, wo alle anwesend waren durchgesprochen. Deshalb ist sicher auch auffällig, dass wir sehr viel Zeit dafür aufgewendet haben uns in der Gruppe zu treffen. Die meisten Aufgaben wurden einzeln vorbereitet und miteinander dann in der Gruppe verglichen und endgültig abgenommen. Wobei ich nicht sehr viel über das Arbeiten in Gruppen dazugelernt habe, da ich finde, dass man meistens nur aus Problemen in den Gruppen lernt, wie man in Gruppen besser zu Recht kommt. Diskutieren habe ich sicher gelernt, da sehr viele starke Charaktere aufeinander geprallt sind, die meistens eine verschiedene Auffassung von den Dingen hatten. Unser Bewertungsschema ist meiner Meinung nach gut überlegt, da sehr viele Stunden für die Diskussion der Pro und Contras aufgewendet wurden. Wobei dieser Kriterienkatalog nur einen allgemeinen Eindruck einer Homepage gibt, damit man ungefähr ein Gefühl hat, von welcher Qualität die Homepage ist. Natürlich sind oft persönliche Präferenzen eingeflossen z.B. dass Plugins und Flash nicht sehr geschätzt werden. Unser Ansatz war, welche Kriterien wir persönlich, ohne Anlehnung an andere Bewertungsschemen, für wichtig finden. Wobei mit den Interviews weitere Aspekte hinzukamen. Für mich waren die Interviews eine neue Erfahrung, da diese die ersten waren in meiner Zeit als Student. Vor allem den Aufwand für das Abtippen der Interviews habe ich mir geringer vorgestellt. Auch waren viele Antworten überraschend, wobei vor allem mich überrascht hat, dass einstimmig alle das Design hinten anreihen. Gleichzeitig sagen dieselben Interviewten aber, dass bei Web Awards dieses vor allem beurteilt wird. Das Referat über Interviews und die reale Erfahrung bei den Interviews hat mir sehr viel gebracht, da ich bereits zwei Wochen später für eine andere LVA wieder Interviews geführt habe und schon wusste auf was aufpassen muss.

Teilnehmer/in H

Ich war bereits im WS 2004/05 für das Projektstudium (PROST) bei Herrn Dr. Schiffer angemeldet, habe aber damals leider keine Zuteilung durch das KUSSS erhalten und mich daher entschlossen, das PROST im SS2005 zu absolvieren. Da ich schon einige Empfehlungen von anderen Kollegen erhalten habe, das PROST bei Herrn Dr. Schiffer zu absolvieren, war dieses PROST auch meine erste Priorität bei der Anmeldung. Herr Dr. Schiffer hat uns bereits bei der Vorbesprechung im WS2004/05 verraten, dass das Thema im SS2005 „Website Rating“ sein wird. Da mich dieses Thema sehr angesprochen hat, war es für mich kein Problem, das PROST erst dieses Semester zu besuchen. Das PROST hat meine Erwartungen im Großen und Ganzen sehr gut erfüllt. Die Referate habe ich teilweise etwas langwierig empfunden, da im PROST bis etwa Mitte Mai fast nur Referate gehalten wurden, und nicht sehr viel über unsere Bewertungsschemata für das Website Rating gesprochen wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass nicht so viele Referate gewesen wären, damit wir in der Kursstunde mehr Zeit für die Besprechung unseres Bewertungsschemas gehabt hätten. Die meisten Referate waren aber durchaus interessant und haben gute Anreize für die Entwicklung unseres Bewertungsschemas geliefert. Daher ist es aber auch schwierig, Referate zu streichen. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Abhaltung der einzelnen Referate wirklich auf ca. zehn Minuten zu kürzen; dann wäre immer noch Zeit für die einzelnen Bewertungsschemata gewesen. Zu den Interviews, die wir während des Semesters mit verschiedenen Werbeagenturen usw. durchführen mussten, waren zwar zum Teil interessant, haben aber für mich persönlich nicht sehr viele neue Erkenntnisse gebracht. Sie haben meine Meinung viel mehr verstärkt. Eine neue Erfahrung waren sie aber allemal. Über meine Gruppe war ich sehr zufrieden. Es hat sich jeder bemüht, Produktives zur Entwicklung unseres Bewertungsschemas beizutragen und die zu erledigenden Arbeiten war meiner Ansicht nach auch gut verteilt. Die Gruppentreffen wurden oft genutzt, um intensivst zu diskutieren. Diese zahlreichen und intensiven Diskussionen haben aber auch mit Sicherheit zur Qualität unseres Bewertungsschemas beigetragen. Ich war sehr froh eine Gruppe zu „erwischen“, in der sich jeder engagiert hat, da ich oft schon die Erfahrung gemacht habe, dass das nicht unbedingt der Fall sein muss. Ich bin durchaus tolerant, wenn sich jemand in gewissen Gebieten nicht so gut auskennt. Es gibt aber immer zahlreiche Arbeiten zu erledigen, die man auch ohne spezielle Fähigkeiten machen kann. Jeder sollte so weit sein, sich nicht von der Gruppe „abzuseilen“ und den anderen Kollegen die Arbeit überlassen. Abschließend ist zu sagen, dass ich mit dem PROST allgemein und mit dem Ergebnis (unser Bewertungsschema) sehr zufrieden bin. Ich habe sehr viel über die Qualität von Websites gelernt und kann diese Erfahrungen sicher auch in Zukunft anwenden.

Teilnehmer/in I

Grund für meine Wahl des Projektstudiums war die interessante Themenstellung, da ich mich privat viel mit Themen wie Webdesign beschäftige. Dabei war die Zusammensetzung unserer Gruppe sehr interessant, da jeder mit einem völlig anderen Hintergrund und anderem Vorwissen kam. Diese Unterschiede führten dazu, dass einerseits sehr technische Informationen umgangssprachlich formuliert werden mussten, andererseits umgangssprachlich formulierte Meinungen auf technische Kriterien heruntergebrochen werden mussten. Dieser Prozess wirkte sich äußerst positiv auf die Qualität des Handbuches aus. Die Idee, Impulsreferate zu relevanten Teilaspekten zu verlangen war sehr gut, da auf diese Weise jeder von den Recherchen der anderen profitierte und die Ergebnisse auch in die Kriterienkataloge und Bewertungsschematas Eingang fanden. Leider war die Qualität einzelner Referate, besonders am Anfang, nicht sehr hoch. Sehr interessant war auch, die Evaluierung durch andere vorzubereiten, da alle Details möglichst eindeutig und verständlich formuliert werden mussten und durch Screenshots erläutert werden musste. Dabei versuchten wir, möglichst gut auf unterschiedliches Begriffsverständnis und Vorwissen der Tester einzugehen. Die Einteilung in Sechsergruppe war sehr gut, da sie eine Austeilung in Dreiergruppen ermöglichte, etwa für die Formulierung der Kriterien und für das Bewertungsschema. Die Aufteilung aller Teilnehmer in drei konkurrierende Gruppen empfand ich als sehr positiv, da der entstehende Wettbewerb die Qualität der einzelnen Kriterienkataloge und Werkzeuge positiv beeinflusste. Negativ finde ich die nicht anonyme Evaluierung noch während der Lehrveranstaltung, da sie, obwohl sicher nicht gerechtfertigt, ein schlechtes Licht auf die so entstandenen Ergebnisse wirft. Lösungsansätze wären eine Evaluierung nach Bekanntgabe der Note oder eine rein anonyme Kritik, aus der sich dann leider keine Diskussion entwickeln kann. Ein weiteres Manko war die meiner Meinung nach etwas komplizierte Datei- und Ordnerhierarchie am Server, da die Informationen im Zeitkonto nur hinzugefügt, aber nicht gelöscht werden. Daher erscheint es wenig sinnvoll, jede Woche einen neuen Ordner zu erstellen. Das Abgeben gedruckter Literatur als PDF ist sehr viel Aufwand, da man die Kopien erst Scannen, dann zu einer Datei zusammenfügen, und schließlich die PDF-Datei erstellen muss. Die einzige Enttäuschung war, dass eine Abmachung seitens des LVA-Leiters nicht eingehalten wurde. Die von uns im Laufe des Semesters gestellte Frage "Handbuch oder Endbericht" wurde dreimal mit "Handbuch genügt, Endbericht ist nicht nötig" beantwortet, nichtsdestotrotz wurden wir zwei Wochen vor Schluss mit der Tatsache konfrontiert, einen Endbericht abgeben zu müssen. Trotz der eben genannten Kritik war die Lehrveranstaltung sehr interessant, die Arbeit in der Gruppe konstruktiv und positiv und auch der Lehrveranstaltungsleiter sehr kompetent. Unser Bewertungsschema ist einsatzfähig und wir sind gespannt auf eventuelles Echo aus dem Praxiseinsatz.

Teilnehmer/in J

Eigentlich war zu Beginn dieses Semesters mein Stundenplan schon mit genügend Semesterstunden „gefüllt“, wollte aber unbedingt noch das PROST unterbringen. Nachdem laut Studienplan ein 4-stündiges PROST vorgeschrieben ist, und wie gesagt mein Stundenplan schon voll war, hatte ich Bedenken zusätzlich noch dieses 6-stündige PROST zu machen. Nachdem mich das Thema aber sehr interessiert, da ich selber die Sportvereinshomepage in meinem Ort betreue, diese gerade neu gestaltet habe, und somit schon Erfahrung (als quasi Hobby-Webdesigner) in diesem Themengebiet mitbringe, habe ich mich entschlossen, dieses PROST doch zu absolvieren. Die Referate zu Beginn waren sicher ein guter Einstieg in das Thema Website Rating, wobei ich finde, dass die Phase der Impulsreferate zu langwierig war. Einige Referate waren wirklich interessant, in anderen wurde nur das aufbereitet was schon jeder des Öfteren gehört hat. Jedenfalls haben sie guten Input gebracht, um das das Spektrum des Themengebietes einmal vor Augen zu haben. Interessante Erfahrungen waren mit den Interviews verbunden. Ich habe im Rahmen meines Studiums davor erst ein Interview durchgeführt, daher war von Routine nicht zu sprechen. Das Interview in Steyr mit Prof. Wagner fand beispielsweise in einem sehr angenehmen Rahmen statt, und war auch sonst gelungen. Positiv haben sich die Interviews auf das Produkt sicher ausgewirkt, da sie zur Untermauerung eigener Meinungen und Ansichten, und als Input (Ansätze und Blickwinkel aus Forschung und Praxis) beigetragen haben. Auf meine Projektgruppe möchte ich noch kurz eingehen: ich war mit der Arbeit, dem Klima und der Disziplin in der Gruppe sehr zufrieden. Wir haben wirklich unzählige Diskussionen geführt, auch viele Grundsatzdiskussionen, in denen teilweise sehr konträre Meinungen aufeinander getroffen sind. Diese Diskussionen haben aber mit großer Sicherheit zur Qualität des Produktes beigetragen. Das zu Beginn des PROST gesteckte Ziel war, ein qualitativ so gutes Evaluationsmodell zu entwickeln, dass man es für den Einsatz als Evaluierungsinstrument beim kommenden iVent vorschlagen kann. Die Projektgruppe hat sich der Erreichung dieses Ziels von Beginn an verschrieben, und dies konsequent bis zum Ende des Semesters durchgezogen. Das kann man, so finde ich, auch am Endprodukt erkennen, mit dem ich sehr zufrieden bin. Abschließend möchte ich noch auf das Endprodukt eingehen. Wie bereits erwähnt, bin ich damit sehr zufrieden; es könnte aber noch besser sein. Ein Grund, oder DER Grund warum das so ist, ist der, dass erst am Ende bekannt wurde, das noch einiges an Dokumentation zu schreiben ist, und daher keine Zeit mehr geblieben ist, das Produkt weiter zu verfeinern. Denn gerade am Ende des Semesters ist viel für Prüfungen zu lernen und somit konnte ich mich nicht mehr voll und ganz dem PROST widmen; das finde ich schade. Den Endbericht hätte man, und das finde ich wäre viel besser, im Laufe des Semesters schreiben können. Es wären dann auch sicher besser die Erfahrungen und Probleme eingeflossen. Das ist mir gerade deswegen so aufgefallen, weil im Wintersemester 04/05 habe ich das Projekttagebuch beim DKE-Praktikum geschrieben; das habe ich täglich erweitert. Also die Anforderungen am Beginn des Semesters zu definieren, wäre von meiner Seite ein Verbesserungsvorschlag. Um wieder auf das Endprodukt zurück zu kommen: ich habe selber sehr großen Aufwand betrieben, sehr viel Zeit investiert, bin daher auch mit den Stunden weit über dem Soll. Vor allem die Programmierung in Excel war sehr zeitaufwändig. Ich kann behaupten, dass ich guten Input in das Produkt geleistet habe, zumindest immer voll engagiert war, und meine Handschrift im Endprodukt erkennbar ist. Das Ergebnis ist ein qualitativ ansprechendes, praxistaugliches Produkt, und ich wäre glücklich, wenn es als Evaluationsschema beim kommenden iVent eingesetzt werden würde.

Teilnehmer/in K

Ich habe mich für dieses PROST angemeldet, da sich das Thema Website Rating sehr interessant angehört hat und ich auch schon einmal bei der Entwicklung einiger Firmenhomepages mitgeholfen habe und daher sehr interessiert in diesem Bereich bin. Durch die Impulsreferate gleich zu Beginn des Seminars konnten teilweise viele neue und brauchbare Informationen geliefert werden. Jedoch dauerten die Referate in Summe zu lange und daher gab es bis Mitte Mai kaum eine Möglichkeit die bisher entwickelten Bewertungskriterien und offenen Fragen zu besprechen und mit den anderen Gruppen zu diskutieren. Auch die Durchführung der Interviews war sehr aufschlussreich und eine neue Erfahrung für mich. Das Abtippen der Interviews war allerdings mehr als mühselig. Aber es konnten wichtige Erkenntnisse durch die Interviews gewonnen werden, die maßgeblich in die Entwicklung des Bewertungsschemas eingeflossen sind. Das Arbeitsklima in meiner Gruppe und in der gesamten Seminargruppe war durchwegs sehr angenehm. Die gute Teamarbeit innerhalb meiner Gruppe lag sicher unter anderem daran, dass manche sich bereits kannten und miteinander gearbeitet hatten und alle Gruppenmitglieder sehr kollegial und überaus engagiert waren. Einen Kritikpunkt würde ich in der späten Bekanntgabe der detaillierten Abgabeanforderungen sehen. Mitte Juni zu erfahren wie der Endbericht aussehen soll und somit festzustellen welch eine Dokumentationslawine da noch auf einen zukommt, ist schon ein bisschen spät. Das hätte früher bekannt gegeben werden sollen (April), damit die Dokumentation im Laufe des Semesters mitwächst, da am Ende des Semesters sowieso immer noch so viel zu erledigen ist. Ich glaube schon, dass die Qualität unseres Bewertungsschemas unter dieser Tatsache gelitten hat, da in den letzten beiden Wochen der Schwerpunkt nur mehr auf der Dokumentation lag und nicht mehr in der Feinabstimmung des Bewertungsschemas. Im Großen und Ganzen hat mir das PROST sehr gut gefallen. Der Arbeitsaufwand ist bei mir nicht ins Überdimensionale gewachsen, da ich hauptsächlich Dokumentations- und Diskussionsaufgaben durchgeführt habe und ich sehr engagierte Mitglieder in meiner Arbeitsgruppe hatte. Mit unserem Bewertungsschema und auch dem verfassten Endbericht bin ich sehr zufrieden, da wir in einem doch nicht allzu lang dauernden Semester sehr viel erarbeitet haben und ich denke dass das Bewertungsschema auch qualitativ mit den der andere Gruppen mithalten kann.

Teilnehmer/in L

Ich hatte mich aus zeitlichen Gründen ursprünglich für ein anderes Projektstudium angemeldet, für das ich jedoch keine Zuteilung bekommen habe. Mit einer großen Portion Glück wurde ich schließlich noch im PROST Website Rating aufgenommen. Da ich bis jetzt weder in der HAK noch im Studium Erfahrungen mit der Erstellung von Websites sammeln konnte, mich jedoch in Zukunft selbst gerne einmal darin versuchen möchte, hat mich das Thema Website Rating von Anfang an angesprochen. Durch die Impulsreferate, die in den ersten Stunden von den Kolleginnen und Kollegen gehalten wurden, habe ich einen guten Gesamtüberblick über das Thema bekommen. Ein Referat war besser und interessanter gestaltet, ein anderes weniger informativ, doch im Großen und Ganzen konnte ich einiges von den Inhalten mitnehmen. Vor allem mit dem eigenen Thema musste ich mich besonders auseinandersetzen, wobei die Informationssuche viel Zeit in Anspruch genommen hat. Die Interviews bei der Firma Atikon und mit Dr. Wagner (FH Steyr) waren eine sehr gute Erfahrung. Wir haben einige wertvolle Informationen erhalten, die vor allem in die Gewichtung unseres Bewertungsschemas eingeflossen sind. Es war für mich auch sehr interessant, mit Leuten zu reden, die ständig mit dem Erstellen von Websites beschäftigt sind bzw. die schon einmal ein Bewertungsschema für einen Web-Award erstellt haben. Bei der Festlegung der Kriterien und bei der Gewichtung dieser haben wir in der Gruppe sehr viel diskutiert. Das war oft sehr interessant, weil viele Verschiedene Meinungen aufeinander getroffen sind und ich dadurch angehalten war, mich mit diesen Meinungen auseinanderzusetzen und Dinge auch aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Im Allgemeinen war die Zusammenarbeit mit meinen Gruppenmitgliedern sehr gut. Mit einigen davon war ich bereits in früheren Semestern in einer Gruppe und bin das auch immer wieder gerne. Solche Lehrveranstaltungen wie dieses PROST, bei denen die Teilnehmerzahl so gering gehalten wird, sind meist persönlicher und man hat viel mehr die Gelegenheit, seine Studienkolleginnen und -kollegen besser kennen zu lernen, als wenn 30 Leute oder mehr in der LVA sind. Mit dem Ergebnis unserer Arbeit bin ich sehr zufrieden. Unser Evaluationsmodell ist sicher nicht perfekt, aber es ist meiner Meinung nach sehr gut geworden. Man darf auch nicht vergessen, dass Websites damit vor allem rasch auf eine halbwegs effiziente Art bewertet werden sollen. Könnte man sich damit mehr Zeit lassen und eine Website bei der Bewertung genau unter die Lupe nehmen, müsste unser Modell natürlich noch weit ausgebaut und vertieft werden. Für das gedachte Einsatzgebiet erfüllt es jedoch sicherlich seinen Zweck.

Teilnehmer/in M

Ich habe mich zu Beginn des Sommersemesters für das Projektstudiums Web-Site Rating entschieden, da ich mich für Internet und Webseiten interessiere. Während des laufenden Semesters konnte man sehr viele Erfahrungen sammeln, die nicht nur während des weiteren Studiums, sondern auch für das spätere Berufsleben nützlich sein können. Ein interessanter Aspekt des Projektstudiums waren die Impulsreferate. Die Impulsreferate behandelten alle wichtigen Themen die im Zusammenhang mit der Bewertung von Webseiten stehen. Zu den Themen gehörten: Sicherheit, Technik, Sprache, Inhalt, Navigation, Usability, Gütesiegel Usw. Obwohl ich mich eigentlich schon auskenne bei Websites und Netzwerktechniken konnte ich noch einiges dadurch lernen. Weitere Lernpunkte entstanden durch die Arbeit in der Projektgruppe. Das Bewertungsschema wurde meiner Meinung nach etwas zu spät begonnen, was zu einigem Stress in der letzten Zeit führte. Positive Punkte des PROST: Impulsreferate, Projektgruppen, Klima im Seminar (Interaktion mit den anderen Gruppen), Interessantes Thema Negative Punkte des PROST: Kein klarer Auftrag, Anforderungen seitens des LVA Leiters änderten sich in den letzten Wochen, Die Impulsreferate zogen sich etwas zu sehr in die Länge, Die VPN Verbindung funktionierte nur auf meinem Rechner, was dazu führte, dass ich für alle Zeitkonten verantwortlich war. Alles in allem aber ein interessantes, lehrreiches Seminar.

Teilnehmer/in N

Der Grund, warum meine Wahl auf dieses Prost fiel, liegt an meinem Interesse fürs Internet, da dieses immer mehr in unseren Alltag eingreift und ihn verändert. Durch den iVent bzw. durch Awards im generellen, ist es möglich den Standard zu heben, denn nur durch das Vergleiche und durch das Vorführen von erreichbaren Leistungen, ist es möglich die Effizienz der Homepages im Internet zu steigern – es ist eine Art der Inspiration für andere Webdesigner. Um sich mit der Flut an Informationen am besten auseinandersetzen zu können, sollten gewisse Richtlinien beim Kreieren der Homepages beachtet werden. Ich habe durch das Prost eine andere Sichtweise auf Homepages bekommen, denn beachtet man die Richtlinien, so findet man schneller den Weg zu gewünschten Information. Besonders interessant fand ich die Impulsreferate, denn dadurch musste man sich intensiv mit der Materie beschäftigen und dies erlaubte einem, einen tieferen Einblick in die Homepagegestaltung. Dieses PROST gab mir einen guten Überblick über den Stand der Technik. Durch eine gemeinsame Analyse der einzelnen Thematiken in der Gruppe konnten viele Informationen für ein Bewertungsschema gesammelt und diskutiert werden. Es war immer eine offene Diskussion, wo sich alle Kollegen frei einbringen konnten. Den nur wenn man diskutiert und andere Meinungen betrachtet steigert sich der Wert der Information. Das im Endeffekt gestaltet Bewertungsschema soll Homepages evaluierbar machen und somit den Drang zu einer übersichtlichen, barrierefreien und technisch versierten Homepage erhöhen und fördern. Fazit: Ein Prost, dass mir sehr gut gefallen hat, da ich meine Kenntnisse und Betrachtungsweisen erweitern konnte und auch die Gruppe im Allgemeinen hat sehr harmonisch agiert.

Teilnehmer/in O

Der Hauptgrund dass ich mich für dieses Projektseminar entschieden habe liegt an meinem großen Interesse für das WEB. Da ich selbst in den letzten 3 Jahren für Firmen und Organisationen fünf Webseiten erstellt habe, wollte ich mir das Wissen aneignen wie man sehr gute Webseiten gestaltet. Ich war mit meinen eigenen Arbeiten in einem gewissen Ausmaß immer unzufrieden. Durch dieses Projektseminar konnte ich mir ein Grundwissen aneignen auf welche Kriterien ich in Zukunft achten muss um gute Webseiten zu erstellen. Das Design ist natürlich wieder eine individuelle Entscheidung die jeder für sich zu entscheiden hat. Am Projektseminar hat mich am Anfang der penible Umgang mit Ausdrücken und Begriffen sehr gestört, meiner Meinung nach wollten sich dadurch LVA-Teilnehmer bei den Diskussionen nicht beteiligen, weil sie Angst hatten falsche Begriffe von sich zu geben. Diese Situation ist aber im Laufe der Zeit besser geworden, und es sind sehr interessante Diskussionen entstanden. Einen weiteren negativen Sinn in organisatorischer Hinsicht war der Zeitplan bei den Impulsreferaten. Denn als diese abgeschlossen waren, sind nur noch 4 Wochen Zeit für die Abgabe geblieben. Besser wäre es gewesen alle Themen spätestens Anfang Mai abzuschließen um sich in der LVA mehr um die Bewertung des iVent kümmern zu können. Insgesamt überwiegen aber die positiven Punkte, und ich bereue es nicht diese LVA besucht zu haben.

Teilnehmer/in P

Ich habe mich für dieses Projektstudium entschieden, weil ich gerne weiterführende Kennt-nisse im Bereich der Webseitenprogrammierung erlernen wollte. Zudem lernte man, die Anwendungen aus einer anderen Perspektive als der Anwendersicht zu betrachten. Gut gefallen am Projektstudium hat mir, dass wir großteils selbstständig arbeiten konnten. Die Vorgaben beinhalteten einen großen Handlungsspielraum. Die Koordination in der Gruppe funktionierte sehr gut. Interessant fand ich, mit welcher Vorgehensweise man an die Messung der Qualität von äußerst subjektiv zu bewertenden Produkten wie Webauftritten herangeht. In diesem Semester nahm ich gezielt mehrere Fächer zur Thematik der Webseitenprogrammierung. Dabei lernte ich den Umgang mit Content Management Systemen wie auch die Standards in diesem Bereich kennen und besser zu verstehen. Die Atmosphäre während der Kursstunden war sehr angenehm und ermöglichte gute und interessante Diskussionsrunden zur Thematik. Die Gruppengröße war angesichts der Aufgabe angemessen und förderte weiter den Ideenaustausch. Was mir ebenfalls noch gut gefallen hat, war die Nähe zur Praxis, was durch die Interviews gut unterstützt wurde. Durch die Interviews erhielt ich einen guten Einblick in die Tätigkeiten von Werbeagenturen. Unter anderem erhielten wir nicht nur Einblick über die Bedeutung einzelner Kriterien im Rahmen der Bewertung, sondern auch über die einzelnen Arbeitsabläufe. Das Projektstudium sehe ich als eine Art Umsetzung der bisher hauptsächlich theoretisch vermittelten Kenntnisse. Einerseits wandten wir Interviewtechniken aus dem Bereich der Soziologie und Information Engineering an. Zudem erstellten wir ein Bewertungsschema basierend auf den uns vermittelten Modellen des Software Engineering. Zuletzt mussten wir auf die ordentliche Definition der Begriffe achten, was uns aus Information und Software Engineering vermittelt wurde. Zudem habe ich endlich die Hürde gepackt und VBA in MS Office programmiert. Der Um-stieg von Java auf die meisten anderen Programmiersprachen war für mich immer eine Hürde. Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Projektstudium eine sehr gute praktische Erfahrung darstellt. Ich habe bereits gelerntes in einem größeren Projekt praxisnah anwenden können und meine Kenntnisse erweitern können. Zudem verbesserte ich meine Integrations-fähigkeiten in Gruppen, was für das Berufsleben ebenfalls von Bedeutung ist.

