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Stefan Schiffer
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+43 (699) 12547249
 
 

 

 

 

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Europa: EUR 30,-- inkl. Versand (statt EUR 46,-- CHF 78,--)

Das Buch wird mit Nachnahme versandt. Wenn Sie ein Exemplar wünschen, dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an den Autor.

Vorwort

 

Dieses Buch soll eine kritische aber ausgewogene Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der visuellen Programmierung sein und eine Orientierungshilfe zur Einschätzung des Anwendungsgebietes bieten. Es befaßt sich ausführlich mit Grundlagen, Techniken, Möglichkeiten und Grenzen der visuellen Programmierung und richtet sich an Praktiker, Wissenschaftler und Studenten aus dem Bereich der Softwaretechnik sowie an andere Personen, die an modernen Softwarekonzepten interessiert sind. Das Buch soll Anworten auf folgende Fragen geben:

  • Was ist visuelle Programmierung?
  • Wofür eignet sich visuelle Programmierung und wofür nicht?
  • Wie sind visuelle Programmiersysteme aufgebaut?

Kapitel 1 »Einführung« zeigt die geschichtliche Entwicklung der visuellen Programmierung und skizziert den Stand der Technik im akademischen und industriellen Bereich.

Kapitel 2 »Terminologie« versucht die Begriffswelt der visuellen Programmierung systematisch zu erfassen und die zum Teil vagen Definitionen der Fachliteratur durch ein zweckmäßiges begriffliches Instrumentarium zu ersetzen. Beginnend mit dem nur scheinbar leichtverständlichen Begriff »visuell« werden die weiteren Fachbegriffe unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert, mit Beispielen unterlegt und schließlich in knapper Form definiert.

Kapitel 3 »Pro und Kontra visuelle Programmierung« untersucht die Stärken und Schwächen der visuellen Programmierung anhand allgemeiner Merkmale bildlicher Darstellungen. Auf konkrete Programmiersysteme wird nur fallweise Bezug genommen. Zu Beginn erklärt ein kurzer Abriß über kognitive Aspekte, warum visuelle Darstellungen vom Menschen besonders wirkungsvoll verarbeitet werden und wie sich daraus Vorteile für die Programmierung ergeben könnten. Anschließend werden Pro- und Kontra-Argumente von Fachautoren angeführt. Der Hauptteil des Kapitels befaßt sich mit fünf Thesen zur Rolle des Bildes in der Programmierung. Es wird gezeigt, daß manche Behauptungen über den hohen Wert visueller Darstellungen in der Programmierung zweifelhaft sind.

Kapitel 4 »Klassifikationen für visuelle Programmierung« stellt Taxonomien bekannter Fachautoren vor. Sprachen und Systeme der visuellen Programmierung werden nach verschiedenen Kritierien erfaßt. Dieses Kapitel vermittelt einen Eindruck von den unterschiedlichen Facetten visueller Programmierung. Die Klassifikation von Burnett und Baker dient als Grundlage für Kapitel 5.

Kapitel 5 »Konzepte visueller Programmiersysteme« betrachtet die konzeptionellen Grundlagen visueller Softwareentwicklungsumgebungen anhand von neun Programmierparadigmen: steuerflußorientiert, funktionsorientiert, datenflußorientiert, objektorientiert, constraintorientiert, regelorientiert, beispielorientiert, formularorientiert und multiparadigmenorientiert. Die mit diesen Denkmodellen verbundenen Vor- und Nachteile werden exemplarisch erläutert.

Kapitel 6 »Beispiele für visuelle Programmiersysteme« präsentiert typische visuelle Programmiersysteme (VP-Systeme) aus dem akademischen und kommerziellen Bereich. Die Präsentation der Systeme umfaßt eine kurze Einführung mit historischen Anmerkungen, eine Beschreibung von Anwendungsbereich und Benutzerkreis, die Darstellung der softwaretechnischen Grundkonzepte und der verwendeten Programmiersprache sowie eine Beschreibung der Interaktionsmechanismen und Werkzeuge. Die gewählten Beispiele sollen das Verständnis für die in Kapitel 6 beschriebenen Konzepte vertiefen und helfen zu verstehen, wie visuelle Programmierung in der Praxis funktioniert.

Kapitel 7 »Vista: ein komponentenbasierter Ansatz für ein visuelles Programmiersystem« beschreibt das vom Autor entwickelte multiparadigmenorientierte VP-System Vista, das die Implementierung reaktiver und transformativer Systeme unterstützt. Zuerst werden Anwendungsbereich und Grundkonzepte von Vista erläutert. Diese Abschnitte behandeln auch reaktive und transformative Systeme sowie die komponentenbasierte Softwareentwicklung. Der Hauptteil stellt das Programmiermodell mit seinen Komponenten und Werkzeugen vor. Abschließend zeigt ein vollständiges Beispiel, wie man mit Vista eine Applikation konstruiert. Die in Vista realisierten Konzepte beruhen auf dem Versuch, softwaretechnische Konstruktionsprinzipien konsequent zu berücksichtigen, und können vor allem für jene Leser eine Anregung sein, die selbst ein VP-System entwickeln wollen.

Kapitel 8 »Zusammenfassung« diskutiert abschließend die Potentiale und Grenzen visueller Darstellungen in der Programmierung.

 

Dank

Mein Dank gilt allen, die an der Entstehung dieses Buches mitgewirkt haben.

Zwei Personen gilt mein besonderer Dank: meinem Kollegen Joachim Hans Fröhlich, dessen fundiertes Wissen und engagierte Mitarbeit zur erfolgreichen Realisierung des visuellen Programmiersystems Vista wesentlich beigetragen haben, sowie Prof. Gustav Pomberger, der nicht nur wissenschaftlicher Ansprechpartner war, sondern auch mit großem persönlichen Einsatz die organisatorischen und finanziellen Grundlagen für jene Projekte geschaffen hat, die diesem Buch zugrundeliegen.

Linz, im September 1997

Stefan Schiffer

 

Der Autor kann unter der E-Mail-Adresse stefan@schiffer.at erreicht werden.

 

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