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Stefan Schiffer
Visuelle Programmierung - Potential und Grenzen
In: Beherrschung von Informationssystemen; Heinrich
C. Mayr (Hrsg.), Oldenburg 1996, 267-286.
Visuelle Programmierung ist zu einem Begriff geworden, der
für intuitive Softwareentwicklung steht. Bei der visuellen
Programmierung verzichtet man weitgehend auf textuelle Notationen
und verwendet statt dessen graphische Programmbausteine. Mit dem
Einsatz visueller Techniken ist unter anderem die Hoffnung
verbunden, Programme einfacher und besser als bisher erstellen
und verstehen zu können, womit auch Programmierlaien der Zugang
zur Softwareentwicklung geöffnet würde. Dies könnte zu einem
Abbau des vielerorts enormen Anwendungsrückstaus führen. Den
Vorteilen von visueller Programmierung wie anschaulicher
Realitätsbezug, großes Motivations- und Lernpotential,
Abschwächung syntaktischer Strukturen und Betonung semantischer
Zusammenhänge stehen Nachteile wie fehlende Standards, geringe
Darstellungsdichte, hohe Resistenz gegenüber Modifikationen,
schwierige Formalisierbarkeit und beschränkte
Abstraktionsmöglichkeiten gegenüber. Der Artikel lotet
Potential und Grenzen der visuellen Programmierung aus und
versucht eine Orientierungshilfe bei der Einschätzung dieser
neuen Programmiertechnik zu geben.
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