Teilnehmer/in Q

Die Entscheidung, mich in diesem Semester für das PROST unter der Leitung von Herrn Dr. Schiffer anzumelden, fiel einerseits auf Grund meines Interesses für das Thema (Website Rating) des Seminars, andererseits auf Grund der Tatsache, dass sich mehrere Studenten anmeldetet, mit denen ich schon in der Vergangenheit gerne zusammengearbeitet habe. Heute kann ich sagen, dass ich mich aus den richtigen Motiven angemeldet habe. Das Thema blieb bis zum Schluss interessant, vor allem natürlich deshalb, weil das Internet unser aller Leben mittlerweile beherrscht und jeder von uns schon dutzende sehr gute oder sehr schlechte Websites gesehen hatte. Die Websites evaluierbar zu machen und zu raten war eine aufwendige aber auch interessante Herausforderung. Lernpunkte ergeben sich für mich in der Hinsicht, als einerseits meine Fähigkeiten in Excel wieder aufgefrischt wurden, einige Grundbegriffe der Websiteerstellung und Netzwerktechnik im Zuge der Impulsreferate übersichtlich präsentiert wurden und andererseits auch wertvolle Tipps gesammelt wurden, die man brauchen kann, wenn man selbst eine Website erstellt. Auch das Arbeiten in der Gruppe war sehr angenehm und lehrreich, im speziellen in der Position des Projektleiters. Wie von wahrscheinlich allen Gruppen wurde auch von uns der Aufwand zuerst unterschätzt und so hatten wir gegen Ende des Semesters doch noch einige Hürden zu bewältigen. An dem Seminar selbst haben mich hauptsächlich zwei Punkte gestört: Durch die ständigen Schwierigkeiten beim Aufbau der VPN Verbindung kam es ständig zu Problemen, was die Abgabe des Zeitkontos sehr aufwendig machte. Wir hätten viel früher mit dem eigentlichen Bewertungsschema beginnen müssen, um uns den Stress in der Klausurenzeit zu ersparen. Die Anforderungen des LVA Leiters waren erst relativ spät klar und änderten sich vor allem in den letzten Wochen manchmal. Das führte in unserer Gruppe zu Spannungen und Stress. Die Anforderungen wären in Form eines konkreten Projektauftrags wahrscheinlich klarer und verständlicher gewesen. Positive Punkte des Seminars:. Die Impulsreferate haben einen guten Überblick verschaffen. Das Thema war interessant. Das Arbeiten in Projektgruppen war spannend und (hoffentlich) lehrreich. Die Expertengespräche waren sehr lehrreich

Teilnehmer/in R

Ich habe dieses Projektstudium deshalb gewählt, weil die Entwicklung von Homepages mein erster ernsterer Kontakt zur Informatik war. Das ist nun schon 9 Jahre her und man sollte meinen, dass sich seither schon einiges geändert hat. Das ist nach der Absolvierung des PROST meiner Meinung nach aber nur die halbe Wahrheit. Sicherlich hat sich technisch einiges getan und Flash ist nun auch schon erwachsen geworden. Bei HTML hat sich aber kaum was geändert und viele der Kriterien die wir in unserem Bewertungsschema an Homepages stellen, könnte man an andere Medien im Prinzip genauso stellen. (Impressum, Lesbarkeit, Mehrwert,…) Zudem war ich, um ehrlich zu sein, auch von der Aufmachung der LVA-Information beeindruckt, weil sie aus mehr bestand als aus der typischen Aneinanderreihung technischer Akronyme. Die Idee an etwas zu arbeiten das womöglich beim nächsten I-Event wirklich eingesetzt wird, hatte auch ihren Reiz. Zu Beginn der LVA war meiner Meinung nach die Atmosphäre ziemlich angespannt, wurde zum Ende hin aber angenehmer. Die Impulsreferate boten einen breiten Einblick in verschiedenste Themengebiete rund um den Entwurf von Homepages. Dabei war es einerseits beunruhigend andererseits aber auch herausfordern, mit welcher Strenge die Referate seitens Herrn Schiffers beurteilt wurden. Bei meinen Präsentationen war ich deshalb anfangs immer nervös. Im Rückblick muss ich aber zugeben, dass ich das mittlerweile sehr zu schätzen weiß, denn die meisten Präsentationen an der Uni haben eher den Charakter einer Beschäftigungstherapie. Da war es schon eine willkommen Abwechslung, dass man mal wirklich für jeden Satz Rede und Antwort stehen können musste und irgendwelche aufkommende Zweifel nicht einfach auf die Quellen geschoben werden konnten. Wie oben schon erwähnt lockerte sich die Stimmung nach den letzten Impulsreferaten etwas auf und das montägliche Beisammensein wurde zum Wissensaustausch der Gruppen untereinander genutzt. Was zugegebenermaßen etwas für Verwirrung gesorgt hat waren die teils widersprüchlichen Forderungen am Ende der Lehrveranstaltung. So wurde bei einem Termin vereinbart, dass wir lediglich zeigen sollen wie das Bewertungsschema für Spezialfälle (Webshop, öffentliche Website) erweitert werden könnte. Schließlich war von jeder Gruppe das Grundmodell erweitert um Spezialfälle für öffentliche und kommerzielle Homepages gefordert. Summa summarum bin ich kurz vorm Ende des PROST wegen des Endspurts in den letzten Tagen doch schon etwas erschöpft, letzten Endes aber froh über die Entscheidung für dieses PROST weil ich sehr viel Neues erfahren habe. Dazu konnten wir uns in der Gruppe endlich mal am Entwurf eines Evaluationsmodells versuchen anstatt immer nur darüber zu lesen.

 

Software Project Hosting (WS 2004)

Teilnehmer/in A

Der Grund warum ich mich am Anfang des Semesters für dieses Projektstudium angemeldet habe war eindeutig: die Arbeit mit „Open Source“-Produkten. Ein kurzes Überfliegen der Beschreibung auf der Webseite des Instituts reichte dafür aus. Das Thema reizte mich und ich wollte an diesem Kurs teilnehmen. Ich hatte mich zwar vorher nie wirklich aktiv mit diesem Thema auseinandergesetzt, wollte aber schon immer mehr über Linux und ganz allgemein „Open Source“ erfahren. Zu Beginn des Kurses ging es um die Ausarbeitung der theoretischen Grundkenntnisse. Ein sehr interessanter Teil des Projektstudiums. Wir hörten einige Referate, die mein theoretisches Wissen über das Thema „Open Source“ entscheidend erweiterten. Leider waren hier zu Beginn des PROST die Anforderungen nicht ganz deutlich vermittelt, so dass die ersten Referate (zumindest teilweise) etwas schwach ausfielen – mein Thema „Grundkonzepte des Internets“ gehörte sicherlich auch dazu. Vielleicht hätte man gleich zu Beginn des Semesters die Anforderungen an die einzelnen Themen etwas klarer und deutlicher vermitteln sollen. Dies verbesserte sich im Laufe des Semesters. Die eigentliche Projektarbeit in den einzelnen Teams wurde meiner Ansicht nach etwas zu spät aufgenommen. Wir bildeten zwar relativ schnell die drei Teilgruppen innerhalb des PROST, doch die „Deadline“ für die Miete des vServers war erst im Dezember. Am Ende des Semesters fehlte uns meiner Meinung nach wichtige Zeit für die Arbeit an unserem Server. Auch wurden die Anforderungen an unser Projekt erst im Laufe der Zeit deutlich. Es war einige Wochen relativ unklar, was auf unserem Server später alles vorhanden und lauffähig sein sollte. Ich persönlich hätte mich vielleicht leichter getan, wenn ich zu Beginn des Semesters einen Anforderungskatalog „vor die Füße geknallt“ bekommen hätte. Die Arbeit an unserem Portal selbst war äußerst lehrreich. Ich beschäftigte mich zum ersten Mal ausführlich mit Linux und „Open Source“-Tools. Dies war zu Beginn des Projekts nicht einfach und kostete teilweise Stunden an Arbeitsaufwand um kleine aber entscheidende Probleme zu lösen. Allerdings war diese intensive Beschäftigung mit dem Thema „Open Source“ natürlich eine tolle Herausforderung und brachte ein großes Maß an neuem Wissen. Die Arbeit in der Projektgruppe war außerordentlich interessant und spannend. Wir hatten ein sehr gutes Klima und die unterschiedlichsten Kenntnisse innerhalb unseres Teams. Keiner hatte besondere Kenntnisse über Linux oder „Open Source“, so dass wir uns sehr genau in das Thema einarbeiten mussten. Jeder einzelne steuerte gute Arbeiten und Beiträge für das Endprodukt bei. Im Großen und Ganzen eine wirklich sehr gute Gruppenarbeit, die das ganze Semester über großen Spaß gemacht hat. Auch die Kursstunden waren ein interessanter Teil des Projektstudiums. Langeweile kam so gut wie nie auf. Wir hörten gute Referate über die theoretischen Themenbereiche, diskutierten miteinander darüber und gaben uns Tipps für unsere Projektarbeit. Hierbei gab es keinerlei Konkurrenz-Denken zwischen den Gruppen. Jeder half dem anderen soweit wie möglich, egal aus welcher Gruppe er war. Dies war ein sehr wichtiger und entscheidender Lernprozess. Wurde in der Kursstunde ein neues Software-Produkt vorgestellt, so konnte man sich gleich zu Hause alleine, oder mit dem Team zusammensetzen und darüber diskutieren, ob dieses Produkt vielleicht auch bei uns zum Einsatz kommen sollte. Ich lernte von dutzenden Produkten, die ich noch nie zuvor gehört hatte und konnte mich gezielt damit auseinandersetzen. Zusätzlich wusste ich über Erfahrungen der anderen von diesen Produkten und konnte mich daher schneller und leichter darin einarbeiten. Insgesamt war das PROST für mich ein voller Erfolg. Es war zwar aufwendig, aber hat sich auf alle Fälle gelohnt. Ich werde es jedem weiterempfehlen.

Teilnehmer/in B

Da ich eigentlich nur Erfahrung mit kommerzieller Software wie zum Beispiel Windows, vom Marktführer Microsoft, habe, kam mir das PROST sehr gelegen. Da man sich als Student aber die ganzen verschiedenen teuren Softwarepakete nicht leisten kann, ist es natürlich nur von Vorteil, wenn man mit der Verwendung von Open-Source Software vertraut ist und diese auch effizient einsetzen kann. Da die Erlernung neuer Software meist ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt, war das natürlich sehr von Vorteil und äußerst nützlich. Vor allem schon einmal aus dem Grund, weil ich selbst privat einen Webserver für Testzwecke in der Programmierung von Webseiten verwende. Dieser lief aber bisweilen mit dem Betriebssystem Windows XP und dem Apache Webserver in Verbindung mit einem MySQL Datenbankserver. Wir sollten im PROST ein Webportal zur Softwareentwicklung schaffen. Da ich, so wie auch jeder andere, in diesem Zusammenhang sehr viele verschiedene Softwaretypen aus allen Bereichen evaluieren und erlernen musste, habe ich natürlich selbst sehr viel dabei gelernt. Mittlerweile habe ich auch meinen eigenen Server auf Linux RedHat 9.0 umgestellt und auch bereits andere Software darauf installiert. Vielleicht kommt ja im Laufe der Zeit auch noch ein Projektmanagement Werkzeug dazu, mit dem ich dann auch noch meine Arbeit dokumentieren kann. Am Anfang war eigentlich die Aufgabenstellung doch nicht so ganz klar, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zum Beispiel bei meinem Referat. Ich hatte irrsinnige Schwierigkeiten, das Thema genau einzugrenzen und dazu die passenden Tools zu finden. Nach Einteilung der Gruppen gestaltete sich das PROST aber doch nach meinen anfänglichen Vorstellungen. Das weitere Vorgehen in der LVA und auch das Arbeitsklima innerhalb der Gruppe waren einfach angenehm. Ende November wurde dann auch die Aufgabenstellung für mich klarer. Wir waren uns eigentlich in der Gruppe immer einig und hatten meiner Meinung nach auch keine Verständigungsschwierigkeiten. So kann ich meiner Meinung nach auch sagen, dass uns im PROST eine gute Arbeit gelungen ist. Nach Abschluss der des praktischen Teils mussten wir ja auch noch den Endbericht verfassen. Das Verfassen des Inhalts war ja noch einfach, doch ich dachte mir nicht, dass das Review dafür so viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Es musste natürlich jeder dazu seinen Beitrag leisten und somit war es natürlich nicht nur für mich sehr zeitaufwendig. Doch ich glaube, dass auch hier eine sehr gute Arbeit daraus geworden ist. Für mich war es anfangs auch äußerst schwierig mit dem PROST umzugehen, da ich eigentlich nicht so viel Erfahrung mit großen Projekten habe. Jedoch glaube ich, dass es mir innerhalb der Gruppe doch sehr gut gelungen. Am Anfang dachte ich ja noch, dass es eigentlich ein ganz normaler Schein wie jeder andere ist. Doch so kann man sich täuschen. Die vorgegebenen 120 Stunden wurden von uns allen um fast das doppelte übertroffen, doch ich finde dass es das auch Wert war. Schlussendlich kann ich mich eigentlich nur noch einmal wiederholen und dazu sagen, dass ich mit diesem PROST eine sehr gute Wahl getroffen habe und ich es auch jederzeit wieder wählen würde. Ich habe hier sehr viel über Open-Source Software selbst, dessen Verwendung und auch das Arbeiten damit gelernt. Mit ziemlicher Sicherheit kann ich behaupten, dass mir die im PROST gewonnenen Erfahrungen bereits jetzt und vor allem in (naher) Zukunft, zum Beispiel im späteren Berufsleben, sehr viel bringen.

Teilnehmer/in C

Im Zuge meines Studiums bin ich bisher nur in geringem Maße mit web-basierter Open Source Software in Berührung gekommen. Einer der Gründe für meine Entscheidung für dieses PROST war, dass ich mein Wissen in diesem Bereich erweitern wollte. Weiters habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass der Softwareentwicklungsprozess, der in der Theorie empfohlen wird, meist vom in der Praxis realisierten Prozess grundlegend abweicht, was immer wieder zu Problemen führt. Ich wollte mehr darüber erfahren, wie durch Werkzeugunterstützung die Fehler im Softwareentwicklungsprozess vermieden oder zumindest verringert werden können. Der Einstieg ins PROST fiel mir nicht so leicht, wie ich gedacht hatte, da zu Beginn weder das erwartete Ergebnis noch der Zeitplan zur Erreichung dieses Ergebnis klar war. Die Impulsreferate waren zwar teilweise sehr aufschlussreich, doch auch hier waren die Anforderungen oft nicht ganz klar. Die Arbeit in den Kleingruppen, startete meiner Meinung nach zwar zu spät und war sehr zeitintensiv, trotzdem war sie sehr produktiv, da das Arbeitsklima sehr gut war. Die Erledigung der verschiedenen Aufgaben auf die einzelnen Gruppenmitglieder funktionierte im Großen und Ganzen reibungslos. Jedem Gruppenmitglied wurde ein Aufgabenbereich zugeteilt, für den es alle Tätigkeiten von der Evaluation der einzusetzenden Werkzeuge bis zur Konfiguration der ausgewählten Werkzeuge durchführte. Traten in einem Bereich auf, standen die anderen Gruppenmitglieder mit Rat und Tat zur Seite. Aufgrund der Atmosphäre in der Gruppe, war es möglich Probleme offen anzusprechen, wodurch viele interessante Diskussionen entstanden. Besonders interessant fand ich auch die Arbeitsfortschritte in den anderen beiden Kleingruppen erzielt haben. Während der Weihnachtsferien haben sich die Lösungsansätze der drei Kleingruppen unabhängig voneinander entwickelt, wodurch in weiterer Folge die sehr unterschiedlichen Portale entstanden sind. Die Präsentation der Ergebnisse zum letzten LVA-Termin, war meiner Meinung nach allerdings nicht sehr erfolgreich, da fast keine Zeit zur Diskussion blieb. Die Gruppe 3 hatte aus zeitlichen Gründen auch nicht mehr die Möglichkeit ihre Lösung in Ruhe zu präsentieren. Die Ausarbeitung des Endberichtes stellt die letzte Aufgabe im PROST dar. Da die Anforderungen an den Endbericht erst am Ende des Semesters definiert wurden, bestand keine Möglichkeit zur gruppenübergreifenden Diskussion über die Inhalte des Endberichtes. Diese wäre zur Verbesserung der Qualität allerdings sehr förderlich gewesen. Zwar war die Lehrveranstaltung mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, dieser Aufwand hat sich für mich jedoch gelohnt, da Lernerfolg größer war, als erwartet. Auch das Ergebnis unserer Arbeiten kann sich meiner Meinung nach sehen lassen.

Teilnehmer/in D

Der Titel der Lehrveranstaltung „Software Project Hosting, Aufbau eines Software-Projektportals mit Open-Source-Komponenten“ klang für mich von Anfang an sehr viel versprechend. Ich hatte schon immer Interesse an Open‑Source‑Software und somit ging ich voller Optimismus in diese LVA. Der Ablauf der Lehrveranstaltung, der neben dem eigentlichen Aufbau der SPH‑Umgebung auch einführende Impulsreferate vorsah, war prinzipiell gut gewählt. Die Impulsreferate waren zum Teil sehr aufschlussreich und interessant. Leider waren die Anforderungen bei den Referaten meist zu ungenau definiert und somit unterschieden sich die Inhalte oft grundlegend von den Erwartungen. Meiner Meinung nach war auch die Zeit für Feedback und Diskussionen zu den Impulsreferaten zu knapp bemessen. Was den Praxisteil, den Aufbau der SPH‑Umgebung, betrifft war ich beeindruckt von der guten Zusammenarbeit in der Gruppe und dem reibungslosen Ablauf. Auch in den Lehrveranstaltungseinheiten war das Arbeitsklima immer sehr angenehm. Man bekam einen guten Einblick über die Arbeitsfortschritte, Probleme und Erfahrungen der anderen Projektgruppen und es entstanden oftmals interessante Diskussionen. Dadurch bekamen wir einen breiten Einblick in die Problematik rund um den Aufbau eines Software‑Project-Hosting Portals. Bei der Entwicklung unseres Portals setzten wir uns neben der Installation der Systemsoftware unseres Servers auch intensiv mit dem Softwareentwicklungsprozess und den Möglichkeiten diesen sinnvoll zu unterstützen auseinander. Die Recherche und Evaluierung der zur Verfügung stehenden Open‑Source‑Tools und deren Kombinations- und Installationsmöglichkeiten war sehr aufschlussreich. Auch die Erfahrungen rund um den Betrieb eines V‑Servers und die damit verbundenen Installationsaufwendungen und Sicherheitsmaßnahmen waren sehr konstruktiv. Negativ anzumerken ist, dass viel Zeit und Energie auf Grund der fehlenden Definition der Anforderungen bzw. Erwartungen an unseren Lösungen verloren gegangen ist. Letztendlich sind in den drei Gruppen meiner Meinung nach drei vollkommen verschiedene, gute Lösungen entworfen worden. Schade ist, dass bei der Endpräsentation die Qualität der Arbeiten nicht ausreichend zur Geltung kommen konnte. Obwohl dieses Projektstudium den vorgesehenen zeitlichen Rahmen bei weitem sprengte überwiegen meiner Meinung nach die positiven Aspekte. Besonders durch den Praxisteil habe ich wertvolle Erfahrungen sammeln können die mir in meiner beruflichen Zukunft sicher von Nutzen sein werden.

Teilnehmer/in E

Ich habe mich für dieses Projektstudium entschieden, da in meinem Studium keine Lehr­veranstaltung vorgesehen ist, die die Einrichtung eines Servers oder das Betriebssystem Linux behandelt. Es war für mich sehr ansprechend, dass ich das Betriebssystem im Zuge der Einrichtung eines Servers erlernen würde, da für mich Fernwartung und das Bereitstellen von verschiedenen Diensten im Internet bisher ebenfalls noch kein Thema waren. Ich wollte mich schon länger mit Linux beschäftigen, habe aber leider nie die nötige Motivation und Zeit aufbringen können um mich in dieses Thema einzuarbeiten. Diese Lehrveranstaltung bot mir die Gelegenheit dazu. Zu Beginn wurde die Einrichtung einer Software Projekt Hosting Plattform als Aufgabe gestellt. und da ich wie bereits erwähnt, mit dem Bereitstellen von Diensten keine Erfahrung hatte, war für mich nicht klar wie das Ergebnis aussehen sollte. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mir mehr Information über den genauen Funktionsumfang erwartet. Durch die Einstiegsreferate wurden die Anforderungen schließlich doch etwas klarer. Am Ende der Referate wurde mir jedoch bewusst, dass die Aufbereitung der Themen durch die Referate nicht ausreicht um ein SPH-Portal aufzubauen und noch sehr viel Arbeit investiert werden muss. Beim ersten Gruppentreffen hatte ich den Eindruck, dass ich mit der vagen Vorstellung wie das Portal aussehen sollte nicht alleine war. Also haben wir uns entschlossen ein gemeinsames Brainstorming durchzuführen und die Anforderungen an ein SPH-Portal grob zu definieren und daraus die wichtigsten Funktionen die das Portal abdecken soll abzuleiten. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich ein klares Bild wie das Ergebnis aussehen sollte und wie dieses erreicht werden kann. Nach den erwähnten Starschwierigkeiten war die Freude umso größer, als ich das erste Tool am Server zum Laufen gebracht habe. Durch die Einrichtung des Portals hat Linux für mich den Schrecken verloren und ich kann behaupten, dass ich die wichtigsten Funktionen und Konzepte dieses Betriebssystems beherrsche. Zudem kann ich jetzt auch nachvollziehen, warum viele Leute behaupten, dass Linux in vieler Hinsicht besser als Windows ist. Ich habe jedoch auch manchen Nachteil von Linux feststellen können und glaube, dass man nicht pauschal behaupten kann welches Betriebssystem die bessere Wahl ist. Außerdem hat der Begriff „Open Source“ für mich eine neue Bedeutung bekommen. Ich konnte mir nie vorstellen, dass völlig kostenlose Software wirklich professionell und auch kommerziell einsetzbar ist. Jetzt weiß ich, dass für fast jeden Bereich brauchbare Open Source Software existiert. Die Durchführung der Lehrveranstaltung war im Großen und Ganzen ein Erfolg. Aber wie schon erwähnt hätte ich mir zu Beginn der Lehrveranstaltung mehr konkrete Anforderungen erhofft. Zudem finde ich waren die Referate für den Einstieg zwar sehr gut, aber zu viel Aufwand im Verhältnis zum Gesamten. Die Gruppengröße habe ich als optimal empfunden, das lag vielleicht auch daran, dass in unserer Gruppe ein sehr gutes Klima herrschte. Jeder hat seine Aufgabe immer termingerecht erfüllt und seinen Beitrag geleistet. Es hat niemand versucht seine Arbeit auf jemand anderen abzuwälzen, wie ich es in manchen anderen Gruppenarbeiten schon erlebt habe. Zwischen den Gruppen hat sich jedoch manchmal ein Konkurrenzdenken eingestellt, was ich nicht immer unbedingt als positiv empfunden habe. Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass das Arbeitsklima gut war und ich in dieser Lehrveranstaltung sehr viel gelernt habe.

Teilnehmer/in F

Zu Beginn des Wintersemesters, stellte sich für mich und meine Studienkollegen die Frage, für welches Projektstudium wir uns anmelden sollten. Diese Frage war für uns schnell beantwortet, da das Thema und die Aufgabenstellung des von Dr. Schiffer angebotenen Projektstudiums unser Interesse geweckt hatte. Insbesondere die bei der Themenbeschreibung angeführte Anmerkung „Das Projektstudium ist zwar nicht geschenkt, zahlt sich aber garantiert aus“ war für mich ein Ansporn dazu, genau dieses Projektstudium zu besuchen. Voller Elan und Tatendrang ging ich in die erste Stunde und wurde erstmal ein bisschen enttäuscht. Ich nahm an, dass wir uns gleich in die Arbeit stürzen würden und vergaß, dass wir ja zuerst ein gemeinsames Grundlagenwissen schaffen mussten, um darauf aufzubauen. Ich glaube, dass das Halten von Impulsreferaten durch die Studenten genau die richtige Methode dafür war. Wir wurden somit dazu gezwungen uns selbst Wissen anzueignen und dieses den Kollegen weiterzugeben. Diese Methode brachte uns mit Sicherheit einen höheren Mehrwert, als ein Frontalvortrag von Seiten des LVA-Leiters. Trotz der Wichtigkeit dieser Referate nahmen sie meiner Meinung nach zu viel Zeit in Anspruch. Diese Zeit fehlte uns am Ende beim Aufbau und bei der Feinabstimmung des SPH-Portals. Andererseits war vielleicht gerade dieser Zeitdruck der Schlüssel zum Erfolg. Das Einarbeiten in die gewählte Linux Distribution und die ersten Installationen und Konfiguration war für uns „windows-verwöhnte“ Studenten ein richtiges Abenteuer. Die ersten Erfolge, insbesondere der Aufbau eines LAMP, die Installation von PHPMyAdmin und dotProject, haben uns für unsere Mühen entlohnt und motivierten uns dazu, uns an der „Mammutinstallation“ von GForge zu versuchen. Es wäre natürlich zu schön gewesen, wenn wir Linux-Anfänger dies auf Anhieb geschafft hätten. Mit viel Durchhaltevermögen versuchten wir dennoch unser Ziel zu erreichen und GForge zum Laufen zu bringen. Zwischendurch machte sich in unserem Team Frustration breit und wir glaubten schon nicht mehr daran, dass wir unser Ziel erreichen würden. Als sich jedoch ein paar kleine Erfolge einstellten, kam unsere Motivation wieder zurück und wir waren stark entschlossen das gesteckte Ziel zu erreichen und GForge zu „bezwingen“. Der Glaube versetzte Berge und wir haben es geschafft! Die Erweiterung des Portals durch ein Anforderungsdefinitionstool, einen Mailserver und die Absicherung des Servers war ihm Vergleich zu der bereits geleisteten Arbeit eine Kleinigkeit und ging uns leicht von der Hand. Lediglich die LDAP-Benutzerverwaltung hatte uns noch einige Zeit gekostet und Kopfschmerzen bereitet, jedoch haben wir es als Team geschafft auch diese letzte Hürde zu meistern. Gründe für diese – meiner Meinung nach - außergewöhnlichen Leistung war einerseits die gut funktionierende Gruppenzusammenarbeit und das Engagement, das von jedem einzelnen Mitglied eingebracht wurde und andererseits auch die regelmäßigen Diskussionen mit den anderen beiden Gruppen und dem LVA-Leiter. Das regelmäßige Präsentieren der Zwischenergebnisse, die sehr konstruktiven Diskussionen und das ausführliche Feedback, welches wir jede Woche erhalten haben, waren mitunter entscheidende Erfolgsfaktoren und auch Motivatoren. Rückblickend war für mich das Projektstudium ein voller Erfolg. Alle meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich bzw. die Gruppe ist mit der Aufgabe gewachsen und hat sich viel neues Wissen angeeignet. Die entstandene Gruppendynamik war erstaunlich und ermöglichte Außergewöhnliches. Ich bin mir sicher, dass die Erfahrungen, die ich bzw. wir während diesem Projektstudiums gemacht haben, im Leben neben und nach der Uni von Nutzen sein werden. Auf einem Punkt gebracht: Ich bin froh mich für dieses Projektstudium entschieden zu haben und kann es nur weiterempfehlen. Der Zeitaufwand ist zwar hoch, jedoch die Mühe lohnt sich!

Teilnehmer/in G

Gründe für die Anmeldung am Projektstudium: Einer meiner großen Ziele für das WS 04/05 war das Absolvieren des Projektstudiums im 2. Abschnitt. Nach kurzen Überlegungen entschied ich mich für eine Anmeldung an der von Herrn Schiffer angebotenen LVA. Die Gründe sind schnell erklärt: Herr Schiffer scheint sich als einziger Leiter eines Projektstudiums für WIN die Mühe zu machen, eine detaillierte Beschreibung über die Inhalte der LVA zu verfassen. Da es sich beim PROST durchaus um eine gewichtige Lehrveranstaltung im 2. Abschnitt meines Studiums handelt, schien es mir wichtig, die Wahl des PROST vom Inhalt und der Thematik abhängig zu machen und nicht vom zu erwartenden Arbeitsaufwand. Das zu behandelnde Thema war für mich absolut Neuland und es ist sicher von Vorteil, wenn ein Absolvent der Studienrichtung Wirtschaftsinformatik mit mehr Betriebssystemen als nur Windows Erfahrung hat. Thema der LVA: Wie bereits erwähnt, war das Thema der LVA ein gravierender Mitgrund für die Teilnahme an der LVA. Der Themenbereich und meine Tätigkeiten erstreckten sich von Arbeiten mit Linux, Evaluieren von Providern von Virtuellen bzw. Dedizierten Servern bis hin zur Verwendung von Open Source Software. Vor der Teilnahme an dieser LVA waren diese Themen eher Diskussionsstoff irgendwelcher Linux-Freaks, die mit Fachvokabeln jonglierten. Inzwischen weiß ich, dass die Administration eines Linux-Systems nicht nur Hornbrillenträgern mit Schnürlsamthose, Birkenstockschlapfen, Hosenträgern und Hemden mit Schottenkaros vorbehalten ist. Ablauf der Lehrveranstaltung: Die Lehrveranstaltung gliederte sich in zwei Bereiche: Referate jedes Kursteilnehmers zur Schaffung eines gemeinsamen Basiswissen Entwicklung eines Software-Project-Hosting-Portals auf Basis eines Linux Servers, der als Virtual Server bei einem Provider angemietet wurde Rückblickend ist jedoch zu kritisieren, dass die zeitliche Verteilung nicht sehr glücklich gewählt wurde: Die Präsentationen der Referate zögerten sich bis Mitte Dezember hinaus. Anschließend folgte die Mietung des Virtuellen Servers und im darauf folgenden LVA-Treffen nach den Weihnachtsferien musste bereits ein SPH mit umfangreichen Features vorgestellt werden. Die eigentliche Themenstellung – Entwicklung eines SPH – musste somit in rund einem Monat erfolgen, was zu einem arbeitsintensiven Stress führte. Im Rahmen der LVA-Treffen kam es immer wieder zu interessanten Diskussionen rund um Linux und die SPH-Tools, die von Herrn Schiffer durch ergänzende Hinweise und Fragen intensiviert wurden. Herr Schiffer schien mir auch sehr darauf bedacht, keinen Konkurrenzkampf zwischen den Teams aufkommen zu lassen. Primär stand ein „Miteinander“ anstatt ein „Gegeneinander“ im Vordergrund. Fazit: Zusammenfassend ist über das Projektstudium unter der Leitung von Herrn Schiffer zu sagen, dass das Projektstudium, wie in der LVA-Beschreibung angekündigt, nicht geschenkt ist, aber sich garantiert ausgezahlt hat.

Teilnehmer/in H

Zu Beginn des Semesters stand ich vor der Wahl, welche Themenstellung ich in meinem Projektstudium bearbeiten sollte. Meine Wahl fiel auf das Thema „Software Project Hosting“, da ich die Aufgabenstellung als durchaus interessant empfand. Die Verwendung von Open Source Produkten und das Aufsetzen eines Linux-Servers war etwas größtenteils völlig neues für mich. Während des Semesters stellten sich für mich vor allem meine fehlenden Kenntnisse in Linux ein größeres Problem dar als ich zu Beginn des Semesters gedacht hatte. Im Vergleich zu einigen Gruppenkollegen, die bereits einige Erfahrungen mit Linux gemacht hatten, musste ich mich von Grund auf in Linux einarbeiten was für mich einen wesentlichen Mehraufwand darstellte. Das Projektstudium selbst begann mit mehreren Einstiegsreferaten, in denen jeder Teilnehmer/in am Prost ein anderes Thema referierte, das für die Abwicklung der späteren Aufgaben von Bedeutung war. Dazu ist meiner Meinung allerdings zu sagen, dass diese Referate zu viel Zeit in Anspruch genommen haben, die später bei der eigentlichen Realisierung des SPH-Portals fehlte. Auch der Nutzen dieser Referate ist für mich eher fraglich, da sich trotzdem jeder Teilnehmer/in am Prost in die jeweiligen Themen einlesen mussten, die für seine Aufgabenbereiche relevant waren. Soviel zur Kritik am Ablauf des Projektstudiums. Die eigentliche Aufgabe, nämlich die Erstellung eines SPH-Portals mit Hilfe von Open Source Produkten, war sehr interessant und praxisbezogen. Wir hatten dabei große Freiheiten und konnten das SPH-Portal nach unseren Vorstellungen aufbauen. Nach einigen kleineren und größeren Problemen schafften wir es schließlich auch ein lauffähiges SPH-Portal zu entwickeln. Die Probleme die dabei entstanden waren weniger die Installation sondern vor allem die anschließende Konfiguration unter Linux. Abschließend betrachtet lässt sich sagen, dass ich das Projektstudium mit einem anderen Thema bestimmt mit einem wesentlich geringeren Aufwand hätte absolvieren können. Meiner Meinung nach war die investierte Zeit aber auf keinen Fall verschwendet, da ich einige durchaus brauchbare Kenntnisse für die Zukunft im Verlauf dieses Semesters erworben habe. Dazu gehören vor allem Grundkenntnisse in Linux aber auch generelle Kenntnisse bei der Verwendung von Open Source Produkten.

Teilnehmer/in I

Als ich mich für das Projektstudium "SPH" entschied, wusste ich noch nicht 100%-ig was mich dabei erwarten würde. Ich hatte zwar schon viel von Linux gehört, jedoch noch nie ernsthaft damit gearbeitet, oder es gar selbst installiert. Ähnlich erging es mir mit Begriffen wie "SourceForge" und "Open-Source". Da ich mir jedoch schon längere Zeit vorgenommen hatte, meine Scheue gegenüber Linux zu überwinden und endlich anfangen wollte, mich mit dieser Thematik zu beschäftigen, entschloss ich mich dazu, an diesem Projektstudium teilzunehmen. Durch die Präsentationen meiner Gruppenkollegen und selbstständiges Einarbeiten in die Materie gelang es mir, grundlegende Erkenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben. Sehr viel in Bezug auf Linux lernte ich dadurch, dass ich zuhause Debian installierte und damit herumexperimentierte. Sehr positiv an der LVA fiel mir auf, dass uns sehr viele Freiheiten in Bezug auf die verwendete Software und die Einteilung in der Gruppe gelassen wurde. Somit konnte sich jeder mit den Themen beschäftigen, die ihn am meisten interessierten oder von denen man glaubte, dass sie in der Zukunft nützlich sein könnten. Die Präsentationen stellten für mich einen sehr guten Einstieg in die jeweilige Materie dar. Weiters wurden von den Gruppenkollegen auch schon konkrete Tools evaluiert und im Zuge der Präsentation vorgestellt, was meiner Meinung nach die spätere Aufgabe der Installierung des SPH-Portals erleichterte, da man aufgrund der Präsentationen schon eine Vorauswahl treffen konnte. Durch die systematische Evaluierung der Open-Source Tools erhielt ich einen guten Überblick über die Möglichkeiten und Potentiale derartiger Produkte. Ich war mehr als überrascht über die Funktionalität und die Qualität die diese Tools bieten. Da diese obendrein gratis zur Verfügung gestellt werden, werde ich in Zukunft sicher öfter auf SourceForge und Co. vorbeischauen, wenn ich Werkzeuge für bestimmte Aufgaben benötige. Durch die laufenden Zwischenberichte erlangte man ein sehr gutes Feedback über den aktuellen Stand der Dinge der anderen Gruppen. Ich empfand es immer als sehr spannend zu erfahren welche Tools die anderen Gruppen warum verwendet haben. Ein kleiner Kritikpunkt war die Zeitaufteilung des Projektstudiums. Meiner Meinung nach wurde zu viel Zeit für die Präsentationen aufgewendet, welche für die Installierung des SPH-Portals dann fehlte. So mussten wir öfters bis spät in die Nacht arbeiten, damit wir für den nächsten Zwischenbericht konkrete Ergebnisse vorweisen konnten. Abschließend möchte ich anmerken, dass das Prost eine sehr positive Erfahrung für mich darstellte und ich sehr viel daraus mitnehmen konnte. Meines Erachtens sollte ein Wirtschaftsinformatiker auf jeden Fall mit Linux in Berührung gekommen sein, um seinen Horizont zu erweitern und zu erkennen, dass es außer Microsoft auch noch etwas anderes gibt. Einige Dinge werde ich sicher, in der einen oder anderen Form, in Zukunft wieder verwenden können.

Teilnehmer/in J

Das PROST hat sich um Software-Project-Hosting (SPH) mit Open-Source Mitteln gedreht. Im Vordergrund standen die Evaluation von Open-Source Tools und die Installation und der Betrieb eines SPH-Webportales auf einem selbst ausgewählten und angemieteten Linux-Server. Die Einführung zum Thema bestand aus einer Reihe von Referaten, deren Ergebnisse sich im Nachhinein aber als wenig verwertbar erwiesen. Das lag an der offenen Zielformulierung des PROST, was uns dann aber in der Umsetzungsphase sehr entgegen kam und uns ein herausforderndes, selbständiges Planen und Arbeiten ermöglichte. Dazu beigetragen haben auch die regelmäßigen Präsentationen unserer Zwischenergebnisse vor dem LVA-Leiter und den anderen Gruppen. Dadurch ergab sich konstruktives Feedback durch den LVA-Leiter und ein Abgleich mit den Erfahrungen der anderen Gruppen. Besonders geschätzt habe ich das Kennenlernen vieler Open-Source Tools in den Bereichen Projektmanagement, Softwareentwicklung, Kommunikation und anderer Software rund um Webportale. Aber auch das Betreiben des Linux-Servers und das dafür nötige Einarbeiten in Linux war die dafür aufgewendete Zeit definitiv wert.

Teilnehmer/in K

Meine Aufgabe in diesem Projekt war es, die benötigten Kommunikationsmittel für eine SPH-Umgebung zu Verfügung zu stellen. Ich begann also mit der Installation einfacher Foren (phpBB) auf meiner eigenen Homepage und probierte Installation diverser Chats. Anschließend wollte ich um den Mailserver kümmern, der das senden und empfangen von Emails der Benutzer erledigen sollte. Nach einer kurzen Literaturrecherche entschloss ich mich, den vorhandenen (und bereits installierten) Mailserver sendmail aus sicherheitstechnischen Gründen nicht zu verwenden. Ich entschloss mich den IMAP-Mailserver ‚cyrus’ zu installieren, der grundsätzlich mit ‚apt-get install cyrus’ zu installiert und konfiguriert sein sollte. Die Praxis zeigte, dass dem nicht so war und es folgte eine intensive und frustrierende Fehlersuche. Mit dem Hinweis auf den IMAP-Mailserver ‚courier’ stieg auch die Motivation wieder diesen Mailserver doch zum laufen zu bringen erheblich. Doch auch hier vergingen die Stunden sehr schnell und auch der IMAP-Mailserver courier war nicht ganz so einfach zu installieren. Da jedoch schon vereinzelt Ergebnisse zu sehen waren, konnte es sich nur noch ‚um Tage’ handeln, dass der Mailserver endlich lief. Auf den (endlich) funktionierenden Mailserver aufbauend, war die Installierung der Webmail-Clients dann relativ einfach. Nur ein Hochladen der entpackten Dateien auf den Server war dazu notwendig (z.B. bei Aeromail). Webmail-Clients wie Squirrelmail benötigten überdies noch einige Einstellungen, die jedoch ohne Probleme vonstattengingen. Anschließend folget eine Integration in unser Projektverwaltungstool PHProjekt. Ich konnte mir in diesem Projektstudium einen guten Einblick in die Open Source Software (oder Teile davon) verschaffen, der jedoch eine zeitintensive Beschäftigung mit der Materie erforderte. Womit wir auch bei dem Faktor Zeit wären: Wenn man für ein Projekt, das mit 120 Stunden veranschlagt ist, nicht ganz 200 Stunden braucht (wobei aber unproduktive Stunden, wie z.B. das Warten auf einen Reboot des Servers nicht mit eingerechnet werden) dann kann meiner Meinung nach irgendwas mit der Zeitplanung nicht stimmen. Das einzige was den Faktor Zeit wesentlich verkürzt hätte, wäre, anstatt der Impulsreferate zu Beginn des Projektstudiums ein besserer Überblick über das Thema Software-Projecthosting selbst gewesen. So war mir lange Zeit unklar was SPH überhaupt ist, wie man dabei vorgeht (Analyse, Design, Implementierung etc) und welche Methoden für diesen Prozess von uns zu Verfügung gestellt werden sollten. Die Impulsreferate trugen dazu kaum bis gar nicht bei. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass das Projektstudium sehr interessant war. Ich machte viele neue Erfahrungen so wie das Evaluieren oder Anmieten eines Servers. Auch das Arbeiten mit einem Linux-Rechner selbst, war eine Herausforderung, da ich noch nie mit Linux gearbeitet hatte. Obwohl es bereits Personen mit Linux-Erfahrung in unserer Gruppe gab, musste man sich die notwendigen Linux-Befehle mehr oder weniger selber beibringen (was sich natürlich auch auf unser Zeitkonto auswirkte). So mussten einfache Befehle gesucht und deren Anwendung studiert werden, aber auch Zugriffsrechte für Dateien vergeben werden. Mit dem Einarbeiten in die Linux-Welt wurde mir aber auch die Scheue von der (komplexen) Materie Open-Source genommen, was ein zukünftiges Arbeiten damit sicher erleichtern wird. Schließlich und endlich habe ich das Gefühl, dass dieses Erlernen der Open-Source-Welt und speziell Linux (obwohl, oder gerade weil es zeitintensiv war) wie Radfahren ist, denn wenn man ein einmal kann, verlernt man nicht mehr. Diverse Probleme mit Sicherheitslücken (root-kit) und dem Support des Servers (Serverausfälle und deren Neustart) runden die gemachten Erfahrungen ab. Es zeigt, wie wichtig es ist auf die Sicherheit sensibler Daten zu achten und wie schnell es geht dass diese Vertraulichkeit verletzt wird. Doch besser jetzt solche Erfahrungen zu machen, als später, wenn wirklich wichtige Daten betroffen sind.

Teilnehmer/in L

Zu Beginn des PROST wusste ich nicht genau was mich bei diesem Thema erwartet, da ich in diesem Bereich (vor allem Open Source und Linux) noch keine Erfahrungen hatte. Durch das Impulsreferat wurde mir im Großen und Ganzen bewusst, wie die Basisprotokolle des Internets funktionieren bzw. zusammenarbeiten. Das Problem dabei war für mich der große Umfang der Materie, da ich sechs Protokolle auf zehn Seiten zusammenfassen musste. Das erschwerte teilweise, sich auf die wichtigsten Tatsachen zu konzentrieren. Was ich bei den Referaten generell gut fand, ist dass man doch über ein breit gefächertes Thema einen guten Einblick durch die anderen Gruppenteilnehmer bekommen hat. Der Nachteil der Referate war meiner Meinung nach, dass sich die Hauptaufgabe des PROST erst Ende November vollständig geklärt werden konnte. Bei der Evaluierung wurde mir gleich klar, dass Open Source Software in großen Mengen vorhanden war und dass es gar nicht so einfach ist, sich für etwas zu entscheiden da ein jedes Tool seine Vor- und Nachteile hat. Gefallen hat mir dabei das Durchstöbern von Foren im Internet, wo Benutzer diverser Tools deren kritische und unterschiedliche Meinung äußerten. Die Implementierung war für mich völliges Neuland. Leider haben es wir nicht geschafft das Tool GForge zu installieren, wobei wir auch unsere Konfiguration am Server etwas verändert haben, was ein Neuaufsetzen nach sich zog. Beim Installieren von PostNuke, PHProjekt, Mantis sowie den Integrationstools hatte ich keine gröberen Probleme und ich glaube, dass ich dabei sehr viel bezüglich Linux, Installationen und Konfigurationen gelernt habe. Eine Erfahrung der anderen Art war ein Hackerangriff eine Woche vor dem letzten PROST-Termin welcher der Gruppe noch mal einige Nerven kostete. Die erneute Installation war im Prinzip nicht das Problem, eher die aufwendige Konfiguration der eingesetzten Software. Leider hatten wir öfters Gruppeninterne Probleme während des Semesters bezüglich Terminvereinbarungen, Setzen von Fristen, Abmachungen etc. In diesem Bereich habe ich für die Zukunft sicher einiges gelernt, dies betrifft vor allem das Setzen von Fristen. Ein oftmaliges Verschieben von Terminen bzw. zugesagte Versprechen werde ich in Hinkunft so weit als möglich vermeiden wollen. Alles in allem habe ich fachlich sehr viel in diesem Semester gelernt, da SPH ein breit gefächertes Thema darstellt – dabei hat mich auch der enorme Zeitaufwand nicht so gestört, da ich glaube viel aus der LVA mitgenommen zu haben. Das Arbeiten auf Gruppenebene hat mich zwar nicht immer begeistert, aber auch aus dem kann ich für die Zukunft viel mitnehmen. Was mich generell etwas gestört hat ist die Tatsache, dass mir die Aufgabenstellung aufgrund meiner Unkenntnis über das Thema einfach nicht ganz klar war und ich bis Ende November mehr oder weniger im Dunklen tappte.

Teilnehmer/in M

Da für die Impulsreferate die Themenstellung eigentlich nicht detailliert vorgegeben war und ich in diesem Bereich noch nichts gearbeitet habe, war es für mich schwierig das Thema zu treffen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mir zu Beginn noch nicht vorstellen konnte, was beim PROST am Ende herauskommen sollte. Der Inhalt vieler Referate brachte mir einiges näher, was ich bis dahin noch nicht so genau gewusst habe. Meiner Meinung nach sind diese Referate deshalb eine gute Basis um überhaupt mit dem Aufbau eines Projektportals zu beginnen, da man zunächst eine gewisse Grundkenntnis über diese Themen braucht. Die Beschäftigung mit Linux, wie etwa die Installation am eigenen PC, war für mich eine große Herausforderung. Ich hatte Probleme die Installation hinzubekommen, weshalb ich oft nächtelang vor dem Computer saß und eine Lösung suchte. Es kommt natürlich auch darauf an, welche Distribution man installiert. Da man bei Debian viele Einstellungen selber vornehmen kann, ist es sicherlich komplizierter zu installieren als SuSe. Das Thema Softwareentwicklungsportal ist ein sehr umfangreiches. Deshalb glaube ich, dass für das Evaluieren der Tools genügend Zeit eingerechnet werden muss um dann diejenigen installieren zu können, die am besten geeignet sind. Aus diesem Grund ist es auch gut, dass nicht verlangt wurde, dass jedes Gruppenmitglied von allen Tools sehr gute Kenntnis hat, denn das wäre in der Zeit eines Semesters nicht möglich. Abschließend möchte ich bemerken, dass dieses PROST mein Interesse an Linux geweckt hat (wahrscheinlich auch, weil es mich herausgefordert hat). Der Zeitaufwand für das PROST war sehr groß, was aber auch damit verbunden war, dass ich mich freiwillig in viele neue Themengebiete eingelesen habe. Ich halte das Projektstudium deshalb für sehr interessant, weil jedes Gruppenmitglied sein Wissen in eine von ihm gewünschte Richtung vertiefen kann. Man stößt immer wieder auf „Neuland“ was das Interesse daran weckt. Sehr gut finde ich, dass man in diesem Prost einmal die praktische und nicht die theoretische Seite kennen lernt. Leider gibt es solche praktischen Kurse, welche für das Berufsleben sehr wichtig sind, auf der Uni viel zu wenig.

Teilnehmer/in N

Einleitend möchte ich gleich festhalten, dass dieses Projektstudium meinen Erfahrungsschatz wesentlich erweitert hat, bezogen sowohl auf positive als auch auf negative Aspekte und dadurch eine der (leider nicht sehr zahlreichen) Lehrveranstaltungen in Rahmen meines Studiums war die mir vielleicht später im Berufsleben Vorteile bringen. Fachlich war der Themenbereich sehr breit gefächert. Die Palette reicht von der Thematik des Internet-Service-Providing, der Auswahl und das Anmieten eines entsprechenden Servers samt Domainregistrierung, die Philosophie von Open Source Programmen, ihr immer größer werdendes Angebot und die dadurch immer schwieriger werdende Auswahl sowie die Eigenheiten des Betriebssystems Linux samt seinen Vor- und Nachteilen und nicht zuletzt der gesamte Themenbereich des Software-Project-Hosting. Alle diese Themen bildeten in ihrer Summe eine sehr interessante Aufgabenstellung, die allerdings erst im Laufe des Semesters so richtig klargestellt wurde und somit zu Beginn eher Ungewissheit und dadurch ein geminderter Tatendrang vorherrschte. Einen wesentlichen Lernerfolg erzielte ich vor allem bei der Arbeit mit dem Betriebssystem Linux, seinen Befehlen, die Konfigurationsmöglichkeiten und generell seinen Eigenschaften. Linux kommt eigentlich in der Praxis immer häufiger zum Einsatz, in der Ausbildung ist sein Stellenwert allerdings noch sehr gering. Der zweite für mich sehr interessante Bereich war die gesamte Thematik des Internet-Service-Providing. Durch die Evaluierung verschiedener Anbieter und der anschließenden praktischen Arbeit mit dem eigens angemieteten virtuellen Server wurde mir erst die Vielfalt der damit verbundenen Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten bewusst. Allerdings wurde unserer Gruppe sehr deutlich vor Augen geführt mit welchen Risiken und Sicherheitslücken man in den unendlichen Weiten des WWW konfrontiert werden kann. Ein gezielter Hackerangriff auf unser System, der einen längeren Ausfall und die gesamte Neuinstallation zur Folge hatte beeinträchtigte nicht nur wesentlich den Zeitplan sondern auch die Motivation im Team und in der Folge das Endergebnis. Doch auch negative Erfahrungen können sich für die Zukunft positiv auswirken. Dies gilt hoffentlich auch in Bezug auf die im Rahmen der Gruppenarbeit aufgetretenen Probleme. Es wurde uns deutlich vor Augen geführt, dass sich die Zusammenarbeit einer größeren Anzahl von Personen, in diesem Fall fünf, äußerst schwierig gestalten kann, wenn nicht alle das selbe Ziel verfolgen beziehungsweise gleich engagiert zu Werke gehen. Ein größeres Fachwissen und Erfahrungsschatz kann mangelnde Einstellung und fehlendes Engagement nicht ersetzten. Trotzdem war der Besuch dieses Projektstudiums ein Gewinn für mich und all das Wissen und die Erfahrungen die ich daraus mitnehmen konnte rechtfertigen auch den durchaus hohen Arbeitsaufwand der mit der Realisierung des SPH-Portals verbunden war.

Teilnehmer/in O

Durch meine Tätigkeit als Systemadministrator auf einem Institut der Johannes Kepler Universität hatte ich mich zwar vorher bereits intensiv mit Unix und Linux Betriebssystemen auseinandergesetzt, allerdings gab mir dieses Projektstudium die Gelegenheit meine Kenntnisse weiter zu vertiefen. Bisher hatte ich nur mit den Linux Distributionen SuSE und gentoo, sowie mit anderen UNIX Derivaten gearbeitet und musste feststellen, dass die Unterschiede zu der Distribution Debian teilweise größer ausfielen als erwartet. Bei der Konfiguration des virtuellen Servers war dies zwar weniger augenfällig, allerdings warf eine Installation von Debian 3.0 bei der Installation auf einem neueren Rechner – vor allem aufgrund einer IDE-Raid Karte – nicht unerhebliche Probleme auf. Das Fazit daraus für mich ist, dass ich in Zukunft – soferne für mich eine Wahlmöglichkeit besteht – wohl auch weiterhin die Distributionen SuSE und gentoo (mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen) verwenden werde. Nichts desto trotz bin ich jetzt auch mit dem Paketverwaltungssystem von Debian vertraut, was mir aufgrund der Verbreitung dieser Distribution als nicht unerheblicher Vorteil erscheint. Die Lösung dieses Projekt auf einem virtuellen Server zu betreiben, hat für mich persönlich ebenfalls einen hohen Nutzwert für die Zukunft. Durch das interessante Preis-/Leistungsverhältnis solcher Lösungen sehe ich mich veranlasst, selbst einen solchen Server anzumieten und Portale von Kunden, für die ich Weblösungen implementiert habe, auf diesem Server zu hosten. Zumal nicht nur die Kosten für Webspace, Traffic und Top Level Domains der evaluierten Provider vergleichsweise gering sind, sondern auch die Möglichkeiten, die solche virtuellen Server bieten, gleichwertig mit dedizierten Servern sind. Im Zuge dessen werde ich natürlich auch mehrere der kennen gelernten Open Source Lösungen installieren und konfigurieren – die Vorarbeit ist ja bereits erledigt ;-). Dies trifft natürlich vor allem auf Maildienste, Foren, Chat und dergleichen zu. Alles in allem bereue ich es nicht dieses Projektstudium gewählt zu haben, da es mein persönliches Interesse exakt getroffen hat und ich zudem auch noch viele Erfahrungen gesammelt habe (z.B. durch die Impulsreferate), für die ich ansonsten wesentlich mehr Zeit hätte aufwenden müssen.

Software Project Hosting (SS 2004)

Teilnehmer/in A

Die Durchführung des Projekts "SPH" im Rahmen des Projektstudiums war wirklich eine neue Erfahrung für mich. Was mir am besten daran gefallen hat, war die Tatsache, dass man einen gewissen Praxisbezug bekam und sich mit Problemen auseinander setzten musste, die meiner Meinung nach auch im späteren Berufsleben auftreten können. Die Lösung dieser Probleme war für mich das eigentliche Ziel der Lehrveranstaltung. Damit meine ich, wir mussten uns die Arbeit selbst organisieren und koordinieren, d.h. eine gewisse Selbstständigkeit war gefordert. Und genau das macht den Unterschied zu den anderen Lehrveranstaltungen, denn hier war es nicht so, dass ein Professor vortrug und die Studenten oftmals gelangweilt zu hören mussten. Die einzige Unterstützung die wir bekamen, war lediglich Hilfe zur Selbsthilfe und das machte für mich den eigentlichen Lerneffekt aus. Weiters war es vorteilhaft sich mit einer Materie zu befassen, die in keiner anderen Veranstaltung behandelt oder besprochen wurde, mit der wir jedoch fast tagtäglich arbeiten und konfrontiert sind. Denn jeder von uns nutzt verschiedene Internetdienste eines Providers oder anderer Organisationen, doch keiner fragt sich, was eigentlich im Hintergrund passiert. Gerade in einem für mich eher technisch orientierten Studium ist es schade bzw. unverständlich, dass solche Dinge nicht in einer Lehrveranstaltung behandelt werden. Die Theorie dazu haben wir sicherlich in irgendeiner der Veranstaltungen gehört, doch wie die Praxis aussieht und wie man solche Dienste verwendet und verwaltet werden, wurde nicht wirklich erwähnt. Im Zuge dieser Lehrveranstaltung ist es mir persönlich auch gelungen die Scheu gegenüber linuxbasierten Systemen abzulegen. Was meiner Meinung nach im späteren Berufsleben sicherlich nur ein Vorteil sein kann, denn der Vormarsch von solchen Open-Source-Projekten ist enorm und nicht mehr aufzuhalten. Und gerade in diesem Bereich finde ich, dass noch großes Potential steckt und hierbei mitzuwirken ist für mich eine tolle Sache. Vor diesem Projekt hatte ich einen großen Respekt von den Leuten, die sich mit Linux, Servern oder anderen Open-Source-Projekten beschäftigten, doch jetzt nach SPH ist dies nicht mehr der Fall. Das soll nicht heißen, dass ich den Respekt diesen Personen gegenüber verloren haben, nein, sondern mir ist klar geworden, dass diese Leute auch nur mit Wasser kochen und diese Dinge auch für einen ottonormal Studenten verständlich sein können, wenn man sich damit beschäftigt. Was mich auch sehr faszinierte, waren die Ideen die diese Leute hatten, um ihre Systeme zu realisieren. Die verschiedenen Komponenten und der Aufbau der verschiedenen Systeme war wirklich sehr interessant und lehrreich. Denn im Zuge der Recherchen lehrt man doch viele neue Methoden und Techniken kennen, die es ermöglichen System leichter zu entwickeln und zu verwalten. Auch das Testen der einzelnen Softwareprodukte war sehr lehrreich, denn es mussten Kriterien festgelegt werden, die bei der Auswahl der Produkte helfen sollten. Zum einen war es interessant sich zu überlegen nach welchen Punkten man ein solches Produkt bewerten sollte und warum es zum Einsatz kommen soll und zum anderen war es nötig zu wissen wie diese Software mit den anderen Komponenten des System zusammenarbeiten und welchen Nutzen es hat. Das Zusammenspiel der einzelnen Systemkomponenten war enorm wichtig für die spätere Verwendung des Systems und deshalb war auch die Koordination zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern essentiell. Das Selbstorganisieren war auch ein Punkt, den ich als sehr positiv empfunden habe. Denn solche Probleme wie Zeitplanung und Termineinhaltung waren ein wesentlicher Bestandteil bei der Durchführung von SPH. Doch gerade solche Dinge kann man in einer Vorlesung nicht lernen, denn hier müssen sich die einzelnen Gruppenmitglieder selbst zusammenraufen und zusammenarbeiten. Und ich glaube, das ist uns durchaus gelungen! Auch das Ergebnis unserer Arbeit kann sich sehen lassen und zeigt meiner Meinung nach, dass wir wirklich etwas gelernt haben und zusätzliche Erfahrungen gewonnen haben. Die Kenntnisse jedes einzelnen haben sich in diesem PROST sicherlich erweitert. Für mich war das wichtigste den Umgang mit linuxbasierten System kennenzulernen und mittlerweile bin ich soweit, dass ich mir überlegt habe, mir eventuell für Testzwecke eine Linux-Rechner zu besorgen. Ich möchte meine Kenntnisse in diesem Bereich noch erweitern und ausbauen. Das Projekt SPH hat mir so eine Art Anstoß gegeben mich mit diesem Thema zu beschäftigen, denn ich weiß nicht, ob ich mich in meiner Freizeit so mit diesem Thema befasst hätte. Auch die Zusammenarbeit in solch einer Form wäre wohl nicht möglich gewesen. Abschließend möchte ich sagen, dass solch ein Projekt als eine Lehrveranstaltung im Studienplan verankert werden sollte. Denn um einen gewissen Praxisbezug zu vermitteln ist solch ein Projekt ideal.

Teilnehmer/in B

Man wächst mit seinen Herausforderungen. Ganz unter diesem Motto stand das Prost am Lehr- und Forschungszentrum Rottenmann. Noch bevor das Prost begann, stellte ich viele Überlegungen an, welches Thema wohl das richtige für eine Veranstaltung in diesem Umfang wäre. Manch einer spekulierte bei der Themenauswahl damit, schon im Vorfeld eine Verbindung zu der Diplomarbeit aufzubauen zu können, andere wussten gar nicht, in welche Richtung sie sich begeben wollten. Ich habe mich schlussendlich dazu entschieden, in der Gruppe Software Project Hosting mitzuarbeiten, da man sich dort für die Bearbeitung der Themenbereiche auf völliges Neuland begeben musste. Neuland deshalb, weil die zu bearbeitenden Inhalte weder Teil von Vorlesungen an der Universität waren, noch in einer vergleichbaren Art und Weise im privaten Bereich zuvor ausreichend behandelt wurden. Ich hatte mich schon vor einigen Jahren immer wieder dazu aufgerafft, Linux als echte Alternative zu Windows in betracht zu ziehen, hatte mich über diverse Distributionen informiert und habe auch den Schritt gewagt, Windows von meinem Rechner zu verbannen. Leider sind diese Versuche „Umzusteigen“ mehrmals bei der Installation gescheitert, in vielen Fällen resignierte ich nach der Installation diverser Window- Manager aufgrund der „anscheinend“ eigenen Unfähigkeit kleine Operationen bzw. weitere Installationen durchzuführen. Die Arbeit in der Gruppe Software Project Hosting hat mir Möglichkeit gegeben, mich mit anderen auszutauschen und gemeinsam an Problemen zu wachsen; vor allem die Erkenntnis, dass man mit kleinen Problem oft nicht allein ist, wirkte beruhigend. Der Punkt, der mich wohl am meisten staunen ließ, war die Mächtigkeit von Linux. Um ehrlich zu sein, man vertraut den Stimmen erst, wenn man sich selbst von etwas überzeugt hat. Linux ist nach wie vor ein Betriebssystem, das nicht dieselbe Marktdurchdringung wie ein Microsoft Betriebssystem besitzt, obwohl das in einer kapitalistischen Gesellschaft allein aus Sicht der Kosten schon ein Thema wäre. Im Nachhinein betrachtet wäre es aus Kostensicht kaum denkbar, eine vergleichbare Funktionalität unter Windows bereitzustellen, schon gar nicht an einer Universität. Mit Linux, eigentlich Debian GNU, haben wir es gemeinsam geschafft, eine komplette Infrastruktur für das Hosting von Software Projekten bereitzustellen. Von uns wurden die wichtigsten Bereiche wie Kommunikation, Datenhaltung- sowie Sicherung abgedeckt, und in den Betrieb überführt. Ich habe mich mit meinem Beitrag in dem außerordentlich interessanten Bereich der Kommunikation positioniert. Vorerst war es geplant, dass ich mich ausschließlich mit dem Thema Email Services beschäftige, dies wurde im weiteren Verlauf des Projektstudiums auf Internet Relay Chat und die Bereitstellung von Boards ausgeweitet. Persönlich habe ich in dem Bereich Email Services am meisten gelernt, da die Installation diverser Email Server viele Stunden in Form von Recherchen und Konfiguration beansprucht hat. Wenn auch viele, im Linux Jargon „Howtos“ genannte, Anleitungen vorhanden sind, ist es unumgänglich für die eigene Verwendung einen eigenen Weg zu finden. Das klingt offensichtlich, wird aber durch den Umstand erschwert, dass man einerseits Vorgaben zu erfüllen hat, andererseits aber auch Paketkonflikte lösen respektive umgehen muss. Bei der Wahl des geeigneten Email Servers musste ich mich schließlich an Gegebenheiten im System anpassen, obgleich das nicht im ursprünglichen Vorgehen geplant war. Als Resümee kann ich behaupten, dass das Projektstudium meinen Horizont in vielen Bereichen erweitert, sowie den Blick auf scheinbare Trivialitäten geschärft hat. Gerade bei der Bearbeitung bzw. Hinterfragung von alltäglichen Prozessen, in meinem Fall banal ausgedrückt das Versenden eines Emails, werden Erfahrungswerte angesammelt, die ansonsten außen vor geblieben wären. Nicht unerwähnt möchte ich die Lenkende Kraft von Herrn Dr. Schiffer lassen, der zu jedem Zeitpunkt die Souveränität besitzt, Konfliktpotentiale zu erkennen, sowie für ganze Gruppen auf elegante Art richtungweisend zu sein.

Teilnehmer/in C

Am Anfang des Prosts stand eine Entscheidung an, sollte ich mich für das Thema „E-Government“, für das Thema „Bürgerkarte“ oder das Thema „Software Project Hosting“ entscheiden. Meine Entscheidung viel auf das Thema „Software Project Hosting“, aus einem einfachen Grund, da eine Anzahl von Studenten einen Root-Server gekauft hat und wir diesen noch einrichten müssen. Ohne die anderen Themen jetzt abzuwerten würde ich sagen, dass diese Entscheidung für mich zwar nicht die intelligenteste war, da ich keinerlei Linux Erfahrung mitbrachte und mich daher erst mit den grundlegendsten Dingen von Linux beschäftigen musste. Hätte ich mich für „E-Government“ oder die „Bürgerkarte“ entschieden, wäre ich am Einlesen zwar nicht vorbeigekommen, aber das Einarbeiten bzw. Herumhantieren mit Linux hätte nicht gemacht werden müssen und daher wäre der Aufwand in meinen Augen geringer gewesen. Das mag so klingen als würde ich meine Entscheidung bereuen, dies ist jedoch auf keinem Fall so. Es geht sogar so weit, dass ich früher oder später – je nachdem wie es die Zeit erlaubt – auf meinem privaten Rechner Linux aufsetzen werde und in gewisser Weise so vom Betriebssystem Linux angesteckt worden bin. Es stand auch noch eine weitere Entscheidung an, für welchen Teilbereich sollte ich mich entscheiden. Einerseits fasste ich das Thema „Kommunikationsdienste“ ins Auge, andererseits fand ich auch das Thema „Betriebs- und Zugriffssicherheit“ sehr interessant. Es sprachen mehr Aspekte für das Thema „Betriebs- und Zugriffsicherheit“ und diese Entscheidung bereue ich auch nicht, da sie eigentlich alle Bereiche umfasst und jedes Programm in gewisser Weise sicher sein sollte. Somit bin ich zwar kein „Experte“ für einen bestimmten Bereich, aber ich habe einen Überblick über alle sicherheitsrelevanten Dinge, die beim Aufsetzen eines solchen Servers anfallen. Fazit: Da dies eine Gruppenarbeit war wurde unter den Gruppenmitgliedern stark kommuniziert und jedes andere Gruppenmitglied stand mir, wenn irgendein Problem auftrat mit Rat und Tat zur Seite. So könnte man sagen, dass das Arbeiten in der Gruppe immer angenehm und fruchtbar war. Ein weiterer Punkt, den ich aus diesem Prost mitnehmen kann ist der, dass man nicht alle Definitionen von irgendwelchen Autoren sofort glauben sollte, sondern erst umfangreich recherchieren sollte und sich verschiedene Definitionen anschauen muss, bevor man irgendeine Definition vorträgt (als Beispiel wäre die Definition „Backup“ von Busam zu nennen). Alles in allem kann ich dieses PROST nur weiterempfehlen, denn hätte ich es nicht gemacht wäre ich wahrscheinlich nie mit dem „Virus“ Linux in Berührung gekommen.

Teilnehmer/in D

Ausschlaggebender Punkt für die Tätigkeiten in diesem Projektstudium war der Umstand, dass vorab einige Studenten (darunter auch ich) den Wunsch äußerten, über sehr viel Webspace verfügen und Dienste verschiedenster Art selbst einrichten und konfigurieren zu können. Das Preis-Leistungs-Verhältnis vieler Anbieter im Netz stimmte einfach nicht mit unseren Vorstellungen überein. Fehlende Datenbank- und Skriptsprachenunterstützung, Werbeeinblendungen, kein POP & IMAP was den Emailverkehr betrifft, oder aber horrende monatliche Kosten, waren Gründe genug, sich in Deutschland einen 'Root-Server' zu kaufen. Wir hatten nun einen eigenen Server, Speicherplatz en masse und alle Möglichkeiten den Server nach unseren Vorstellungen zu konfigurieren und zu nutzen. Wir traten im nächsten Schritt an Herrn Dr. Stefan Schiffer heran, und baten darum, die doch recht heikle Thematik des 'Bereitstellen von Internet-Diensten, Hosting' im Rahmen eines Projektstudiums unter seiner Führung und Unterstützung ausüben zu können. Unabhängig von Basis-Internet-Diensten sollten wir auch das zeitlich parallel ablaufende Praktikum aus Software Engineering bestmöglich unterstützen. Software Projekt Hosting wurde zur Realität. Meine bisherigen Linux-Kenntnisse beschränkten sich auf bestimmte Tools, die ich unter Windows mit Cygwin irgendwie zum Laufen bringen konnte. Wurde die Abneigung gegen eigenwillige Windowsbetriebssysteme und Programme besonders groß, ließ ich mich dazu verleiten auf einem meiner privaten PCs SUSE oder RedHat zu installieren. Von effizientem Arbeiten unter Linux, oder gar von Serverbetrieb und Bereitstellen von Diensten war ich meilenweit entfernt. Diese Versuche Linux sinnvoll einzusetzen scheiterten meist am doch recht komplexen Umgang diverser Konfigurationsorgien unter Linux und schnell war wieder Windows am Rechner. Ich lernte im Zuge des PROST zum einen nicht nur die Grundlagen von Linux-Betriebssystemen, insbesondere Debian, sondern fand zudem viele Antworten auf Fragen, die ich mir vorab schon hin und wieder gestellt hatte. Nämlich 'Was läuft eigentlich hinter den Kulissen von www & Co ab? Wie kommt meine Mail von meinem Rechner zum Empfänger? Grundlagen waren vorhanden, detaillierteres Wissen konnte ich mir mit Freude im Rahmen des Projektes aneignen. Fazit: Die Arbeit in unserer Gruppe war sehr angenehm, jeder half dem anderen, sofern Probleme auftraten. Da gewisse Themengebiete stets präsent waren, war es in erster Linie ein Miteinander und nicht die sture Ausarbeitung eines Einzelthemas. Die doch recht herausfordernden Aufgabestellungen von Dr. Schiffer waren anspruchsvoll aber zu keiner Zeit uninteressant. Er machte uns auf Probleme aufmerksam, stellte uns Fragen und führte uns auf diese Art und Weise sehr weit reichende Überlegungen vor Augen, die wir wahrscheinlich ohne seine Hilfe nicht in unsere Tätigkeit miteinbezogen hätten. Ob der Tatsache, dass mich die Thematik persönlich sehr interessiert hat und nach wie vor interessiert, dem Umstand, dass die Arbeit in der Gruppe außerordentlich gut funktioniert hat und der Möglichkeit Dinge selbst in die Hand zu nehmen und somit von externen Anbietern hinsichtlich Internet-Diensten unabhängig zu sein, würde ich mich ohne zu Zögern erneut zu diesem Projektstudium entschließen.

Teilnehmer/in E

Am Anfang dieses Semesters wusste ich nicht genau was mich im PROST erwartet. Da jedoch eigene Themenvorschläge möglich waren, wollte ich mich im PROST etwas näher mit Linux als Server-System beschäftigen. Durch den Kauf eines Root-Servers von einigen Kollegen und mir wurde unter der Regie von Herrn Dr. Schiffer das Thema für dieses PROST formuliert. Meine Gruppe war angehalten für das Software Praktikum eine Software Project Hosting Umgebung einzurichten. Am Anfang war ich etwas Skeptisch, da ich der einzige in unserer Gruppe mit Linux-Erfahrungen war, aber diese Skepsis war nicht von langer Dauer. Ich war sehr erstaunt wie schnell meine Kollegen den Umgang mit Linux geschafft haben. Als Betriebssystem wurde Debian GNU/Linux verwendet, welches für den Serverbetrieb prädestiniert ist und für Erfahrene Linux-Anwender gedacht ist. Besonders gefreut hat mich, dass sich einige meiner Kollegen zuhause auch ein Linux installiert haben. Man kann sagen, dass jedem meiner Gruppenkollegen die Angst vor Linux durch das PROST genommen wurde und sie sind jetzt in der Lage einen eigenen Linux-Server zu betreiben. Auch andere Kollegen zeigten Interesse an unserem PROST und begannen sich für die Server und deren Möglichkeiten zu interessieren. Interessant ist das Zusammenspiel von verschiedenen Softwareprodukten in Sourceforge. Bei der Installation und Konfiguration des Servers lernte ich viel über die eingesetzten Open Source Software. Es ist schon erstaunlich was in solchen Open Source Projekten geleistet wird. Man kommt sogar in Versuchung selbst ein solches System zu implementieren, leider wird hierfür wohl die Zeit fehlen. Das PROST war eine gute Vorbereitung für die Konfiguration unseres Root-Servers. Die Zusammenarbeit in der PROST Gruppe und mit den Mitgliedern des Softwarepraktikums war sehr angenehm. Die Kommunikation untereinander funktionierte sehr gut und für jegliche Probleme wurde gemeinsam nach Lösungen gesucht. Mich würde es sehr freuen, wenn diese beiden Server auch nach unserer Studienzeit weiter betrieben werden und für zukünftige Projekte als Plattform dienen.

 

E-Government in Österreich (SS 2004)

Teilnehmer/in A

Die zahlreichen, teilweise euphorischen Berichten über die zahlreichen Funktionen und Möglichkeiten, die sich Bürgern mit der Bürgerkarte eröffnen sollen, machten mich schon sehr neugierig. Da mir gesagt wurde, dass die Bürgerkarteninfrastruktur auf Staatsseite ja schon seit geraumer Zeit funktionsfähig ist, nahm ich an, dass das System gut funktioniert. Ich wusste genau, was ich alles für einen perfekten Einstieg in die Welt des bequemen und problemfreien Amtsweges benötige. Eine Karte von A-Trust, lizenzierte Software und Kartenlesegerät von IT Solution. Nach erfolgreicher Bestellung und Erhalt dieses Bürgerkarten Basissets stellte sich das Aktivieren der Bürgerkarte als großes Problem heraus. Es waren vier BAWAG Besuche notwendig, um letztendlich in Besitz einer funktionsfähigen Bürgerkarte zu kommen. Dies bedeutete für mich, dass ich vier Mal die Termine mit dem Registration Officer vereinbaren musste. Die Freischaltung dauerte somit fast drei Wochen. Wäre ich berufstätig, hätte ich wahrscheinlich nach dem zweiten Versuch bereits Abstand von der Bürgerkarte genommen. Nachdem ich endlich über eine aktivierte Bürgerkarte verfügte, war ich der naiven Ansicht, dass die sinnvolle Nutzung der Karte nun kein Problem mehr darstellen würde. Nach der Installation der Software und des Kartenlesers galt es ein geeignetes Formular zum Testen der Installation auf Funktionsfähigkeit zu finden. Auf ‚help.gv.at’ wird ein Formular zur testweisen Anforderung einer Geburtsurkunde zur Verfügung gestellt. Ich war gespannt, wie diese Prozedur ablaufen würde. Doch logische und syntaktische Fehler im Formular machten mich noch vor Abschluss der Anforderungsprozedur nachdenklich. Beim Versuch das Formular zu signieren wurde ich mit einer nichts sagenden Meldung „BodyNotFound“ konfrontiert. Da ich aufgrund dieser Fehlermeldung die Ursache für das Problem nicht orten konnte, schrieb ich eine E-Mail an ‚help.gv.at’ und bat um Hilfe. Parallel dazu suchte ich Hilfe auf den Homepages von IT-Solution (dem Hersteller der Signaturumgebung) und von A-Trust (Hersteller der Karte bzw. Zertifikates). Jedoch weisen beide Homepages als Support nur eine magere FAQ Liste bereit. Support per E-Mail wurde erst gar nicht angeboten. Bei A-Trust stellt man telefonischen Support ausschließlich über eine teure Mehrwertnummer zur Verfügung. Erst eine Kontaktaufnahme mit dem ehemaligen Interviewpartner, Herrn Dipl.-Ing. Karlinger vom CIO, brachte Klärung. Lösung des Problems sollte eine Aktualisierung der Personenbindung sein. Ein Update war jedoch nicht möglich, da die verwendete Signaturumgebung in der aktuellen Version noch nicht fähig ist ein solche durchzuführen. Diese Umstände beschreiben meiner Meinung nach sehr gut, wo noch die großen Probleme am Bürgerkartenkonzept bestehen: Support – Es gibt leider keine zentrale Stelle, wo man Unterstützung bei Problemen bekommt. Der Bürger muss selbst nach der fehlerhaften Komponente suchen und dann den jeweiligen Anbieter kontaktieren. Ich glaube jedoch nicht, dass ein Bürgerkartenbesitzer diese Mühen auf sich nehmen wird. Fehlerfreiheit – Das Bürgerkartenkonzept ist noch sehr fehlerbehaftet. Dieser Umstand zeigte sich deutlich durch Probleme bei der Freischaltung, fehlerhafte Formulare, problematische Bürgerkartensoftware. Bevor die beiden angebotenen Softwareumgebungen nicht fehlerfrei, einfacher und ergonomischer in der Handhabung sind, können sie, meiner Meinung nach, nicht als bürgertauglich beschrieben werden. Wenige Applikationen – Viele der angebotenen Applikationen sind ausschließlich bestimmte Regionen vorbehalten. Österreichweite Anwendungen sind leider noch sehr selten. Abschließend möchte ich feststellen, dass die Erfahrungen mit der Bürgerkarte im Rahmen des PROST sehr interessant und lehrreich für mich waren. Zielsetzung war nicht die produktive Nutzung der Bürgerkarte, sondern das Sammeln von Erfahrungen mit dem Vertreter des E-Governments. Das Konzept sich trotz vieler Probleme erscheint mir jetzt noch sehr interessant an. Die zahlreichen Probleme mit der Bürgerkarte im Rahmen des PROSTs zeigen mir, dass das Konzept der Bürgerkarte noch nicht Markt- bzw. Bürger-Reif ist. Das Konzept wurde meiner Meinung nach zu früh in den Markt geworfen. Als Beta-Tester missbraucht zu werden, bin ich jedoch schon von Microsoft gewohnt. Kurz gesagt braucht das Bürgerkartenkonzept noch Zeit zum Reifen, bevor man es dem technisch wenig versierten Bürger zumuten kann. Würde ich eine Bewertung des Konzeptes zu diesem Zeitpunkt abgeben müssen, so würde ich mich der Meinung eines Interviewpartners anschließen: „Dessen Meinung ist, dass es derzeit gibt es noch keine sinnvollen Anwendungen für die Bürgerkarte gäbe und das Konzept noch in den Kinderschuhen.“

Teilnehmer/in B

Vor Beginn des Semesters war ich mir noch nicht im Klaren, welches Projektstudium ich besuchen sollte. Nach gründlicher Recherche auf den einzelnen Webseiten der Projektstudien anbietenden Institute war für mich klar, dass ich jenes mit dem Titel „E-Government in Österreich: Stand von Theorie und Praxis“ belegen möchte. Ich ging mit großen Erwartungen an diese Lehrveranstaltung heran, da ich mich bislang nur wenig mit dieser Thematik beschäftigt habe. Ein weiterer Grund für die Wahl war mit Sicherheit auch die in Zukunft steigende Bedeutung von E-Government. Als Wirtschaftsinformatik Student sollte man meiner Meinung nach Kenntnisse zu dieser neuen Materie haben. Um einen guten Einstieg in den Kurs zu erreichen, musste sich jeder einzelne Teilnehmer/in mit einem frei gewählten E-Government Thema auseinandersetzen. Ich fand dieses Vorgehen sehr gut, denn jeder Student hatte nach einer Woche ein Grundwissen, das eine ordentliche und konstruktive Vorgehensweise des Kurses ermöglichte. Damit das Projektstudium nicht nur eine reine Literaturstudie wird, wurden verschiedenste Interviews mit Personen durchgeführt, die eng mit E-Government vertraut sind. Um ein möglichst repräsentatives Ergebnis zu erhalten, wurden sowohl Politiker als auch Techniker und Softwarehersteller befragt. Die Durchführung der Interviews gestaltete sich teilweise aber als schwierig, denn nicht jeder von uns befragte Partner konnte durch Kompetenz glänzen. Hier wären einige lustige Episoden zu erzählen. Aus Gründen der Anonymität möchte ich es aber hierbei belassen. Durch diesen Praxisbezug wurde mir aber trotzdem klar, wie weit das Thema in den Köpfen der Leute verankert ist bzw. welche Rolle es in Österreich spielt. Ich bin aber der Meinung, dass die Themenstellung „E-Government“ vom LVA-Leiter noch das eine oder andere Semester zu früh ausgewählt wurde, da einige Anwendungen wie die „Bürgerkarte“ einfach noch nicht ausgereift sind, um ein vernünftiges Fallbeispiel durchexerzieren zu können. Abgesehen vom neuen Wissen bin ich aber doch um die eine oder andere Erfahrung im Laufe des Semesters reicher geworden. Hier sind vor allem das Teamwork bzw. das wissenschaftliche Arbeiten zu nennen. Um einen Endbericht mit universitärem Niveau zu gestalten, bedarf es einer ungeheuren Koordination, vor allem dann, wenn gleich acht Leute an einem Bericht schreiben. Auch das wissenschaftliche Arbeiten wird mir in Zukunft hilfreich sein. Spätestens beim Schreiben der Diplomarbeit werde ich auf diese Erfahrung zurückgreifen können. Abschließend möchte ich anmerken, dass das Projektstudium meinen Erwartungen entsprochen hat. Ich bin jedoch der Meinung, dass es in Zukunft ein Projektstudium geben sollte, das auf unseren Kenntnissen aufbaut und durch den weiteren Stand der Entwicklung ergänzt wird.

Teilnehmer/in C

Da ich mich schon länger für E-Government interessiere, habe ich mich entschieden, an diesem PROST teilzunehmen. Mein Interesse für E-Government wurde eigentlich geweckt, als ich von der Entwicklung der Bürgerkarte hörte, die mir von Anfang an etwas suspekt erschienen ist. Diese Ansicht hat sich durch die neuen Erkenntnisse, die ich im Laufe des PROST gewinnen konnte, noch mehr bestätigt. Mir ist zum Teil der Eindruck entstanden, als wäre den Befürwortern der Bürgerkarte wichtiger, den EU-Schnitt zu heben, als Verwaltungsabläufe zu modernisieren und mehr Transparenz zu schaffen – wie so gerne gesagt wurde. Einerseits hatten wir sehr viel Pech, dass es bis zum Schluss so viele Probleme mit unserer Bürgerkarte gab. Andererseits finde ich die Aussagekraft dieser Probleme nicht unwesentlich. Abgesehen von der Bürgerkarte sind auch die beiden anderen Themen sehr interessant. Ich hatte vor dem PROST praktisch keinen Bezug zu diesen Bereichen, doch die Zusammenhänge aller drei Bereiche untereinander wurden mir um einiges klarer. Der Zeitraum, in dem wir uns mit der Thematik beschäftigt haben, war für mich ein sehr spannender, weil E-Government gerade am Anfang steht und sich in dieser Richtung noch einiges bewegen wird. Von den durchzuführenden Aufgaben im PROST waren die Interviews aus meiner Sicht äußerst aufschlussreich. Zwar konnten teilweise eher wenig neue Informationen bezüglich Bürgerkarte und E-Government gewonnen werden, dafür aber Einblicke in die Vorgehensweise der am Konzept beteiligten Personen. Für mich war es sehr interessant und auch amüsant, wie die Interviewpartner argumentiert haben (oder auch nicht) und welche Beispiele sie bei ihren Erläuterungen gebracht haben; Und auch auf Interviewpartner zu treffen, die nervöser wirkten als ich selbst. Generell fand ich es sehr gut, dass im PROST immer viel Wert darauf gelegt wurde, Dinge kritisch zu betrachten und nicht einfach Meinungen widerzuspiegeln, nur weil sie irgendwo publiziert worden sind. Diesbezüglich ist es schade, dass kaum Diskussionen in der LVA zustande gekommen sind, das hätte vermutlich auch die anfangs leicht angespannte Atmosphäre aufgelockert. Ein Grund dafür war vielleicht auch, dass die Anforderungen nicht ganz klar gemacht wurden, wodurch Unsicherheit entstanden ist. Grundsätzlich war es sehr positiv, viel Freiraum bei den Tätigkeiten zu haben, aber eine etwas präzisere Erläuterung der Anforderungen hätte vielleicht ein paar Divergenzen im Vorfeld beseitigen können. Abschließend bleibt zu sagen, dass ich für meinen Teil sehr von diesem PROST profitiert habe, die gewonnen Erkenntnisse werden mir auch über das PROST hinaus von Nutzen sein. Das Thema ist sehr facettenreich und ich werde mich auf jeden Fall noch weiter damit befassen.

Teilnehmer/in D

Ich wurde auf das Projektstudium zum Thema E-Government aufmerksam, da ich bereits ein Seminar zu diesem Thema besucht hatte. Die Aufgabenstellung war interessant und die Gruppengröße von 9 Personen (3 Gruppen a 3 Personen) erschien mir für ein Projektstudium gut gewählt zu sein. Der Gruppe ELAK zugeteilt kam es mir am Anfang so vor, als würden wir einfach nicht genug Material zusammenbekommen, um zu diesem Thema genug ausarbeiten zu können. Darum gestalteten sich die ersten par Termine auch eher mühsam für unsere Gruppe, insbesondere auch weil die Gruppe Bürgerkarte schon sehr viel Material im Vorhinein besaß und uns weit voraus war. Je mehr man jedoch in das Thema einstieg umso klarer wurden die Grenzen von ELAK zu E-Government allgemein und wir fanden auch genug Quellen um das Thema genau eingrenzen zu können. Besonders die Interviews, die von uns geführt wurden brachten sehr viel Klarheit in das Thema und es war sehr interessant mit kompetenten Leuten auf diesem Gebiet zu sprechen. Am Schluss bekamen wir letztendlich wirklich einen guten Überblick über unser Thema und sind mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Anregungen: Die Gruppengröße von 9 Personen ist die absolute Obergrenze, mit der meiner Meinung nach gemeinsam ein Endbericht verfasst werden kann. Vielleicht wäre es von der Qualität her besser, jede 3er Gruppe einen eigenen Endbericht verfassen zu lassen. Es ist meiner Meinung nach nicht notwendig, sich bei einer derartigen Aufgabenstellung jede Woche zu treffen, wichtiger erscheint es mir, mehr Termine mit klar definierten Zwischenergebnissen, die zum jeweiligen Termin zu liefern bzw. zu präsentieren sind, festzulegen. Das Konzept Literaturstudium in Kombination mit Interviews und Fallbeispielen zu verbinden, sollte unbedingt beibehalten werden da es meiner Meinung nach einen sehr großen Beitrag zur Qualität unserer Arbeit geleistet hat.

Teilnehmer/in E

Das Thema E-Government war für mich zu Beginn des Semesters noch sehr unklar. Ich konnte mir zwar schon Vorstellen was hinter dem Wort steckt, aber was genau damit gemeint ist wurde mir erst durch das PROST klar. Die Recherchen zum Thema zeigten erst nach einigen Wochen, was E-Government in Österreich bereits bedeutet. Durch mein Gruppenthema ELAK zeigte sich, dass E-Government ein sich ständig entwickelnder Prozess ist. Obwohl schon seit geraumer Zeit an diesem Verwaltungsumbau gearbeitet wird, stehen noch viele Schnittstellen offen. Vor allem die Onlinedienste für den Bürger. Die am raschesten umgesetzte E-Government Lösungen zeigen sich (wie meist) im Finanzbereich. Durch die Aufteilung der Teilnehmer/in in Gruppen, und die Spezialisierung dieser in den einzelnen Themenbereichen kam es zu einem guten Gesamtbild. Die Berichte unserer Parallelgruppen gaben mir mehr und mehr ein Gesamtbild des E-Government Einsatzes in Österreich. Die schwerwiegenden Probleme, bei der Bürgerkarte zeigten, dass es noch sehr viele offene Fragen und Probleme zu klären gibt. Im ELAK-Bereich hingegen komme ich zu dem Schluss, dass sich die Verwaltung schon sehr gut auf den Elektronischen Akt eingestellt hat. Durch die Interviews zeigte sich auch die positive Haltung der Behörden zum ELAK. Hier möchte ich auch noch sagen, dass sich mein Erfahrungsschatz im Bezug auf Interviews durch das PROST sehr erweitert hat. Ich hatte hier die Chance, mit den Unterschiedlichsten Menschen über ein Fachthema zu sprechen. Für mich zeigte sich in jedem Interview, dass man bei ein und der selben Frage die unterschiedlichsten Antworten bekommen kann, und sich aus der Summe der Antworten erst ein Bild machen soll. Im PROST tauchten auch die üblichen Koordinationsprobleme auf. Es ist enorm schwierig, sich zu organisieren, wenn man außer dem PROST keinen Kontakt zu seinen Kollegen hat. Vor allem dann, wenn jeder noch zusätzlich seiner wirtschaftlichen Arbeit nachgehen muss. Mir ist aufgefallen, dass der Organisationsaufwand hier ungleich höher liegt, und es schon schwierig ist sich einmal pro Woche zu treffen. Ich würde bei Gruppenaufteilungen unbedingt pro Gruppe einen Gruppenleiter bestimmen, oder wählen lassen, welcher dann die Aufgaben in der Gruppe koordiniert und auch aufteilt. Das bedeutet, es gibt für alle nur einen Ansprechpartner. Zum Endbericht muss ich leider sagen, dass es bei 8 Leuten – welche sich nur über die UNI kennen – nicht möglich ist, effizient an einem Bericht zu arbeiten. Es kam für mich schnell zu einer unübersichtlichen gleichzeitigen Arbeit am Endbericht. Viele Texte wurden erst nur reinkopiert, und mussten dann von später mühsam umgebessert werden. Selbst das Ausbessern war nicht einfach, da sich die Stile der Autoren sehr unterscheiden. Ich möchte jedoch noch betonen, dass mit all diesen Problemen auch meine Erfahrungen gewachsen sind, und ich das PROST gerne gemacht habe.

Teilnehmer/in F

Ich hatte zu Beginn des Projektstudiums schon ein wenig mehr Informationen über E-Government, da ich einerseits bereits im Wintersemester 02/03 ein Seminar zu diesem Thema besuchte, andererseits selbst schon mit E-Government (finanz.online) in Berührung gekommen bin. Damals war der Beweggrund sich dieses Thema auszusuchen Neugier. Das Projektstudium bot mir die Möglichkeit, sich mit dieser Thematik vertiefender auseinander zusetzen und Informationen zum aktuellen Entwicklungsstand (gerade die Entwicklung im IT-Bereich geht rasant vor sich) des E-Government zu bekommen. Schon damals wurde mir bewusst, wie extrem umfangreich diese Thematik ist, deshalb habe ich mir auch erhofft, dass ich mehr durch die anderen Gruppenmitglieder mehr Informationen bekomme, was im nachhinein auch erfüllt wurde. Meiner Meinung nach hätten wir es auch nicht geschafft mit der maximalen Teilnehmerzahl das Thema ganz abzudecken. Auf Grund der Teilnehmerzahl von 8 ist es meiner Meinung nach trotzdem gut gelungen einen fundierten Bericht abzuliefern. Dies, obwohl sich gerade bei der Arbeit am Endbericht bereits Probleme bei der Bearbeitung gezeigt hatten. Vielleicht wäre es besser gewesen ein Dokumentenmanagementsystem (wie sie die JAVA-Entwicklungsoberfläche eclipse bietet) einzusetzen. Ein weiteres Problem war die meiner Meinung nach unnötig aufgetretenen Koordinationsprobleme zwischen den Gruppen. Der gute Vorschlag eines Kollegen - die Einführung einer allgemein verbindlichen Formatvorlage - wurde von anderen ignoriert. Stattdessen wurden im Endbericht alle Texte einfach reinkopiert, wobei die unterschiedlichsten Formatierungen übernommen wurden. Dies bedeutete wiederum eine Erschwernis, beim Layoutieren des Berichts. Auch innerhalb der Gruppe gab es Probleme bei der Zuständigkeit (Statusreport, Aufgaben,…). Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn pro Gruppe jemand bestimmt worden wäre (z.B. wie beim Chefredakteur: zuerst freiwillig, ansonsten Bestimmung durch den LVA-Leiter). Die Spezialisierung in dreier Teams empfand ich als sinnvoll, da mehr Leute wiederum ein Koordinationsproblem und 2 Leute ein Zeit Ressourcenproblem darstellen würden. Sehr positiv empfand ich das Führen von Interviews mit Verantwortlichen zu unserem PROST-Thema, da durch die unterschiedlichsten Betrachtungssichten (Entwickler, Juristen, Benutzer,…) eine differenzierte Betrachtung dieser Thematik möglich wurde. Eine weitere interessante Tatsache war, dass man zu in und derselben Frage unterschiedliche Antworten bekam, obwohl die Interviewpartner quasi dieselbe Tätigkeit im Zusammenhang mit E-Government hatten. Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieses Projektstudiums, obwohl wir teilweise nur an der Oberfläche gekratzt haben. Aber zum Beispiel der elektronische Akt alleine hätte schon gereicht um ein eigenes PROST damit komplett auszufüllen.

Teilnehmer/in G

Am Anfang stellte sich die Frage, bekomme ich einen LVA Platz oder nicht? Dieses Problem wurde vom LVA Leiter schnell gelöst, da bis zur nächsten Einheit jeder Teilnehmer/in ein Themenbereich von E-Government in kurzer Form zu erarbeiten hatte. Für mich war sehr überraschend, dass trotz der hohen Anmeldezahl von 22 Personen nur noch 9 Studenten übrig blieben, dass PROST zu machen. Was ich nicht so toll fand am Anfang war, dass es von „0 auf 100“ ging. Es mussten von Anfang an, vorgegebene Standards eingehalten werden. Einerseits muss der LVA Leiter Richtlinien festlegen, andererseits war es manchmal für uns etwas mühsam. Aus den kurz zusammengefassten Themenbereichen wurden 3 Gruppen gebildet, Gruppe Bürgerkarte, Gruppe Elak und meine Gruppe. Das Thema mussten wir uns noch suchen, was für uns nicht so ganz einfach war, denn es sollte eine Thematik sein, die genug Perspektive für die weitere Ausarbeitung hat. Meine Entscheidung viel zu Gunsten von E-Voting, da nach den Wahlskandalen in Amerika bei uns ein Versuch an der WU stattfand, wo 20.000 Studenten die Möglichkeit hatten, ihre Stimme via Internet abzugeben. Ein Rückschlag für unsere 3 Personen Gruppe war, dass ein Kollege unserer Gruppe, das PROST aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig beenden musste. Eine 2 Personen Gruppe ist meiner Meinung nach eine Person zu wenig. da für uns viele Koordinationsprobleme innerhalb der Gruppe auftraten. Mit einer dritten Person ist man zeitlich flexibler, wie z.B.: bei der Wahl von Interviewterminen. Zu einem Interview sollte man als Interviewer zu zweit erscheinen, da Fragen besser geklärt werden können bzw. Themenbereiche qualifizierter behandelt werden können. Das wäre ein Rat meinerseits für den LVA Leiter, die Gruppengröße vielleicht zu erhöhen, falls man wieder Interviews durchführt. Dieser Punkt ist jedoch schwierig zu bewältigen, da der Leiter auf die Studierenden angewiesen ist. Bei gemeinsamen Treffen wurden Neuigkeiten, Erfahrungen etc. ausgetauscht. Diese Erfahrung, dass die LVA nicht mehr wie ein vorlesungsartiger Monolog des LVA- Leiters abgehalten wurde, war sehr positiv für mich. Ich habe schon einige Übungen besucht, jedoch war man hier nicht sehr gesprächsbereit. So wurde im PROST immer alles besprochen, der Student musste sich vorbereiten und mitarbeiten! Ein großer Unterschied ist auch zu anderen Übungen, dass man lernt, Dinge zu hinterfragen. Eine Eigenschaft, die im Laufe des Studiums leider teilweise verloren gegangen ist. Man konnte im PROST lernen, wie man organisiert und vor allem dokumentiert. Dokumentation ist bei allen Abläufen sehr wichtig. Der Statusbericht half dem Projektleiter, die Übersicht über die einzelnen Gruppen zu bewahren. Durch das dokumentieren des Zeitkontos, konnte man sehen, wie viel Arbeit man in das Projekt investieren musste. Die Ausarbeitung des Endberichts gestaltete sich für uns sehr mühsam. Durch die Mischung der Interviewpartner aus Technik und Politik bzw. Verwaltung konnten wir klare Schlüsse ziehen, wie es mit E-Voting in Zukunft sein wird. Wir mussten jedoch feststellen, dass manche Personen, die in der Öffentlichkeit stehen und Vorbildwirkung haben sollten, sich nicht so verhalten haben. Ich möchte hier niemanden an den Pranger stellen, jedoch bekamen wir relativ schnell Zusagen für Interviews, die dann aber nicht eingehalten werden konnten. Durch die Verschiebungen kamen wir unter Zugzwang, da durch das „Vertrösten“ der Interviewpartner unsere Ausarbeitungen fast zum Erliegen kamen. Aus Fehlern lernt man bekanntlich, so würde ich die Termine für Interviews früher ansetzen, um hier vielleicht noch mehr Meinungen einholen zu können, falls die Interviewpartner nicht den Erwartungen entsprechen. Die Auswertung der Interviews wurde rasch durchgeführt, und so konnte der Endbericht termingerecht fertig gestellt werden. E-Government ist ein Thema mit Zukunft, besonders für Wirtschaftsinformatiker. Es werden sicherlich in Zukunft einige Personen im Verwaltungsbereich benötigt, die die Kompetenz von Wirtschaftsinformatikern zu schätzen wissen. Ich kann das PROST weiterempfehlen. Ich habe den Aufwand ein wenig unterschätzt, denke aber doch, dass der Endbericht ein gutes Dokument ist. Wenn man die einzelnen Themengebiete durchliest, wird sehr viel an Grundinformation vermittelt. Ich habe gelernt, ein wissenschaftliches Dokument zu erstellen. Diese praktische Anwendung kann für kommende Dokumente wie die Diplomarbeit nur von Vorteil sein.

Teilnehmer/in H

Ich habe diese Lehrveranstaltung gewählt weil ich das erstens das Thema E-Government in Österreich sehr interessant finde und ich noch keine Erfahrungen diesbezüglich gemacht habe. Zweitens wollte ich unbedingt ein Projektstudium belegen, welches ohne Programmiertätigkeiten auskommt! Ich hatte von Anfang an einen Fixplatz für das Prost. Als Voraussetzung für die Teilnahme musste ein beliebiges Thema aus dem Bereich E-Government ausgearbeitet werden. Daraufhin sank die Teilnehmerzahl auf 9 Studenten. Das hat mich sehr gewundert, dass diese Aufgabe für viele Studenten schon zu viel Aufwand war. Zu Beginn war es ein wenig schwer das richtige Thema für uns zu finden. Ich habe mich im Rahmen des Einstiegsthemas mit der Bürgerkarte befasst, jedoch war die Projektgruppe Bürgerkarte schon vollzählig. Also galt es ein neues Thema für unsere Projektarbeit zu finden. Dies hat einige Zeit in Anspruch genommen, einige viel versprechende Themen (wie z.B. Finanz Online oder zahlen.at) schieden wieder aus, weil sie nicht genug Umfang für eine Projektarbeit besaßen. Nach einiger Recherche und nachdem leider unser dritter Kollege aus dem Prost ausgestiegen war, sind wir auf elektronische Wahlen gestoßen. E-Voting hat sich insofern sehr gut als Thema angeboten weil im Rahmen der Bundespräsidentenwahlen an der Wirtschaftsuniversität Wien ein E-Voting Wahltest stattfand. Schon nach den ersten zwei drei Einheiten war für mich klar, diese LVA läuft anders ab. Herr Dr. Schiffer gab lediglich die Rahmenbedingungen (Formvorschriften, Termine, Interviews, Zeitkonten) vor, die von uns einzuhalten sind. Die Erarbeitung des Themas war uns überlassen, dh wir mussten uns selber die wichtigen Bereiche erarbeiten und dokumentieren. Jeden Montag in der LVA wurde immer der aktuelle Status einer jeden Gruppe präsentiert. Die Diskussion der Themen war sehr wichtig, weil immer wieder neue Punkte auftauchen, die man selber noch nicht aufgegriffen hat und essentiell für uns waren. Ich habe auch festgestellt, dass bestimmte Themenbereiche (z.B. das Zwei-Phasen Wahlverfahren) sich für mich auf den ersten Blick logisch und verständlich dargestellt haben, für andere keineswegs sofort verständlich sind. Hier galt es dann sich noch genauer mit der Materie zu befassen, alles genau zu durchleuchten und nicht alles für bare Münze zu nehmen. Die geforderten Statusberichte und Zeitkonten halte ich für eine sinnvolle Art und Weise zu dokumentieren, was von jedem geleistet wurde. Auch bei meiner beruflichen Tätigkeit ist dies unumgänglich und wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ist dies kein wirklicher Aufwand. Besonders aufwändig war für uns die Erstellung der Interviewfragen. Wir haben sie einige Male überarbeiten müssen. Wenn man noch nie ein Interview geführt hat, ist man sich nicht klar wie viele Fragen einen guten Rahmen darstellen. Man möchte so viel wie möglich abdecken. Die Terminplanung war bei uns überhaupt nicht einfach. Zusagen haben wir von fast allen kontaktierten Personen bekommen. Leider sind einige Termine verschoben worden, aufgrund Auslandsaufenthalte, Urlaube, Nationalratssitzungen oder den EU-Wahlen. Letztendlich konnten wir alle geplanten Interviews durchführen. Sie gestalteten sich alle sehr interessant, vor allem mehrere Meinungen zu einem Thema kennen zu lernen war sehr aufschlussreich für uns. Auch beim Endbericht wurden von Herrn Dr. Schiffer nur die Rahmenbedingungen vorgegeben. Die Ausarbeitung war wiederum unsere Aufgabe. Meiner Meinung spricht für E-Voting das schnelle, von Zeit und Ort unabhängige Wählen und sollte als Ergänzung zum üblichen Wahlverfahren in Zukunft angeboten werden. Das ich mit dieser Meinung nicht alleine bin, stellte sich auch bei den Interviews heraus. Dieser Meinung kann man ein Statement der Schweizer Vizekanzlerin Frau Muralt Müller anfügen. Sie sagt : „… wenn wir E-Government einführen und den Bürger drängen dieses Angebot zu nutzen, dann können wir nicht sagen zum Wählen geht ihr wieder in die Wahlzelle!“ (Die Internetquelle dazu kann ich leider nicht mehr finden. Herr Krimmer hat im Interview auch dieses Statement von Frau Muralt Müller angesprochen!). Das interessante an den vier Interviews war vor allem festzustellen, wo Personen Schwachstellen und Probleme orten, denen man persönlich nicht so eine große Relevanz beimisst. Ich verfolge noch immer die News-Meldungen zu E-Voting. In der letzten Zeit gibt es häufig Neuigkeiten zu diesem Thema. Ich finde es schade, weil diese neuen Aspekte für das Prost nicht mehr von uns behandelt werden (z.B. elektronische Stimmabgabe für vier Schweizer Gemeinden beim eidgenössischen Urnengang am 26. September; Kritik am amerikanischen Wahlsystem das bei den Präsidentschaftswahlen zum Einsatz kommen soll aufgrund nicht lizenzierter Hard- und Software). Empfehlen kann ich dieses Projektstudium einem jedem! Unterschätzen darf man es auf keinen Fall, immerhin zählt es 6 Stunden! Man lernt selbständiges Arbeiten und erhält einen großen Einblick in einen interessanten Bereich.

Teilnehmer/in I

Das Projektstudium war für mich - zumindest zu Beginn - ein Sprung ins kalte Wasser. Der Begriff E-Government war mir zwar geläufig, aber ich hatte mich noch nicht näher damit beschäftigt. Daher erschien mir das Thema recht reizvoll, wenn mir auch nicht ganz klar war, wie der Verlauf des Projektstudiums aussehen würde und was am Ende herauskommen würde. Das lag wohl vor allem daran, dass die Aufgabenstellung zu Beginn noch sehr verschwommen war. Gerade darin sehe ich einen großen Pluspunkt des Projektstudiums, da wir viele Möglichkeiten hatten uns und unsere Interessen einzubringen. Ich glaube, dass das Projektstudium für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellte. Mir hat die eigenständige Arbeitsweise gut gefallen, da ich mit Sicherheit ein etwas an Selbständigkeit und Selbstbewusstsein gewonnen habe. Durch die Arbeitsteilung in den Gruppen konnte ich Koordinations- und Kommunikationsfähigkeit schulen. Auch wenn nicht immer alles reibungslos verlaufen ist, so lernt man bei Gruppenarbeiten doch viel für die Zukunft. Vor allem die Arbeit in der großen Gruppe war für mich sehr angenehm, da die Arbeitslast gut aufgeteilt war. Anzumerken ist, dass der Arbeitsaufwand sehr groß war und über das Stundenausmaß eines Projektstudiums hinausging, allein für das Review lesen gingen etliche Stunden auf. Dem gegenüber steht natürlich, dass wir die zum Beispiel die Möglichkeit hatten, den Review-Prozess selbst zu gestalten und ganz durchlaufen zu können. Ich bin mir sicher, dass dies für die Zukunft sehr relevant ist. Ich möchte hier noch anmerken, dass wir in der Zeit, die wir in den Gruppen verbracht haben, immer wieder sehr viel Spass hatten, und mir das Arbeiten oft recht leicht von der Hand ging. Ich glaube, dass die gute Stimmung während des Projektstudiums bereits viel aussagt. Inhaltlich hat mir gefallen, dass die Recherche sich nicht nur auf Presseberichte gestützt hat, sondern dass wir auch Interviews führen mussten. Besonders gut hat mir die Durchführung der Fallbeispiele gefallen, da ich dort die praktische Relevanz des Themas am besten erkennen konnte. Durch die Versuche mit der Bürgerkarte erhielt ich gute Einblicke in die Vorgänge im E-Government. Es war für mich spannend einen Bereich zu recherchieren, der noch in der Entwicklung steckt und bei dem man die anfänglichen Probleme bei der Umsetzung von Ideen erkennen kann. Durch unsere Reflexionen zu diesem Thema können wir vielleicht an Änderungen mitwirken. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ablauf und dem Ergebnis des Projektstudiums sehr zufrieden und, wenn ich wieder vor der gleichen Wahl stünde, würde ich mich noch einmal für dieses Projektstudium entscheiden. Ich glaube, dass das Projektstudium ein Erfolg war.

Teilnehmer/in J

Grundsätzlich ist zu sagen, dass dieses Projektstudium eine Bereicherung in diesem Semester darstellte. Man hatte die Möglichkeit endlich eigenständig zu arbeiten und dies auch außerhalb der Uni und das trotzdem mit ausreichender und angemessener Unterstützung durch den Lehrveranstaltungsleiter. Der Begriff E-Government hatte vor diesem PROST zwar eine gewisse Bedeutung für mich, allerdings habe ich mich nie intensiv damit beschäftigt. Man wusste was es ist, aber nicht, welche Vor- und leider auch Nachteile es für den Bürger bringen wird. Ehrlich gesagt war ich sehr froh, dass ich mich mit dem Teilbereich Geo-Government beschäftigen konnte, denn immerhin ist dieser Bereich einer der Schwerpunkte in unserem Studium. Durch die Interviews, die wir geführt haben, konnte man endlich Personen kennen lernen, die tatsächlich in diesem Gebiet arbeiten und Entscheidungen treffen. Selbstverständlich waren diese Interviews eine Bereicherung, aber leider waren sie auch sehr zeit- und kostenintensiv. Die Zeit, die wir in Wien und an den anderen Orten unserer Interviews verbrachten, konnten jene Stundeten, die in den Genuss gekommen sind, dass ihnen ein PROST-Thema vom Universitätsleiter verschafft wurde, dazu nutzen, um an ihren Diplomarbeiten und etwaigen anderen Projektarbeiten zu arbeiten. Leider ist anzumerken, dass der Zeitaufwand, den wir für dieses Projektstudium hatten, sicher zu hoch ist und uns in unserem Studium dieser Semester sicher beeinträchtigt hat. Nach der Zusammenlegung der beiden Vierergruppen hat sich das Arbeitsklima minimal verschlechtert. Dies ist allerdings verständlich, da es leichter ist, vier Studenten zu koordinieren, die bereits öfters zusammengearbeitet haben und aufeinander abgestimmt sind. Durch die größere Gruppe entstanden automatisch Koordinationsprobleme, denn einmal konnte jener nicht in der Uni erscheinen und dann wieder der andere nicht. Außerdem kann man nicht erwarten, dass sich in einer Acht-Mann-Truppe alle auf demselben Niveau bezüglich Rechtschreibung, Grammatik und vor allem Arbeitsmoral befinden. Aber vielleicht gehört auch diese Entwicklung zu einem Lernprozess, der uns in naher Zukunft sich helfen wird, wenn wir in Teams arbeiten müssen, mit Personen die wir nicht kennen und auf die wir uns erst einstellen müssen. Wir haben uns aber doch noch zusammengerauft und meiner Meinung nach einen annehmbaren Bericht erstellt. Außerdem hat sich das Arbeitsklima mit der Zeit deutlich verbessert und im Nachhinein muss ich sagen, dass die Zusammenarbeit auch ihre guten und humorvollen Seiten hatte. Die Tatsache, dass der Bericht nicht nur für uns und den Lehrveranstaltungsleiter geschrieben wurde, hat den Druck, unter dem wir standen nicht gerade gemindert. Vielmehr haben sich dadurch alle bemüht, nach Möglichkeit ihr Bestes zu geben. Abschließend bleibt zu sagen, dass, obwohl dieses PROST im Gegensatz zu anderen Projektstudien, die an dieser Uni durchgeführt wurden, sehr zeitaufwendig war, ich mich wahrscheinlich wieder dafür entscheiden würde. Die Vorteile die man daraus ziehen kann überwiegen mit Sicherheit die Nachteile. Außderdem ist die Entwicklung, die man während dieses Zeitraumes durchmacht, in Hinblick auf Teamarbeit, Kontakten zur Wirtschaft und Behörden usw. im weiteren Leben sicher hilfreich. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich mich nicht noch mal dazu überreden lassen würde, den Chefredakteur zu „spielen“. Hin und her gerissen zwischen Gutmütigkeit - wenn einzelne Gruppenmitglieder immer wieder wichtige, Dinge zu erledigen haben oder private Probleme zu bewältigen haben und deshalb keine Zeit für das PROST haben - und dem inneren Zorn, der einen überkommt, wenn man Dokumente erhält, die weder inhaltlich dem Geforderten entsprechen, noch stilistisch an ein Maturaniveau auch nur herankommen. Aber - wie bereits gesagt - wir haben eine Lösung für unsere Probleme gefunden und die Zusammenarbeit hat ein Dokument entstehen lassen, mit dem wir alle zufrieden sind.

Teilnehmer/in K

Ich habe mich für dieses Projektstudium entschieden, da mich das Thema „E-Government“ stark interessierte. Um ehrlich zu sein, war mir dieser Begriff zuvor noch nicht geläufig und damit meine ich vor allem wie weit gedehnt dieser Ausdruck werden kann. Doch nach einigen Recherchen und Medienberichten war mir sehr schnell klar, dass es sich bei diesem Thema um einen sehr interessantes Projektstudium handeln wird. Ein weiterer Punkt, der mir persönlich recht gut gefallen hat, war das man in diesem Fach die Gelegenheit hatte mir der „realen“ Welt in Verbindung zu stehen. Leider laufen sehr viele andere Lehrveranstaltungen nur eher theoretisch ab und der Bezug zur Praxis leidet meistens stark darunter. Es brauchte natürlich schon einen gewissen organisatorischen Aufwand um all die Interviews und Telefonate zu koordinieren, aber generell hat dies in unserer Gruppe wunderbar funktioniert. Einige Diskussionen fielen zwar manchmal etwas heftiger aus, aber das ist meiner Meinung nach ganz normal. Ging ich am Anfang des Projektes noch ziemlich euphorisch mit dem Thema des „E-Governments“ um, so musste ich doch recht bald feststellen, dass dieses so oft angepriesene Modell doch bei weitem noch nicht so ausgereift ist, wie es von vielen Seiten zu hören war. Vor allem die Campusdiskussion in Linz weckte in mir die Neugier, in wie weit E-Government in der „realen Welt“ verbreitet ist. In Linz zumindest hatte man den Eindruck, dass die Anwendung dieses Konzeptes schon gang und gebe sei. Auch auf Bundes- und Landesseite könnte man eher euphorische Parolen wie „365 Tage im Jahr und 24 Stunden rund um die Uhr“ vernehmen. Als wir in unserer Gruppe diese Aussagen dann etwas differenzierter betrachteten, war uns sehr schnell klar, dass viele Versprechen im momentanen Zustand noch nicht haltbar sind. Weiters war es für mich persönlich doch teilweise sehr erheiternd wie unwissend manche Gemeinden auf die von uns gestellten Fragen über E-Government reagierten. Ein Beispiel dafür wäre, dass uns die entstehende „Gemeindehomepage“ sehr oft bereits als E-Government Anwendung verkauft wurde. Auch die Tatsache, dass unsere Gruppe die einzige Person mit einer Bürgerkarte im Bezirk Liezen stellte, gab uns sehr zu denken. Kurzum hat mir dieses Praktikum sehr viel Spaß gemacht. Das Thema war interessant, die Gruppe gut organisiert und die Motivation hoch. Ich denke obwohl wir in diesem Fach recht frei und individuell arbeiten konnten, ist durchaus ein akzeptables Ergebnis entstanden.

Teilnehmer/in L

Ich bin, bevor wir die Gruppen zusammengelegt haben, in der Gruppe für E-Government allgemein und Bürgerkarte gewesen. Dieses Themenbereich fand ich interessanter als den über die GIS-bezogenen E-Government-Anwendungen. Ich wusste jedoch vorher nicht, was eigentlich von der Bürgerkarte zu erwarten war, da ich meist nur am Rande davon gehört hatte. Ehrlich gesagt hatte ich mir von E-Government, hier insbesondere von der Bürgerkarte, mehr erwartet als sich dann in Wirklichkeit ergeben hat. Ich hatte zumindest erwartet, dass mehr als 1 Person im ganzen Bezirk Liezen (und diese ist aus der Bürgerkartengruppe) eine Bürgerkarte besitzt. Ernüchternd kam noch hinzu, dass mit dieser praktisch Nichts wirklich durchgeführt werden konnte. Auch die relativ hohen Kosten für die Anschaffung eines funktionierenden Bürgerkartensystems (Bürgerkarte, Lesegerät, Software) haben meinem anfänglichen Enthusiasmus wohl eher gedämpft. Meine Aufgabe in der Gruppe war größtenteils die Recherche über das Allgemeine E-Government wie auch die Verarbeitung der Tonmittschnitte der Interviews mit den verschiedenen Interviewpartnern (bei den Gemeinden, dem Land, etc) in Textdokumente. Da ich neben dem Studium als Vermesser arbeite, war mein Terminplan bedauerlicherweise meist voll wenn es um die Durchführung eines Interviews ging. Aber die Tonaufnahmen der Interviews, die ich niedergeschrieben habe, haben mir einen recht guten Einblick darüber gegeben, wie weit E-Government in Wirklichkeit ist (oder in den meisten Fällen eher, wie weit es noch lange nicht ist). Auf Landesebene klang man recht zuversichtlich über die bereits vorhandenen Benutzungsmöglichkeiten, wohingegen in den Gemeinden, je kleiner sie waren, desto weniger, nur wenig Beachtung für E-Government übrig war. Dies liegt wohl auch nicht zuletzt daran, dass die Gemeinden selbst für die Entwicklung von E-Government-Lösungen zuständig sind und sie dafür keinerlei Förderung, weder beim Erstellen noch bei der Ausbildung der Mitarbeiter, vom Bund bzw. Land zur Verfügung gestellt wird. Eine Aussage die mich hierbei recht fasziniert hat, kam von Herrn Dr. Widowitz aus Zeltweg. Obwohl sie als Vorreiter im Bereich E-Government zu betrachten sind, befindet sich die Anzahl der aktuellen Benutzer im Promillebereich (und diese Wenigen sind oft ausländische Gemeinden, die sich über die Möglichkeiten / Umsetzungen von Zeltweg informieren wollen). Die Gruppe hat, meiner Meinung nach, recht gut zusammengearbeitet und ein gutes Ergebnis erzielt. Ich glaube jedoch nicht, dass E-Government wirklich aktiv benutzt werden wird, solange noch relativ wenig Anwendungen überhaupt damit möglich sind und so hohe Anschaffungskosten bestehen (zusätzlich zu den jährlichen Gebühren).

Teilnehmer/in M

Meiner Meinung nach ist ein achtstündiges Projektstudium in der finalen Studienphase nicht zweckmäßig. Die Möglichkeit mit der Bearbeitung der Diplomarbeit parallel zum regulären Studienbetrieb zu beginnen wurde uns durch das PROST fast zur Gänze genommen. Mir ist schon klar, dass es keinen Rechtsanspruch gibt die Diplomarbeit schon während des letzten Semesters zu beginnen. Ich halte es dennoch für sinnvoll, und hätte es begrüßt, wenn eine derart aufwändige Lehrveranstaltung in den vorherigen Semestern abgehalten worden wäre. Da ich nicht zum „ausgewählten“ Kreis von Studenten gehöre der mit einem individuellen Thema für ein Projektstudium durch den Studienleiter bedacht wurde, habe ich mich für das Projektstudium E-Government entschieden. Außerdem habe ich nicht die Zeit gefunden, mich kurzfristig um ein eigenes interessantes Thema zu kümmern. Die Wahl des Themas E-Government hat sich im Laufe der Zeit immer mehr als goldrichtig erwiesen. Einerseits ist die Thematik durchaus aktuell und zukunftsweisend, andererseits wurde uns damit die Möglichkeit gegeben uns mit einem potentiellen Betätigungsfeld für G-tec Absolventen auseinanderzusetzen. Die Art und Weise wie die Lehrveranstaltung geführt wurde, hat voll und ganz meinen Erwartungen entsprochen. Es wurde hohe Eigenverantwortung und Selbstorganisationskompetenz was die Projektbearbeitung betrifft von den einzelnen Gruppenmitgliedern gefordert. Dennoch hatte ich nie das Gefühl der mangelnden Unterstützung durch den Lehrveranstaltungsleiter. Ich möchte ganz im Gegenteil das persönliche Engagement des LV-Leiters besonders hervorheben. Speziell die Kontakte und Erfahrungen durch die Interviews vor Ort waren eine sehr gute Erfahrung für mich. Es ist nur Schade, dass dies nahezu der einzige Kontakt zur „Außenwelt“ während der gesamten Studienzeit war. Der Aufwand war sowohl in zeitlicher als auch in finanzieller Hinsicht enorm. Die finanzielle Belastung aufgrund der Reisekosten zur Durchführung der Interviews war groß, was mich als berufstätigen wahrscheinlich viel weniger berührt als meine Studienkollegen. Der zeitliche Aufwand hingegen stellte für mich eine fast unüberwindbare Hürde dar. Dennoch ist es mir gelungen (auf Kosten meines noch verbliebenen Urlaubsanspruches), vor allem durch die hohe zeitliche Flexibilität meiner Gruppe diese Hürde zu meistern. Die Gestaltung von zunächst zwei Gruppen die sich mit E-Government und E-Government im Gis-Bereich befasst haben halte ich nach wie vor für optimal. Die Gruppengröße von vier Personen entspricht ebenfalls meinen Vorstellungen. Die Idee beide Gruppen kurz vor Ende des PROST zusammenzuführen und einen gemeinsamen Bericht anzufertigen sehe ich etwas kritisch. Es entspricht ganz einfach der Realität, dass es wesentlich leichter ist vier Personen zu finden die auf ungefähr gleichem Niveau agieren, als acht Personen. Vor allem dann, wenn man bereits einige Wochen mit drei Kollegen an einem Projekt und nach bestimmten Vorstellungen der Gruppe zusammen arbeitet, wird es schwierig, eine andere Gruppe mit zum Teil ganz anderen Vorstellungen zu integrieren. Die mangelnde Leistungsbereitschaft einzelner führte daher auch zu einigen Unstimmigkeiten innerhalb der Gruppe. Diese konnten aber zum Großteil ausgeräumt werden, und ein Endbericht in wie ich meine akzeptabler Qualität erstellt werden. Daher sehe ich das gesamte PROST im Nachhinein doch sehr positiv und vor allem als sinnvolle Lehrveranstaltung mit entsprechendem Praxisbezug.

Teilnehmer/in N

Anfangs konnte ich mit dem Begriff „PROST“ nicht viel anfangen. Erst als uns Herr Dr. Schiffer genaue Details über den Charakter dieser Lehrveranstaltung vermittelt hat, wurde mir klar, auf welche Schwerpunkte hier Augenmerk gelegt wird. Beide vorgeschlagenen PROST-Themen, „Software Project Hosting“ und „E-Government in Österreich“, übten einen großen Reiz auf mich aus. Nach längerer Überlegung entschied ich mich für das PROST mit dem Thema „E-Government in Österreich“. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die Möglichkeit, in eine politisch sehr aktuelle und angesagte Thematik Einblick zu erlangen und deren aktuellen Stand erörtern zu dürfen. Außerdem finde ich es sehr reizvoll, eine Thematik mit der man sonst nur als Benutzer in Kontakt steht, genauer zu betrachten. Nachdem ich die für mich sehr schwierige Themenwahl hinter mich gebracht hatte, begannen wir in unserer Gruppe mit dem Herausarbeiten der wichtigsten Teilaufgaben betreffend unseres PROST-Themas „E-Government in Österreich“. Diese Tätigkeit in der Anfangsphase des PROST war für mich sehr wichtig, da ich mir nun eine konkrete Vorstellung über den Ablauf und den Umfang der Lehrveranstaltung machen konnte. Schon nach kurzer Einarbeitungszeit in unsere Thematik „E-Government“ wurde mir klar, dass dieser so oft gebrauchte und einfach erscheinende Begriff einen recht komplizierten und technisch ausgeklügelten Hintergrund aufweist. Ich persönlich fand sehr gut, dass uns Herr Dr. Schiffer immer wieder aufforderte, mehr Praxisbezug in unser Projektstudium zu bringen (Durchführung von Fallbeispielen, Interviews,...). Vor allem die Durchführung der Interviews mit Repräsentanten der verschiedensten Gebietskörperschaften (Gemeinde, Land,...) und Vertretern der Wirtschaft (JoWooD, LKW Walter,...) war für mich etwas ganz neues, da ein Praxisbezug in dieser Art zum ersten Mal während meiner Studienzeit verlangt wurde. Nach der Auswertung der Interviews und einer intensiven Einarbeitung in die Thematik „E-Government“ zeigte sich, dass dieser Begriff trotz seiner Aktualität und seines politischen Gewichtes oftmals nicht richtig zugeordnet werden konnte und speziell auf Gemeindeebene ein Informationsnachholbedarf besteht. Die Realität zeigte mir weiters, dass viele der angekündigten E-Government Angebote noch nicht genutzt werden können. Die wenigen bereits realisierten Angebote funktionierten erst nach dem meiner Meinung nach zu komplizierten Einrichtungsprozess der Bürgerkartenumgebung (Lesegerätinstallation, Softwareinstallation, Zertifikate,...). Dieser ist in seinem momentanen Zustand für einen Normalbürger sehr schwer durchführbar. Neben dieser Kritik, welche speziell die Benutzerseite des E-Governments betrifft, will ich allerdings anmerken, dass ich den Aufbau des E-Government Gesamtkonzeptes doch als gut gelungen empfinde. Abschließend möchte ich noch feststellen, dass das PROST meine persönlichen Erwartungen erfüllt hat und mir die Arbeit in meiner Gruppe, der neuartige Praxisbezug und das Erreichen eines umfangreichen Endergebnisses sehr gefallen haben.

Teilnehmer/in O

Zu Beginn des PROST hatte ich kaum Vorstellungen darüber, was E-Government im Detail bedeutet. Deshalb war dieses Thema für mich sehr interessant. Es war spannend, durch die geführten Interviews herauszufinden, ob das im Internet recherchierte dem aktuellen Stand der Dinge entsprach. Von der großen Unterstützung und dem öffentlichen Interesse am Endergebnis unseres PROST war ich sehr überrascht. Solange wir in den kleineren Gruppen (vier Personen) arbeiteten, funktionierte die Arbeitsaufteilung sehr gut und wir machten sehr schnell fortschritte. Durch die Zusammenlegung der Gruppen wurde der Arbeitsprozess sehr verzögert. Das Thema E-Government ist sehr umfangreich, was sich auch in unserem Zeitkonto widerspiegelt. Meiner Meinung nach gehört das PROST auf jeden Fall in das siebente Semester, da es im Vergleich zu anderen PROST unseres Semesters einen enormen Zeitaufwand darstellt. Im achten Semester möchte man sich neben den Lehrveranstaltungen auch den Vorbereitungen der Diplomarbeit widmen. Das war durch den großen Zeitaufwand des PROST und der Vielzahl an Lehrveranstaltungen im achten Semester kaum möglich. Inhaltlich hat das PROST meine Erwartungen übertroffen. Jedoch war die Gruppenarbeit in den kleineren Gruppen effizienter. Das Review war sehr anstrengend, da es acht Meinungen in Einklang zu bringen galt.

Teilnehmer/in P

Meine Kenntnisse im Bereich E-Government waren zu Beginn des PROST eher gering, da ich mich vorher noch nie ernsthaft mit der Materie auseinandergesetzt habe. Ich denke aber schon, dass man einen Überblick über die angebotenen Dienste und über die Hintergründe haben sollte, weil E-Government früher oder später Teil unseres täglichen Leben sein wird. Die meisten E-Government-Dienste befinden sich noch in der Entwicklung und es gibt kaum fertige Anwendungen, die in Anspruch genommen werden können. Vielleicht ist gerade deswegen unsere Meinung, die wir im Endbericht niedergeschrieben haben sehr interessant für Personen, die für die Realisierung des E-Governments in Österreich zuständig sind. Die breite Masse hat sich ja noch nicht mit dem Thema beschäftigt und so gibt es wahrscheinlich noch nicht al zu viel konstruktives Feedback. In dem Bereich Geo-Government, mit dem ich mich näher beschäftigt habe, ist es praktisch so, dass es überhaupt keine fertigen E-Government-Anwendungen gibt. So haben wir sehr viel Zeit in Recherchen investiert, wo wir versucht haben zu klären was, wie, wo, von wem geplant und realisiert wird. Für mich persönlich entstand so der wichtigste Teil des PROST. Nämlich die Interviews mit Entscheidungsträgern im Bereich Geo-Government. Die Interviews haben sehr viel Spaß gemacht! Es ist sehr angenehm, wenn man einmal vom Computer wegkommt um direkt mit betroffenen Personen zu sprechen, die man ansonsten nur von Google her kennt. Zumal fast alle Personen mit denen wir gesprochen haben wirkliche Kapazitäten im Bereich GIS und Geo-Government sind. Es ist sicher kein Nachteil, wenn man diese Personen einmal persönlich kennen lernt. Interessant war auch, dass sich unsere Interviewpartner alle sehr gut kannten und immer wissen wollten, was uns in den anderen Interviews bereits erzählt wurde, obwohl sie in den verschiedensten Bundesländern tätig waren. Es waren auch alle Interviewpartner angetan von unserem Interesse im Bereich Geo-Government und somit immer bereit uns für die Interviews zur Verfügung zu stehen. Der Fragebogen, den wir für die Interviews vorbereitet hatten, war nicht wirklich notwendig. Wichtig war, dass man einen guten Überblick über das Thema hatte, über das man sprechen wollte. In der Praxis war es so, dass man mit dem Interviewpartner ein Gespräch führte in dem alles beantwortet wurde und kein Frage-Antwort Dialog.

Alles in allem war das PROST sehr zeit- und kostenaufwendig alleine schon durch die Fahrten zu den Interviewpartnern, die in den verschiedensten Teilen Österreichs tätig sind. Ich glaube schon, dass sich diese Aufwände gelohnt haben. Neben dem Know-How-Gewinn in Sachen E-Government kommt ein sozialer Gewinn, in dem man wirklich interessante Menschen und deren Meinung kennen gelernt hat.

Inside Open Source Software (WS 2003)

Teilnehmer/in A

Zu Beginn des Projektstudiums war für mich nur klar, dass wir uns mit OpenSource-Software auseinandersetzen und die Qualität von ausgewählter Software beurteilen werden. Prinzipiell ein interessantes Thema, jedoch wurde die genaue Aufgabenstellung auch in den ersten Projektstudiumsstunden nicht exakt beantwortet. Erst mit der Zeit und nach mehreren Wochen hat sich eine Vorgehensweise etabliert und es wurden grundlegende Richtlinien für den Abschlussbericht festgelegt. Nachdem alle anfänglichen Unklarheiten, die benützten Tools vorgestellt und die schlussendlichen Gruppen eingeteilt wurden, begann die eigentliche Arbeit am Projektstudium. Die Zusammenarbeit in der Gruppe kann als positiv hervorgehoben werden, da sich jeder mit seinen Meinungen, Kritiken und Vorschlägen in die gruppendynamischen Prozess einbrachte. Nachdem schließlich auch die Probleme mit der Schwierigkeit der Benützung der Software (im Speziellen beim X) beigelegt wurden konnten in Zusammenarbeit mit der Gruppe effizient gearbeitet werden. Das ausgesucht Projekt Columba erwies sich als idealer Untersuchungsgegenstand, da es zwar die am Beginn der Lehrveranstaltung geforderte Komplexität aufwies, jedoch zu keiner Zeit als nicht analysierbar galt. Der Source-Code war für mich einfach zu lesen, die Metriken von X und X überwiegend gut zu verstehen und so war es keine Überraschung, dass ich mich bei der Analyse des Codes mit dem X zurechtfand. Die Analyse von Software war für mich ein gänzlich neues Thema dem ich mich bis jetzt noch nicht gewidmet habe. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung konnte ich jedoch einen kleinen Einblick gewinnen. Das Thema der Lehrveranstaltung war für mich also interessant und auch für die Zukunft anwendbar. Einziges Manko der Lehrveranstaltung war die mangelnde Organisation. Es stand die meiste Zeit nie fest, was bis zum nächsten Termin auszuarbeiten war. Auch die e-mails wurden seitens des Lehrveranstaltungsleiters oftmals sehr spät beantwortet. Alles in allem war das Projektstudium lehrreich und die Inhalte für die Zukunft praktisch anwendbar.

Teilnehmer/in B

Zu Beginn des Projektstudiums war mir eigentlich überhaupt nicht klar, außer dass es sich um etwas mit Open Source Software handelt, was eigentlich zu tun ist und was schlussendlich als Ergebnis des Projektstudiums herauskommen sollte. Es wurde einem zwar schnell einmal klar, dass es in dem Projektstudium um die Beurteilung der Qualität von ausgewählter Software, mit Hilfe von verschiedenen Werkzeugen gehen wird, jedoch wurde meiner Meinung nach die genau Aufgabenstellung und das genaue Ergebnis in den ersten Wochen nicht wirklich transparent. Erst mit der Vorstellung der Werkzeuge und dem damit verbundenen Beginn unserer Beurteilung der ausgewählten Open Source Software kam etwas Licht ins Dunkel. Ab diesem Zeitpunkt war auch ersichtlich, wie das Ergebnis auszusehen hat. Das Arbeiten in der Gruppe funktionierte sehr gut und auch der ausgewählte Untersuchungsgegenstand (Columba) war in Ordnung, obwohl er zwar die Anforderungen an die Anzahl der Klassen oder an die Anzahl der Codezeilen deutlich überschritt, jedoch der Source Code eher leicht zu lesen war. Außerdem wurde man durch X bzw. den X, nachdem man sich mit ihm näher beschäftigt hat, sehr gut unterstützt. Das Bewerten der Qualität von Software war für mich ein gänzlich neues Thema. Durch das Projektstudium habe ich aber sicherlich einen groben Einblick in die Materie der Qualitätsbewertung bekommen, und ich glaube auch, dass ich die Inhalte des Projektstudiums später durchaus benötigen kann. Daher kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Lehrveranstaltung interessant war, jedoch sollte bei einem ähnlichen Projektstudium versucht werden schon zu Beginn die Aufgaben und das erwartete Ergebnis genau zu definieren.

Teilnehmer/in C

Das PROST hatte Höhen und Tiefen, aber im Endeffekt hat es mir sehr gut gefallen. Am Anfang war die Ratlosigkeit. Nach den mehr oder weniger interessanten Referaten, die sich oft in die Länge zogen und den Diskussionen über Kleinigkeiten war oft nicht klar, was eigentlich zu tun ist. Auch die ungenauen Aufgabenbeschreibungen haben den Beginn der effektiven Arbeit hinausgerückt. In einer Einheit wurde dann das ISO-Modell vorgestellt und es wurden konkrete Aufgaben gegeben: wir müssen ein Qualitätsmodell entwickeln, aber die Metriken eigenen Kategorien zuordnen. Aha, eh nicht mehr. Als nächster Punkt wurde das Qualitätsmodell entwickelt, was vor allem durch die vielen Metriken viel Zeit in Anspruch nahm. Das Excel-Dokument war das Ergebnis und ist ein erster Anfang für ein ernsthaftes Qualitätsmodell, im jetzigen Status ist es natürlich noch zu unausgereift. Das Abschlussdokument war noch einmal viel Arbeit und am Ende des Semesters ist das nicht mehr einfach. Eine Verbesserung wäre, die Struktur des Enddokuments früher festzulegen, wir wollten einige Male beginnen und es hat dann wieder nicht richtig gepasst. Das selbstständige Arbeiten und die Eigeninitiative ist immer eine Herausforderung, es liegt natürlich an den Gruppenkollegen. Das Arbeiten in unserer Gruppe war angenehm, aber sechs Personen sind die Obergrenze für so eine komplexe Aufgabe, die man nur schwer aufteilen kann; die Terminfindung war immer ein schwieriges Thema. Der beste Teil des PROST war das Kennenlernen der Werkzeuge. Vor allem der X ist sehr leistungsfähig und es war sehr interessant, mit so einem Produkt arbeiten zu können. Von X war ich nicht so begeistert, das liegt weniger am Konzept als an der Realisierung.

Teilnehmer/in D

Wie bei den meisten Lehrveranstaltungen war es für mich zu Beginn etwas unklar, was genau erwartet wird und was das Ziel der LVA ist. Immerhin gab es eine vergleichsweise ausführliche Homepage an der ich mich etwas orientieren konnte. Die Qualitätsanalyse von Software war mir vorher nur aus der Theorie bekannt bzw. praktisch durch die Testphase in der Softwareentwicklung. Es hat dann doch einige Zeit gedauert, bis mir und der Gruppe klar war, wie die Aufgabenstellungen genau umgesetzt werden konnten. Dazu waren auch einige Diskussionen in der Gruppe notwendig. Die Gruppenarbeit selbst war sehr angenehm, da fast immer alle Teilnehmer/in bei den, manchmal sehr langen, Treffen anwesend waren und die Arbeit gut aufgeteilt werden konnte. Bei den Gruppentreffen wurden vor allem die einzelnen Metriken, die von X und X stammten, diskutiert. Da jede einzelne Metrik verstanden, gewichtet und eingeordnet werden musste, fand ein reger Wissensaustausch statt. Die Wahl von Columba als Untersuchungsgegenstand machte die Arbeit ebenfalls angenehm, da wir es mit einem halbwegs ausgereiften und umfangreichen Programm zu tun hatten, wo sich der Nutzen und die Grenzen mancher Werkzeuge zeigten. Der Code ließ sich relativ leicht nachvollziehen, da ausreichend Kommentare ausreichend vorhanden sind und der Quelltext gut gegliedert. Die Kommentare fallen zwar in unterschiedlichem Stil aus, was aber weiter nicht stört. An manchen Stellen finden sich Hinweise über „hacks“, was deutlich macht, dass unter den Programmierern ein Wille zu Qualitätsverbesserung, wo man noch nicht zufrieden ist, herrscht. Entsprechend niedrig wurde dieser Punkt auch gewichtet. Insgesamt war die LVA sehr lehrreich für mich. Es freut mich außerdem, dass der Inhalt der LVA absolut aktuell ist, da statische Code-Reviews und Qualitätsmodelle zur Verbesserung der Software Qualität in jeder besseren IT-Zeitschrift derzeit ein großes Thema sind.

Teilnehmer/in E

Ich bin mit sehr hohen Erwartungen in das PROST gegangen. Es war schon lange mein Wunsch ein größeres populäres Projekt "von Innen" zu sehen. Wie arbeiten die Entwickler dort? Ist das mit dem was ich selbst mache in der Qualität vergleichbar und nur ein bisschen größer, oder sind dort Entwickler am Werk, die mit anderen Wassern gewaschen sind. Ich hatte immer die richtig großen Projekte im Kopf. Mozilla oder OpenOffice. Gleich am Beginn des PROST, als wir die Projektauswahl diskutiert haben, wurde klar, dass wir ein nicht ganz so großes Projekt nehmen müssen um den Arbeitsaufwand beherrschen zu können. Wir haben uns letztendlich einer anderen Gruppe angeschlossen, weil deren Projekt 'Columba' noch interessanter als unser eigenes 'WinMerge' war. Die ersten Termine mit der Vorstellung der Werkzeuge und Methodikansätze waren sehr nützlich. Ich hatte davor, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht gewusst dass es diese Metriken gibt, bzw. dass derartige Werkzeuge erhältlich sind. Hier also der erste Gewinn für mich. Diese Erfahrungen werde ich in mein Handwerkzeug einfließen lassen. Aber: Bei den Präsentationen der Metriken am Beginn gab es einige Vorkommnisse wo wir Studenten selbstkritisch darüber nachdenken sollten. Da wurden von Studenten in den Vorträgen Aussagen gemacht, bei denen man auch als Laie erkannt hätte, dass da niemand in der Gruppe auch nur ansatzweise darüber nachgedacht hat, was das bedeutet oder wie das zu interpretieren ist. Da werden Aussagen aus der Literatur übernommen, ohne dass jemand fragt: "Ja gut. Aber was bedeutet dass eigentlich?" oder "Ist die Metrik gut, wenn der Messwert hoch ist oder wenn er niedrig ist?". Die darauf folgende Phase der Definition eines 'Vorgehensmodells' war für mich die Phase in der ich etwas unsicher war, ob wir das erfolgreich beenden werden. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich persönlich bei stark unstrukturierten Aufgabenstellungen nicht produktiv arbeiten kann. Mir fallen Aufgaben leichter, wenn man schriftlich das Vorgehen in Phasen mit genau definierten Zielen und Zwischenergebnissen definiert. Für mich einer der wichtigsten Punkte überhaupt: Alle Teammitglieder müssen sich über Ziele, auch Zwischenziele, 100% im Klaren sein. Das muss schriftlich definiert sein. Ein kleiner Betrag hätte sein können, wenn jemand der das kann, ein offizielles Protokoll der Sitzungen angefertigt hätte. Inhalt: Was wurde besprochen und entschieden? Was ist bis zum nächsten Termin zu erledigen? Wir haben uns aber dann konsolidiert und die Qualität im Vorgehen wurde mit jedem weiteren Termin immer besser. Die Präsentation der Qualitätsmodelle war dann wieder ein Gewinn. Die Ergebnisse waren doch unterschiedlich, und nicht zuletzt dadurch interessant. Am Ende des PROST waren dann eigentlich alle Bedenken wegen des Vorgehens vergessen. Die vorgegebene Gliederung des Endberichts ist ein gutes Beispiel. Da brauchten wir als Gruppe nicht mehr darüber diskutieren was erwartet wird. Die Gliederung war vom LVA-Leiter erarbeitet, da waren die Ziele sowieso glasklar. Aber auch wenn wir die Gliederung selbst erarbeitet hätten und uns dann alle darauf 'committed' hätten, wäre es gut gewesen. Fazit - Das PROST war für mich in folgenden Bereichen nützlich: Statische Codeanalyse, Erarbeitung eines Qualitätsmodells und auch im Hinblick auf Projektabwicklung. Vieles davon wird direkt in mein eigenes Vorgehen beim Software Engineering eingehen oder es wurden zumindest Impulse gesetzt in welche Richtungen man weiterdenken kann. Super! Zweites Fazit - Zu meiner Frage vom Beginn. Wie steht es um die Open Source Software? Ich würde mir - durchaus selbstbewusst - zutrauen, dass ich in diesen Projekten einen wertvollen Beitrag leisten könnte.

Teilnehmer/in F

Erstens habe ich ein besseres Verständnis für den Zusammenhang der Klassen und Packages in einem für mich größeren Softwareprojekt bekommen. Zweitens habe ich durch die X- und X-Regeln einen Einblick in einen besseren Programmierstil (auch Vermeidung von bestimmten Fehlern) bekommen. Man geht einmal von der anderen Seite heran, nicht als Programmierer, sondern als „Beurteiler“ einer Software, was deutlich mehr Spaß macht! Weiters habe ich gelernt, dass Qualität schwierig zu bewerten ist, es kommt immer auf die Anforderungen darauf an, was vom Kunden / Auftraggeber / User gewünscht wird. Es ist auch schwierig einzelne Softwarequalitätsmerkmale für eine Software zu bestimmen, das Gefühl „spielt“ immer mit, und es war auch immer interessant bei den Abstimmungen für die Bewertungen einzelner Metriken oder Eigenschaften die Argumente der anderen Gruppenmitglieder nachzuvollziehen. Mit einem Werkzeug wie den X oder X zu arbeiten ist wie oben schon erwähnt interessant, aber ein wichtiger Punkt war auch, dass wir zu der Erkenntnis gelangt sind, dass der Mensch nicht ersetzt werden kann (bei den Dokumentationen des Quellcodes z.B.). Der Mensch muss überprüfen ob das Programm „richtig“ gearbeitet hat. Richtig ist hier nicht unbedingt der richtige Ausdruck, denn Computer arbeitet eigentlich immer richtig, nur kann sich der Programmierer des X oder bei X zu einem Qualitätsmerkmal was anderes gedacht haben, als der Programmierer einer Software, die analysiert wird, oder wie es uns passiert ist, dass wir keine Endprodukt beurteilen, sondern einen Meilenstein, wo noch etliche to do’s vorhanden sind, die dem X oder X nicht passen, die aber die Qualität nicht verringern, weil diese Features schlicht erst implementiert werden müssen. Weiters war es auch sehr interessant im Zuge des PROST einmal Kontakt mit einer Fachhochschule zu haben (in Rottenmann), und nach der Präsentation mit einigen Studenten zu reden. Ich bin jetzt nach dem PROST noch mehr der Überzeugung, dass in den kommenden Jahren Microsoft enorm an Einfluss verlieren wird (zugunsten Open Source Programmen). Abschließend kann ich nur sagen, dass ich in diesem PROST viel gelernt habe, und dass ich es nur weiterempfehlen kann, ein PROST zu einem ähnlichen Thema am SE-Institut der Universität Linz zu machen.

Teilnehmer/in G

Ich habe dieses Projektstudium gewählt weil ich selbst auch der Software Qualitätsbeurteilung einen großen Stellenwert einräume. Da ich selbst nicht vorhabe Programmierer zu werden, also eher eine passive Teilnahme an Softwareprojekten anstrebe, ist die Qualitätsbeurteilung von Software anderer eine wichtige Sache für mich persönlich. Auch wegen der guten Lehrveranstaltungsbeschreibung am Anfang des Semesters, wo bereits die Richtung vorgegeben wurde, habe ich mich für dieses Projektstudium angemeldet, da ich nicht erst in der ersten Lehrveranstaltungsstunde ein Thema bekommen möchte. Zudem verwende ich auch Open Source Software und war gespannt einen Einblick in die Qualität von Beispielprogrammen zu bekommen. Jetzt am Ende des Semesters kann ich sagen, dass das Lehrveranstaltungsziel durchaus erreicht wurde. Mittlerweile ist mir klar geworden, dass Softwarequalitätsmessung keine klare Angelegenheit ist, wie ich mir das anfangs erwartet hätte. Im Laufe des Semesters habe ich gelernt Qualitätsmodelle zu erstellen, habe Werkzeuge kennen gelernt, ihre Stärken und auch Schwächen erfahren dürfen und bin auch erfreut darüber, zu wissen, dass die Projekte weitergeführt werden. Besonders die gewonnene Erfahrung mit den Werkzeugen und auch dem „Dienstleister“ X betrachte ich als wertvoll. Es war auch nicht einfach, ein für alle Teilnehmer/in gutes Qualitätsmodell zu erstellen. Das bereits bestehende ISO Modell floss zwar in die Erstellung unseres Modells mit ein, musste aber unseres Erachtens noch modifiziert werden. Grundsätzlich war das Lehrveranstaltungsklima von konfliktfreier Zusammenarbeit geprägt, auch die interne Kommunikation innerhalb der Gruppe verlief meist reibungslos. Abschließend möchte ich noch sagen, dass mir die Lehrveranstaltung gefallen hat und gelungen im Hinblick auf die Ergebnisse scheint. Mir gefällt auch, dass die gewonnenen Erkenntnisse weiterverwendet werden, und es würde mich freuen, wenn uns die Endergebnisse zugänglich gemacht werden. Weniger gut hat mir der Beginn der Lehrveranstaltung mit den Referaten gefallen, da nicht immer ganz klar war worauf es ankommt und auch die Richtung in die sich das Projektstudium weiterentwickeln soll im unklaren lag. Diese Schwierigkeiten haben sich allerdings im Laufe des Semesters aufgelöst, was wohl daran lag, dass wir zu Beginn alle Neuland betreten haben.

Teilnehmer/in H

Anfangs war ich mir nicht im Klaren, an welchem Institut ich das Projektstudium machen soll. Aufgrund dessen verglich ich das Angebot und entschied mich letztendlich für jenes vom SE-Institut, das zum Thema „Open Source Software“ offeriert wurde. Unter anderem war die sehr gute Beschreibung dieser Lehrveranstaltung ein Grund für die Auswahl. Natürlich ist es von Vorteil, wenn ein Lehrveranstaltungsleiter einen engen Praxisbezug hat. Dies war ebenso ein Auswahlkriterium. Der Hauptgrund lag aber in der Thematik selbst. Da ich zuvor noch keinen intensiven Kontakt mit Open Source Software hatte, fand ich es umso interessanter und stellte zugleich eine Herausforderung für mich dar. Ich kannte zwar die Begriffe der Qualität und den Qualitätsmerkmalen im Zusammenhang mit Software aus der SE-Übung und dem SE-Vorlesungsskript von Herrn Professor Pomberger, hatte mich aber noch nicht im Detail mit diesen Begriffen auseinander gesetzt. Zudem kam noch das Interesse für die Instrumente mit denen man eine Software prüfen kann. Nun ist das Projektstudium und das Semester fast vorbei und muss feststellen, dass es meinen Erwartungen gerecht wurde. Ich bekam u.a. einen Einblick über die Materien, die man in Verbindung mit der Softwarequalität bringt. In Gruppenarbeiten wurden verschiedenste Themen bearbeitet, die in der Folge für unsere Erarbeitung des Qualitätsmodells wichtig waren. Wir behandelten u.a. Metriken für die Messung von Qualitätsmerkmalen. Sehr interessant fand ich den Einsatz der verschiedenen Analysewerkzeuge, obwohl die Handhabung und Ausführung einen zeitaufwendigen Lernprozess mit sich brachte. Ich kann mir vorstellen, dass ich das eine oder andere Werkzeug nochmals einsetzen werde. Bei den Diskussionen wurde mir auch klar, dass man die anfangs klar erscheinenden Begriffe und Definitionen, immer wieder nachprüfen sollte bzw. sich Gedanken machen sollte, was das und jenes überhaupt bedeutet. Die Wichtigkeit der Reflexion gewisser Definitionen scheint von großer Bedeutung. Was die Erstellung des Qualitätsmodells betrifft, muss ich erwähnen, dass dies anfangs teilweise sehr aufwändig war. Es gibt zum Teil Anhaltspunkte (z.B. aus der ISO-Norm) aber ein allgemein gültiges Modell ist nicht einfach zu erstellen. Es wird zwar der Grundstock ähnlich sein, die Wichtigkeit einzelner Punkte, wird aber unterschiedlich gesehen. Grundsätzlich wäre es jetzt besonders interessant, die einzelnen Open Source Produkte zu vertauschen und dann die Ergebnisse zu vergleichen. Es würden wahrscheinlich Differenzen auftreten die diskutiert werden müssten. Das würde den Lernprozess weiter fördern. Fazit: Schlussendlich kann ich das Projektstudium nur weiterempfehlen und vielleicht gibt es eine weitere Lehrveranstaltung, wo unsere entwickelten Modelle weitergetestet werden. Wenn letzteres der Fall ist, wäre es erfreulich, ein Feedback hinsichtlich der Qualität des erstellten Qualitätsmodells zu bekommen.

Teilnehmer/in I

Die Gründe, warum ich mich dafür entschieden habe, an diesem Projektstudium teilzunehmen, waren zum einen, dass sich der Fokus dieser Lehrveranstaltung auf Open Source Software richtete, ein Gebiet, mit dem ich mich bis dahin wenig bis gar nicht beschäftigt habe; zum anderen sollte sich die Lehrveranstaltung mit der Qualität dieser Art von Software beschäftigen. Meine Erwartungen konzentrierten sich daher vor allem darauf, zu begreifen, was unter Qualität überhaupt zu verstehen ist und mich Open Source Software auf eine eher ungewöhnliche Weise zu nähern. Diese Erwartungen meinerseits wurden beinahe zur Gänze erfüllt, als Ergebnis dieser Lehrveranstaltung sehe ich auch die Erkenntnis darüber, dass man viel öfter, als man meinen täte, nur „weiß, dass man nichts weiß“. Dies bezieht sich zum einen auf die Unfähigkeit, Begriffe klar definieren zu können, und zum anderen auf die teilweise Unmöglichkeit, messbare Kriterien festzulegen. Jetzt, nachdem das Projektstudium zum Großteil abgeschlossen ist, kann ich mit Sicherheit sagen, dass der Inhalt der Lehrveranstaltung ein sehr interessanter war. Gefallen hat mir das schrittweise Herantasten, mit dem versucht wurde, sich systematisch einen Qualitätsbegriff zu erarbeiten. Ausgehend vom ISO-Model, der theoretischen Grundlage, und von der Suche nach anderen Qualitätsmodellen fiel es leichter, ein eigenes Qualitätsmodell zu erarbeiten, dessen Unzulänglichkeiten wir uns durchaus bewusst sind. Durch das Projektstudium wurde mir klar, wie schwer es ist, einen Begriff, der in jeder Munde und eindeutig zu sein scheint, auf eine Definition festzunageln bzw. festzulegen. Die Diskussionen über die diversen Begrifflichkeiten – ich erinnere mich dabei an den Lehrveranstaltungstermin, an dem intensiv über Merkmal, Metrik usw. debattiert wurde – fand ich wohltuend, vergleichend mit anderen Lehrveranstaltungen, in denen die meisten grundlegenden Dinge für gegeben angesehen und nicht angezweifelt bzw. genauer unter die Lupe genommen werden. Obwohl jeder eine intuitive Vorstellung davon hat, was als qualitativ hochwertig angesehen wird und was nicht, ist die Umlegung auf ein Modell ziemlich schwer. Die Schwierigkeiten, die sich dabei ergeben haben, beziehen sich besonders auf die Unzulänglichkeit vieler Merkmale, diese auf einer messbaren Skala abzubilden. Dies ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass die verwendeten Merkmale für jeden eine andere Bedeutung haben. Dieser Umstand, dass Merkmale unterschiedliche Bedeutungen und eine unterschiedliche Wichtigkeit haben können, kam bei der Gewichtung der Qualitätsmerkmale innerhalb des von uns entwickelten Qualitätsmodells zum Tragen. Schwer war es auch, die Vorstellungen aller Gruppenmitglieder auf einen Nenner zu bringen und in das Endergebnis mit einfließen zu lassen. Fazit: Im Großen und Ganzen eine Lehrveranstaltung, die man all jenen weiterempfehlen kann, die gerne diskutieren und ihre Ansichten in Frage stellen lassen.

Teilnehmer/in J

Zu Beginn des Semesters ging ich mit großen Erwartungen in das PROST, habe ich mich doch bisher nie ernsthaft mit dem Thema „Open Source“ auseinandergesetzt, so blieb für mich das Thema „Open Source“ gleich dem Thema „Linux“. Schnell wurde mir zu Beginn des PROST klar, dass unter dem Aspekt des „Open Source“ wesentlich mehr zu verstehen ist und so wurde das PROST unter den Hauptaspekt „Qualität von Open Source-Software“ gestellt. Zu Beginn dachte ich mir eigentlich, dass wir uns im PROST mehr allgemein mit dem Thema „OpenSource“ auseinander setzen, dafür breiter gefächert. Also nicht nur Qualität, sondern auch Einsetzbarkeit, Verfügbarkeit, Wartung, Sicherheitsaspekte, Usability, etc… . Jedoch fand ich mit der Zeit heraus, dass „Open Source“ vor allem auf die Qualität setzen muss, um am Markt bestehen zu können. Infolgedessen wurde mir im PROST das erste Mal bewusst, wie viel Qualität, bzw. das Qualitätsmodell nach sich zieht und welche Aspekte dabei zu berücksichtigen sind. Ich fand es interessant, wie schwer es ist einen Begriff zu definieren und wie präzise Annahmen getroffen werden müssen. Diese Definitionen und Annahmen verursachen natürlich Widersprüchlichkeiten mit Definitionen verschiedener Wissenschaftler und Forscher anderer Institutionen, jedoch wies uns Dr. Schiffer darauf hin, dies unbedingt in Betracht zu ziehen, das Hinterfragen von Definitionen und das Anzweifeln von Aussagen und Meinungen. Die Diskussionen im PROST zogen sich teilweise über zwei Stunden hin und endeten doch wieder in einer Phase, in der es möglich gewesen wäre, ein eigenes PROST daraus zu machen. So einfach wie der Begriff „Qualität“ klingen mag, so schwierig war er für mich zu erläutern. Naiv bedeutete es für mich „ein Produkt muss einwandfrei funktionieren“. Dies ist auch der Knackpunkt, wo ich mir denke, dass jeder einzelne in diesem PROST mit verschiedenen Einstellungen und Definitionen in das PROST gegangen ist. Erst mit der Zeit habe ich gemerkt wie vielschichtig „Qualität“ ist. Weiter über die Fehlertoleranz bis hin zur Usability, denn diesen Aspekt hatte ich von vorneherein für mich ausgeschlossen. Usability bedeutet für mich zwar schon die „Benutzerfreundlichkeit“ und die leichte Handhabbarkeit von Produkten, aber für mich fiel dies nicht als Hauptargument zur „Qualität“. Erst durch das gemeinsame erforschen und diskutieren der ISO 9126 Richtlinie wurde mir die Tragweite von Qualität bewusst. Im Endeffekt geriet das PROST meiner Meinung nach etwas aus der Bahn, da vorwiegend nur mehr über Qualität diskutiert wurde und ein Disput über die einzusetzenden Metriken und Regeln für die gruppenweise Arbeit einsetzte. Zum Schluss des PROST, bei der Gruppenweisen Präsentation des Qualitätsmodells, zeigte sich wieder wie unterschiedlich die Auffassungen der Gewichtung der einzelnen Regeln und des gesamten Qualitätsmodells waren. Um diese verschiedenen Qualitätsmodelle zu vergleichen, wäre ein zweites PROST notwendig in dem die verschiedenen Qualitätsmodelle an einem Produkt erprobt und dann die Unterschiede (mit Vor- und Nachteilen) herausgearbeitet heraus gearbeitet werden. Für mich war es natürlich ebenso schwer eine „richtige“ (dies gibt es wohl gar nicht) Gewichtung meines Teils (Zuverlässigkeit) zu finden, da ich ebenso wenig wie alle anderen Gruppenmitglieder Erfahrung mit großen Projekten habe. Alles in allem kann ich dieses PROST jedoch weiterempfehlen, da es für einen selbst eine ungeheure Möglichkeit ist, in ein großes Projekt „hinein zu schnuppern“ und sich mit Projektarbeit, wissenschaftlicher Arbeit und Diskussion auseinanderzusetzen.

Teilnehmer/in K

Der Grund, warum ich mich für dieses PROST entschieden habe, lag darin, dass ich sehr an Open Source Software interessiert bin, da ich auch selbst Open Source verwende. Da ich aber nur reiner Anwender bin, hat mich dieser Ansatz besonders interessiert, OS-Software zu analysieren. Zu Beginn des PROST hatte ich den Eindruck, dass es irgendwie keine klare Erwartungen an uns gab, wie das Ergebnis des PROST auszusehen hat. Die einführenden Referate und Diskussionen fand ich sehr interessant. Einerseits deswegen, weil wir die Werkzeuge näher kennen lernten, und andererseits weil wichtige Begriffe, die zuerst ganz trivial schienen wie der Begriff „Qualität“ für mich eine ganz neue Bedeutung bekam, bedenkt man die Modelle, mit denen wir uns befasst haben. Besonders interessant fand ich auch das Einbringen von den beiden Werkzeugen X und X, da diese Werkzeuge in der Praxis verwendet werden, und wir so einen Einblick erhalten haben und sie ebenfalls anwenden durften. Die Art wie in der LVA selbst vorgegangen wurde und allgemein die Arbeitsatmosphäre fand ich sehr angenehm, besonders die vielen Diskussionen. Als dann gegen Ende November klar wurde was von uns erwartet wird, fand ich die Aufgabe sehr interessant. Zwar war es nicht ganz einfach in einer Gruppe mit sechs Personen immer einen Konsens zu finden, doch fand ich die Gruppengröße trotzdem angemessen. Spätestens als es zur Analyse ging war jeder von uns gefragt, aber auch in der Entwicklungsphase konnten wir aus einem breiten Spektrum an Ideen schöpfen und so hoffentlich zu einer guten wenn auch nicht idealen Lösung kommen. Fazit: Das PROST hat meine Erwartungen übertroffen und ich habe persönlich sehr profitiert davon, einerseits auf fachlicher aber auch auf persönlicher Basis. Das arbeiten in der Gruppe war immer angenehm und fruchtbar.

Teilnehmer/in L

Für mich waren die Hauptgründe für die Auswahl dieses Projektstudiums die interessante Aufgabenstellung zu den Themen Open Source und Qualität. Man hört zwar in letzter Zeit in den Medien und teilweise auch im Studium viel von „Open Source“, jedoch meist nur aus der sehr subjektiven Perspektive von Linux-Verfechtern und deren „Gegnern“. Nur selten hört man wirklich objektive Argumente für / gegen Open Source, und deshalb war es für mich wichtig, mir mithilfe dieses Projektes eine eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden. Positiv hervorheben möchte ich vor allem den praxisnahen Aufbau der Lehrveranstaltung. Es wurde uns die Möglichkeit gegeben, das Qualitätsmodell sowie die Art unserer Analyse eigenständig zu entwickeln bzw. zu entscheiden. Gleichzeitig war dieses „auf sich gestellt sein“ auch eine große Schwierigkeit dieses Projektstudiums, da man es auf der Uni gewohnt ist, mehr Vorgaben zu erhalten. Ich denke aber, dass ich gerade durch diesen Punkt viel für die Praxis gelernt habe. Durch das oftmalige Präsentieren von Ergebnissen konnte man außerdem Sicherheit im Vortrag entwickeln. Auch die teilweise recht kontroversen, und gerade deshalb interessanten Diskussionen über die unterschiedlichen Werkzeuge oder Qualitätsmodelle stellten eine gute Abwechslung zu vielen anderen Lehrveranstaltungen dar. Der schwierigste Teil des Projektstudiums bestand meiner Meinung nach in der Entwicklung eines Qualitätsmodells. Besonders die Auswahl und Zuordnung der Regeln sowie das Vergeben von Grenzen und Gewichtungen kostete viel Zeit und Nachdenken. Dabei musste man vor allem auch auf die Möglichkeiten der verwendeten Werkzeuge Rücksicht nehmen, was nicht einfach war. Es existieren viele Tools, keines davon ist absolut „unschlagbar“, wenngleich der X mit Abstand die meisten Möglichkeiten bietet, jedoch in Sachen Usability mit einigen anderen Tools meiner Meinung nach nicht ganz mithalten kann. Etwas schade finde ich es, dass die eigentliche Frage des Projektstudiums, wie die Qualität von Open Source nun eigentlich einzuschätzen ist, nicht wirklich beantwortet werden kann, da einfach der Vergleich zu proprietärer bzw. kommerzieller Software fehlt. Durch die unterschiedlichen Qualitätsmodelle war es außerdem nicht möglich, die untersuchten OS-Projekte objektiv zu vergleichen. Fazit: Ich nehme wichtige Erfahrungen aus diesem Projektstudium mit, die mir in der späteren Praxis sicher von Vorteil sein können. Auch die Arbeit in der Gruppe hat mir sowohl persönlich als auch fachlich positive Erfahrungen gebracht.

Teilnehmer/in M

Zu Beginn des Projektstudiums Waren meine Erwartungen sehr klein und ich wusste nicht exakt welche Thematik behandelt werden würde. OpenSource als Schlagwort war anziehend genug mich für die LVA anzumelden, ohne weitere Informationen einzuholen. Dass dann nicht die Vielzahl von OpenSource-Anwendungen besprochen wurde und über die Zukunft von freier Software philosophiert wurde, war eine kleine Enttäuschung. Verstärkt durch einen LVA-Leiter der mit Windows und M$-Office arbeitet und nicht der erwartete Linux-Freak war verstärkte diesen Eindruck. Vor allem weil die Begriffe Evaluierung und Bewertung für mich einen sehr faden Beigeschmack hatten. Das dann doch alles ganz anders kam, hat mich sehr gefreut. Aus dem Projektstudium habe ich für meinen Teil einiges mitgenommen beziehungsweise gelernt umzusetzen. Gerade in einem Bereich, in dem wir bisher kaum gearbeitet hatten, mussten wir unsere Kenntnisse erweitern und auf ein selbstgewähltes Projekt anwenden. Die Beurteilung der Qualität5 von Software erschien mir besonders am Anfang des Projektstudiums sehr anmaßend, da wir weder die geeigneten Mittel und Werkzeuge kannten noch eine einigermaßen exakte Vorstellung von Kriterien und Merkmalen hatten. Was mir aber im Laufe der LVA immer mehr bewusst wurde war, dass es in diesem Bereich kaum eine konkrete Aussage über richtig oder falsch gibt, sondern ein Modell lediglich eine Diskussionsgrundlage darstellt, um ein Projekt zu verbessern, beziehungsweise Fehler aufzuspüren. Gestärkt durch das Bewusstsein, dass Unfehlbarkeit nicht der erhobene Anspruch ist, war die Entwicklung unseres Qualitätsmodells meiner Meinung nach ein sehr interessanter Prozess, den man in einzelne Phasen unterteilen kann und in ähnlicher Form auch auf andere Projekte anwenden kann. Zu den Werkzeugen muss ich sagen, dass mich vor allem der X sehr faszinierte, da er furchtbar komplex zu sein schien und erst bei näherer Betrachtung zu erkennen war welche Schwächen die Anwendung hat. Nichts desto Trotzdem halte ich den X für eine sehr gelungene Anwendung. Dies begründet sich nicht auf den Leistungen die wir nutzen konnten, sondern auf die Erweiterbarkeit durch eigene Regeln. Der X stellt meiner Meinung nach eine ausgezeichnete Basis für weitere Regelanwendungen, die natürlich projektspezifisch erzeugt werden müssen dar. Dass der X in seiner Arbeitsweise auch Fehler zeigt, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. In Bezug auf Bedienbarkeit beziehungsweise GUI-Design liegt meiner Meinung nach doch einiges im Argen. Zumindest konsistente Menüführung und Positionierung von Buttons, sowie entsprechende Rückmeldungen auf Maus und Tastaturaktionen sollten eine Anwendung die an Firmenkunden verkauft wird auszeichnen. Der Einarbeitungsaufwand im X ist sehr hoch und auch nach längerem Arbeiten entdeckt man Neues. Nun zu X. Ohne das Projekt schlechtmachen zu wollen, muss ich sagen, dass X eine maßlose Enttäuschung ist. Ohne die Korrektheit der durchgeführten Berechnungen anzuzweifeln, sind einige Regeln und deren Grenzen nicht nachvollziehbar und erwecken den Eindruck nur als Füllmaterial eingebaut worden zu sein. Der Eindruck verstärkt sich explosionsartig, wenn man das X zur Hand nimmt. Ein Dokument in dieser Form abzuliefern und damit ist nicht nur die schlechte Gliederung gemeint, sondern auch die haarsträubenden Rechtschreib- und Grammatikfehler, ist mutig. X stellt lediglich einen Syntaxcheck dar, die Reife des Projekts möchte ich allerdings in Frage stellen. Sehr positiv zu X war allerdings die sehr schnelle Reaktionszeit unserer Ansprechpartner. Dass X in gewissen Bereichen seine Stärken hat möchte ich natürlich nicht vergessen, meiner Meinung nach ist es allerdings nicht dazu geeignet die Qualität von Software allein mit diesem Werkzeug zu beurteilen, sondern nur die Einhaltung der Programmierrichtlinien zu überprüfen. Die Frage, ob diese Leistung einen Preis in der uns bekannten Höhe rechtfertigt, muss ich allerdings mit einem klaren Nein beantworten. Alles in alllem hat mir das Projektstudium trotz der damit verbundenen Arbeit und zeitweiliger Verwirrung bezüglich der zu erledigenden Aufgaben Spaß gemacht und die Auseinandersetzung mit der Materie war eine Bereicherung für mich. Der Antwort auf die Frage, wie man die Qualität von Software misst bin ich sicher um einiges näher gekommen und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, das jeder aus der LVA mitnehmen sollte.

Teilnehmer/in N

Die Erfahrungen im Laufe dieses Projektstudium waren, zumindest für meine Person, sehr weit gestreut. Grundsätzlich ist mir jetzt bewusst geworden, wie wichtig bestimmte Programmierrichtlinien sind, wenn mehrere Leute am selben Programm arbeiten; da dadurch eindeutig die Lesbarkeit gesteigert wird. Ich glaube aber auch, dass sich ein einheitlicher Programmierstil von mehreren Programmierern auch positiv auf die Effizienz der Programmiergeschwindigkeit auswirkt, da man sicher besser erkennen kann was sich die anderen Programmierer an einer bestimmten Codestelle gedacht bzw. was die Programmierer vorgehabt haben.
Ich bin auch davon Überzeugt, dass Open – Source eine „bessere“ Codequalität hat als andere Produkte, da hier meist mehr Personen an einem Codestück zusammenarbeiten als zum Beispiel bei M$. Auch ist meiner Meinung nach Open – Source ja einem ständigen Verbesserungsprozess unterlegen, wodurch auf verschiedene Bugs schneller reagiert werden kann. Welche Erfahrungen machte ich nun mit den beiden Analysewerkzeugen X und X? Meiner Meinung nach sind beide Werkzeuge noch nicht vollständig ausgereift. Für mich haben beide Werkzeuge gewisse Schwächen aber auch gewisse Stärken, die dementsprechend gegen bzw. für den Einsatz eines Werkzeuges stehen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass man mit X sicherlich weniger Aufwand hat, da man ja nur sein Softwareprodukt „einschickt“. Man bekommt dadurch einen fertigen Bericht zurück. Jedoch ist das X, sprich das Regelwerk noch nicht wirklich ausgereift, da es oftmals Sinnlosregeln anwendet; wie zum Beispiel man darf nicht mehr als 8 case – Verzweigungen in einer switch – Anweisung verwenden. Diese Regel finde ich persönlich sinnlos, da es ja manchmal unumgänglich ist, mehr als nur 8 cases zu verwenden. Natürlich man erhält einen fertigen Bericht ohne viel Aufwand, was eine große Stärke von X ist. Aber man darf auch nicht die Nacharbeit dadurch vergessen, da man ja auf die einzelnen Verletzungen näher eingehen muss, um diese zu beseitigen. Ein großer Kritikpunkt meinerseits ist, dass das Plug – In in X, welches die direkte Codeeinsicht ermöglichen sollte, teilweise nicht funktioniert. Jedoch finde ich, ist X sowieso eher mehr für die Managementebene zugeschnitten und weniger für die Programmierer selbst. Dieses kann als Schwäche aber auch als Stärke angesehen werden, das sei jedem selbst überlassen. Die Idee, die hinter X steckt, finde ich jedoch wieder sehr gut, da man sich am Anfang sicher gewisse Arbeiten erspart, jedoch sollte X in der Richtung weiterentwickelt werden, dass man sich zumindest einen Teil der nicht unbeträchtlichen Nacharbeit erspart und es sollte das X besser überarbeitet werden. Wenn diese Schritte gelingen, bin ich davon überzeugt, dass X ein wirklich sinnvolles Werkzeug zum Einsatz für die Softwareanalyse ergeben könnte. Der X hingegen, ist flexibler im Einsatz. Man hat zwar eine größere Einarbeitungszeit, wenn man sich jedoch einmal mit dieser Software angefreundet hat, kann man die einzelnen Metriken beziehungsweise die einzelnen Grafiken wirklich effektiv einsetzten, um eine Analyse der Software durchzuführen. Der große Vorteil den der X gegenüber von X besitzt ist der, dass man sich Metriken selbst Programmieren kann. Im Allgemeinen, glaube ich, ist der X eher für die Programmierer selbst zugeschnitten worden, da sie durch die flexibilität des X einfach mehr Möglichkeiten haben. Zusätzlich kommt natürlich noch der Vorteil, dass man nichts einschicken muss, sondern man kann gleich verschiedene Codestücke der erstellten Software selbst Analysieren. Jedoch hat man keinen vollständigen Bericht für die zum Beispiel Managementebene, dies ist auch ein Grund für meine Schlussfolgerung, dass der X eher für die Programmierer selbst von Interesse ist, da diese wirklich beim X an „jedem Schräubchen“ selbst drehen können. Auch die Idee vom X finde ich nicht schlecht, jedoch unter der Voraussetzung, dass er eher für die Programmierer selbst als für die Managementebene gedacht ist. Aufgrund meiner eher kurzen Erfahrung mit den beiden Werkzeugen würde ich bei der Analyse von Softwareprojekten, wenn die Möglichkeit besteht, auf beide Werkzeuge gleichzeitig zurückgreifen, da man dadurch die Stärken beider kombinieren kann. Würde es gelingen, einen Service beziehungsweise ein Werkzeug auf den Markt zu bringen, der diese Stärken kombiniert, wäre man der Ideallösung sicherlich einen Schritt näher!

Teilnehmer/in O

Im September 2003 fand ich die LVA auf der SE-Homepage und war, ohne mir genauere Gedanken zum wirklichen Inhalt zu machen von den Apache und Openoffice-Logos verzückt. Es war endlich einmal eine Lehrveranstaltung im Angebot, welche sich mit einem meiner Hobbies auseinandersetzte. Ironischerweise beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit einer quellcodebasierten Linux-Distribution. Allerdings ist das eine Metadistribution und es bleibt mir größtenteils erspart, mich jemals selber um den Quellcode zu kümmern. Dennoch war mein Interesse geweckt. Als dann die erste Einheit und die Klärung der eigentlichen Aufgabenstellung kam war ich etwas verunsichert, was nun wirklich mit Inside Open Source gemeint war. Eine statische Codeanalyse zum Thema Qualität so zu verpacken? Im Nachhinein ist es schon verständlich, weil ein anderer Zugang zu fremden Projekten nicht möglich ist. Ziel war aber eine Qualitätsanalyse und Open Source war nur Mittel zum Zweck und auch ein gelungener Köder. Meine Meinung von diesem Projektstudium war zu diesem Zeitpunkt nicht die beste. Dann kam die Präsentation von X und auch die ersten Eindrücke vom X und damit bekam diese Lehrveranstaltung einen Inhalt. Das Interesse wurde dadurch erheblich gesteigert. Besonders X wurde damals gut verpackt präsentiert. Danach kam eine lange Durststrecke, welche mich und auch einige andere verzweifeln ließ. Jede Einheit wurde von Zielen, von Qualität und von Modellen und von Metriken gesprochen, aber es entstand einfach keine Struktur innerhalb des Themas. Ein Vorschlag für künftige Lehrveranstaltungen wäre, so ein Qualitätsmodell zuerst als kleines Demomodell zu entwerfen und danach das ganze Modell anzugehen. Dies würde die Diskussion erleichtern, da alle Beteiligten auf der gleichen Ebene und mit einem einheitlichen Basiswissen diskutieren könnten. Diese Diskussion war ja erwünscht, aber ganz einfach nicht möglich. Wie soll man als Student im 2. Abschnitt ein Qualitätsmodell andiskutieren, wenn man sich in seinem Leben zuvor nie damit auseinandergesetzt hat. Als im Jänner dann Abgaben gefordert waren wurde der Themenkomplex plötzlich viel klarer und mit dem heutigen Wissen wäre ein Neustart am Anfang der LVA wesentlich produktiver. Der Vorschlag um diese Phase der Unwissenheit abzukürzen war schon im letzten Absatz. Der X ist ein sehr interessantes Produkt. Er ermöglicht, wie der Name schon andeutet ein exaktes Durchleuchten eines großen Projektes auf vorgegebene Richtlinien. Dies ist im ersten Gedankengang ein perfektes Werkzeug um die Qualität zu messen und auch nachhaltig anzuheben. Lässt sich dies aber wirklich umsetzen? Die Bedienung des X ist für einen Experten, der mit dem Themenkomplex Qualität und auch mit dem Programm absolut vertraut sein muss, ausgelegt. Dies bedeutet, dass in einem Projekt eine Person für die Anlernphase abgestellt werden muss und die Analyse später recht viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Dazu kommt noch das nicht zu unterschätzende Problem, dass die Interpretation des Ergebnisses noch gar keine Verbesserung garantiert. Die Konformität des Codes nach Regeln kann verbessert werden. Ob aber die Zielvorgabe dadurch eher erfüllt wird, wage ich nicht zu behaupten. Der emotionale Aspekt einer Kontrolle aller Programmierer sollte dabei auch nicht außer Acht gelassen werden. Da eine Selbstanalyse der Programmierer auch nicht zielführend ist, müssten einige Projekte als Untersuchungsbasis dienen. Ich persönlich kritisiere am X einerseits die Unstrukturiertheit und andererseits das, dass es zur Gänze dem Kunden überlassen wird, die Ergebnisse auch Zielführend zu verwenden. X ist ein völlig anderer Ansatz. X umgeht einige Probleme, welche mit dem X auftauchen könnten dadurch, dass eine externe Quelle schwer manipulierbar ist und auch die emotionalen Auswirkungen weniger stark sind als bei einer internen Kontrolle. X ist im Gegensatz zum X höchst strukturiert und macht eine Nachbearbeitung zum lesen des Ergebnisses überflüssig. Nur die Nachbesserungen des Codes sind danach im Projekt zu koordinieren. Es ist klares Ziel von X die Projektleitung oder sogar das übergeordnete Management anzusprechen und weniger den eigentlichen Programmierer. Die eigentliche Arbeit von X, das anwenden von ca. 100 vorher bestimmbaren Regeln ist dabei keine herausragende Leistung. Meiner Meinung nach ist der Preis von 1900 Euro je Monat dafür stark überhöht. Ein weiterer Eindruck von X ist der, dass es an manchen Stellen unausgegoren und unreif wirkt. Rechtschreibfehler und unvollständige Sätze oder auch fehlende Quellverweise in einem X sind kein gutes Aushängeschild. Die Konsistenz der angewendeten Regeln zur Gesamtaussage war mir auch nicht immer klar. Beispielsweise sind einige deprecated Methoden geprüft, aber warum nur genau diese und viele andere nicht? Für mich persönlich war dieses Projektstudium eine Bereicherung. Einerseits als Hinweis, dass man jede Veranstaltung mit einem Konzept beginnen muss und andererseits in Bezug auf Umgang mit Regeln, Qualität und auch mit Analysewerkzeugen. Ich weiß nun, dass bei Kleinprojekten keines der beiden Werkzeuge eingesetzt werden kann, weil das Budget dafür nicht reichen wird. Bei größeren Projekten ist wohl immer ein Teil des Personals mit der Untersuchung und Erhaltung der Qualität beauftragt. Ob hier der Einsatz solcher externer Tools, welche genauso angepasst werden müssen oder eine interne Lösung sinnvoller ist ist schwer zu sagen. Einerseits ist eine Standardisierung gewisser Aufgaben anzustreben, dabei ist eventuell ein externes Tool effizienter, weil es einerseits nicht unter der Betriebsblindheit leidet und andererseits die Standardlösung billiger ist, als ein interner Experte der etwas vergleichbares, aber maßgeschneidertes entwickelt. Eine Erfahrung für mich war die, dass der ganze Bereich der Qualitätssicherung in einem Softwareprojekt sehr schwierig zu definieren und zu kontrollieren ist, aber durchaus maßgeblichen Einfluss auf das Projektergebnis haben kann. Über den Preis wird man solche qualitätssichernden Maßnahmen kaum verkaufen können, aber eine höhere Fehlerresistenz und auch eine bessere Wartbarkeit sind gewichtige Argumente. Vermutlich muss hier erst ein Umdenken bezüglich der Priorität von Softwarequalität beim Auftraggeber stattfinden.

Teilnehmer/in P

Das PROST „Inside Open Source“ habe ich aus 2 Gründen gewählt. Erstens passte es recht gut in meinen Stundenplan und zweitens hörte sich der Titel recht interessant an. Beides änderte sich bereits nach der ersten Lerneinheit. Abgesehen davon, dass die Termine zwischen Montag und Freitag wechselten, konnte ich mich mit einem Code Review nicht so recht anfreunden. Fremden Code lesen? - Schön. Fremden Code verstehen? - Naja. Fremden Code zu beurteilen? - Oje. Nach den einführenden allgemeinen Vortragen zu Themen wie „Open Source“ oder „Metriken“ dauerte es dann noch relativ lange, bis sich eine gewisse Vorgehensweise herauskristallisierte. Wir mussten ein Qualitätsmodell erstellen. Anhand dieses Modells sollten wir dann Quellcode analysieren und Bewerten. Für die Quellcode Analyse standen uns zwei Werkzeuge vor. Der X und X. Da sich beide Werkzeuge für Code Reviews eigenen, kam die Idee auf, unser Open Source Softwareprojekt mit beiden Werkezeugen zu analysieren und dann die Ergebnisse zu vergleichen. Als aber klar wurde, wie verschieden eigentlich X und X sind, verwendeten wir beide Werkzeuge eher ergänzend. Der X war mit dabei von Anfang an ein wenig suspekt. Durch den riesigen Funktionsumfang und die etwas archaische Bedienung baute sich bei mir eine gewisse Hemmschwelle auf. Doch mit den Tutorials und dem immer näher rückenden Präsentationstermin musste diese Überwunden werden. Nach dieser Überwindung ließ sich dann aber doch ganz gut mit dem X arbeiten. Ganz anders sah das natürlich bei X aus. Dort war alles super einfach und schön strukturiert. Doch auch hier mussten wir uns durchs X und den Quellcode quälen. Die Arbeit mit diesen Werkzeugen und vor allem das Erstellen eines Qualitätsmodells war eine sehr interessante Erfahrung für mich. Obwohl ich die Vorlesung und die Übung Softwareengineering bereits besucht hatte, lernte ich in diesem PROST nochmal einiges über Programmierkonzepte und vor allem über Prinzipien der Objektorientierung. Auch wenn das ganze PROST vor allem am Anfang des Semesters noch ein wenig planlos und unstrukturiert erschien, bin ich jetzt am Ende des Semesters mit dem Verlauf des Projektstudiums doch recht zufrieden.

Teilnehmer/in Q

Als ich den Titel des PROST sah, dachte ich mir, super, das könnte interessant werden, nachdem was die Studenten letztes Semester gemacht haben. Allerdings glaubte ich eher, dass es in die Richtung gehen wird, wie OpenSource entsteht, ... Nachdem mir das mit dem PROST verfolgtem Ziel klar wurde, fragte ich mich, was hat das eigentlich so richtig mit OpenSource zu tun? Man kommt sonst nicht an den Quellcode heran. Wie hat mir das ganze PROST an sich „gefallen“ bzw. was hat es mir gebracht? Was nicht so gut war, dass ich mir auch nach den ersten Stunden nicht wirklich darüber im Klaren war, was auf uns zukommt. Über den Nutzen für mich, war ich mir auch nicht im Klaren. Das kam erst so richtig gegen Ende des PROST. Denn an dieser Stelle sah man erst wirklich, das Ergebnis des ganzen Arbeitens „in voller Pracht“. Der Nutzen ist für mich erst nach einiger Zeit wirklich klar geworden. Zuerst dachte ich ja, was soll das denn groß bringen, wenn ich mir da irgendeinen Code ansehe und ihn dann „beurteile“? Die Antwort darauf ist, man sieht wie viel Arbeit in einer solchen Beurteilung liegt, welche Werkzeuge dafür mehr oder weniger gut einsetzbar sind und natürlich, worauf man alles achten kann/muss, beim Programmieren. Noch etwas zu den Werkzeugen. Beim ersten Nutzen des X, wurde ich so richtig erschlagen. Ich hatte mir z.B. einen Graphen zeichnen lassen und musste feststellen, dass das ganze „Ding“ nur noch aus schwarzen Strichen bestand. Erst nach einer Weile wurden mir nach und nach ein Teil der Funktionen und deren Interpretierung klar. Probleme traten bei mir insofern auf, dass irgendwie der X nicht so ganz mit meinem Rechner wollte wie er sollte, wobei ich diese nicht auf den X zurückführe, sondern einfach auf das Alter des Rechners (P2, 300MHz, 320 MB Ram, 30GB). Einmal funktionierte der X, dafür MySQL nicht, dann wieder umgekehrt, ich war schon richtig am Verzweifeln, aber dann ging es doch wieder, warum auch immer. X war diesbezüglich wesentlich einfacher zu Nutzen. Dies liegt natürlich daran, dass der von uns benutzte Teil an sich, kein Werkzeug ist, sondern einfach nur die Auswertung und das in PDF bzw. HTML. Auch fand ich teilweise die Beschreibungen der einzelnen Metriken besser als beim X, bei dem man des Öfteren nicht so Recht wußte, was genau da gemacht wird und auf welcher Grundlage. Was ich am PROST gut fand, war die doch sehr lockere „Leine“ die uns beim Arbeiten gelassen wurde und die Abschlusspräsentation mit dem Hinweis, dass unsere Ergebnisse Ausgangpunkt für weitere  LVAs sein werden , weil das dem ganzen irgendwie noch einen zusätzlichen Sinn gegeben hat.

Teilnehmer/in R

Ich habe mich für das PROST angemeldet, weil mich die ankündigten Inhalte sehr angesprochen haben und ich einfach mehr über Open-Source-Projekte wissen wollte. Mich interessierte auch wie es mit der Softwarequalität bei Open-Source-Projekten aussieht, wodurch sie garantiert wird und wie sie beurteilt werden kann.
Bei den ersten Terminen des PROST wurden interessante Diskussionen über die Möglichkeiten zur Sicherstellung von Softwarequalität geführt. Mir blieb allerdings unklar, was die erklärten Ziele des PROST sein sollten und was für eine praktische Aufgabe auf uns zukommt. In den nächsten Treffen blieben viele Fragen auch noch ungeklärt, aber es wurden Schritt für Schritt die Aufgaben präzisiert und verdeutlicht. Mir kam dies oftmals wie ein gemeinsamer Aushandlungsprozess zwischen den Studenten und dem Lehrveranstaltungsleiter vor. Leider dauerte es schließlich doch eine lange Zeit, bis die Teams und deren Aufgaben feststanden. Dies war ein wenig problematisch, da diese Zeit dann fehlte, um sich mit den Werkzeugen X, X, X, usw entsprechend vertraut zu machen. Im Endeffekt wurden in unserer Gruppe einzelne Leute beauftragt, sich intensiver entweder mit X oder X zu befassen. Andere Werkzeuge konnten nur „beschnuppert“ werden, da für eine genauere Befassung mit vielerlei Werkzeugen einfach zu wenig Zeit vorhanden war. Das Analysieren der Software mit dem X stellte sich dabei als sehr zeitaufwendig heraus. Ich musste bald mit der eigentlichen Analyse beginnen, obwohl mir ein Großteil der Funktionalität des X noch nicht vertraut war. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich jedoch nach und nach immer besser mit dem Werkzeug umgehen. Unerlässlich war auch der Austausch mit den anderen Kollegen über Funktionalität und Benutzung des X. Da ich noch nie mit Werkzeugen zur statischen Codeanalyse gearbeitet habe, war dies eine interessante Erfahrung für mich. Und nun zur Frage welche Erkenntnisse mir das PROST gebracht hat. Ich hab, wie vorher bereits erwähnt, die Diskussionen als sehr interessant empfunden. Ich habe gelernt, dass es entscheidend ist, sich vorher über die Begriffe und Definitionen einig zu sein, bevor man sinnvoll über Begriffe wie Softwarequalität und Metriken zu Messung derselben diskutieren kann. Auch die Erarbeitung des Qualitätsmodells und der Vorgehensweise bei der Evaluierung des Softwareprojekts brachte mir neue Erkenntnisse. Die in der Literatur angeführten Modelle und Prinzipien mussten hinterfragt und auf unsere Aufgabenstellung angepasst werden. Ich empfand es als sehr angenehm, dass uns beim Aufstellen des Qualitätsmodells und des Evaluierungssystems viel Spielraum gegeben wurde, sodass jede Gruppe ihre eigenen Ideen einbringen und umsetzen konnte. Als negativen Punkt möchte ich erwähnen, dass es anfangs zu wenig Input über die Materie vom Lehrveranstaltungsleiter gegeben wurde. Da uns die praktischer Erfahrung im Bewerten von Softwareprojekten dieser Größenordnung fehlt, war es schwierig sich dieser Aufgabe zu stellen. Auch war es vielen anfangs noch unklar, was eigentlich auf uns zukommt. Es wurden zwar nach und nach alle offenen Fragen geklärt, doch wurde dazu zu viel Zeit benötigt. Eine klarere Linie von Beginn an und mehr theoretische Grundlagen zur Einführung in die Materie hätten uns sicherlich geholfen, die Aufgabenstellung besser und schneller in den Griff zu kriegen.

 

Open Source Software (WS 2002)

Teilnehmer/in A

Im Zuge diese Projektstudiums zum Thema Open Source Software und ihre Perspektiven in Wirtschaft und Verwaltung mussten wir uns mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen, um für die Abschlusspräsentation auch Aussagen darüber treffen zu können. Im Nachhinein gesehen wäre eine ausgedehntere und längere Recherche vor der Auswahl der Produkte möglicherweise besser gewesen, da die ausgewählten Produkte in einem Reifezustand waren, in dem noch einige Anpassungen notwendig waren. Meiner Meinung nach gibt es womöglich OSS – Web-Shop’s, die mit einfacher zu customizen sind, da ich festgestellt habe, dass PHPay unklar strukturiert ist, was zu erheblichem Zeitaufwand führt. Bei der Anpassung des ERP & CRM Systems an unsere Geschäftsprozesse, wurde mit zunehmender Dauer des Projektstudiums festgestellt, dass der Customizing-Aufwand immens hoch sein würde, um dieses System tatsächlich in der Wirtschaft einzusetzen. Abschließend kann ich behaupten, viel über die Vorgänge der OSS-Bewegung gelernt zu haben, und dass der Aufwand ein OSS-Produkt zu verwenden und anzupassen sehr interessant, aber auch sehr aufwendig sein kann. Da der Aufwand des Projektstudiums sehr hoch war, und wir von einigen Studienkollegen erfahren haben, wieviel Aufwand sie in ein 6stündiges PROST investierten, würde ich Sie daher bitten, das Ausmaß dieses Projektstudiums von einem 4 auf ein 6stündiges zu ändern.

Teilnehmer/in B

Anfänglich war für mich das Thema unseres PROST „Open Source Software“ eigentlich ein relativ unbekanntes Thema. Doch im Laufe dieser Lehrveranstaltung lernte ich eine Menge darüber dazu. Zu Beginn des PROST fingen wir an, allgemeine Aspekte aus dem OSS Bereich zu recherchieren. Meine Aufgabe dabei war herauszufinden, wie diese freie Software im Einklang mit dem Rechtssystem und den Gesetzen war. Im weiteren Verlauf wählten wir zwei OSS Produkte aus, die wir versuchten zu customizen. Mein Beitrag zum PROST besteht darin, allgemeine Informationen und Basiswissen über OSS in einer Präsentation vorzubereiten. Im Laufe der Internet-Recherche fand ich sehr viel interessante Artikel zu unserem Thema. Nach stundenlanger Suche über relevante Informationen habe ich einige MB an Texten und Aufsätzen gesammelt. So richtig interessant ist es erst im Laufe dieser Suche geworden. Durch das Durchlesen der vielen Berichte nahm ich persönlich eine Menge Wissen mit. Bei den rechtlichen Aspekten, insbesondere bei einigen wichtigen Fragen nahm ich Kontakt zu dem „Institut für Fragen der freien und Open Source Software“ (IfrOSS) auf. Innerhalb kurzer Zeit und völlig unbürokratisch bekam ich von einem der beiden Leiter, Dr. Till Jäger, ausführliche Antworten. Diese schnelle Hilfestellung hat mich sehr gefreut. Dr. Jäger bat mich, sein Institut in unserem Vortrag zu erwähnen. Durch das Hinzufügen des Instituts-Logos in die Präsentationsfolien sei dem genüge getan. Da diese Präsentation meine bisherigen Vorträge in Umfang bei Weitem überstieg, hatte ich zuerst gemischte Gefühle bezüglich des Präsentierens. Doch nach aufwendiger Informationssuche, Layoutgestaltung und Gliederung freue ich schon darauf, unsere Präsentation vorzutragen, allein schon aus dem Grund, weil sehr viel Arbeit dahinter steckt. Mit meiner Aufgabe als Präsentationsverantwortlicher hatte ich zwar keine geistig technische Aufgabe zu leisten, aber eine Präsentation mit diesem Umfang zu gestalten ist trotzdem sehr zeitintensiv. Aufgrund des unterschätzten Aufwandes, der diese Lehrveranstaltung mit sich brachte, möchte ich abschließend noch für ein 6stündiges PROST plädieren. Da jedes Gruppenmitglied um einiges mehr als 4 Wochenstunden an PROST-Arbeiten durchführte, bin ich mir sicher, dass das nur fair ist. Im Allgemeinen fand ich das PROST sehr gut. Besonders gut gefiel mir der kleine und flexible Rahmen dieser LVA. Bei wenigen Teilnehmern kann ich, für meinen Teil, wesentlich mehr mitnehmen als bei Massen-LVAs. Alles in allem - ein wirklich gutes PROST!!!

Teilnehmer/in C

Wir haben im Zuge dieses Projektstudiums mit Recherche über Open Source Software und ihre Perspektiven in der Wirtschaft und Verwaltung beschäftigt. Dabei war es notwendig nach einer Recherche über die aktuellen OS-Projekte eine Einschränkung vorzunehmen in Hinblick auf die Abschlusspräsentation. Bezüglich des Umfangs der Ausarbeitung wäre eine längere möglicherweise besser gewesen, die aber aufgrund des verfügbaren Zeitrahmens nicht möglich war. Die ausgewählten Produkte waren in einem Zustand des Reifegrads, der es noch nicht erlaubt hat diese ohne Anpassung in Betrieb zu nehmen. Es waren umfangreiche Recherchen bezüglich der von uns aufgestellten Geschäftsprozesse notwendig. Meiner Meinung nach ist ein OSS Produkt mit diesem Entwicklungsstand ohne geeigneten und zugleich auch aufwendigen Customizing-Aufwand nicht produktiv einsetzbar. Alles in Allem war dieses Projektstudium sehr aufwendige aber auch sehr interessant. Bezüglich des großen Aufwands würde ich Sie daher auch bitten das Projektstudium von einem 4stündigem Prost auf ein sechsstündiges Prost zu ändern, da wir nach Rücksprache mit Studienkollegen erfahren haben, dass diese für ein 6stündiges Prost mindestens denselben oder teilweise auch weniger Aufwand hatten.

Teilnehmer/in D

Ich erhielt durch dieses Projektstudium einen sehr guten Einblick in die Welt von OSS. Auch wenn die von uns ausgewählte Software nicht einwandfrei funktionierte und auch in der Funktionalität oft nicht das darstellt, was wir uns erhofft haben, bin ich der Meinung dass dieser Software Entwicklungszweig durchaus eine Erfolgsversprechende Zukunft hat. Man darf nicht den Fehler machen, von den von uns gewählten Software Produkten auf die ganze Welt von OSS zu schließen. Es gibt sehr viele Projekte die schon seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt und kontinuierlich verbessert werden. Compiere ist ein Projekt, das durchaus zum Einsatz geeignet ist – allerdings noch nicht in der nächsten Zeit, da noch zu viele Haken im Programm vorhanden sind. Der Web-Client funktioniert obwohl auch via HTML und Servlets angeboten, ausschließlich über Java Web Start. Auch die Durchführung von Geschäftsprozessen wird teilweise durch die nicht vorhandenen Funktionalitäten von Compiere behindert. So ist es z.B. nicht möglich für einen bestimmten Auftrag einen Lieferschein zu generieren, man kann immer nur für alle vorhanden und noch nicht ausgelieferten Aufträge Lieferscheine generieren. Schlussendlich war es ein sehr interessantes Projektstudium, in dem ich mir im Selbststudium eine mir unbekannte Software ohne vorhandene Dokumentationen und Handbücher, zumindest Ausschnittsweise, erlernt habe. Der Einblick in die Welt von OSS war sehr informativ und ich merke wie ich OSS Projekte die man bei uns in der Firma einsetzen könnte beobachte und auch Testweise installiere um zu sehen, inwiefern diese relevant für unseren Bereich sind. Aufgrund des zeitlichen Aufwandes den das Projektstudium eingenommen hat, möchte ich darum bitten, den Schein auf ein 6-stündiges PROST WIN auszustellen.

Teilnehmer/in E

Mein Aufgabengebiet in diesem Projektstudium war größtenteils technischer Natur, was ich auch bevorzuge. Deshalb stellten sich für mich interessante Probleme dar. Als Fazit will ich nun hier ein paar Zeilen schreiben: Eine genaue Evaluation von Software vor dem Einsatz ist unumgänglich. Gerade bei OSS muss genau darauf geachtet werden, was die Software verspricht und was sie wirklich hält. Bei der Installation von OSS ist oftmals Expertenwissen nötig. Dies ist für OSS natürlich von großem Nachteil, da die Installationsroutinen unter Windows sehr einfach gehalten sind. Einige Produkte können jedoch auch in der OSS mit einfachen Installationsroutinen glänzen. Der Einsatz von OSS in KMUs ist ohne eine eigene Informatik-Abteilung bzw. einem Beratungsunternehmen nicht sinnvoll. Auch diese Software muss von Experten gewartet bzw. installiert und konfiguriert werden. OSS ist also für ein Unternehmen sicherlich nicht frei von Kosten. Auch OSS setzt teilweise auf kommerzielle Produkte auf. So ist für den Betrieb von Compiere momentan eine Oracle Datenbank nötig. Die Kosten für eine Datenbanklizenz sind hier also auch zu berücksichtigen. Persönlich wurden meine Kenntnisse über OSS erweitert. Da ich mich schon länger mit diesem Thema beschäftige waren gerade die Server-Anwendungen im speziellen Compiere für mich interessant, da ich mich mit diesen noch wenig beschäftigt habe. Einige Techniken und Programmiersprachen waren für mich neu und ich konnte einen Einblick in die PHP-Programmierung und in JBoss erlangen. Es gibt durchaus Geschäftsmodelle mit denen auch KMUs mit der Entwicklung von OSS Geld verdienen können.

.NET und J2EE im Praxiseinsatz (SS 2002)

Zusammenfassung der Teilnehmer/innen: „Nach den Erfahrungsberichten der einzelnen Projektstudenten zu urteilen, kann man durchwegs ein positives Resümee ziehen. Die Projektstudenten waren sehr zufrieden mit dem Projekt und konnten Erfahrungen mit den neuen Enterprise-Technologien und im Projektmanagement sammeln. Der Rahmen und die Umgebung wurden als sehr angenehm empfunden.“